Wege der Liebe

von TyLyLe
GeschichteDrama, Romanze / P12
Samu Haber
30.08.2018
10.04.2019
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*Samu*
Emma schlief wie ein Stein. Sie drehte sich nicht einmal in der Nacht um oder ging aufs Klo. Nichts. Absolut nichts. Ich hingegen war wieder so voller Energie, dass ich andauernd ins Arbeitszimmer musste. Mir vielen so viele Dinge ein, die ich auf mein  Handy singen musste und Dinge am Computer damit ausprobieren musste. Erst gegen fünf Uhr in der Früh legte ich mich wieder zu Emma ins Bett. Ich rutschte ganz nah zu ihr und legte meine Arme um ihren Körper. Ich bin echt gespannt wie es so ist wenn ihr Bauch Kugel rund sein wird. Ob ich es auch spüren kann wenn sich der kleine Minimensch bewegt? Eigentlich aber, wünsch ich mir nur, dass Emma und natürlich unser Baby gesund und glücklich durch die Schwangerschaft gehen, ich bei der Geburt dabei sein werde und wir dann eine kleine, glückliche Famile sind. Noch nie, habe ich mir das so sehr gewünscht wie jetzt. Ich bin so weit Vater zu werden. Mich zu kümmern, zu sorgen und all meine Bedürfnisse hinten an zu stellen.

*Emma*
Das erste mal seit langem habe ich super geschlafen, wie ein Stein. Der blonde Mann neben mir schlummert noch tief und fest auf seinem Bauch liegend. Ich betrachtete ihn noch eine ganze Weile. Er rührte sich überhaupt nicht. Sanft Strich ich durch seine Haare, fing an lauter küsse auf seinem Arm entlang zu verteilen. Mit einem Auge blinzelte er mich an.
„Wie spät ist es?“ Nuschelte er.
„Elf Uhr.“ Sagte ich und legte meinen Kopf ganz nah an seinen, wir schauten uns an.
„Ich bin erst heute morgen ins Bett…“ Sagte er müde.
„Ach ja? Ich hab nichts mitbekommen. Was hast du getrieben?“ Musste ich doch kurz auf lachen. Weiter streichelte ich durch seine Haare. Er liebt es, das weiß ich.
„Ich hab einen Song fertig gemacht… ich muss später ins Studio, was die Jungs dazu sagen.“
„Also gearbeitet. Bleib liegen. Ich muss eh noch ein paar Aufsätze kontrollieren.“ Sagte ich und drehte mich schon um als Samu mich festhielt.
„Geht es dir denn wieder gut?“ kam von ihm und er schaute mich prüfend an.
„Ja. Also bis jetzt macht sich nichts bemerkbar. Ich frühstücke jetzt erst mal was und dann gehe ich duschen. Ich Treff mich später noch mit Juna.“
„Mach bitte langsam Babe.“ Sagte Samu.
„Klar.“ Ich gab ihm einen Kuss und verließ das Schlafzimmer. Ich deckte den Tisch trotzdem für Samu mit. Irgendwann steht er auf. Seine Zutaten für sein heiß geliebtes Omelett stellte ich ihn auch bereit. Dann aß ich gemütlich aber doch recht viel. Es fühlte sich an als hätte ich ein Riesen noch im Bauch. Okay, gestern hatte ich ja nichts mehr gegessen. Auch nach der Dusche blieb mein Kreislauf stabil. Sand sei nie irgendetwas gewesen. Kurz bevor ich fertig war mit den Aufsätzen, trappte ein immer noch müder Samu in seiner Schlafanzugshose zu mir an den Wohnzimmer Tisch.
„Guten Morgen.“ Murmelte er und rieb sich die Augen.
„Morgen mein Schatz.“ Lächelte ich ihn an. Kurz darauf hörte ich die Kaffeemaschine. Ich grinste, immer das gleiche Ritual, egal welche Uhrzeit und es ist jetzt fast 15 Uhr. Ich ging ins Bad und schminkte mich etwas, zog mir eine Jeans und einen dicken Strick Pullover an. Ich hörte Samu vor sich hin Summen. Es ist irgendwie eigenartig wenn er in sein Handy singt, aber auch total süß.
„Honey, ich fahre los. Wann sehen wir uns wieder?“ Fragte ich leise. Samu tat sein Handy weg und kam lächelnd auf mich zu.
„Na spätestens heute Nacht im Bett…“ zwinkerte er und streckte mir die Zunge raus.
„Oh ja dafür bist du zu jeder Uhrzeit zu haben was?“ Kicherte ich.
„Das kannst du mir aber glauben.“ Raunte er und bis mir spielerisch in den Hals. Sofort überkam mich eine Gänsehaut.
„Lass uns das für heute Nacht aufheben…“ Sagte ich und kniff ihm in sein Hinterteil.
„Okay…“ mit geschlossenen Augen fanden Samu Lippen zu meinen.
„Ich liebe dich.“ Flüsterte ich liebevoll.
„Ich dich auch mein Schatz. Wenn etwas ist, Ruf an. Ich lasse mein Handy im Studio an.“
„Alles klar. Bis später.“ Sagte ich und als ich mich rum drehte gab er mir noch einen klapps auf den Hintern. Gespielt böse schaute ich ihn.
„Warte nur… heute Nacht…“ Hob ich den Finger.
„Ich warte…“ Bis Samu sich schon auf die Unterlippe. Ich schloss die Wohnungstür und ging zu meinem Auto.

