Wege der Liebe

von TyLyLe
GeschichteDrama, Romanze / P12
Samu Haber
30.08.2018
10.04.2019
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Dieses Kapitel
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Hej, hab mich jetzt auch mal an einer Geschichte gewagt. Hoffe sie kommt ein bisschen an. Über Kommis und Reviews würd ich mich sehr freuen!

Rechtschreib- und Grammatikfehler sind evt enthalten. Bitte verzeiht mir...

Inhalt der Geschichte ist frei erfunden, Handlung, Geschehnisse entsprechen meiner "Fantasie" ;-P


*Samu*
„Ich glaube das war jetzt alles.“ Sagte Vivianne und machte ihren letzten Koffer zu. Ich nickte.
„Okay. Das war’s dann.“ Ganz cool klatschte ich mir in die Hände um mir doch nicht anmerken zulasse, dass es mich berührt… und mir schmerzt. Entschlossen ging ich voraus, durch den langen Flur meiner Wohnung bis zur Eingangstür. Innerlich atmete ich noch einmal tief durch und schloss kurz meine Augen bevor ich die Tür aufmachen würde und mich zu Vivianne rum drehe. Ich schaute auf sie herab. Dass es jetzt irgendwie endgültig vorbei sein soll will ich selbst jetzt noch nicht so war haben.
„Ich hoffe er ist es wert.“ Sagte ich ihr bitter böse ins Gesicht. Vivi, wie ich sie immer nannte, schaute mich entsetzt an. Damit hat sie wohl nicht gerechnet, dass ich weiß dass sie einen neuen Mann hat. Er ist in ihrem Alter. Vielleicht sind jetzt diese 14 Jahre doch zu viel Altersunterschied.
„Samu, du bist selber Schuld… du hast mich von dir weg getrieben und damit war klar dass ich irgend wann in den Armen eines anderen lande.“ Sagte sie klar. Ich biss mir auf die Zähne. Dass ich es darauf angelegt habe muss ich ihr gegenüber ja nicht zu geben.
Mit ihren zwei Koffern quetschte sie sich an mir vorbei. Ihr Blick war...? wie So oft die letzte Zeit, voller Hass mir gegenüber. Der hintere Koffer hackte an der Türschwelle. Genervt verdrehte ich die Augen. Ich wollte dass sie schnell verschwindet bevor ich meiner kalten Seite nicht mehr stand halten konnte und doch einbrechen würde. Ich packte ihren Koffer hob ihn über die Schwelle und stellte ihn ab.
„Danke, du brauchst aber nicht mit runter zu kommen.“ Sagte Die blonde kleine Frau wieder ganz sanft.
„Keine Angst. Das hatte ich bestimmt nicht vor. Leb wohl.“ Sagte ich und schloss Die Tür unsanft. Ich lehnte mich mit dem Rücken an Die Tür und lies mich auf den Boden sinken. Meine Hände zitterten wie Äste im Wind. Sieben Jahre waren echt lange. Manche Paare schaffen nicht mal die hälfte der Zeit. Wir haben so viel zusammen erlebt. Sehr viel schöne Dinge. Aber im letzte Jahr ging alles schief, wir gerieten oft aneinander und sagten unschöne Dinge zu dem anderen. Dann der unerfüllte Kinderwunsch ihr gegenüber. Drei Jahre lang haben wir versucht ein Baby zu bekommen aber es klappte nicht. Später hatten wir nur noch Sex an ihrem Eisprung und nur noch schnell drauf und wieder runter… zwei Minuten, länger dauerte der Sex nicht mehr bei uns und da war die Dusche danach schon mit drin. Lieblose Umarmung, kalte küsse und keine Gespräche mehr. Lachen zusammen war auch nicht mehr drin. Überhaupt lachen, wenn sie in meiner Nähe war, war nicht mehr. Sie hat einfach nicht kapiert dass ich nicht mehr konnte. In jeder Hinsicht. Ich bin kein Zuchtbulle. Der ganze Stress und Druck den Vivi mir machte wegen einem Baby… ich ertrug ihn nicht mehr. Dann noch das Musikbusiness. Das war zu viel. Eindeutig. Anfang dieses Jahres bin ich komplett zusammen  gebrochen. Ich weiß noch genau wie es sich anfühlte. Dieser Druck in meinem Kopf und das Piepsen, es drehte sich alles und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich schlug auf dem Boden auf und lag da bestimmt den halben Tag. Ich kam nicht mal an mein Handy das sich in meiner Hosentasche befand. Vivianne fand mich abends und rief den Notarzt. Wie gern hätte ich ihr gesagt, dass es ihre Schuld ist, dass ich so da liege, aber ich war völlig ausgeknockt. Ich hörte die Ärzte reden wie sie den Verdacht äußerten ich hätte einen Schlaganfall… es bestätigte sich zum Glück nicht. Es war einfach nur die Psyche, der Druck und der Stress der über, ja, schon Jahre anhielt. Zwei Tage lang schlief ich durch auf der Intensivstation und danach musste ich noch 8 Tage im Krankenhaus bleiben… und trotzdem sitz ich hier und mir laufen die Tränen die Wange runter, weil es weh tut, das es zu Ende ist… endgültig. Gut dass es nicht vor ihr passiert ist. Ihr Spiel ich lieber vor dass es mich kalt lässt. Den Triumph gönn ich ihr nicht. Ich atmete tief ein und wieder aus… meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Vielleicht wollte ich sie doch nicht verlieren? Langsam kommt Panik in mir auf. Wieder jemanden zu finden, der mich ehrlich liebt, dem ich vertrauen kann, der meinen Job toleriert… all das wieder zu finden für dann wieder Jahre vergehen lassen um so viele Lebenssituationen erlebt zuhaben wie es nur geht, um dann sicher zu sein dass es für immer ist und man eine Familie gründen kann. Bis dahin werde ich wohl 50ig sein. Dann brauch ich auch keine Kinder mehr. Es klopfte an meiner Wohnungstür. Ich zuckte kurz zusammen und wischte mir schnell die Tränen aus dem Gesicht. Ich räusperte mich und stand auf. Es klopfte wieder. Kann Vivianne mich nicht einfach geh’n lassen. Ich beschloss die Tür nicht zu öffnen und wollte gerade Richtung Wohnzimmer geh’n.
„Samu? Hier ist Osmo… lass mich rein.“ Sagte er. Ich war erleichtert dass es nicht meine Freundin, Ex Freundin war, aber eigentlich wollte ich nicht dass mich irgendwer so sieht. Ich hab die ganze Zeit über immer so getan  als würde es mich nicht berühren dass es zu Ende geht mit uns beiden. Trotzdem ging ich zur Tür und öffnete sie.
„Hapa…“ Sagte Osmo mit einem Mitleidigen Lächeln. Ich schluckte, machte ihm Platz zum eintreten. Wortlos setzten wir uns auf meine Couch. Mein Kumpel stellte keine Fragen, er wusste ja was passiert ist und Vivianne ist er bestimmt noch über den Weg gelaufen. Ich starrte auf den Boden.

