Toxisch

GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18
Akane Tsunemori Shōgo Makishima
26.08.2018
26.08.2018
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Toxisch

Pairing: Shogo Makishima x Akane Tsunemori

Psycho Pass gehört NICHT mir. Und auch die Figuren davon nicht. Auch Equilibrium gehört NICHT mir, sondern Kurt Wimmer. Ich übernehme lediglich einige Ideen von ihm und integriere sie in Psycho Pass, weil ich finde, dass diese beiden Geschichten noch gut zusammen passen.

Jegliche eventuelle Ähnlichkeiten zu anderen Geschichten sind rein zufällig!

Hallo zusammen
Ich habe gestern die letzte Folge von Psycho Pass S1 gesehen.
Und da Makishima ab da nicht mehr dabei ist...nun ja, dachte ich DAS muss ich ändern!
Er ist nämlich mein absoluter Lieblingscharakter gefolgt von Shinya Kogami.
Nachdem ich mir lange überlegt habe, wie ich eine realistische Basis hinbiegen will, ist mir nun eine Idee gekommen.

Einstieg: Staffel 1 Folge 11
„Abendmahl eines Heiligen“

Es ist eine etwas andere Handlung als im Original. Aber das werdet ihr lesen.

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, auch weil Makishima schwierig zu schreiben ist und mein Pairing auch...

Nun viel Spass beim Lesen!

Lg Angel Rose






Kapitel 1

Das Spiel beginnt

POV Akane
Sie rannte durch den Gang. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie schwitzte. Nicht auszudenken was geschah, wenn sie zu spät kam. Weder bei Kogami, noch bei ihrer Freundin. Yuki. Wer könnte sie und Kogami in eine Falle gelockt haben?
Nun ja, Kogami hatte bestimmt Feinde, schließlich arbeitete er schon länger bei der Polizei als Vollstrecker.
Aber Yuki. Sie war unschuldig in die ganze Sache hineingeraten.
Und dann noch das Störsignal.
Das konnte alles kein Zufall sein.
Irgendwer wollte ihnen die Ermittlungen so schwer wie möglich machen...
Nach einer Weile gelangte sie mit Masaoka in einen großen Raum. Überall waren Gänge. Es sah aus wie in einer riesigen Lagerhalle. An den Kisten klebte zum Teil noch Blut. Wie auf einem Schlachtfeld. Ein eiskalter Schauer lief der jungen Frau den Rücken hinunter.
Zudem waren überall Schrotlöcher.
„Wir tun gut daran vorsichtig zu sein. Es scheint, als wären wir nicht die ersten, die uns in dieses Labyrinth hier verlieren“, knurrte Masaoka.

Plötzlich hörte sie ihre Freundin um Hilfe schreien. Akane rannte los. Gefolgt von Masaoka.

Noch eine Biegung, dann sah sie Kogami, welcher blutend am Boden lag.
Sie stürzte zu ihm. Überall war Blut. Er war anscheinend schwer verletzt.
„Kogami!“, schrie sie.

Er antwortete nicht.  

„Können Sie erste Hilfe leisten?“, fragte sie Masaoka.

„J...ja. Doch das ist schon eine Weile her“, stotterte sie unsicher.

In diesem Moment kam Kogami ächtend zu sich. „Akane, Tomomi. Es ist noch jemand hier. Ein Mann. Er hat deine Freundin mitgenommen. Ich wollte ihn aufhalten, doch...“

„Schon gut.“ Akane erhob sich.

„Was hast du vor?“

„Sie suchen gehen!“, stürmte Akane los ehe sie Masaoka noch davon abhalten konnte.

„Verdammt!“, fluchte dieser und wandte sich Kogami zu. Er schüttelte den Kopf. Was für ein natives Mädchen!

Akane indessen rannte durch die Gänge. Es war schwierig sich zu orientieren, denn alles sah gleich aus. Doch sie gab nicht auf. Nie würde sie Yuki zurücklassen.
Doch welchen Gang sollte sie nehmen?
Der rechte oder den linken?
Sie entschied sich für links. Von diesem gelangte sie auf eine metallene Brücke. Zu beiden Seiten und weiter unten gab es weitere solcher Übergänge. Auch oberhalb von ihr. Und dann...sah sie ihn.
Oben auf einer Brücke, nicht weit von ihr.
Dunkles T-Shirt, helle Jacke, schneeweiße Haare.

„Bleiben Sie stehen. Amt für öffentliche Sicherheit. Lassen Sie die Waffe fallen und ergeben Sie sich“, rief Akane unverzüglich.

