Mondwanderer

von Shaiitan
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 Slash
OC (Own Character)
25.08.2018
21.01.2019
13
22290
4
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VORWORT
Jep, hier handelt es sich um eine FF zu dem Online Game Eldarya. Vorweg, ich lasse meiner Fantasie hier freien Lauf, also enthält die Geschichte auch frei erfundene Hintergrundinfos zu den Jungs. Also nicht als Spoiler sehen ;)
Auf Eldarya selbst kennt man mich unter dem Usernamen Karisha ;)
So dann, viel Freude beim Lesen!









»Wenn du jetzt gehst, wirst du nie wieder an diesen Ort zurückkehren können«, der gequälte Blick in seinen Augen ließ die junge Frau innehalten. Sie betrachtete ihren Kameraden, als sähe sie ihn das erste Mal. Eindringlich leuchtende Augen, die sich wie zwei Diamanten aus der Dunkelheit der Nacht abhoben. Die junge Frau wusste um seinen Wunsch, doch sie schüttelte den Kopf. Ihr Herz gehörte einem anderen. Dem Vater des Kindes, welches in ihrem Bauch heranreifte. Behutsam legte sie ihre Hand auf die Wölbung, ihr entschlossener Blick zerstörte seine Hoffnungen.
Doch der Elf blieb beharrlich und versuchte weiterhin, sie zu überzeugen. Die harten Wellen, welche gegen die Felsen krachten, untermalten jene Worte, die ihr Herz noch nicht erreicht hatten.
»Er ist tot. Du wärst besser-«
Heftig schüttelte die junge Frau mit den kupferfarbenen Haaren ihren Kopf. »Nein, Eras. Ich habe diese Gefühle nicht für dich. Versteh mich. Du hast deine Frau und deinen Sohn.« Mit strengem Blick sah sie den blauhaarigen Elf vor sich an. »Raji gehört mein Herz, auch wenn er in den ewigen Strom eingegangen ist.«
»Aber ... Nimue ... « Eras trat einen Schritt auf die junge Frau zu, doch sie hob kopfschüttelnd ihre Hände.
»Nein. Wir waren nie füreinander bestimmt. Und werden es nie sein. Verzeih mir.« Mit diesen Worten wirbelte sie am Absatz herum und stürzte durch das Portal. Sie wusste, dass sie niemals wieder nach Eel zurückkehren konnte. Auch, wenn sie ihre Freunde vermissen würde, gab es keinen anderen Ausweg. Niemand war sicher, wenn sie blieb. Außerdem ... Sie hatte es Raji geschworen. Ihre Tochter würde als Mensch aufwachsen, fern ab von den Pflichten, die sie als Faelien ihrer Rasse hätte tragen sollen.
Noch während sie das Portal in dieser sternenlosen Nacht durchschritt, spürte sie ein Stechen in ihrem Unterleib. Keuchend umfasste sie ihre Mitte und rang nach Luft.
»Nein ... NEIN! Nimm mir nicht mein Kind!« Eisige Kälte griff nach dem Leben in ihr. Die Farben, welche das Portal sonst schmückten, verblassten. Smaragdgrüne Augen starrten sie an. Ihr Herz raste. Das Wesen deutete auf ihren Bauch. Aus einem Akt der Verzweiflung versuchte Nimue ihre Kräfte zu mobilisieren. Sofort drohte das Portal zu bersten. Entweder, sie rettete ihr Kind und lief zurück nach Eel. Oder sie verlor das ungeborene Leben und rettete ihr Eigenes, indem sie das Portal durchschritt. Verzweifelt trat sie einen Schritt zurück. Tränen stiegen in ihre Augen. So durfte es nicht enden!
An ihr schoss ein Mann vorbei, für den Bruchteil einen Sekunde glaubte sie, ihren Geliebten zu erkennen. Ein Gefecht entbrannte, der eisige Griff nach ihrem Kind lockerte sich. In diesem Moment, erkannte sie ihren Retter.
»Eras!«
»Verschwinde!«, seine Stimme zerschnitt den Kampflärm. »Geh! Auch wenn es nicht mein Kind ist, will ich, das ihr beide lebt!«
Mit großen Augen betrachtete Nimue ihren alten Freund. Sie schluckte hart, und noch bevor sie Eras helfen konnte, schenkte er ihr ein spitzbübisches Lächeln, dass ihrem Herz einen Stich versetzte.
»Auch wenn es sein Kind ist, gebe ich ihr den Namen.« Eras parierte einen weiteren Angriff und brachte Distanz zwischen seinen Gegner und sich. Dann nannte er den Namen des Kindes, welches er immer mit Nimue in die Welt setzen wollte.