Die Assassinen-WG

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Edward Kenway Evie Frye Ezio Auditore da Firenze Jacob Frye
29.08.2018
01.10.2020
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1. Akt: "Lass meinen Baum in Frieden!"


10 Uhr. Ich bin gerade aufgestanden, da rappelt es ordentlich an der Wohnungstür. Leises Fluchen ist auch dabei. Ich mache die Tür auf, das erste was ich sehe ist mein verstaubter, künstlicher Weihnachtsbaum. „Was zum...“ frage ich, da fällt mir ein, das es schon zwei Wochen vor Weihnachten ist. Ich lasse den Baum herein, da sehe ich auch, wer so lieb war, ihn hochzuholen. Ezio trägt den Baum in die Stube und lässt ihn auf den Boden plumpsen, was die anderen auf den Plan ruft. „Was ist das denn?“, fragt Evie etwas entgeistert, was ich ihr nicht verübeln kann. Das Ding ist komplett verstaubt, und zusammenstecken muss man ihn auch noch. „Mein Weihnachtsbaum“, antworte ich und überlege, wo ich das Teil am besten hinstelle. „Weihnachts...baum.“ Jacob fängt schon an zu lachen, weswegen ich ihm sage, dass er meinen Baum in Frieden lassen soll, und dann anfange, das Teil zusammenzustecken.


Nach ein paar Stunden steht der Baum, und wir fahren zu meiner Mutter zum Adventskaffee. Ganz lieb von ihr,  uns Chaoten immer noch einzuladen, zu Keksen und Kakao. Ja, auch Assassinen mögen so etwas! Bei meiner Mutter vor dem Haus ist nicht gestreut. Perfekte Gelegenheit für mich, hinzufliegen. Auf den Arsch. „AUA!!“ Das muss man bis zu meiner Mutter hoch gehört haben, zwei Sekunden später geht der  Türöffner los. „Alles ok?“ "Natürlich, mensch.  Man schreit ja auch sonst immer aua, wenn alles ok ist.", murmelte Edward.
Eine Viertelstunde später sitzen wir im Wohnzimmer und stopfen Kekse und Ähnliches in uns hinein. „Wir müssen auch bald Kekse backen“, fällt mir ein.  Zustimmendes Nicken. Danach lenkt man das Thema auf die Couch meiner Mutter. „Ich frag mich, wie du diese Couch noch haben kannst“, meine ich und bereue es sofort. Denn gleich kommt wieder der Satz: „Und ich frage mich immer noch , wie du dir ne Sechsraumwohnung angeschafft hast.“ die frage höre ich zu dem Zeitpunkt bestimmt schon über ein Jahr. „Durch die in meiner Bedarfs - gemeinschaft  lebenden Personen.“  Die Augen verdrehend sehe ich zu Jacob. Der zuckt nur mit den Schultern und stopft sich einen weiteren Keks hinein.  Nomm.



2.Akt-Die Feier

die Feier am 24. hatten wir schon halb hinter uns. Die Geschenke auspacken und alles ist schon witzig. Vorallem, wenns eigentlich nur Socken gibt. Jetzt haben wir auch das Essen hinter uns, und alle hängen träge auf der Couch und anderen Sitzgelegenheiten herum. „Ich bin so am ende“, stöhne ich und lasse mich neben Evie auf die  Couch fallen. Die begutachtet gerade ihre Socken. Kopfschüttelnd lässt sie die Socken in ihren Schoß fallen. „Du auch?“, meint sie dann. „Mhmm.“ „Ich glaube, alle sind am Ende hier.“ Aguilar sitzt mit einem Kräuterlikör im Sessel; er fährt heute auf jeden Fall nicht. Ich zwinge mich aufzustehen und tapse zu Jacob rüber, um mich dann auf seinen Schoß plumpsen zu lassen. Ich drücke ihm einen Kuss auf die Lippen, dann erkläre ich, das ich nach Hause möchte. Jetzt. „Ist gut,“ sagt er und hebt mich von ihm runter. Auf nach Hause.
Mit zig Sockenpaaren im Gepäck.




3.Akt- Silvester

„Jetzt stell gefälligst den Alkohol weg!“ Ich, im Lachanfall und um 15 Uhr schon halb besoffen, schaue Aguilar etwas  erschrocken an. „Warum denn?“- „Warum denn?! Vielleicht, weil es erst 15 Uhr ist? Wie viel Prozent hat das Zeug?“ Er nimmt mir die Flasche fort, liest das Etikett ab und nimmt die Flasche gleich mit. „Heyy!! Gib´s wieder her!“  Ich versuche, ihm hinterher zu laufen, kippe aber fast sofort wieder in den Sessel. Na toll. Jetzt hab ich nichts mehr zu trinken. Dann spaziere ich halt in der Wohnung ein bisschen herum. In der Küche ist niemand, das heißt  Kühlschrank plündern. Hmm, Apfellikör. Meins. Mit dem Likör geht’s weiter Richtung Flur. Am Ende von diesem Flur ist das zweite Wohnzimmer, da geh ich jetzt hin. Da ist ja auch jemand. „Jacob, rauchst du etwa?“, frage ich gespielt entsetzt und lasse mich neben in aufs Sofa fallen. „Maria, trinkst du etwa?“, fragt er zurück und grinst mich an. „Ich? Nöö.“ Ich muss lachen und nehme einen Schluck vom Likör. An dem ich mich natürlich verschlucke. Daraufhin lacht Jacob mich natürlich aus, und ich nehme ihm seine Zigarette fort. Eine Stunde später bin ich richtig besoffen und liege in der Badewanne (wie bin ich da rein gekommen??). Es läutet an der Tür. „Es hat gebimmelt!“, rufe ich, und versuche aus der Wanne zu kommen. Als ich es, nach drei Versuchen, endlich geschafft habe, renne ich vom ersten in den zweiten Flur (ich versuche es zumindest), um zu sehen, wer da ist. Altair, der dabei ist, die Tür aufzumachen, schaut mich komisch an. „Wer ist da?“, frage ich ihn, aber er schüttelt nur den Kopf und fragt, ob ich besoffen sei. „Nein...“ „Nee, gar nicht.“ Er macht die Tür auf. Arno und Henry sind vom Einkaufen wieder da. „Habt ihr Dominosteinchen mit ge- bracht?“, fietsche ich und merke selber, wie besoffen ich klinge.  „Lass mich erst mal auspacken“,meint Arno, da ich, wie so ein besessener Dackel, an seiner Einkaufstüte zerre. Schliesslich kann Arno sich samt der Tüte losreißen und verschwindet in die Küche. Ich hüpfe hinterher und warte auf die Dominosteinchen, die ich dann unter Beschlag nehme und damit in mein Zimmer flitze. Zwischendurch kam Evie ins Zimmer, mit meiner Pille, die ich auch brav nehme, dann gehts weiter mit der Fresserei. Eine halbe Stunde später ist die Packung fast leer und mir kotzübel. Ich beuge mich schon über die Kloschüssel, als jemand das Bad stürmt. „Evie, raus hier“, stöhne ich. „Zu viel Dominosteine oder Alk?“, fragt sie, und ich bringe noch „Beides“ raus, bevor ich mich geräuschvoll übergebe.


