Temperances Abschlussball

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Dr. Temperance Brennan Special Agent Seeley Booth
05.09.2018
09.09.2018
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05.09.2018 2.845
 
„Das ist der Abschlussball auf den ich nie gehen konnte.“

Dieser Satz wollte einfach nicht seinen Kopf verlassen. Sie waren gerade von Julies Verhaftung zurückgekommen; und während er hatte zurück in das Motel wollen, wollte seine Partnerin zurück zur Party.

Booth hatte ihr diesen Wunsch nicht abgeschlagen, er würde einfach alles für sie tun und dafür, dass sie glücklich war.

Auch wenn er dafür etwas tun musste, das ihm wehtat, wie sie nah an sich zu halten, während sie zu einem langsamen Lied tanzten.

Sehr nah.

Ihre Arme waren um ihn geschlungen, ihr Kinn ruhte auf seiner Schulter. Ganz so wie vorher. Langsam ließ er seine Hände nach unten gleiten, ließ sie von ihren Schultern über ihren Rücken wandern, um sie schließlich auf ihrer Taille ruhen zu lassen.

„Ist das okay?“ fragte er schüchtern. Er würde sie niemals gegen ihren Willen berühren.

„Ist es denn für dich okay?“ fragte Temperance zurück. „Also für mich ist es okay. Es fühlt sich sogar ziemlich gut an …“

„Wir sollten aufhören, Cocktails zu trinken“, murmelte Booth. Ihr Geruch machte ihn verrückt, eine seltsame Mischung aus ihrem süßen Shampoo und ihrem erdigen Körpergeruch. Sie benutzte nie Parfüm und dafür war er ihr dankbar – er liebte ihren Geruch. So wie alles an ihr.

„Warum? Es ist eine Party und wir müssen nicht fahren.“

„Ja … aber … sie lassen mich mehr wollen als mit dir zu tanzen …“

Booth bereute sofort was er gesagt hatte, als Bones sich seiner Umarmung entzog.

Sie sah ihn an und sagte dann etwas, was sein Herz fast zum Stehen brachte:

„Vielleicht sollten wir es einfach tun.“

„W-was??“ stotterte Booth, während er seine Partnerin schockiert ansah.

„Nun ja – wir würden im Bett definitiv gut harmonisieren.“

„Oh nein. Ich meine ja, würden wir, aber …“ er holte tief Luft, „es würde mich umbringen. Ich habe dir gesagt, was ich für dich empfinde und ich weiß, dass du diese Gefühle nicht erwiderst. Wenn du nun einem One-Night-Stand ohne Gefühle zusagst … nein. Das kann ich nicht, Bones. Tut mir leid.“

Ihr sanftes Lächeln brachte ihn beinahe um.

„Das ist okay“, sagte sie und legte ihren Kopf wieder auf seiner Schulter ab. „Es ist schön, so wie es ist. Ich genieße meinen Abschlussball. Ich dachte nur – weißt du, wäre es ein echter Abschlussball, müsstest du mich später auf deinem Rücksitz nehmen.“

„Wäre das dein echter Abschlussball, Bones, hätte jemand Alkohol in die Bowle geschmuggelt und du würdest noch Jungfrau sein.“

„Stimmt“, murmelte seine Partnerin. „Manchmal überlege ich mir, was passiert wäre, hätte ich ja zu Andys Einladung gesagt.“

„Der Andy? Ich bin froh, dass du es nicht getan hast. Ich kann mir nicht vorstellen, ihn und dich so wie uns zwei tanzen zu sehen. Ich will’s mir nicht einmal vorstellen.“ Booth schüttelte seinen Kopf. „Oder wie er dich küsst, oder wie er mit dir schläft – großer Gott, können wir bitte über etwas Anderes sprechen?“

Bones lachte leise, das tiefe, leise Lachen, das er so sehr liebte. Er streichelte weiterhin ihren Rücken.

„Wie war dein Abschlussball?“ wollte Bones plötzlich wissen und Booth zog eine Grimasse.

„Du willst wirklich über meinen Abschlussball sprechen?“

„Ja“, murmelte Bones. Ihre Augen waren geschlossen, was seine Liebkosung auf ihrem Rücken sogar noch besser machte.

