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In Custody

von ChaosKit
GeschichteAbenteuer, Humor / P16 / MaleSlash
Shego
02.09.2018
31.10.2020
19
41.383
3
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02.09.2018 816
 
Der Flur, so grau. Jede Türe aus Eisen in einem blutroten Ton mit weißen Nummern beschriftet. Dahinter vernahm man manische Schreie. Das Licht, was von einer traurigen Neonröhre kam, flackerte wie in einer Disco. Jeder wusste, dass man sie austauschen sollte, aber wieso jetzt? Sie funktionierte noch sehr gut.
Zwei Männer groß und wie Schränke gebaut,  in ihrer dunkelblauen Uniform begleiteten eine schwarzhaarige Frau mit langem schwarzem Haar auf ihr Zimmer.  
An ihrer Wange konnte man eine oberflächliche Wunde sehen. Ihre orangene Kleidung stach heraus so dass ihre Handschellen nicht sofort auffielen und die anderen oberflächlichen Wunden,die sich darunter befanden.
“Home Sweet Home “, fand sich die eine Wache besonders lustig.
Sie blieben stehen vor der Tür 13.
“War da nicht jemand drin?”, fragte der andere ihm.
Er sperrte die Türe auf und schob sie mit einem lautem Quietschen zur Seite.
“Ach die alte hatte einen Dachschaden. Sie hat es doch tatsächlich geschafft ihren Jesus zu besuchen”, dabei verdrehte er die Augen.
Die Frau begutachtet mit großer Skepsis ihren neuen Schlafplatz.
Das Fenster,  so klein und aus feinsten Milchglas. Es kam Licht rein, aber nicht viel und war von der Außenwelt komplett abgeschieden.
Perfekt um in den absoluten Wahnsinn zu verfallen.
Von der Lampe kam sehr stark ein grelles Licht, es wurde geschützt von einem Gitter.
Ein Tisch, ein Bett und ein Schrank. Sie waren verschmolzen mit dem Beton. Das einzige was sich bewegen ließ,  war ein Stuhl. Auf dem Tisch, war ein Buch.  Ein weltweiter Verkaufsschlager. Die Bibel.
“Echt.  Wann war das denn?”, fragte der nicht so lustige.
“Heute Morgen?”, antwortete er ihm,”war ne ganz schöne Schreinerei! So viel Blut! Wie in so einem Horrorfilm!”.
Bei der Beschreibung hatte er ein krankes breites Grinsen.
“Gefangene eintreten!”, befahl der andere ihr. Die Dame tat wie ihr gesagt wurde.  Sie hatte im Moment keine Lust auf Ärger, oder auf Wärter die sie versuchen zu verarschen.  
Sie wollte einfach ihre Ruhe.  
Die letzten Tage wurde sie auf der Krankenstation nicht nur behandelt wie ein rohes Ei,  sondern auch so bewacht.  Jede falsche Bewegung hätte ihr Ende sein können. Den Praktikanten ließ man mit ihr allein, mit einem Scharfschützengewehr, dass er stur die ganze Zeit auf sie richtete.  Sie war sogar den ganzen Tag im Bett fixiert und der Fernseher brachte mit jeder vollen Stunde ihren Grund für ihre Situation.  
Ihre Haut wies mehrere Wunden auf. Ihr Glück,  so wie es die Ärzte formulierten.
Mehrere tausend Volt flossen durch ihren Körper, bevor sie in hundert Meter Tiefe viel. Doch diese Schmerzen und Wunden fand sie noch viel erträglicher, als die anderen in ihr drin.
Hinter ihr vernahm sie wie Dumm und Dümmer die Türe verriegelten.
Sie drehte sich um und schob ihre Hände durch einen Schlitz um den ungeliebten Schmuck loszuwerden.  
“Ich hasse diese Steuerverschwendung. Die meisten Ladys hier sind so heiß und wir dürfen sie nicht vögeln”, meinte der Mario Barth für arme.
Die Frau Biss sich fest auf ihre sonst so flinke Zunge.  Normalerweise würde sie was sagen, doch sie befand sich in einer Situation,  wo es besser ist einfach die Schnauze zu halten.
“Alter wir haben gelernt nicht so vor denen zu Reden!” dabei löste er die Handschellen.  
“Als ob die Respekt oder sowas vor uns haben?”, lachte der andere, “wir sind in der Unterzahl und müssen diese Schafe leiten”.
Die Frau zog ihre Hände aus dem Schlitz und beachtete diese Idioten nicht.  
Ihre smaragdgrünen Augen schweiften über das Zimmer, danach starrte sie auf ihre Handgelenke.  
Sie fühlte sich frei,  obwohl sie gefangen war. Sie konnte sich in ihrem Zimmer so bewegen wann und wie sie wollte.  
Sie fand auch keine Kamera, die sie beobachten würde.
Nach Tagen der Beobachtung genoss sie diese kleine Gefühl, bevor sie sich eingeengter fühlte.
“Ach Scheiße”, fluchte der grobe Wachmann.
Er stopfte die Hygieneartikel durch den kleinen Schlitz wo sie vorher ihre Hände durchgestreckt hatte. Diese plumpste auf dem Boden wie ein nasser Sack. Doch das störte sie im Moment nicht.
“So Schlampe, wir haben bald Schichtwechsel und dir wünsche ich eine erholsame Nacht”. Mit diesen Worten gingen sie weg.
Sie starrte noch auf ihre Hände, man merkte ihr auch an, dass sie streng überlegte. Aber es tat sich nichts.
Sie setzte sich kurz auf dem Boden, von außen sah es bestimmt aus, als ob sie langsam durchdrehen wollte, oder anfing mit Yoga, da sie im Schneidersitz saß.
Doch sie war ganz auf ihre Hände fixiert. Sie sollten etwas tun, doch sie wollten nicht.
Ihre Stirn warf Falten, sie streckte ihre Finger aus und ballte sie wieder zu Fäusten, doch mehr tat sich auch nicht.
Zweifel machte sich breit. Wieso hatte sie Glück? Wieso konnte sie nicht sterben dabei? Dieses Glück wollte sie vorerst nicht.
“Nur geduld Shego. Nur geduld”, waren ihre Worte an sich selbst.
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