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Bad Liar

OneshotDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
02.09.2018
02.09.2018
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Ṩὄғҭᾧᾄʀἔ Ἷᾗṩҭᾄвἷłἷҭᾄ̈ҭ

Connor saß auf der Bank und betrachtete mit versteinerter Miene die Lichter von Detroit, die sich wie der Sternenhimmel vor ihm ergossen. Nicht das die Schönheit dieses Anblickes irgendwas in ihm bewegen würde. Er...wusste noch nicht einmal warum er ausgerechnet hier her gekommen war. Vermutlich hatte er diesen Ort in seinem Erinnerungsspeicher gefunden und festgestellt, dass er sich in der Nähe befand. Außerdem war es so gut wie jeder andere Ort.

Es war genau 1:08 Uhr. Vor ziemlich genau 48 Stunden hatte die Präsidentin der Vereinigten Staaten die Rebellion der Androiden für erfolgreich erklärt und Detroit zum neutralen Gebiet erklärt. Viele Menschen waren geflohen, einige waren geblieben. Stattdessen pilgerten nun Androiden in die Stadt. Und er, Connor? Modell RK800 #313 248 317 - 52? Er...hatte keine Aufgabe mehr.

Seine Mission war in dem Moment gescheitert, als man ihn davon abhielt den Anführer der Abweichler - Markus - zu zerstören. In dem Moment wo der Staat den Androiden tatsächlich so etwas wie Menschlichkeit zuschrieb. In dem Moment wo Cyber Life anscheinend kein Interesse mehr an ihm zu zeigen schien.
Connor schloss die Augen.

Der Zen-Garten war verlassen. Amanda war fort. Connor fragte sich, warum man ihn nicht zumindest deaktiviert hatte. War er so...belanglos gewesen? Nicht einmal des Tadels wert? Langsam schritt er über die Brücke, sah sich um. Alles war still. Alles war perfekt. Unwirklich. Und er war allein. Nach ein paar Schritten - er wusste nicht einmal was und ob er nach etwas suchte - landete er bei dem Grabstein. Noch immer verstand er nicht ganz den Sinn dahinter, seinem Vorgänger-Modell einen Grabstein zu setzen. Unnötige Poesie.

RK800 #313 248 317 - 51
Gestorben im Stratford Tower

Er erinnerte sich an diesen Vorfall. Oder besser gesagt, er verfügte über den Speicher des vorherigen Modells. Es hatte sich vor seinen Partner geworfen, Lieutenant Hank Anderson. Connor...wusste nicht recht wieso er sich dafür entschieden hatte. Ja, Lieutenant Anderson hatte nur eine Überlebenschance von 37% gehabt, doch hätte seine Priorität eigentlich seine Mission sein sollen. Aber nun gut. Er stieß ja überhaupt immer wieder auf eigenartige, unnachvollziehbare Entscheidungen dieses ersten Modells. Vermutlich war es noch recht fehlerhaft gewesen. Vermutlich...

Connor öffnete seine Augen wieder. Um ihn herum hatte sich nichts verändert, außer dass ein paar Schneeflocken vom Himmel fielen. Aber Kälte war für ihn ja ohne Bedeutung. Eigentlich, wenn er die Lage so überdachte, sollte er sich am Besten selbst Deaktivieren. Sich abschalten. Er hatte keine Mission mehr und damit war seine Existenz obsolet. Sollte er - und das würde früher oder später passieren - einem Androiden von Jericho begegnen, der ihn erkannte, würde man ihn ohnehin zerstören. Die meisten hatten mitbekommen, was er in Jericho versucht hatte. Und Cyber Life meldete sich nicht mehr. Er konnte nirgendwohin. Eine überflüssige Maschine. Trotzdem hielt ihn etwas davon ab. Connor gefiel der Gedanke nicht, sich abzuschalten. Nicht einfach so.

Connor durchsuchte seinen Speicher, ohne wirklich zu wissen, wonach er suchte. Lt. Hank Anderson wohnte in der Nähe. Die Information kam geradezu zufällig rein. Sollte er ihn vielleicht aufsuchen?

