Endlosschleife/Klappe die 2./

von moere1112
GeschichteRomanze / P16
OC (Own Character) Philipp Burger
03.09.2018
09.10.2018
6
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Einleitung:
"Jessi , ist das dein Ernst?"
"Ja Christian, ich hab zu viel durcheinander gebracht und das hat mein Leben auf den Kopf gestellt, ich benötige Abstand von allem hier, von Euch, Frei.Wild und Südtirol. Es tut mir Leid. Danke für alles" sagte ich und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Ich ging an ihm Vorbei ins Bad , holte noch meine Sachen und ging zum Auto.
"Jessi bitte tu das nicht" sagte er noch.
"Doch es ist besser so, bitte glaub mir. " Waren meine letzte Worte bevor ich ins Auto stieg und los fuhr.
Ich zog die Nacht die Fahrt durch, ich war zwar sau müde aber ich wollte nur schnell viel Abstand gewinnen.
Zu Hause, setzte ich dann den letzten Schlussstrich, ich Blockierte jeden den ich mit Frei.Wild in Verbindung brachte auch Franzi und den Rest des FWSC. Ich schrieb am nächsten Tag beinen Vertragskündigung für den FWSC und brachte sie zur Post.
Ich zog das Ding durch, ich musste wieder ankommen und mein Leben leben wie es früher war.




Heute:

Mein Leben lief langsam wieder geordnet, natürlich war es mehr als schwierig und schon gar nicht leicht, all meine neu gewonnen Freunde zu ignorieren, sie zu Blockieren und mein Leben auf Reset zu setzen  aber ich hatte es hinbekommen. Die Musik hörte ich jedoch immer noch und fühlte mich meiner Großen Liebe Philipp somit immer noch nah. Ja die Gefühle waren wohl das letzt was übrig geblieben war und gegen die ich nichts machen konnte. Mein Aufbruch, nun schon 1 Jahr her, war wirklich nicht die feine englische Art aber es war für mich damals einfach das einzig richtige. Tja, Christian, ja den vermisse ich wohl auch mit am meisten, er war wie ein Bruder für mich geworden und ich denke jeden Tag an ihn.
Ich wusste nicht ob mich überhaupt noch jemand aus der Truppe sehen wollte, ich hab einfach alle abgebrochen. Waren sie mir sauer? Wollten sie mich umbringen? Oder würde sie mich auch heute noch mögen wie sie es damals getan haben.
Ich öffnete mein E-Mail Fach um dieses mal wieder zu Löschen, was eine Werbungsmüll sich immer ansammelte wenn man diesen nicht täglich bereinigte!.
Ich saß also auf meinem Sofa, auf einem Samstagabend im Sommer und leerte mein E-Mail-Fach, WOW wie erbärmlich das für andere Klingen muss, aber ja, ich zog mich nun mal sehr zurück und kannte nur noch Arbeit oder Sofa. Kontakt zu anderen hielt ich nur wenn es unbedingt sein musste.
___BETREFF: Grillparty
ABSENDER: franzi-ichmagmich@t-komm.de

Ich weiß nicht mal ob diese Adresse noch aktuell ist aber ich versuche es mal.
Hallo Liebe Jessi,
hiermit lade ich dich recht herzlich zu einer Grillparty nach Brixen ein. Sie findet bei Martin im Garten statt. (Ja wir sind zusammen)___

Hier musste ich kurz lachen, 1. war mir das von vornherein klar, 2. Wie schon elegant sie das in ihre Texte mit einbaut!

___
Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn du auch dabei wärst. Jessi, ich vermisse dich und jeder versuch an dich heran zu kommen ist gescheitert. Ich hoffe innig, das diese Adresse Aktuell ist und bete zu Gott das du sie liest und ihr nachkommst. Wir alle sehnen uns nach dir!
Die Party findet am Samstag den 18.6 statt beginn ist 18 Uhr.
Ich hoffe ich höre von dir!
Hab dich Lieb, Franzi___

Ich Worte , trieben mir irgendwie die Tränen in die Augen, sie vermissen mich? Leider war der 18 .6 heute und somit hatte ich all das zu spät gesehen. Sollte ich ihr Antworten? Ich schloss den Verlauf wieder und stellte den Laptop beiseite. Meine Gedanken schwirrten nur um diese E-Mail, Martin und sie? hm! Ich wusste es! lächelte ich
Ja das mit ihr und ihm war irgendwie damals schon klar und ich freute mich für sie aber war ich wirklich beriet dazu? War ich bereit ihnen wieder unter die Augen zu treten, nachdem was war, nachdem ich sie hab von heute auf morgen verstoßen.
Ich starrte meinen Laptop an , doch konnte ich mich nicht dazu bewegen ihr eine Antwort zu sende.
Ich öffnete stattdessen einfach FB und stöberte herum. Als hätte das Schicksal heute ihren Großen Auftritt, verkaufte jemand in meiner Nähe ein AF Ticket.
>> 50 Euro bei Abholung<<, ja das sollte ja nächstes WE sein, sollte ich einfach hinfahren? Sollte ich sie Überraschen? Würden sie sich wirklich Freuen?
Ich schrieb den Typen an und machte mit ihm aus sie morgen abzuholen, dann ging ich ins Internet und suchte mir händeringend eine Unterkunft, was vor dem AF eher schwierig war und so landete ich bei meiner suchen in Brixen statt in Natz.
Ja auch hier schlug das Schicksal ein und ich bekam eine Unterkunft, zwischen Martin und dem Store, mich wunderte es, das dort überhaupt noch eine frei war und so buchte ich sie zu einem günstigen Kurs. Anreise Dienstag, Abreise Dienstag , eine Woche später.
Ich hatte eh Urlaub und alles schien zu passen, jetzt musste ich mich nur noch überwinden.
Ich war doch sonst nicht so zurückhaltend aber irgendwie war ich bei diesem Thema eher das Mäuschen, statt der Mutige Löwe.


