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Robin Hood - Das goldene Kreuz

von Kittykate
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Little John Lord Alvin Lord Hereford Marian Lancaster Mutch Robin "Robert Huntington" Hood
02.09.2018
15.09.2018
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Die Kutsche stand bereit. Die Wachen Frankreichs saßen auf ihren Pferden und warteten. Die Koffer waren verstaut, der Kutscher saß auf seinem Bock. Prinz Jean stand an der offenen Kutschentür.
     „Marian, bring keine Schande über unsere Familie.“
     Marian knickste vor ihrem Vater. „Ja, Vater“, antwortete Marian.
     Sie drehte sich zu ihrer Mutter. Lady Lancaster umarmte ihre Tochter und drückte sie ganz fest an sich. Diesen Moment nutzte Marian für sich. „Ich liebe Robin, Mutter. Ich werde immer nur ihn lieben können“, flüsterte sie.
     „Robert ist ein anständiger junger Mann.“ Lady Lancaster löste sich von ihrer Tochter. Sie lächelte bekümmert. „Es tut mir so leid, Marian.“
     „Es wird Zeit“, drängte Lord Lancaster.
     Die Frauen lösten sich voneinander und erhobenen Hauptes ging die Prinzessin zur Kutsche. Prinz Jean reichte ihr behilflich seine Hand, doch Marian schlug diese aus und stieg ohne Hilfe in die Kutsche.
     Prinz Jean nickte dem Lord und der Lady zu und folgte der Prinzessin. Kaum war die Türe geschlossen setzten sich die Kutsche in Bewegung. Gefolgt und begleitet von den königlichen Wachen Frankreichs.
     Marian saß schweigend in der Kutsche, blickte aus dem Fenster und sah das Land vorbeiziehen.
     Prinz Jean saß ihr gegenüber. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrachtete er die blonde Schönheit. „Mit Verlaub, Ihr habt gut gekämpft.“
     Marian starrte weiterhin hinaus.
     „Eurem Vater von meinem Interesse am Kreuz zu berichten, zu behaupten ich würde euch Kopfgeldjäger hinterher schicken, die euch töten sollten. Wie gut, dass er euch nicht glaubte.“
     Marian richtete ihre hasserfüllten Augen auf ihr Gegenüber.
     „Natürlich ist es mir angenehmer euch lebendig mit nach Frankreich zu nehmen, so kann ich mich noch lange Zeit an eurem Anblick erfreuen.“
     „Wieso?“ Nüchtern und klar stellte sie die einzige Frage von Belang.
     „Eine berechtigte Frage, My Lady“, erwiderte Prinz Jean. „Aber ich habe auch eine Frage, ehe ich euch antworte.“
     „Welche?“
     „Wo ist das Kreuz?“
     Marian schluckte. „Ich hab es verloren.“
     Prinz Jean betrachtete sein Gegenüber misstrauisch. Er öffnete das Fenster und gab mit seiner Hand einen Wink. Ein Reiter schloss auf. Immer noch Marian anblickend befahl er: „Reitet zu ihnen. Sie sollen jeden Winkel des Waldes absuchen, bis sie das Kreuz gefunden haben. Ach ja, und zerstört jeden möglichen Unterschlupf im Wald.“
     „Nein“, mischte Marian sich ein.
     Prinz Jean deutete mit seiner Hand, dass sein Befehl klar und deutlich war. Der Reiter verneigte sich und Marian hörte den Takt der sich rasch entfernenden Hufe. Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und blickte wieder zum Fenster hinaus. Still hoffend und betend, dass weder Bruder Tucks Haus, noch das Versteck der Räuber und schon gar nicht das Schloss Huntington Opfer dieses Befehls würden.