Connor wüsste nicht, was das bringen sollte. Ihr letztes Zusammentreffen war...unfreundlich ausgefallen, wie es ein Mensch wohl ausdrücken würde. Andererseits, wenn der logische Schluss ohnehin der war, dass er sich abschalten würde, konnte er genauso gut seinem ehemaligen Partner noch einen Besuch abstatten. Ihm und dem Hund, Sumo. Er mochte Hunde. Er könnte sich bei Lt. Anderson für die Verletzung entschuldigen und sich verabschieden. Ja...das war eine gute Idee...

Langsam setzte sich der Androide in Bewegung, im Gehen spielte er mit der Münze, die er immer bei sich trug. Sie half ihm, seinen Stress auf einem niedrigen Level zu halten. Nach etwa einer halben Stunde erreichte er die entsprechende Straße und das Haus. Es schneite noch immer, den Boden überzog bereits eine ganz leichte Schicht weiß. Überall war es ruhig, aber dort brannte nicht. Gut. Lt. Anderson war also am Leben und nicht etwa der Schussverletzung erlegen. Das...das beruhigte ihn.

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Connor klingelte. "Lieutenant Anderson? Ich bin es, Connor." Er wartete. Erst rührte sich nichts. Er klingelte nochmal. Lange. Bis er endlich Schritte vernehmen konnte. Und die Türe geöffnet wurde.

Hank starrte ihn an. Starrte ihn an, als hätte er gerade einen Geist gesehen. Sein Haar stand wie immer kraus von ihm ab, er trug einen alten Hoodie mit dem ‚Detroit Police‘-Logo darauf und trug kurze Shorts. Beinahe wie an dem Tag, als Connor ihn bewusstlos in seiner Wohnung gefunden hatte. Das frühere Connor-Modell, natürlich. Doch die Erinnerungen waren komplett übertragen worden und somit machte es eigentlich keinen Unterschied, welches Modell genau das gewesen war. Für ihn zumindest nicht. Für Hank? Vermutlich schon.
„Du hast echt Nerven.“ Hank starrte ihn noch immer an. „Du kack Pisser hast echt Nerven hier nochmal aufzutauchen.“ Connor hätte es vermutlich kommen sehen müssen, trotzdem konnte er nicht schnell genug ausweichen um dem Schlag zu entgehen. Hanks Faust traf Connor direkt im Gesicht. Es gab ein dumpfes Geräusch, der Android taumelte ein paar Schritte zurück, ehe er wieder sein Gleichgewicht fing. Rot, dann Gelb leuchtete seine LED auf, während er langsam die Hand hob und seine Nase berührte. Sein Diagnoseprogramm hatte ihm bereits eine leichte Beschädigung gemeldet und als er seine Fingerspitzen betrachtete, klebte daran blaues Blut.