Mit dem Ticket, der Buchungsbestätigung und meinen Sieben Sachen fuhr ich Richtung Süde, 7 Stunden fahrt lagen vor mir und meine Nervosität stieg mit dem Meter mehr.
Ich war wirklich sehr früh los gefahren und Parkte um 13 Uhr auf dem Parkplatz des Hotels. Alles war wie damals, nichts hatte sich verändert und auch am Store war ich schon vorbei gefahren. Ich erhaschte mir einen kurzen Überblick wer da war und erkannte Franzi und Martin. Nach meinem Check in, machte ich mich zu Fuß auf den Weg zum Store, meine Beine waren Wackelig und ich drohte zu kollabieren aber ich musste wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, ich war es zu mindestens Franzi schuldig und das trieb mich an.
Als ich an der Kreuzung stand, wo man den Parkplatz des Ladens einsehen konnte, sah ich auch, das Föhre und der Rest im Laden sein musste, dies war zwar nicht unbedingt vorteilhaft für mich aber ich war ja irgendwie selber Schuld.
Ich stiefelte also eher zögerlich den Weg runter und ging ohne Umwegen auf die offene Ladentür zu. Die Stimmen und das Lachen aller 6 mir so bekannten und vertrauten Personen erkannte ich schon von weiten.
Meine Schritte wurden kürzer und auch mein Tempo langsamer als ich der Tür näher kam, meine Hände waren Schwitzig und mein Herz pulsierte wie verrückt. Wie würden sie also auf mich reagieren? Eins war klar , um diese Frage zu beantworten musste ich es ausprobieren.
Keiner hatte meine Anwesenheit bemerkt und so stand ich kurz im Rahmen der Tür und beobachtete alle, sie standen am Tresen, mit Bier in der Hand und lachten wie verrückt über Franzi´s Tollpatschige Art am Wochenende, zu gern wäre ich da gewesen und hätte jetzt mitreden können.
"Hi" sagte ich und zog so die Aufmerksamkeit auf mich, alle drehten sich zu mir um, nicht einer kam auf mich zu, nicht einer sagte was, alle schauten mich an, als wäre ich ein Geist. Ok ich war ja auch 1 Jahr wie vom Erdboden verschluckt.
Franzi war die erste die sich wieder sammelte und wie von einer Hornisse gestochen auf mich zu rannte, sie umklammerte mich ohne nur ein Wort zu sagen und erdrückte mich fast,. Ja, mir liefen die Tränen vor Freude, es tat gut meine bessere Hälfte wieder an meiner Seite zu wissen und auch als mein Blick über ihre Schulter zu den anderen ging, sah ich in grinsende Gesichter, nur Philipp, Philipp schaute noch so als wäre ich ein Außerirdischer.
Als ich dann endlich einen Blick auf Franzi´s Gesicht erhaschen konnte, liefen auch bei ihr die Tränen.
"Es tut mir so leid, ich hab die Mail erst zu spät gelesen und auch so tut mir alles wahnsinnig Leid" dies sagte ich an alle gerichtet.
Doch ohne ein Wort kamen einen nach dem anderen und Umarmte mich, "Das machst du nie wieder" flüsterte mit Föhre ins Ohr und ich drückte ihn immer fester. Ich war so dankbar, so dankbar darüber, das sie mich alle wieder zu aufnahmen, nachdem was ich gemacht hatte.
"Versprochen" flüsterte ich und lächelte ich ihn verheult an.
Zum Schluss kam auch Philipp auf mich zu, zwar eher zögerlich aber auch er schloss mich schließlich in seine Arme.
Wir tauschten kein Wort, doch ich musste noch schlimmer anfangen zu weinen. Ich kann mir gar nicht ausmalen wie sehr ihn das verletzt hatte.
"Es tut mir so Leid, wirklich glaub mir!" flüsterte ich ihm zu und er lies mich nicht los, so als hätte er angst, wenn er das tat, das er aus einem seiner Träume erwachen würde und ich wäre wieder weg.
"Mach das nie wieder!" hörte ich ihn mir dünner Stimme flüstern, so als würde er gleich weinen, dies lies mich noch schlimmer weinen und so wollte auch ich ihn nicht mehr loslassen.
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