Sie erreichten das Schloss Lancaster zur Morgenstunde. Zu ihrer Überraschung standen Reiterheere über den Hof verteilt. Alles deutete auf einen Aufbruch hin. Sie hielten sich im Schatten des Gemäuers und beschlossen erst einmal abzuwarten. Wenig später setzte sich der Reitertrupp in Bewegung, inmitten fuhr die königliche Kutsche der Familie Lancaster. Keiner von ihnen konnte erkennen wer in dieser Kutsche saß. Das einzige was jedem sofort auffiel, waren die befremdlichen Uniformen. Robin erinnerte sich, dass Marian einem Mann aus Frankreich versprochen war. Er ballte seine Hände zu Fäusten. Kaum war der letzte Reiter an ihnen vorbei gekommen, richtete sich Robin auf und lief den Weg hinauf zum Schloss. Von weitem sah er Lord und Lady Lancaster, die soeben in den Palast zurückkehren wollten.
     „Lord Lancaster“, rief Robin laut und sofort zogen die Wachen ihre Schwerter.
     Der Lord drehte sich um und erkannte den jungen Mann kaum wieder. Lange hatte er ihn nicht mehr gesehen. „Robert Huntington, wie kann ich dir helfen?“
     „Wo ist Marian?“     
     Winnifred trat mit den anderen näher.
     „Ich wüsste nicht was dich das angeht.“
     „Sehr viel. Marian wurde verfolgt von Kopfgeldjägern und fand bei mir Unterschlupf. Ich vermute das diese Menschen das goldene Kreuz suchen“, sprach Robin selbstbewusst aus.
     Lady Lancaster eilte besorgt zu ihm. „Marian hat es erzählt, aber wir dachten sie würde es nur sagen damit wir uns gegen Prinz Jean stellen und die Verlobung lösen.“ Ihr traten Tränen in die Augen. Hilflos suchte sie den Blick ihres Mannes. „Sie hat nicht gelogen. Er ist wirklich ein gefährlicher Mann.“
     Lord Lancaster trat ebenso näher. Nicht mehr ganz so störrisch, wie er sich sonst verhielt. Nein, diesmal sah er sehr besorgt aus. Ein sorgender Vater, der nicht mehr zu wissen schien was er glauben sollte. „Unmöglich“, erwiderte er dennoch, nicht einsehend einen großen Fehler begangen zu haben.
     Robin blickte Marians Eltern an und reichte dem Lord ihren Brief. Er ließ ihm Zeit die Zeilen zu lesen, ehe er sprach. „My Lord, My Lady, Ihr habt mir damals eure Tochter anvertraut und ich habe in meiner Aufgabe versagt. Aber ich schwöre euch bei allem was mir heilig ist, ich liebe Marian. Ich würde und werde sie immer mit meinem Leben beschützen! Und wenn ich sie eines Tages die meine nennen darf, dann werde ich ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen und sie auf Händen tragen. “
     Lady Lancaster lächelte Robin an und nickte schließlich. Lord Lancaster ließ die Hand mit dem Brief sinken und blickte den jungen Mann traurig an. „Robert Huntington, ich tat dir Unrecht. Meine Tochter ist mit Prinz Jean auf dem Weg zum Hafen. Dort wartet das königliche Schiff, welches sie nach Frankreich bringt. Bitte, rette meine Tochter. Bring sie zu uns zurück.“
     Robin nickte und drehte sich seinen Freunden zu. „Bruder Tuck, kehrt zurück in den Wald und nehmt bitte Winnifred und Barbara mit euch. Much, kehre auch zur Sherwood-Bande zurück. Ben und Will, ihr werdet mich begleiten.“
     „Zu Fuß werdet ihr nie rechtzeitig den Hafen erreichen“, warf Barbara ein. Sie spürte, wie ihnen die Zeit davon rann. Das junge Mädchen verstand aber auch das Robin, Ben und Will zu dritt schneller sein würden.
     „Nehmt meine Pferde“, bot Lord Lancaster an.
     Einer von den Wachen eilte zum Stall. Wenig später kam er mit drei gesattelten Pferden zurück.