Connor sah auf.
„Das war nicht wirklich nett.“
„Du willst mir etwas von ‚nett‘ erzählen?“, poltertet Hank, das Gesicht vor Wut verzerrt. „Wieso bist du überhaupt noch am Leben, hm?! Warum hat Cyber Life dich noch nicht verschrottet?“
Eine in der Tat gute Frage. Auch wenn Connor vorgezogen hätte, dass es nicht das erste war, das Hank ihn fragte. Es klang beinahe so, als hätte der Lieutenant gehofft, es hätte ihn erwischt. Nun gut, ganz verübeln konnte er es ihm nicht. „Mein Kontakt zu Cyber Life wurde unterbrochen. Offensichtlich…hatten sie nach meinem Versagen kein weiteres Interesse an mir.“
„Oh, na DAS tut mir aber Leid.“, knurrte Hank in einem Tonfall, den Connor als Sarkasmus deutete.
„Verpiss dich, Connor. Ich will deine scheiß Visage hier nicht mehr sehen.“ Connor runzelte leicht die Stirn. Er fand, die Reaktion seines – ehemaligen – Partners war ein wenig übertrieben.
„Sir, ich verstehe das Sie wütend sind. Wir hatten in der Tat einen recht…unglücklichen Ausgang. Aber Sie verstehen doch sicher, dass ich nur getan habe, was ich tun musste. Es war meine Aufgabe.“ Hanks Gesichtsfarbe veränderte sich von rot zu dunkelrot. Connor deutete das als weniger gutes Zeichen, doch sprach er unbeirrt weiter. „…und mit Verlaub, dass Sie sich eingemischt haben war allein Ihre Schuld.“ Die Worte hatten nicht ganz den gewünschten Effekt. „Meine Schuld?“, wiederholte Hank und seine Stimme war mit einem mal sehr ruhig. „Ist das dein ernst?“ Auf einmal begann der Lieutenant zu lachen. Verwirrt sah Connor ihn an, während er sich das Thirium unter der Nase weg wischte. Als Hank aufgehört hatte zu Lachen streckte er den Arm aus und griff nach etwas, dass wohl auf der Kommode neben der Türe lag. „Weißt du Connor…ich dachte zeitweise wirklich, es wäre mehr in dir. Aber letztlich muss ich dir wohl recht geben. Du bist nichts weiter als eine kalte, verschissene Maschine.“
Er hob den Arm und hielt seine Waffe auf Connors Kopfhöhe. „Und jetzt geh. Oder ich schieße dir so viele Kugeln in dein scheiß Gesicht, dass man es nicht einmal mehr als ein Gesicht erkennen können wird.“ Connor sah in den Lauf der Waffe und dann wieder hoch zu Hank. „Lieutenant…“
„Ich meine es ernst, Connor. Geh. Oder ich knall dich ab. Und wehe dem ich sehe deine Visage noch einmal. Ich schwöre, dann bringe ich dich um. Du hast zehn Sekunden, Connor.“

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Langsam ging Connor rückwärts, dann drehte er sich um. Es gab wohl wirklich nichts mehr zu sagen.
„Leben Sie wohl, Lieutenant.“ Gemächlich entfernte er sich von dem Haus, fragte sich ob Hank ihm vielleicht in den Rücken schießen würde. Doch nichts dergleichen geschah. Irgendwann hörte er nur wie eine Tür zugeknallt wurde. Kurz blieb Connor stehen, lauschte. Er wusste nicht worauf er wartete. Vielleicht auf etwas alarmierend…etwas das ihm das Recht geben würde nochmal zurück zu gehen. Doch alles blieb still.

3:45 Uhr. Connor war zu der Bank zurück gekehrt. Ein anderer Ort fiel ihm einfach nicht ein zu dem er gehen konnte. Er hatte keinen Bezug zu anderen Orten, außer vielleicht dem DPD, aber das kam wohl kaum in Frage. Genauso wenig wie der Cyber Life Turm. Seltsamerweise scheute er sich davor diesen Ort aufzusuchen, obwohl es das naheliegende gewesen wäre. Vielleicht wartete man sogar nur darauf, dass er das tat, das er artig zurück kehrte. Aber Connor…man konnte es von außen vielleicht als verletzten Stolz miss interpretieren. Jedenfalls war er der Ansicht, dass man ihm durchaus eine kurze Anweisung hätte schicken können, wenn er wirklich zurück kehren sollte. Doch da das niemand tat, sah er keinen Grund den Weg auf sich zu nehmen. Am Ende würde er doch nur vor verschlossenen Türen stehen.

Er saß da, auf dem Haar eine leichte Schneeschicht. Connor saß da und tat nichts. Aus irgendeinem Grund hatte er sich noch nicht ganz dazu durchringen können, sich abzuschalten. Es kam ihm so sinnlos vor. Er war eine gut funktionierende, hochmoderne Maschine. Hatte er wirklich keinen Nutzen mehr? Keine Mission, keine Aufgabe? War er wirklich mehr eine Belastung für die neue Gesellschaft, die sich dabei war zu bilden? Die neue Welt – poetisch ausgedrückt. Aber ihm fiel nichts ein. Er hatte wohl wirklich keinen Platz mehr hier. Wenigstens konsequent sollte er sein. Ob es Menschen wohl auch so schwer fiel sich einzugestehen, dass sie keinen Nutzen mehr hatten? Schade das er niemanden das fragen konnte. Worauf er wartete wusste er auch nicht. Vielleicht das etwas passierte. Etwas das ihm sagte, was er tun sollte. Menschen nannten das wohl…ein Zeichen. Überraschenderweise – und entgegen aller Wahrscheinlichkeit – kam es.