„Ich ging mit einer der Cheerleaderinnen, Sophia Miller. Sie war nicht die Hübscheste aller Cheerleaderinnen, doch sie war besser als nichts. Und ich … ich habe ihre Jungfräulichkeit auf dem Rücksitz meines Autos genommen.“

Bones lachte über das Klischee. „Du warst ein Player, weißt du das? Ich bin ehrlich froh, dass wir nicht auf derselben Schule waren. Du hättest mich gehasst, hättest mich Morticia genannt.

Booths Herz zog sich zusammen als er merkte, dass sie Recht hatte. Er hatte ihr High School Foto gesehen und natürlich dachte er, dass sie süß ausgesehen hatte (er hatte sich sogar überlegt, ob er es für seine Geldbörse ausdrucken sollte, sosehr liebte er es), doch er wusste, das der 18-jährige Seeley Booth ihr das Leben schwer gemacht hätte. Er drückte Bones an sich, was sie nach Luft schnappen ließ.

„Tut mir leid, tut mir so leid. Ich weiß, du hattest ein furchtbares Leben als Teenager. Es tut mir so leid.“

„Nun, es ist nicht dein Fehler“, antwortete Temperance sanft.

„Deine Pflegeeltern haben dich für zwei Tage im Kofferraum eingesperrt, du wurdest gehänselt …“

„Ich wurde auch von Klassenkameraden in einer Klokabine eingesperrt. Und einmal haben sie mich in ein Schließfach geschoben. Sie haben gesagt ich hätte Sex mit Mr. Buxley und einmal haben sie unechtes Blut über mich geschüttet und mich Carrie genannt. Ich weiß immer noch nicht was das bedeutet, so etwas wie das ist meiner Klassenkollegin Carrie nie passiert.“

„Ich hoffe für dich, dass es nur unechtes Blut war. Wenn du jemals Carrie gesehen hast –“

„Ich weiß nicht was das bedeutet, Booth. Ich glaube nicht, dass …“

„Vergiss es“, sagte Booth und legte seine rechte Hand schützend auf ihren Hinterkopf. „Andere Schüler, die dasselbe erlebt hätten wie du, hätten sich bestimmt das Leben genommen.“

„Ich wusste, dass man mich und meine Intelligenz eines Tages brauchen würde, also konnte ich mir nicht so einfach das Leben nehmen. Und jetzt sieh mich an, ich bin schlau und schön, ich habe einige Leben etwas verändert …“

„Sehr“, antwortete Booth und legte seine Hände wieder auf ihre Schultern. „Du hast mein Leben sehr verändert und dafür werde ich dir auf ewig dankbar sein.“

„Ebenfalls“, sagte Bones. Plötzlich hatte sich ihr Herzschlag beschleunigt und da war ein seltsames Gefühl in ihrer Magengegend. Sie wusste, dass er sie liebte und sie wusste auch, dass sie seine Gefühle nicht erwiderte (zumindest dachte sie so), doch warum fühlte sich das alles so richtig an? Von ihm gehalten zu werden, über ihre Schulzeit mit ihm zu reden? Ihn anzusehen und festzustellen, dass seine Augen sanfter waren, als je zuvor?

„Bones …“

„Shhh“, murmelte sie und näherte sich seinem Mund. „Es fühlt sich richtig an, zerstör es nicht …“

Und dann legte sie ihre Lippen auf seine.

Langsam bewegten sich ihre Lippen zusammen, unschuldig, ohne den Kuss zu vertiefen. Bis Booth seinen Kopf zurückzog.

„Bones. Letztes Mal, als ich dich geküsst habe, hast du gesagt du müsstest mich vor dir beschützen.“

„Aber jetzt habe ich meine Meinung geändert. Wir sollten es zumindest versuchen.“

„Keine Versuche, was, wenn es nicht funktioniert? Ich könnte nicht mehr mit dir arbeiten, würden wir diese Chance vertun.“

„Nun, ich könnte“, antwortete Bones. „Aber ich verstehe, warum du es nicht können würdest.“

„Genau. Ich will es deshalb nicht versuchen, weil ich weiß, dass ich der Eine für dich bin. Keine Versuche, bevor du nicht bereit bist.“

„Ich verstehe nicht –“

„Ich hab’s dir bereits gesagt.“ Seine Augen vermieden ihre. „Ich bin der Eine für dich. Und du bist die Eine für mich. Jedoch hast du das noch nicht erkannt und bevor du es nicht eingesehen hast, will ich nicht versuchen, mit dir zusammen zu sein. Versuche gehen fast immer schief, daher will ich diesen Versuch nicht machen. Weil – wie du schon gesagt hast – das zwischen uns fühlt sich gut an. Ich finde das auch, jedoch weiß ich, warum es sich gut anfühlt.“

Er sah sie jetzt direkt an, bemerkte die Tränen in ihren Augen.

