Never done before

von IceK04
OneshotRomanze, Freundschaft / P12
Bert Alfred Mary Poppins
04.09.2018
04.09.2018
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Hi:)
Ein kleiner Oneshot über mein Lieblingspairing...
Ich würd mich über Rückmeldungen freuen;)
Man liest sich
IceK
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Sie hatte sich immer von ihm distanziert, von jedem, um genau zu sein. Und das bloß weil sie sich davor fürchtete, ihr Herz zu verlieren.
Nie hatte sie vorgehabt, ihm einmal näher zu kommen, als ihr Herz es ihr erlaubte.
Doch nun, wo sie auf die Blumen in ihrer Hand sah und er sie traurig anlächelte, da konnte sie nicht anders, als zurück zu lächeln.
Es war ein Lächeln, das man nicht oft auf Marys Gesicht sah. So ehrlich und hingebungsvoll.
"Heute Nacht...", begann Bert und streckte die Hand aus, um über die feinen Blüten des Blumenstraußes zu streichen, "ist es soweit, stimmt's?"
Sie konnte den Blick nicht von seinen Fingern nehmen.
"Ganz recht.", murmelte sie abwesend, "Heute Nacht."
Sie musste ein Seufzen unterdrücken, als Bert die Hand zurückzog.
"Na dann...", sagte Bert leise, "Auf Wiedersehen, Mary."
Die Art und Weise, wie er ihren Namen aussprach ließ sie erzittern.
"Auf Wiedersehen, Bert.", erst jetzt schaffte sie es, ihm in die Augen zu sehen, "Gib gut auf dich acht."
Dann, aus einem unbewussten, plötzlichen Impuls heraus, trat sie langsam an ihn heran und ihre freie Hand glitt über den weichen Stoff seines Hemdes, bis zu der nackten Haut an seinem Hals, während sie ihr Gewicht nach vorn verlagerte und ihre Lippen vorsichtig seine Wange berührten.
Noch nie hatte Mary Poppins so etwas getan. Sicher, sie hatte vielleicht einmal darüber nachgedacht, aber niemals hätte sie sich erträumt, es auch irgendwann einmal zu tun.
Bert hielt den Atem an, als sie sich näher an ihn zog. Es war nur ein winziges Stückchen näher, doch plötzlich hatte er das Gefühl, er könne jeden einzelnen Millimeter ihres Körpers fühlen.
Die Zeit blieb stehen.
Berts Wange war weich und warm und Mary hätte Ewigkeiten so verharren können, doch jeder Moment geht nunmal vorüber.
Und so musste sie sich von ihm lösen und einen Schritt zurück treten.
Bert wagte es nicht, sich zu bewegen und so konnte er nur zusehen, wie Mary ihre Tasche hoch nahm und ohne zu zögern den Weg hinunter ging, bis zu dem eisernen Tor, an dem sie sich nach rechts wandte und ging.
Nur ihre schnellen, leichten Schritte waren zu hören an diesem lauen Sommerabend, an dem der Westwind durch London strich.
Sie hatte sich immer davor gefürchtet, ihr Herz zu verlieren.
Doch jetzt, da sie es verschenkt hatte, da wollte sie es niemals wieder haben.
Denn sie wusste, der dem es gehörte würde gut darauf aufpassen. Vielleicht sogar besser, als sie selber es jemals getan hatte.
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