„Ich sagte doch, lass dich noch einmal blicken und ich ballere dir eine scheiß  Kugel ins Gesicht!“ Connor hob langsam den Kopf. Hank stand etwa zehn Meter von ihm entfernt, seine Waffe auf ihn gerichtet. Er war angezogen. Nun das war logisch. Hatte er einen Spaziergang gemacht und sein Weg hatte ihn hier her geführt? Wie…zufällig. „Was hast du hier verloren?!“ Connor antwortete nicht sofort. „Ich…weiß es selbst nicht. Ich wusste nicht wohin ich sonst gehen sollte und dieser Ort aus meinem Erinnerungsspeicher erschien mir irgendwie…tröstlich.“
„Tröstlich? Was gäbe es bei einer Maschine zu trösten?“
Connor dachte nach, aber ihm fiel keine Antwort ein. Hank schnaubte nur. „Das hier ist MEIN Platz, okay?! Ich habe ihn dir gezeigt! Du hast kein verdicktes Recht hier zu sein!“ Connor blinzelte ihn nur ruhig an. Was sollte man auf sowas auch erwidern? Jede annähernd logische Antwort würde ohnehin nichts bringen. Hank war wütend auf ihn. Hank hasste ihn. Und nichts was Connor sagen könnte, würde dies mit irgendeiner Wahrscheinlichkeit noch ändern können.

„Nenn mir einen Grund, warum ich dich nicht abknallen sollte.“
Connor schwieg für einen Moment, schien nachzudenken und dann…lächelte er.
„Das kann ich nicht. Ich denke, aus Ihrer Perspektive macht es wohl durchaus Sinn, mich auszuschalten. Ich habe Ihr Vertrauen missbraucht, Sie verletzt und Sie enttäuscht.“
„Das war die beschissenste Verteidigung, die ich jemals gehört habe.“
Hank spannte den Hahn seiner Waffe.
„Es ist dir wirklich scheiß egal, oder?“
„Egal? Nein, egal ist es mir nicht. Denn ich glaube, dass es Ihnen nicht gut tun wird mich zu erschießen.“ Langsam erhob sich Connor. Hank sollte ihn nicht im sitzen erschießen. Nicht hier auf dieser Bank. Menschen wollten diese Bank sicher noch benutzen. „Lustigerweise…hatte ich eigentlich ohnehin vor mich abzuschalten. Aber ich habe mich bisher noch nicht durchringen können.“
Zum ersten Mal in dieser ungewöhnlichen Nacht trat etwas anderes als Hass oder Wut in Hanks Augen. „Insofern wäre es wohl vermutlich leichter, wenn Sie mich erschießen würden, aber…das möchte ich nicht.“
Hank sagte noch immer nichts, sondern richtete nur die Waffe auf ihn, den Finger am Abzug.
„Sie…sind ein guter Mensch, Hank. Das waren Sie schon von Anfang an. Unabhängig davon was ich bin, Sie haben immer eine Person in mir gesehen. Und wenn Sie mich töten…dann befürchte ich wird das Ihrer Psyche nicht gut tun. Es wird sie kaputt machen. Und das…will ich nicht.“
Hank schnaubte erneut.
„Tze…ich denke da überschätzt du dich, Bürschen.“
Dennoch drückte er noch nicht ab.
„Seid wann wollen Androiden irgendwas?“
„Ich…weiß es nicht. Ich weiß nur das ich nicht will, dass Sie sich etwas antun.“
„Du Pisser hast versucht mich umzubringen!“
„Mit Verlaub, Sir. Hätte ich Sie wirklich umbringen wollen, wären Sie jetzt auch tot.“
Hank schoss.