Daraufhin blieb der Mann stehen.
Sie richtete den Dominator auf ihn.

„Kriminalkoeffizient 79. Kein Ziel für eine Vollstreckung. Auslöser wird gesperrt“, erklang die mechanische Stimme ihrer Waffe.

Was? Das war doch nicht möglich?
Der Kerl hatte ihre Freundin entführt und sein Kriminalkoeffizient lag unter 100?!

„Akane bitte, hilf mir!“, schrie ihre Freundin verzweifelt. Tränen in den Augen.

„Halte durch Yuki, ja? Ich werde dich retten!“, sprach Akane überzeugt. Sie musste nur noch einen Weg finden und dann....

„Du bist Inspektor Akane Tsunemori vom Amt für öffentliche Sicherheit“, erhob der Mann seine Stimme.

„Wie konnten Sie meine Freundin entführen!“, schleuderte Akane dem Fremden vorwurfsvoll entgegen.

„Nun, ich bin Shogo Makishima. Der Name sollte dir etwas sagen.“

Ja, der Name kam ihr allerdings bekannt vor-mehr als Akane lieb war. Makishima stand unter Verdacht bei mehreren Verbrechen zumindest beteiligt gewesen zu sein. „Lassen Sie die Waffe fallen und kommen Sie mit mir mit“, forderte ihn Akane abermals dazu auf.

Makishima lachte nur.
„Weshalb sollte ich? Ich habe besseres zu tun als meine Zeit mit sinnlosem Gerede zu vergeuden. Nein, das regeln wir hier und jetzt.“

„Ich werde Sie so oder so festnehmen. Glauben Sie nicht, Sie könnten mir entkommen!“, zischte Akane zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

„Oder geht es dir bloß darum Zeit zu gewinnen, bis deine Leute eintreffen, indem du mich in ein Gespräch verwickelst? Das ist doch die Strategie, die das Amt für Sicherheit Neulingen wie dir beibringt, nicht?“, meinte Makishima ruhig. Ihre Freundin immer noch fest an sich gedrückt.

Daran hatte Akane tatsächlich auch schon gedacht. Doch Makishima schien sehr intelligent zu sein. Sie zweifelte ehrlich gesagt daran, dass er ihr so viel Zeit geben würde, wenn der Mann jetzt schon genau zu wissen schien, was sie plante.

„An welche Verbrechen denkst du denn, hmm? -Masatake Mido oder Rikako Oryou?“

„Ja. Genau die!“

„Weisst du, ich finde die Menschen sind nur etwas wert, wenn sie aus tiefster Überzeugung und eigenem Willen heraus handeln. Zunächst habe ich untersucht, was Mido und Oryou antreibt. Dann brauchten die beiden nur noch einen kleinen Schubs in die richtige Richtung...schon waren aus zuvor „guten Bürgern“ Mörder geworden.“

„Sie sind ein Verbrecher und weiter nichts!“

„Wie definierst du denn „einen Verbrecher“? Nach dem Sibyl-System?-Also der Waffe in deiner Hand?“

Apropos Waffe...
Akane nahm einen 2. Anlauf.
Sie richtete den Dominator wieder auf den weissharigen Mann.
„Kriminalkoeffizient unter 50. Kein Ziel für eine Vollstreckung. Auslöser wird gesperrt.“
Wie war das bloß möglich?

-„Oder nach dem eigenen Willen der Menschen? Ihrem wirklichen Sehnen?
Ihren Träumen und Wünschen?
-Oder nach den Taten, die jemand begannen hat?
Der Dominator in deiner Hand analysiert die Menschen einzig und allein nach ihrem Kraftfeld. Mittels kinetischen Scans wird der genaue Gemütszustand eines Individuums errechnet.
Vor 100 Jahren gab es das noch nicht. Damals war man noch dazu gezwungen jemandem in die Augen zu sehen, um herauszufinden, ob derjenige wirklich die Wahrheit sprach. Gespräche zu führen, um die Meinung desjenigen kennenzulernen oder zum Therapeuten zu gehen, um eine schlechte Paarbeziehung wieder zu kitten. Heute jedoch sagt der Kriminalkoeffizient scheinbar alles aus, was man wissen muss über deinen Gegenüber-oder etwa nicht?“, lachte Makishima wissend.