„Tut mir leid, ich wollte dich nicht –“

Und wieder trafen ihre Lippen seine. Diesmal nur für eine Sekunde, doch es war genug, um ihn zum Schweigen zu bringen.

„Ich glaube, ich bin bereit …“

„Machst du Witze? Just letzte Woche hast du mich von dir wegestoßen.“

„Weil ich Angst hatte! Ich wurde noch niemals so sehr geliebt.“ Ein leichtes Rosa trat auf ihre Wangen. „Und ich hatte Angst, dass ich es vermasseln würde. Oder schlimmer, dass ich es genießen würde, mich verlieben würde und mein Herz gebrochen werden würde.“

„Ich würde niemals dein Herz brechen“, sagte Booth sanft und legte seine Lippen auf ihre Schläfe, um sie liebevoll zu küssen. „Ich liebe dich, Temperance.“

Bones schloss ihre Augen und lächelte. Ihr Herz machte immer Sprünge, wenn er sie bei ihrem Namen nannte. „Lass uns zu Ende tanzen und dann zurückgehen. Lass uns schlafen gehen und morgen darüber reden. Okay?“

„Okay.“

Für weitere Minuten sagte keiner der Beiden ein Wort, sie setzten nur ihren Tanz fort. Und als das Lied endete, lösten sie sich voneinander.

Bones ging zu Mr. Buxley um ihm gute Nacht zu wünschen und ihm zu versprechen, dass sie von sich hören lassen würde. Auch Booth verabschiedete sich von ihm, der Mann war ihm zwar immer noch suspekt, doch er war kein Mörder. Er hatte Bones durch ihre Schulzeit begleitet und er hatte ihnen heute Abend geholfen. Er war ein guter Mann.

„Behandle sie, so wie sie es verdient“, zischte der Hausmeister ihm zu und Booth versprach ihm, dies zu tun.

Sie verabschiedeten sich auch von Becky, Carrie und sogar Andy. Booth ballte seine Fäuste als Andys dreckiger Blick am Körper (seiner!) Bones entlangwanderte, als ob er sie mit den Augen ausziehen würde.

„Bis bald, Temperance“, sagte er und umarmte sie, während er seine Hände viel zu tief platzierte. „Und denk daran, falls das zwischen dir und deinem Mann nicht klappt –“

„Hau ab, Drecksack“, bellte Booth und zog Bones zu sich zurück. „Wir hätten ebenso einfach gehen können, ohne uns zu verabschieden, also erwarte dir bloß nicht zu viel. Sie ist meine Frau und wir lieben uns sehr. Und falls du je versuchen solltest sie zu kontaktieren, werde ich –“

„Das ist genug, lass uns gehen!“ rief Bones und stellte sich zwischen die beiden Männer. Sie presste ihre Hand gegen Booths Brust und schob ihn zurück, Richtung Ausgang. Doch sie lächelte ihn an. „Dein Alphamännchen-Benehmen ist wahnsinnig heiß …“

„Natürlich doch, für eine wahnsinnig heiße Frau …“ flüsterte Booth und lehnte sich erneut zu ihr. Er küsste ihre Stirn und dann verließen sie die Turnhalle.

Booth rief ein Taxi und bald warteten sie in der Stille. Bis sich Bones zu ihm drehte. „Also, was werden wir jetzt machen?“

„Zu Bett gehen, wie du gesagt hast. Über all das hier morgen sprechen.“

„Okay“, flüsterte Bones und lehnte sich an ihn. „Wenn wir zur selben Schule gegangen wären, wärst du an Mädchen wie Sarah, Evelyn und Julie interessiert gewesen?“

„Ich denke schon“, gab Booth zu. „Darum bin ich ja froh, dass wir uns erst später kennen gelernt haben. Du bist so viel interessanter als diese beliebten Mädchen es je waren und mal ehrlich, du bist auch so viel schöner.“

Bones‘ Wangen färbten sich wieder rosa. „In deinen Augen bin ich das, natürlich.“

„Nein, du bist wirklich wunderschön.“ Booth schlang seinen Arm um ihre Schulter.