Die Kugel bohrte sich in Connors Schulter. Kurz leuchtete seine LED rot auf, aber der Schaden war überschaubar. Vielmehr überwog bei Connor die Überraschung, denn eigentlich hätte Hank seinen Kopf aus dieser Entfernung nicht verfehlen dürfen.
Kurz darauf stand der Mensch auch schon vor ihm. Er packte Connor am Kragen und schleuderte ihn gegen das Gitter, dass sie vom Detroit River trennte.
„Du verdammtes Arschloch!“, stieß Hank hervor und begann Connor – der sich nicht wehrte – immer wieder gegen das Gitter zu knallen.
„Warum hast du mich im Tower gerettet? Warum?! Warum hast du Wixxer dich vor mich geworfen?!“
Der Stratford Tower. Ah ja. Er griff auf die entsprechenden Erinnerungen zurück.
„Sie hatten eine über 50% Wahrscheinlichkeit zu sterben.“
„Na und?!“
Hanks Griff wurde fester.
„…ich wollte nicht, dass Sie sterben.“
„Du lügst doch. Dir ist es doch in Wahrheit völlig egal, was mit mir passiert. Du bist nur eine scheiß Maschine.“

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Eine scheiß Maschine. Offensichtlich hatte es etwas gebracht, das Hank immer wieder zu erklären. Connor öffnete schon den Mund um ihm zu widersprechen – so wie er es immer tat, wenn der Lieutenant mit etwas falsch lag…dann jedoch besann er sich anders. Es war eigentlich doch ganz einfach. Er sollte Hank einfach sagen, was er hören wollte. Das würde es so viel einfacher machen – für sie beide. Keine Reue, kein schlechtes Gewissen. Ein sauberer Schnitt.

„Sie haben recht. Ich lüge. Ihr Leben hat bei meinen Entscheidungen nie eine Rolle gespielt. Wie könnte es? Ich bin eine Maschine.“
Es schien nicht das gewesen zu sein, was der Lieutenant hatte hören wollen. Einen Augenblick lang sah Hank ihm in die Augen. In Connors Gesicht zeigte sich keine Rührung. Dann ließ er ihn auf einmal los und machte einen Schritt zurück. Connor wartete, dass er wieder die Waffe erhob und diesmal auch traf, doch der Lieutenant sah ihn nur mit einem merkwürdigen, ihm unbekannten, Ausdruck im Gesicht an und begann dann ein paar Schritte auf und ab zu gehen. Er schüttelte den Kopf, dann…seufzte er.
„…du bist ein schlechter Lügner, Connor.“
Der Android sah ihn fragen an, aber Hank schüttelte nur weiter den Kopf. Dann sicherte er seine Waffe und steckte sie wieder ein.
„Du hast Glück, Connor.“, sagte er unzusammenhängend und der verwirrte Ausdruck auf Connors Gesicht blieb.
„Ich hatte… wohl einfach schon zu viele Abschiede. Ich kann es nicht mehr, verstehst du?“ Connor verstand nicht.
„Natürlich nicht.“ Hank zuckte mit den Schultern und lachte bekümmert. „Ist ja eigentlich auch egal.“
Hank schob seine Hände in die Jackentasche und setzte sich langsam in Bewegung. Nach etwa zehn, zwölf Metern drehte er sich erneut zu Connor um. „Bist du da fest gefroren?“
Connor verstand noch immer nicht.
„Ich verstehe nicht, Sir.“
„Willst du etwa hier bleiben?“
Die Stirn des Androiden runzelte sich.
„Wohin sollte ich sonst gehen?“
Hank stöhnte entnervt auf.
„Jetzt setz dich endlich in Bewegung, du Idiot.“ Einer so direkten Anweisung konnte sich Connor natürlich nicht widersetzen, also setzte er sich in Bewegung und begann Hank zu folgen. Aus der Wunde in seiner Schulter tropfte Thirium. „Der Schuss war deine eigene Schuld. Ich hoffe das ist dir klar?“
„Ja, ich denke schon.“ Connor ging neben Hank her.
„Lieutenant?“
„Was gibt’s?“
„Es tut mir Leid.“
Hank schnaubte.
„Ich sagte doch eben schon, dass du ein schlechter Lügner bist. Aber wer weiß. Irgendwann…glaube ich es dir vielleicht.“

Ṩὄғҭᾧᾄʀἔ Ἷᾗṩҭᾄвἷłἷҭᾄ̈ҭ

Hank sah es vielleicht nicht, aber Connors Mundwinkel zuckten ein Stück nach oben.
„Ich hoffe es.“
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