     Nach einem kurzen Blick zu seiner Gattin sprach der Lord: „Ich werde euch begleiten!“
     Die drei stiegen auf die Pferde.     „Vielen Dank, My Lord. Ich denke jedoch das es besser wäre hier zu warten“, nickte Robin Marians Vater zu, ehe er sich seinen Cousinen zu wandte. „Seid vorsichtig.“
     „Ihr auch“, bat Barbara besorgt.
     Schon preschten die drei los und folgten dem Weg, den die französischen Reiter mit der königlichen Kutsche von Lancaster vor einiger Zeit einschlugen.
     Der Lord führte seine weinende Lady zurück in den Palast.
     Bruder Tuck, Barbara, Winnifred und Much kehrten um und gingen zurück zum Sherwood Forest. Einmal wären sie fast auf die Kopfgeldjäger gestoßen, die immer noch durch die Wälder ritten.
     Ganz knapp nur entgingen sie diesen gefährlichen fremden Männern, aber dann fanden sie sich im sicheren Versteck der Sherwood-Bande wieder. Eine unheilvolle Stille drückte auf die sonst so freche und fröhliche Räuberbande. Die Huntington Schwestern saßen bedrückt und über alle Maßen besorgt an einem Tisch, während um sie herum all die jungen Männer saßen und nicht wussten, was sie tun sollten.
     „Ich werde zum Schloss Nottingham gehen und Hilfe erbitten. Auch wenn König Richard auf Kreuzzug ist, so wird er sicherlich nicht erfreut sein über das Vorgehen ihm Wald.“
     „Passt bitte gut auf euch auf, Bruder Tuck“, bat Barbara.
     Der Mönch nickte und verschwand aus dem Versteck in den Wald.
     „Ich mach mir Sorgen, Winnifred“, bemerkte Barbara in die Stille hinein. „Wenn Robin es nicht schafft rechtzeitig zum Schiff zu kommen, werden wir Marian nie wieder sehen.“
     „Ich weiß, Barbara“, antwortete Winnifred ebenso trübsinnig. „Auch sorge ich mich um Robin, Will und Ben“, sie stockte kurz, dann fügte sie hinzu: „Wenn am Hafen noch mehr dieser Kopfgeldjäger sind...“
     „Daran darfst du nicht mal denken“, unterbrach Little John sie barsch.
     Winnifred sah zu ihm auf und das erste Mal seit langer Zeit hielt sie seinem Blick stand.  
     „Das wird nicht passieren“, fügte der Chef der Räuberbande etwas sanfter hinzu und blickte zu seinen treuen Gefährten. Sie alle waren keine kleinen Jungen mehr, sondern erwachsene Männer. „Lasst uns beraten was wir tun können und wie wir es angehen können“, sprach er und erweckte den Kampfgeist der Räuberbande.
     So setzten sich alle um den Tisch und beratschlagten die nächsten Schritte.

     Marian starrte schweigend zum Fenster hinaus, sah die weite und grüne Landschaft an sich vorbei ziehen und betete, das niemand ihrer Freunde Schaden nahm. In ihren Gedanken zogen die Erinnerungen ihrer Kindheit vorbei. Sie sah sich selbst bei Robin und seinen Freunden Unterschlupf finden, traf auf die Sherwood-Bande, fand sich in Gefangenschaft von Lord Alwine und Bischof Herford wieder, traf und schätzte Ritter Gilbert und wurde von ihren Freunden befreit. Zusammen retteten sie Nottingham und sie war einfach nur noch glücklich.
     Bis ihr Vater sie von Robin trennte. Sie verstand bis zu diesem Tage nicht, warum er solch einen Groll gegen Robin hegte.