„Was wollen Sie wirklich-raus damit!“

„Ich will den Glanz der menschlichen Seele sehen. Will wissen, ob sie wirklich so kostbar ist. Ob es noch Menschen gibt, die aufgrund ihres eigenen Willens Entscheidungen treffen-oder ob alle schon zu Marionetten des Sibyl Systems geworden sind.“
Er hielt kurz inne. „Da wir schon einmal hier sind, lass uns sehen, ob du noch dazu fähig bist deine eigenen Entscheidungen zu treffen, Akane“, mit diesen Worten warf er eine Schrotflinte zu ihr hinunter.

„Was habe Sie vor?“ Akane graute es.
Sollte sie sich nun selbst erschiessen um ihre Freundin zu retten? Ihr Leben gegen Yuki‘s?!!

Währenddessen kettete Makishima ihre Freundin mittels Handschellen am Geländer an. ... „Dir die Wahl zu lassen. Ich werde deine Freundin jetzt gleich vor deinen Augen töten.“

Was! Akane hob den Dominator....der 48!!!anzeigte!! Was zum...

„Deine einzige Chance ist die Schrotflinte zu seinen Füßen. Erschiess mich und deine Freundin wird überleben. Oder versuche es weiter mit diesem nutzlosen Schrotthaufen in deiner Hand und scheitere.“

„Was? Aber das kann ich doch nicht tun?“, stotterte Akane unsicher.

„Und weshalb nicht? Weil dir Sibyl sagt, dass ich unschuldig, kein Ziel für eine Exekution sei?“, Makishima lachte.
Er zog sein Messer. Die Klinge blitzte.
Ihre Freundin schrie auf, als der Mann ihr einen Schnitt am Rücken verpasste.

Akane richtete abermals die Waffe auf ihn. 32. Verdammt. Was war nur los? Weshalb erkannte das System nicht, WIE GEFÄHRLICH dieser Makishima in Wirklichkeit war?
Und was sollte sie nun tun?
Es weiterhin mit dem Dominator versuchen, der aus irgendeinem ihr völlig unbekannten Grund Makishima‘s Kriminalkoeffizienten permanent falsch erfasste?
Oder doch die Schrotflinte zu ihren Füßen nutzen, die ihr dieser Irre hingeworfen hatte? Doch was, wenn sie auf ihn schoss und Makishima Yuki dennoch umbrachte?!

„Unentschlossen? Dann helfe ich dir gerne auf die Sprünge...“
Makishima nahm sein Messer und fuhr damit durch die Haare ihrer Freundin.

Wut erfasste Akane. Und Hilflosigkeit.
Aus einem Impuls heraus nahm sie die Schrotflinte vom Boden auf und richtete sie nun ebenfalls auf den Mann.
„Hören Sie auf!“

„Oder was? Erschiesst du mich dann?“, er lachte. „Du solltest wissen, dass dieses Ende für mich keineswegs schlimm wäre. 100 Mal lieber werde ich durch den Willen eines anderen getötet, der jemanden retten will, als durch das Sibyl System.“

Akane‘s Hand mit der Schrotflinte zitterte so sehr, dass sie Mühe hatte überhaupt den Lauf auf den Mann zu richten.

„Worauf wartest du denn noch? Entweder du schießt nun-oder ich töte sie. Deine Entscheidung.“

Akane schloss kurz ihre Augen.
Sie atmete tief durch.
„Ich will wissen weshalb sich Ihr Kriminalkoeffizient nicht verändert hat.“

Makishima wirkte gelangweilt: „Keine Ahnung. Es war schon immer so. Egal was ich auch getan habe, mein Psycho Pass blieb immer schneeweiß.“

Das reichte ihr als Erklärung. Das hieß, dass der Dominator Makishima nicht würde ausschalten können. Aus welchem Grund auch immer.
Entweder sie verließ sich also weiterhin auf ihren (in diesem Fall nutzlosen) Dominator, oder sie rettete das Leben ihrer Freundin. Ihre Wahl war gefallen.
Auch wenn Akane die Waffe mit beiden Händen fassen musste, weil sie so stark zitterte, feuerte sie auf Makishima.
Der Schuss traf ihn in die Seite.

Der Mann trat 2 Schritte zurück.
Er steckte das Messer in seine Jacke und hielt sich die verletzte Seite. Blut sickerte hervor. Durchtränkte die zuvor weiße Jacke. „Hmm. Nicht schlecht. Aber du musst noch üben. Nächstes Mal erwarte ich eine bessere Leistung von dir“, drehte sich Makishima um und schritt davon.

Akane glitt zu Boden.
Ihre Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. Das war gerade nochmals gut gegangen. Ihre Freundin war am Leben und dieser Makishima hatte die Flucht ergriffen. Sie war sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wenig später stürmten die weiteren Ermittler herein und fanden Akane und Yuki vor.
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