Mobbing - auch in Hogwarts

KurzgeschichteRomanze, Angst / P12
OC (Own Character)
02.09.2018
10.10.2019
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Sichtwechsel: Julius Sicht
Leise singe ich direkt in Lizas Ohr. Ich spüre, wie die dauerhafte Anspannung, die sie in letzter Zeit umgibt, etwas nachlässt und sie mehr auf meine Bewegungen eingeht. Eng umschlungen bewegen wir uns über die Tanzfläche, alles um uns herum scheint unscharf zu werden. Liza sieht mich direkt an, unsere Blicke treffen sich – auch das ist selten geworden in den letzten Monaten. Ob sie es merkt, weiß ich nicht, doch sie scheint sich immer ein bisschen vor mir zu verstecken.
Grün trifft auf Braun, ich verliere mich in ihren Augen, die eine ganz eigene Geschichte erzählen. Tiefe Dankbarkeit steht in ihrem Blick, ebenso wie Vertrauen und Zuneigung. Als die letzten Töne des Lieds verklingen, beuge ich mich zu Liza herunter, wie von selbst finden meine Lippen ihre.
„Ich liebe dich“, wispert Liza, als wir uns voneinander lösen. Ohne es gemerkt zu haben, sind wir mitten auf der Tanzfläche stehen geblieben, die anderen tanzen um uns herum weiter. „Ich liebe dich auch. Du bist mein Leben“, flüstere ich und realisiere erst in dem Moment, wo ich sie ausspreche, wie wahr diese Worte sind.
Vorsichtig schlängeln wir uns durch die tanzenden Paare von der Tanzfläche. Nah aneinander gedrückt bahnen wir uns einen Weg zwischen den anderen hindurch, ich folge Liza blind. Viel zu sehr bin ich überwältigt von dem, was ich gerade gesagt habe.
Schließlich finden wir am Rande der Großen Halle ein freies Sofa, Liza ist offensichtlich der Meinung, wir haben genug getanzt. Wir setzen uns hin und ich ziehe sie ganz nah zu mir. Obwohl wir einander auch sonst körperlich nah sind, scheint dieser Abend etwas besonderes zu sein. „Ich finde es schön, dass es Momente wie diesen auch noch gibt“, sage ich mit gesenkter Stimme zu Liza. „Ja, diese freie Zeit ist kostbar“, stimmt sie mir zu, „Ich bin so froh, dass ich dich habe!“ „Ich kann mir mein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen“, gebe ich ehrlich zurück, „Und ich will das auch gar nicht. Gerade Abende wie dieser zeigen mir, wie wertvoll es ist, einander zu haben. Zeiten, in denen die Welt einfach in Ordnung ist.“
Lange sitzen wir eng umschlungen auf der Couch, tauschen ab und zu einen Kuss aus und genießen die sorglose Nähe, die uns so oft verwehrt bleibt.
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