     Der Junge war der erste Mann, den sie in ihrem gesamten Leben traf, der sich wirklich um sie kümmerte und ernsthaft besorgt um ihr Wohlbefinden war. Und er war derjenige, dem Marian nicht nur ihr Herz schenkte. Und sie bereute nur, dass sie ihre große Liebe nicht schon viel früher aufsuchte,  um um ihn und ein gemeinsames Leben zu kämpfen.      Innerlich warf sie sich vor viele Fehler begangen zu haben. Und auch fragte sie sich still, ob ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn sie sich gegen ihre Eltern gestellt hätte.
     „Es ist wahrlich eine Freude euch anzusehen.“
     Unsanft wurde Marian aus ihren Gedanken gerissen und nun erkannte sie auch die  bereits großen Lagerhäuser am Hafen. Traurigkeit breitete sich in ihrem Herzen aus. Schon bald erreichten sie das Schiff. Doch dann breitete sich schlagartig Wut in ihrem Bauch aus. Unsagbare Wut und Abscheu. Wie sehr sie doch ihr Gegenüber verabscheute. Sie verbiss sich einen unpassenden Wortlaut und achtete auf die Lagerhäuser, in denen die verschiedensten Waren gelagert wurden. Zwischen den großen Holzhallen, erhaschte sie einen Blick auf das klare, im Sonnenlicht glänzende, blaue Gewässer.
     „My Lady, wir sind gleich bei meinem Schiff. Verabschiedet euch von eurem Land, denn ihr werdet es nie wieder betreten.“
     Marian blickte Prinz Jean entgegen. Und auch wenn sie es vermeiden wollte, so erkannte man doch die Angst in ihren großen blauen Augen. Seine Worte ernüchterten sie und sprachen das aus, was ihr Kopf nicht wahrhaben wollte.
     Die Kutsche stoppte abrupt und der Kutscher öffnete die Türe.
     Prinz Jean erhob sich mit einem siegreichen Lächeln auf den Lippen, stieg aus und reichte Marian die Hand.
     Der Thronfolger Frankreichs stand ihr im Weg und somit war es für Marian unmöglich seine Hand auszuschlagen um alleine aus der Kutsche zu steigen.      Zögerlich nahm sie die ihr gebotene Hand entgegen. Im nächsten Moment spürte sie ein kräftiges Ziehen und sie fand sich in den starken Armen ihres Gegenüber wieder. „Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit, Marian“, flüsterte er ihr ins Ohr und streifte es dabei mit seinen Lippen.
     „Da seid ihr ja endlich“, erklang eine arrogante und so zischende Stimme plötzlich neben ihnen, welche Marian einen eiskalten Schauer über den Rücken jagte.
     Unwillkürlich verspannte sich die junge Lady Lancaster in den Armen des französischen Prinzen. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und ihr Atem begann zu stocken. Diese Stimme hatte sich tief in ihr innerstes gebrannt und sie würde den Besitzer dieser Stimme unter tausenden sofort erkennen. In der Hoffnung sich doch zu täuschen, blickte Marian auf.
     Auf dem Schiffsdeck stand er mit einem gehässigen Lächeln auf den Lippen. Seine Augen fixierten sie. Diese kalten und gefühllosen dunklen Augen, die ihr so lange Albträume bescherten.
     Marian schluckte, suchte ihre Stimme und als sie sich sicher war, dass man ihr die Angst und Verunsicherung nicht anmerkte, spuckte sie hasserfüllt aus: „Lord Alwine!“
     Der Prinz blickte überrascht zwischen Marian und seinem Berater umher, doch dann legte sich ein bösartiges Lächeln auf seine Lippen. „Wie schön, ihr kennt euch bereits. Dennoch möchte ich euch kurz miteinander bekanntmachen. Lord Alwine ist mein erster Berater.“
     „Dieser Mann ist ein Verräter“, fauchte Marian empört.