*Osmo*
Samu so zu sehen… ja es ist seltsam. Er war die letzten Jahre sehr bemüht sich nichts anmerken zu lassen, dass er und Vivi nicht mehr wirklich Glücklich sind miteinander. Aber wenn etwas plötzlich doch ein Ende hat, tut es weh. Es ändert alles.  Ich ging in die Küche und nahm uns Bier aus dem Kühlschrank. Ich stellte Samu eine Flasche auf den Wohnzimmertisch. Verlegen wischte er sich wieder schnell ein zwei Tränen weg bevor er zu mir aufschaute um sich zu bedanken. Wir saßen bis spät in die Nacht da. Samu verlor kein Wort. Aber das war okay. Ich wollte ihn nur wissen lassen dass wir alle für ihn da sind. Sehr nachdenklich starrte er immer wieder in den Raum. Ich schrieb meiner Frau noch, dass ich wohl heute Nacht bei Hapa bleibe.
„Willst du was Essen?“ Fragte ich leise. Samu gab mir überhaupt keine Antwort. Ich betrachtete ihn genauer. Er war wie in Trance. Ich versuchte sein Blick zu verfolgen und ich blieb mit meinem Blick auf diesem einen Foto hängen. Samu im Anzug und Vivianne in einem schicken Kleid. Es war die Hochzeit von Sami. Kurz überlegte ich dieses Bild weg zu packen, aber er muss sich damit auseinander setzen. Es würde alles nur verzögern. Sicher hatten die beide auch ihre Probleme und Meinungsverschiedenheiten oder sonstige Streitigkeiten. Die hat jeder. Das ist normal.
„Es tut mehr weh als ich dachte.“ Sagte Samu nach sehr, sehr langer Zeit. Ich war schon fast eingeschlafen. Ich rieb mir die Augen und schaute auf die Uhr. Vier Uhr am Morgen und Samu sitzt immer noch unverändert da. Mehr kam aus seinem Mund auch nicht raus, was auch schon sehr selten vor kommt. Ich lehnte mich wieder zurück und schloss die Augen, so sehr ich es auch versuchte, ich konnte sie nicht mehr offen halten. Erst gegen zehn wurde ich wieder wach. Mein Kumpel schlief auch. Aber sein Gesichtsausdruck war alles andere als entspannt und seine Haltung schien auch nicht bequem. Ich rappelte mich auf und bediente mich an Samus Kühlschrank. Er ist wirklich sehr pingelig mit seiner Ernährung seit seinem Zusammenbruch. Dabei hätte ich jetzt wirklich Lust auf ein deftiges Frühstück.