„Ich bin froh, dass ich deinen Geschmack in Frauen ändern konnte. Ich konnte nicht umhin zu bemerken, dass Rebecca und Tessa beide blond sind.“

„Jedoch war das zwischen Tessa und mir nichts Ernstes.“ Booth runzelte die Stirn. „Und wage es nicht zu sagen, ich wäre nur an Blondinen interessiert. Soll ich dich an Cam erinnern?“

„Das ist etwas Anderes, Cam gehört einer völlig anderen Ethnie an. Sie könnte gar nicht auf natürliche Weise blond sein.“

„Ich verstehe deine Logik nicht“, seufzte Booth. „Doch Rebecca ist auch nicht natürlich blond.“

Das gab Bones einen Grund zum Lächeln. „War Sophia blond?“

„Sophia? – Oh, mein Abschlussballdate. Sie war rothaarig.“

„Interessant“, sagte Bones und nahm seine Hand, als das Taxi neben ihnen hielt. Booth sprang nach vor um die Autotür zu öffnen. Bones bedankte sich und stieg ein, Booth ihr folgend.

Und sobald der Fahrer den Wagen gestartet hatte, schlang Bones ihre Arme um den Agenten, zog ihn an sich und ließ ihre Lippen auf seine treffen.



Auch im Aufzug konnten sie ihre Hände nicht voneinander lassen. Zwar waren ihre Küsse und Berührungen immer noch schüchtern, denn Booth traute sich nicht, mehr als ihren Rücken zu berühren, während Bones nur seine Brust streichelte.

Ihr Kuss hatte sich noch nicht vertieft, beide hatten Angst, dass sie nicht bereit für diesen Schritt waren. Doch als Booth ihr vor ihrer Zimmertür gute Nacht wünschen wollte, warf sie ihre Arme um ihn.

„Komm rein, bitte. Bitte, Booth.“

Booth antwortete für eine Weile nicht. Er sah sie nur an.

„Nur um zu reden. Bitte.“

Booth sah sie weiterhin an, doch dann nickte er. Und Bones zog ihn nach innen.



Bald darauf lagen sie aneinandergeschmiegt auf ihrem Bett. Sie redeten nur, wie versprochen. Booth hatte sie vorsichtig gefragt, welche anderen Dinge sonst noch während ihrer Jugendphase geschehen waren und er war schockiert darüber, wie sehr die Liebe seines Lebens gelitten hatte.

Sie erzählte ihm über ihren schrecklichen Pflegevater, welcher ihr, wann immer er konnte, einen Klaps auf ihren Hintern versetzt hatte und ihre Pflegemutter, welche sie fett und hässlich genannt hatte und sie nach fünf Uhr in ihrem Zimmer eingesperrt hatte, um sie daran zu hindern, nach unten zu schleichen und Essen zu holen.

„Du warst nicht fett“, sagte Booth. „Und selbst wenn, was zum Teufel? Du bist perfekt so wie du bist. Und warst. Und du warst niemals hässlich, nie.“

„Ich weiß doch“, sagte Bones. „Ich weiß jedoch nicht, warum sie das so gesehen hatte. Vielleicht, weil mein Pflegevater meinen Arsch öfters als ihren angefasst hatte.“

„Ich will das nicht hören“, stöhnte Booth. „Hat er – hat er dich wo anders auch angefasst?“

„Ich dachte, du willst das nicht hören“, lachte Bones. „Aber nein. Außer einmal. Er hat meine –“

„Nein“, unterbrach Booth sie schnell. „Wenn du mir das erzählst, muss ich ihn suchen und töten.“

„Dann werde ich es dir nicht sagen“, versprach Bones und schloss ihre Augen. Sie konnte nicht leugnen, dass es sich wundervoll anfühlte – einfach nur in seinen Armen zu liegen und zu reden. Und sein Alphamännchen-Benehmen wenn es um ihre Sicherheit ging – warum fühlte sich das so gut an?

„Ich bin so dankbar, dass du die Frau geworden bist, die du jetzt bist. Obgleich all der Dinge, die dir widerfahren sind.“ Booth flüsterte es ihr zu, bevor er ihr Ohrläppchen sanft küsste.

