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Verheißungsvolle Zukunft (Band 3)

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
02.09.2018
08.11.2020
51
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02.09.2018 1.373
 
Meine Ankunft in Seattle lag inzwischen zwei Tage zurück. So langsam fand ich wieder einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Den Tag meiner Ankunft, habe ich vollkommen verpennt. Christian hatte es sich derweil in seinem Arbeitszimmer gemütlich gemacht. Aber er ließ mir die Zeit die ich brauchte. Heute Abend waren wir, wieder mal, bei Christians Eltern. Grace hat alle zu einem Familienessen geladen. Christian hatte mich bereits vorgewarnt. Während ich in meinem Begehbaren Kleiderschrank stand und nicht wusste, was ich anziehen sollte, war meine bessere Hälfte am Duschen. Akribisch musterte ich Kleid für Kleid.
„Wie weit bist du? Wir müssen bald los“, hörte ich ihn hoch rufen.
„Ich brauch noch ein bisschen“, antwortete ich, den Kopf in den Gang streckend. Seine Reaktion war ein Lachen und kam dann hoch.
„Noch immer nicht angezogen? Ich könnte das Essen absagen und stattdessen dich essen“, kam er zu mir, legte seine Arme um meinen Bauch und küsste mich in den Nacken. Diesmal lachte ich.
„Ich wäre schon angezogen, aber ich weiß einfach nicht was“, quengelte ich und löste mich sanft aus seiner Umarmung. „Das hier ist alles nicht für Familienessen gedacht“, belehrte ich ihn.
„Du hast doch sicher etwas mitgenommen“ Da hatte er allerdings recht. Sofort huschte ich an ihm vorbei und eilte die Treppe hinunter. Ich hatte mir doch erst ein paar Kleider bestellt, die ich doch unbedingt mitnehmen wollte. Im Schlafzimmer, saß ich auf dem Boden und warf alle Klamotten über den Kofferrand, bis ich das Kleid entdeckte, was ich auf jeden Fall anziehen wollte. Ein Kleid mit Spitze, einem Taillengürtel aus Satin und in altrosa. Hurtig schmiss ich den feuchten Bademantel aufs Bett und schlüpfte in das Kleid. Als Schuhwerk, wählte ich die nudefarbenen Schuhe, die ich damals auf der Hochzeit getragen hatte. Die Haare ließ ich offen. Trotzdem nahm ich eine kleine Spange mit, damit die Zotteln nicht im Weg waren beim Essen.
Nach unserer Ankunft, fiel die Begrüßung wie immer sehr herzlich aus. Grace schloss mich sofort in ihre Arme und beglückwünschte mich zu meinem bestandenen Abschluss. Natürlich muss Mia wieder geplappert haben und diese Befürchtung bewahrheitete sich beim Essen auch.
„Mia hat uns alles erzählt, dass du getanzt hast“, erhob Grace ihre Stimme.
„Das stimmt, aber es war nichts Großartiges“, spielte ich etwas herunter.  
„Nichts Großartiges? Du bist über die Bühne geflogen!“, schimpfte sie mich und wandte sich an ihre Mutter. „Du hättest sie sehen sollen. Sie ist gesprungen und gehüpft, wo ich mich vor Schmerzen gekrümmt hätte.“ Mia dramatisierte wieder.
„Wie schon gesagt, ich tanze seit ich zehn Jahre bin. Das gibt sich alles. Da tut einem absolut nichts mehr weh“, schmunzelte ich und genoss das Essen. Diesmal gab es Fisch in einer Weißweinsauce. Dazu etwas Gemüse.
„Und jetzt möchten Sie sich an einer höheren Bildung versuchen?“, erkundigte sich Carrick.
„Ja“, lächelte ich, auch wenn ich wusste, dass ich wegen Mathe scheitern würde.
„Was möchten Sie nach dem zweiten Abschluss machen? Nochmal eine Ausbildung oder direkt ins Berufsleben?“
„Eigentlich möchte ich nochmal eine Ausbildung starten. Veranstaltungskauffrau würde mir sehr gefallen. Den Führerschein habe ich bereits, jetzt fehlt nur noch das Abitur.“
„Spielen Sie auch mit dem Gedanken irgendwann selbstständig zu machen?“, erkundigte sich Carrick.
„Wenn alles passt und ich mir das Startkapital zusammengespart habe, warum dann nicht?“, antwortete ich ein wenig träumerisch.
„Dann wäre es doch perfekt, wenn Sie unsere nächste Veranstaltung ausrichten würden“, schlug Grace vor. Ich sah etwas überrumpelt zu Christian, der für mich das Wort ergriff.
„Lass sie erstmal ihr Abitur machen“, linderte er Grace‘ Euphorie. Sie allerdings lächelte nur und sah wieder zu mir. Zugegeben, etwas für die Greys auszurichten, und wenn das auch einschlug, war das eine bombastische PR. Die Gäste würden es herumsprechen und die Aufträge würden nur so kommen. Theoretisch.
Immer mit der Ruhe, Schätzchen!, zügelte das Engelchen meine glorreiche Fantasie. Ach stimmt, die zwei Plagegeister gab es auch noch. Vermisst hatte ich sie sicherlich nicht.
Aber es stimmt. Also halt dein Zuckerschnütchen, schlug das Teufelchen zurück.