*Samu*
Alles fühlte sich irgendwie so leer an. Dass die Beziehung zwischen Vivi und mir endgültig zu Ende ist wird mir von Minute zu Minute klarer. Die ganze Wohnung haben wir zusammen eingerichtet. Bilder von uns hängen an DEN Wänden, in jeder Ecke sind Erinnerungen und in das Bett das im Schlafzimmer steht, werde ich mich NIE wieder rein legen! Ich brauch dringend ein neues. Ich hörte wie Osmo in der Küche rum kramte. Dann klingelte es auch noch. Da ich eh gerade auf dem Weg war für in mein Badezimmer, öffnete ich meine Wohnungstür. Reetta, Osmos Frau. Mit einem zurückhaltenden Lächeln schaute sie mich an und hielt eine Tüte mit Brötchen hoch.
„Ich glaube dein Mann hat hunger.“ Sagte ich leise. Reetta ging nicht einfach an mir vorbei, sie nahm mich noch in den Arm.
„Du bist nicht alleine, vergiss das nie.“ Sagte sie lieb und Strich mir über den Arm.
„Ich weiß aber… „ Ich sprach nicht weiter und zuckte mit den Schultern.
„Du brauchst nichts zu sagen.“ Meinte sie und ging Richtung Küche während ich erst mal ins Bad ging. Mein Spiegelbild empfand ich als schrecklich. Heute sieht man mal wieder deutlich meine Falten. Ich werde sie eh nicht ewig verstecken können. Leider. Ich tat mir eine Ladung eiskaltes Wasser ins Gesicht… zwei drei mal bevor ich mich mit meinen Händen links und rechts auf dem Waschtisch abstützte. Ob sie wohl jetzt bei IHM im Bett liegt? Bei diesem Gedanken zieht es sich trotz all dem was war schmerzhaft in meiner Brust und meinem Magen zusammen. Das ist alles so unrealistisch. Fassungslos schüttelte ich den Kopf. Dann Pinkelte ich noch schnell, wusch mir die Hände und ging nur ungern wieder zurück ins Wohnzimmer. Alle werden mich jetzt betütteln und umsorgen. Dabei will ich eigentlich nur alleine sein. Ich legte mich mit dem Rücken wieder auf die Couch und drückte Daumen und Zeigefinger in meine Augen um irgendwie die  Tränen zu unterdrücken.
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