Zwei Stunden später. Ich bin wieder halbwegs nüchtern und liege mit Arno und Jacob auf der Couch. Im Fernsehen das übliche Silvester-Programm. Gerade kommt das Pferd auf dem Flur, oh schade, dass ich nicht mehr besoffen bin. Eigentlich geht’s mir ja jetzt wieder halbwegs gut, da könnte ich mir ja wieder was kleines gönnen... Ich lange schon mit der Hand zum Sofatisch, aber Arno hält meinen Arm fest.   „Nicht vor halb zwölf, Maria!“ „Och menno“, maule ich, „wie soll ich das überleben?“ „Kriegen wir hin,“ meint Jacob, lässt sich neben mich fallen und fängt an, mich abzuknutschen. Ja, so kann ich das tatsächlich überleben. Gerade so. Hihi.
Nochmals zwei Stunden später sitzen wir alle im großen Wohnzimmer. Ich habe mir die Likörflasche gekrallt und sitze überglücklich und aufgedreht auf dem Sitzkissen.  „Maria sollte doch erst halb zwölf wieder was saufen!“, ertönte es aus einer Ecke. Wer hat das gesagt?? Egal. Von irgendeiner Seite kommt es  „Lass sie doch.“  Hehe. Dreiviertel zwölf fliegt die Tür dann auf,  und Käptn Edward Kenway steht mit einer, halbleeren, Rumflasche im Zimmer. „Hoyy. Was ist los hier?“, ruft er fröhlich und lässt sich zu mir in mein  Sitzkissen plumpsen. Dieses ist nur leider etwas zu klein für einen Piraten und eine Besoffene Maria. „Ayee. Wir müssen ein größeres Kissen kaufen“, lacht Edward, der halb auf dem Boden liegt. Dann steht er auf und setzt sich neben Evie und Henry. „Nicht knutschen!!“, brüllt er, und ich falle vor lachen nun selbst vom Sitzkissen. Nachdem ich mich wieder eingekriegt habe, so weit das überhaupt geht, stehe ich mit mühe auf und befestige ein Papp- hütchen auf Edwards Kopf. „Und. Siehts gut aus?“,lacht er. „Natürlich“,kichere ich und bewege mich zu Jacob, um auch ihm ein Papphütchen aufzusetzten. Er lacht, da es ihm sofort wieder vom Kopf fällt, setzt es Ezio auf und zieht mich auf seinen Schoß. „Nicht knutschen!“, brüllt Evie jetzt. Ich komme um vor lachen. Eines Tages werde ich durch einen Lachanfall sterben, hervor gerufen durch diese Assassinen-WG.  Aber erstmal  kommt  das Jahr 2018!!! der Countdown läuft schon. Aber... Oh nein, gerade jetzt muss ich mich übergeben… 10, 9, 8… durchhalten, Maria… 6,5,4.. schnell, eine Tüte… 2,1...YEAH!!! Feuerwerkskörper krachen, die Assassinen eskalieren, und ich kotze Jacob Frye auf die Füße. Happy New Year!    

„Maria...“ Jacob guckte etwas traurig und zeigte auf seine, jetzt nackten und gewaschenen Füße. „die Socken waren frisch gewaschen.“ Er schlenderte zu meinem Bett und reichte mir etwas zu Trinken. Wasser. „Danke“, hauchte ich und kippte es runter. Es ist inzwischen ein Uhr und die meisten sind schon in ihre Zimmer gegangen.  „Kann ich dir noch etwas gutes tun?“, fragte Jacob leise und strich mir die Haare aus dem Gesicht. „Das  kannst  du  tatsächlich“, murmelte ich und zog ihn zu mir. „Und was?“, fragte Jacob, wohl wissend, was ich will, und schon leicht am dreckig grinsen. „Frag nicht so, du weißt es. Ich will dich spüren. Jetzt!“ „Mit dem größten Vergnügen“, säuselte er, bevor er seine Klamotten auszog und unter meine Bettdecke schlüpfte.
Das die Folgen dieser Nacht nicht ganz so berauschend sind, daran dachte in dieser Nacht keiner von uns beiden.
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