Bones entfuhr ein leises Stöhnen. „Booth …“

„Ja?“

„Hast du deine Meinung geändert? Willst du heute Nacht mit mir schlafen?“

Booth zog seinen Kopf zurück, um sie anzusehen. „Ich will. Wirklich. Ich wäre dumm, wollte ich es nicht. Aber baby, ich kann nicht. Du willst mich nicht und mit dir zu schlafen, obwohl ich wüsste, dass du mich nicht willst, würde mich umbringen.“

„Was wenn wir miteinander schlafen würden und du mich nachher nicht mehr wolltest?“ Bones erstellte ein unmögliches Szenario.

„Du denkst so? Weil ich nicht so denke. Ich werde dich immer wollen.“ Booth lachte leise.

„Nein, ich denke nicht so.“ Bones musste grinsen. „Ich bin zu gut im Bett. Doch was, wenn dieser … dieser Funke, an den du so glaubst, fehlen würde?“

„Der Funke ist bereits da“, sagte Booth. „Zumindest für mich. Ich spüre ihn deutlich.“

„Dann lass uns miteinander schlafen“, schlussfolgerte Bones. „Wenn es sich richtig anfühlt, könnten wir eine Affäre haben, bis ich bereit für eine Beziehung bin.“

„Warte – du denkst also wirklich, dass du bereit für eine Beziehung sein wirst?“ Booths Herzschlag beschleunigte sich augenblicklich.

„Ja … ich denke schon. Natürlich kann ich nicht sicher sein, doch wir sind bereits seit fünf Jahren Partner und wir sind immer noch befreundet. Ehrlich gesagt bist du die längste Beziehung, die ich je hatte, also denke ich wir könnten … wir könnten ein Paar sein. Ich denke ehrlich, dass es funktionieren könnte, doch ich denke auch, dass das Problem bei mir liegt. Weißt du, wie lange meine längste echte Beziehung gedauert hat?“

Booth wollte vor Freude in die Luft springen, als sie ihm sagte, dass es funktionieren könnte. „Nein, wie lange?“

„Fünf Monate. Ich rede über Pete, der Kerl mit dem ich zusammen war, bevor du und ich offiziell miteinander zu arbeiten begannen.

„Der Typ, der deinen Fernseher kaputt gemacht hat?“

Bones lachte auf. „Das ist alles, an das du dich erinnerst? Ja, wenngleich auch ich den Fernseher zerstört habe. Er wollte ihn mitten in der Nacht stehlen, woraufhin ich ihn mit einem Baseballschläger attackiert habe. Erinnerst du dich?“

„Ich glaube, ja“, sagte Booth. „Und ich erinnere mich nur zu gut, dass du dir für etwa zwei Jahre keinen neuen Fernseher geleistet hast.“

„Ich fand das ehrlich gesagt sehr angenehm“, widersprach Bones mit einem Schulterzucken. „Doch vielleicht sollten wir auf das ursprüngliche Thema zurückkommen … wo haben wir aufgehört?“

„Ich glaube, das war hier“, sagte Booth sanft und platzierte seine Lippen auf dem Hals seiner Partnerin.

„Nein“, stöhnte Bones, „das ist nicht, wo wir aufgehört habe … aber bitte mach weiter …“

Booth ließ seine Hand an ihrem Körper entlanggleiten, traute sich endlich, ihre Taille zu passieren. Auf ihrem Oberschenkel machte er Halt und begann, mit dem Saum ihres Kleides zu spielen. „Du bist umwerfend“, flüsterte er gegen ihren Hals und führte seine Finger unter ihr Kleid. „Ich würde dir niemals wehtun, oder dich ausnutzen …“

„Ich weiß, Booth“, flüsterte Bones zurück. „Ich bin diejenige, die dir wehtut und dich ausnutzt.“

„Zerstör es nicht“, bat Booth, während er Küsse auf ihrem Unterkiefer hinterließ. Seine Hände zogen ihr Kleid hoch, machten es ihm möglich, ihre Beine zu spreizen und sich zwischen sie zu legen. Und dann küsste er sie, erschuf eine Blase des Glücks für die Beiden, in welcher sie ihre Probleme für ein Weilchen vergessen konnten.

Jetzt war es nur Booth und Bones, die Liebe, die sie füreinander empfanden, und eine Nacht voll Lust und Zärtlichkeit.
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