Noch hat sie ihren Abschluss nicht, erinnerte das Engelchen ihren Rivalen.
Sie schafft es auch ohne Abitur, grinste es wortwörtlich teuflisch.
Sie wird Grey nicht um Geld anbetteln. Das stimmte wiederum.
Er gibt es ihr ohne, dass sie betteln muss. Touché. Beide hatten auf ihre Art recht. Ich ließ sie weiter miteinander kabbeln und konzentrierte mich wieder auf das Essen. Ich freute mich wieder in Seattle zu sein. Schnell hatte ich mich wieder eingewöhnt. Ach und Thomas, war auch hier wieder mein ständiger Begleiter. Ich hatte Christian versucht davon zu überzeugen, dass es unnötig wäre, aber Christian Grey, wäre nicht Christian Grey, wenn er seinen Willen nicht bekommen würde.
„Hast du eigentlich viele Bewerbungen bekommen, für ein Praktikum bei dir?“, fragte ich plötzlich.
„Wie kommst du jetzt auf dieses Thema?“, wollte er wissen und lenkte den Audi auf die I5.
„Vor einem Jahr, war ich noch deine Praktikantin“, erinnerte ich ihn daran. Meinen Arm hatte ich abgestützt und meinen Kopf in meine Hand gebettet.
„Scharfer Sinn, Miss Jäger“, lächelte er verschmitzt. „Um Ihre Frage zu beantworten, es kamen einige Unterlagen in mein Büro.“
„Und?“, fragte ich weiter. „Konnte eine Ihren Anforderungen gerecht werden?“
„Ich hatte sogar zwei in der engeren Auswahl.“
„Oh“, staunte ich nicht schlecht. „Und wie ist Ihre Entscheidung ausgefallen?“
„Ich habe keine der beiden genommen“, konterte er prompt.
„Warum denn das?“, meinte ich in einem ernsteren Ton.
„Ich nehme nicht jede Bewerberin.“ Er sah kurz zu mir. Der Blick reichte mir, um seine Argumentation zu kennen.
„Du glaubst, sie haben sich nur wegen dir bei Grey Enterprises beworben?“, fragte ich und wollte es irgendwie nicht glauben.
„Die Vorstellungsgespräche waren sehr aufschlussreich gewesen. Ich habe sofort gemerkt, dass sie gehofft haben, dass auch etwas für sie abspringt.“
„Sie waren also auf eine großzügige Entlohnung aus?“
„Miss Jäger, Sie verstehen schnell.“
„Jetzt im Ernst?“, fragte ich überrascht. „Ja gut du hast mich großzügig entlohnt, aber du hättest sie doch einstellen können aber ihnen nichts zahlen müssen. Und der Gedanke bei dir zu wohnen, ist ja sowieso ausgeschlossen.“
„Ich wäre nicht mal für eine Unterkunft aufgekommen. Und da ich nichts gezahlt hätte, wäre das Überleben hier etwas schwer geworden.“
„Du kannst wirklich ein Arsch sein, Grey weiß du das eigentlich?“
„Ein Arsch? Ist das Ihr Ernst, Miss Jäger?“
„Oh ja das ist es. Dann hast du mich nur bezahlt und bei dir wohnen lassen, weil du mich damals unbedingt als Sub gewollt hast, habe ich recht?“
„Ich habe glatt vergessen, was für ein loses Mundwerk du doch hast, Tanja.“
„Wie glücklich ich mich doch schätzen konnte“, meinte ich und sah wieder aus dem Fenster.
„Ich kann es nicht leiden, wenn man es auf mein Geld abgesehen hat“, schlug er nun einen missbilligenden Ton an.
„Das sagt wer? Deine Einschätzung von einem Gespräch oder deine Elena?“
„Fängst du wieder mit ihr an?“
„Wie sollte ich? Du rennst doch wegen jeder Kleinigkeit zu ihr“, keifte ich. „Vermutlich hat sie dir auch damals ausgeredet, mich einzustellen. Für sie sind doch alle hinter deinem scheiß Geld her“, rief ich.
„Und doch habe ich dich eingestellt.“
„Was bin ich doch nur für ein Glückspilz.“
„Elena kann gut Dinge einschätzen“, verteidigte er sie. Erneut.
„Dann lag sie bei mir deutlich falsch, denn ich habe kein Interesse an deinem Geld, Christian!“, rief ich ihm ins Gedächtnis.
„Das weiß ich doch!“, verteidigte er nun sich.
„Dann ist es ja gut.“ Plötzlich war ich wieder ruhiger. Das diese Frau so einen Einfluss auf ihn hatte, war kaum auszuhalten.
Sobald der Wagen stand, marschierte ich zum Lift, wartete jedoch auf ihn. Gemeinsam fuhren wir hoch.
„Du hast sicherlich noch zu arbeiten“, bemerkte ich spitz und wollte ins Schlafzimmer.
„Eigentlich hatte ich anderes vor“, hielt er mich am Arm zurück.
„An was hast du gedacht?“, fragte ich heißer und wieder beraubte er mich der Kontrolle über meinen Körper. Aber ich liebte es.
„Ich würde mit dir ins Spielzimmer wollen. Ich will dich vergessen lassen, was Elena dir damals angetan hat. Ich habe alles rausräumen lassen, was dich daran erinnert.“ Am liebsten würde ich ihn fragen, ob er auch deswegen zu ihr gerannt wäre, ließ es lieber bleiben.
„Okay“, hauchte ich. Christian kam mir näher und küsste mich drängend. Anschließend warf er mich über seine Schulter und trug mich hoch.

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