     „Aber ich bitte euch, liebste Marian, Ihr seid es doch gewesen, die mich damals verraten hat.“
     „Ihr sollt in der Hölle schmoren“, keifte Marian in alter Manier und sie fühlte sich wieder in ihre Kindheit versetzt, als dieser Mann ihr größter Feind war. Sie erinnerte sich an ihre vielen Übungseinheiten mit dem Holzschwert, denn sie wollte Rache üben. Hätte Robin sie nicht mehrfach daran gehindert, würde dieser Mann schon längst nicht mehr leben.
     „Oh, welch Wonne eure Worte zu hören“, lachte Lord Alwine bösartig auf. „Mein Prinz, wir sollten uns dem Grund widmen, wegen dem wir nach England gereist sind.“
     „König Richard ist in London! Ihr Verräter, wenn Ihr ihm in die Hände fallt seid Ihr erledigt“, fauchte Marian.
     „Beruhigt euch, kleine Wildkatze“, lachte Prinz Jean auf und deutete zwei Soldaten die Lady auf das Schiff zu geleiten.
     „Lasst mich sofort frei“, befahl sie, als sie die festen Griffe um ihre Oberarme spürte, doch die Wachen standen unter dem Befehl des französischen Prinzen. Daher führten sie die junge Lady über eine Zugangsbrücke auf das Schiff hinauf. Dort fand sie sich wenig später ihrem Erzfeind gegenüber stehen.
     Dieser betrachtete die inzwischen hübsche junge Frau und fuhr sich mit der Zunge über seine Lippen. „Zu schade das unser Plan damals nicht aufging. Lord Herford hatte Recht, Ihr seid eine wunderschöne Frau.“
     Ein kalter Schauer lief Marian über den Rücken und sie spürte Angst in sich aufsteigen. Dennoch würde sie das niemals zeigen. Verbissen fauchte sie: „Ihr seid widerwärtig!“
     „Ihr seid charmant wie eh und je, Verehrte“, grinste Lord Alwine, doch dann sah er über den Kopf der Blonden hinweg und sein Blick wurde ernst. „Wo ist es?“
     „Es ist leider nicht auffindbar“, antwortete Prinz Jean, der ebenfalls auf das Schiff trat.
     Lord Alwine blickte direkt zu Marian und seine Augen waren so dunkel wie die Finsternis. „Ich weiß, das Ihr das goldene Kreuz habt! Wo ist es? Wo habt Ihr es versteckt?“
     „Eher sterbe ich, als euch das Kreuz zu überlassen“, widersprach Marian stur.
     Wütend ballte Lord Alwine seine Hände zu Fäusten, dann nickte er. „Wie Ihr wünscht.“ Blitzschnell zog er einen Dolch hervor und setzte einen Schritt auf Marian zu.
     Erschreckt über den Angriff und das sie sich nicht wehren konnte, da die Soldaten sie immer noch gefangen hielten, entfloh ihr ein spitzer Aufschrei. Ihre Augen weiteten sich und sie schloss innerhalb einer Sekunde mit ihrem Leben ab.
     „Nein“, brüllte Prinz Jean, aber auch er konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren.
     Ein Zischen durchzog die Luft und bevor der Dolch Marians Körper durchbohren konnte, landete dieser klirrend auf dem Boden.
     Prinz Jean, der zeitgleich die Soldaten zur Seite stieß riss Marian im nächsten Augenblick schützend hinter sich.
     Für einige Momente standen alle fassungslos und reglos auf dem Schiff.
     Lord Alwine blickte auf seinen blutigen rechten Handrücken, erkannte einen länglichen Schnitt und suchte nach seinem auf den Boden liegenden Dolch. Er wollte nach diesem greifen, als sein Blick etwas weiter abwich und er einen spitzen Pfeil in den Planken stecken sah.
     Auch Prinz Jean schien diesen entdeckt zu haben, denn er erkundete die Umgebung. Zuerst konnte er nichts entdecken, doch dann sah er unweit von sich entfernt einen Mann, der einen Bogen in seiner linken Hand hielt.
     „Lord Alwine, dieses Mal seid Ihr zu weit gegangen!“
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