The Merman that stole my heart

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P12 Slash
25.08.2018
28.02.2019
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"Oh mein Gott!", rief Taehyung und schlug die Hand vor den Mund, als er das grelle Licht bemerkte. Er schien auch gedacht zu haben, dass die Leute vom Lagerfeuer sie eingeholt hatten, denn er machte Anstalten, erneut wegzurennen. Bevor er das tun konnte, tauchte jedoch ein weiterer Lichtstrahl auf, gefolgt von einem Dritten.
"Ich glaube nicht, dass das die Typen von eben sind", sagte Namjoon, "Es sind nur drei, eben saßen da vier Personen." Er betrachtete die Situation logisch und schien nicht beunruhigt zu sein.
"Ja und?! Einer könnte ja beim Feuer geblieben sein. Oder - noch schlimmer, er schleicht sich gerade von hinten an uns heran!", bemerkte Hoseok. Demonstrativ drehte er sich um und kniff die Augen zusammen, nach dem vermeintlichen Angreifer Ausschau haltend. Doch es stellte sich heraus, dass Namjoon Recht hatte. Rufe erreichten die Jungs.
"-im Taehyung! Jeon Jungkook! Seid ihr hier? Haallo!" Tatsächlich suchte jemand nach ihnen! Jimin hatte es für ausgeschlossen gehalten, und doch standen ihre Retter nur wenige hundert Meter entfernt von ihm. Ein großes Gewicht fiel von seinen Schultern und ohne nachzudenken rief er in Richtung der Taschenlampen.
"Hier sind wir! Hallo! Hiier!" Sofort hüpften die vier Lichter auf und ab und schienen in schnellem Tempo näher zu kommen. Als sie nah genug waren, konnte Jimin die Personen ausmachen. Soonmin, einer der Camp-Aufseher, stand ganz vorne und überfiel die Gruppe geradezu.
"Endlich haben wir euch gefunden! Geht es allen gut?", fragte er noch besorgt, als er jedoch von allen eine bejahende Antwort bekam, änderte sich sein Gesichtsausdruck. "Was denkt ihr euch dabei, um diese Uhrzeit im Wald herumzulungern? Jongdae und ich haben euch doch heute Mittag erklärt, dass ab 22 Uhr alle in ihre Hütten zurückkehren sollen, da wir morgen schon sehr früh unserer Programm starten wollen!" Was? Das hatte einer der beiden Leiter erwähnt? Jimin konnte sich beim besten Willen nicht an solch eine Regelung erinnern. Dann wiederum musste er sich eingestehen, dass er ab der Mitte des Vortrages schon nicht mehr zugehört hatte. Namjoon erklärte pflichtbewusst, dass sie nicht vorgehabt hatten, so lange im Wald zu bleiben und sich lediglich verirrt hatten. Währenddessen wandte Jimin sich den anderen beiden Menschen zu, die neben Soonmin standen. Es handelte sich um einen Jungen und ein Mädchen. Wahrscheinlich Mitcamper, die angeboten hatten, bei der Suche mitzuhelfen. Sie schienen deutlich entspannter als der Leiter zu sein und musterten die sieben Jungs neugierig.
"Ihr habt Glück, dass der Wald nicht so groß ist, sonst hätten wir euch wahrscheinlich erst morgen früh hier rausholen können", mahnte Soonmin weiter. Schuldbewusst starrte Jimin auf seine Füße.
"Woher wussten Sie denn, wo wir sind?", wagte Jin Soonmin zu unterbrechen.
"Eure Mitcamper hier haben euch gesehen, als ihr heute Nachmittag in diese Richtung den Wald betreten habt." Zustimmend nickten die beiden. Jin machte ein verblüfftes Geräusch. Auch Jimin war erstaunt. Jemand hatte sie dabei beobachtet, als sie in den Wald gegangen sind? Die anderen Camper schienen sehr auf ihre Umgebung zu achten.

Als schließlich alles geklärt war und die Jungs sich bei ihren Rettern bedankt hatten, traten alle den Rückweg an. Jetzt, wo die nähere Umgebung dank der Taschenlampen beleuchtet und der sichere Weg angeschlagen war, fühlte sich Jimin zum ersten Mal seit den letzten Stunden wieder sicher. Doch dadurch trat eine andere Sorge in sein Gedächtnis. Yoongi. War es wirklich nur der Nahrungsmangel, den ihn zur Ohnmacht getrieben hat? Fast konnte er es nicht glauben, aber eine andere Erklärung schien es nicht zu geben, und, da Yoongi es selbst gesagt hat, wollte er ihm vertrauen. Durch ein paar besorgte Seitenblicke stellte er zudem fest, dass sein Hyung wieder normal wirkte. Er entschied sich, nicht mehr daran zu denken.