*Samu*
Am liebsten hätte ich sie auf der Stelle vernascht , aber dann hätte ich mein Arsch früher aus dem Bett heben müssen. Schade, aber die Vorfreude für heute Nacht ist dafür um so größer. Smoothie und Omelett bereitete ich mir zu, ging duschen und machte mich direkt auf den Weg ins Studio. Die erste Stunde war ich alleine und die Jungs kamen nach und nach dazu. Auch Osmo kam heut, er muss mir unbedingt was auf dem Klavier zeigen. So waren wir wieder völlig in unserer Welt versunken. Alles rund herum schalteten wir völlig aus und die Zeit verflog nur so, wie eigentlich immer. Die Stimmung war so super. Raul bestellte noch Pizza. Erst jetzt viel mir auf das mein Handy im Technikraum lag, weil ich am Anfang die Melodie auf den Laptop gespielt hatte. Als ich in den Raum ging, klingelte mein Handy bereits. Bis ich es in der Hand hatte, war der Anruf natürlich weg. Überrascht sah ich auf mein Display. Nikkolas 8 mal und eine Nummer die mir nicht bekannt war, aber nichts von Emma. Ein ganz komisches Gefühl machte sich in mir breit. Aber bevor ich Nikkolas zurück rufen konnte, rief er wieder an. Mein Herz schlug komischer Weise schnell. Zögerlich ging ich dran.
„Ja? Nikkolas?“ Sagte ich.
„Hej, Samu wo bist du?“ Fragte er leise.
„Im Studio, was ist los?“
„Samu… Das Krankenhaus hat versucht dich zu erreichen. Emma hatte einen Unfall…“ ich bekam eine schreckliche Hühnerhaut und im Ersten Moment konnte ich gar nicht antworten.
„… Unfall? Was für ein Unfall?“ Fragte ich und ließ mich auf den Schreibtisch nieder.
„Mit dem Auto. Am besten kommst du in die City Klinik.“ Sagte der Bruder meiner Freundin.
„Ist sie schlimm verletzt?“ Die Tränen liefen mir schon längst die Wange runter. Die Angst und Sorge um Emma und das Baby stiegen sekündlich. Es war einfach nur schrecklich was ich fühlte.
„Es hat mir noch keiner was gesagt, allerdings ist sie im OP.“
„… Gott…“ Ich stützte meine Stirn in meine Handfläche. Es fing an sich alles zu drehen und mir wurde schlecht.
„Kannst du dich fahren lassen?“ Fragte er nach ein paar Sekunden Stille. Ich nickte.
„Ja… ja ich komm sofort.“
„Okay, wenn ich was weiß Ruf ich sofort an. Sie ist in guten Händen, mal dir nicht das schlimmste aus.“ Versuchte er mich zu beruhigen.
„Ich komme jetzt.“ Mehr bekam ich auch nicht mehr. Ich legte auf.
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