-Timeskip-

Jungkook krabbelte in sein Hochbett und verkroch sich direkt unter der Decke.
„Ahh, ich will hier nie mehr weg. Ich glaub, ich verbring die restlichen Tage in der Hütte.“ Auch die  anderen ließen sich auf ihre Betten fallen und seufzten laut.
„Ich bin so froh, dass Jongdae uns noch erlaubt hat, in der Kantine zu essen“, meinte Hoseok, während er sich seinen Pyjama anzog. Amüsiert fügte Taehyung hinzu: „Ja, Soonmin ist direkt ins Bett gegangen, ihm schien es nicht gefallen zu haben, noch eine Nachtwanderung wegen uns machen zu müssen.“ Schuldbewusstsein schien nicht in seinem Wortschatz vorhanden zu sein. Jimin schmollte immer noch wegen des Kantinen-Essens.
„Was erwartest du, wenn wir zwei Stunden nach dem Abendessen noch ankommen? Wir haben nur Tiefkühlzeugs bekommen“, sagte Jin und verzog das Gesicht. Nach einer kurzen Weile der Stille fing Namjoon an zu predigen (lol): „Ach jah, der erste Tag wäre damit geschafft. Lasst uns jetzt schlafen gehen. Ich will mir morgen früh nicht noch mehr von Soonmins Gemecker anhören müssen, weil wir verschlafen haben.“ Der letzte Satz traf auf Zustimmung aller, und so kam es, dass in Windeseile das Licht gelöscht wurde und jeder in den Schlaf abdriftete.

-Am nächsten Morgen-

Der nächste Tag begann vielversprechend. Die Jungs hatten es geschafft, pünktlich in der Kantine anzukommen, und, da sie jetzt zu den „Öffnungszeiten“ da waren, bekamen sie auch richtiges Essen. Zufrieden wurde in die belegten Brötchen gebissen und der Orangensaft getrunken. Als Jimin gerade bei seinem zweiten und Jin bei seinem viertem Brötchen angelangt war, trommelte jemand mit einer Gabel gegen ein Glas, um die Menge verstummen zu lassen. Nach einigen Sekunden klappte das auch.
„So, guten Morgen erst einmal“, erhob Soonmin das Wort. Die Camper murmelten halbherzige „Guten Morgens“ zurück. „Da sich gestern Abend ein Zwischenfall ereignete“, er warf den Jungs einen bedeutenden Blick zu, woraufhin sie betroffen nach unten schauten, „werde ich offiziell alle Camper auf die bestehenden Regeln hinweisen. Ich weiß, wir sind nicht eure Eltern, aber so lange ihr euch im Camp befindet, sind wir verantwortlich für euch. Sollte euch etwas passieren, kriegen wir Ärger. Verstanden? Also, zu den Mahlzeiten zu erscheinen ist keine Pflicht. Wir werden aber jeden Abend um 22 Uhr kontrollieren, ob ihr in euren Hütten seid. Dort drin könnt ihr dann machen, was ihr wollt, jedoch dürft ihr sie nur im Notfall verlassen. Wenn wir euch nicht antreffen, gehen wir davon aus, dass euch etwas zugestoßen ist und werden euch in der Umgebung suchen. Achtet Abends also bitte immer auf die Zeit!“ Soviel wusste Jimin auch und war schon kurz davor, sich wieder seinem Frühstück zuzuwenden. „Der nächste wichtige Punkt ist, dass es, wie auch die Jahre davor, verboten ist, zum See zu gehen. Er ist in euren Karten verzeichnet, also macht einen Bogen um ihn.“ Die Jugendlichen brachen in verwirrtes Gemurmel aus. Warum war es verboten, zum See zu gehen? Einen so schönen Platz nicht betreten zu dürfen, enttäuschte viele. „Wir können euch nicht sagen, warum. Es ist eine Verordnung von ganz oben. Ihr braucht es gar nicht erst versuchen, denn das Gebiet ist abgesperrt. Und nun zu den weiteren Regeln ...“ Ab da hörte Jimin nicht mehr zu, denn er wurde in Gespräche in Flüsterlautstärke verwickelt, die sich um den mysteriösen Grund drehten, warum man nicht zum See durfte. Ein Junge erzählte, vor Jahren sei ein Kind mal in ihn hineingefallen und ertrunken, und seitdem wurde die Leiche noch nicht gefunden, weil der See so tief sei. Ein anderes Mädchen behauptete, dort würden radioaktive Test durchgeführt und ein wieder anderer Junge meinte, sie würden einfach die Natur vor der Vermüllung der Jugendlichen schützen wollen. Die letzte Erklärung befand Jimin noch als am plausibelsten, die anderen hörten sich eher nach Verschwörungstheorien an. Eigentlich hatte er fest damit gerechnet, dass der See eines der Ausflugsziele der Tagesprogramme sei und sich schon darauf gefreut. Warum gab es auch immer Regeln, die den Spaß verdarben?


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Wer freut sich schon auf den See~? ( ͡° ͜ʖ ͡°)

Bis zum nächsten Kapitel, eure chimchimsweg <3
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