Ein bisschen mehr so wie du

von levt
GeschichteAllgemein / P16
Felix Brummer / Kummer Karl Schumann Max Marschk OC (Own Character) Steffen Israel / Tidde Till Brummer / Kummer
24.08.2018
29.08.2018
4
3937
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Drei Wochen, fünf Städte. Endlich hatte ich es gewagt meinen Arsch hochzubekommen um endlich alleine los zu ziehen. Wie hätte das auch in den letzten drei Jahren funktionieren sollen? Alex bestimmte mein Leben bis auf die letzte Sekunde. Spät, sehr spät, aber doch hatte ich die rosarote Brille abgesetzt und eingesehen, dass er mir nicht guttat. Dazu brauchte ich aber, mehr als eindeutige, Hinweise aus meinem engsten Freundes und Bekanntenkreis. Sie sahen von Anfang an, dass ich an Seiner Seite nicht glücklich war.


Orientierungslos spazierte ich durch die Stadt. Mit dem Blick starr aufs Handy gerichtet. Ich hatte bei Google Maps meinen Zielort eingegeben, doch irgendwie war ich so verpeilt und schaffte es nicht dort anzukommen. Immer wieder landete ich in den falschen Gassen und konnte nicht mal die Schönheit dieser verborgenen Orte genießen, da ich mich auf den eingezeichneten Weg auf der Karte konzentrierte. Das Wetter war auch nicht gerade sommerlich und verleitete eher weniger, den Tag draußen zu verbringen.
Um den Straßennamen, mit dem mir auf der Karte angezeigten Namen, vergleichen zu können blickte ich hoch und konnte im Augenwinkel drei Typen erkennen, die vor einem riesigen massiven Holztor standen. Da ich eher zur Schüchternheit neige, hatte ich bis zu diesem Augenblick niemanden angesprochen, um um Hilfe zu bitten. Da ich mittlerweile erschöpft vom Laufen war und endlich zu meiner Unterkunft gelangen wollte, packte ich all meinen Mut zusammen und ging, im zügigem Tempo und mit einem breiten Grinsen im Gesicht, auf diese drei Typen zu.
Meine Oma sagte immer, lächle und dir wird ein Lächeln zurückgegeben.

Einige Meter vor ihnen winkte ich ihnen, noch immer mit dem Handy in der Hand, leicht zu und begrüßte sie mit einem nervösen „Halloooo“. Meine Stimme erhob sich leicht nach oben, so passierte es mir immer in stressigen Situationen. Ich versuchte unbemerkt den Schweiß in meinen Handflächen in meine Hose zu wischen. Doch unbemerkt blieb diese Situation nicht. Mein Handy knallte direkt vor den Füßen der Jungs auf den Boden. „Sorry“, murmelte ich und wollte es gerade aufheben, als sich einer der Dreien nach unten beugte, das Handy in die Hand nahm und sich wiederaufrichtete. „Warum so eilig, oder dachtest du wir hauen ab, weil du uns gesehen hast?“, sagte er und lächelte.
„Nein, ähm, ne, also…ich…“, stotterte ich.
„Zigarette“, fragte der Andere. Er hatte im Gegensatz zu dem, der mein Handy noch immer in den Händen hielt, einen Bart. Einen Vollbart. Dichter, wickingermäßiger, als der von dem mit der Brille, der Dritte, der auch in der Runde stand.
Ich verneinte mit einem Kopfschütteln, „Nein, danke ich rauche nicht“, sagte ich und versuchte gelassener zu wirken. Es war eigentlich nur eine ganz normale Situation, ich wollte doch nur drei fremde Menschen um den Weg fragen, dass die Situation so strange wurde und ich zu einer nervösen tickenden Zeitbombe mutieren würde, hätte ich mir nicht gedacht. Zum Glück, machte ich mir vor Aufregung nicht in die Hose. In Gedanken sprach ich zu mir selbst --Okay, Jana. Das sind nur drei normale Jungs. Stehen da. Machen vielleicht Pause. Sind Bauarbeiter oder so… Ne, keine Bauarbeiter, die haben ja normale Klamotten an und keine Bauarbeiterklamotten. Dann machen die vielleicht irgendwas mit Computern. So sehen die eh aus. Frag sie einfach ob sie den Weg zu dieser Straße kennen, bedanke dich und geh. Auch wenn sie den Weg nicht kennen, bedanke dich“.
„Können wir dir helfen? --, fragte der eine mit der Brille. Ich führte meine Gedankenkette noch weiter und hörte also nicht so richtig was er sagte. „Hä, bitte was?“, fragte ich nach.
„Ob wir dir helfen können“, wiederholte er. „Ne. Also. Doch. Ja.“, murmelte ich.
Erwartungsvoll blickten sie mich an. „Kennt ihr euch hier aus?“.
„Ne“, hörte man sie sagen. Toll, ich hatte mich umsonst blamiert, deswegen wollte ich so schnell wie möglich aus dieser peinlichen Situation flüchten. „Okay, trotzdem danke. Sorry, falls ich euch aufgehalten habe. Schönen Arbeitstag noch.“, versuchte ich so normal wie möglich zu sagen und ging noch während ich mich verabschiedete.

Zügig setze ich einen Schritt nach den anderen und verschwand hinter der nächsten Ecke. Ein paar Minuten lang bog ich willkürlich in irgendwelchen Seitenstraßen ab, nur um wirklich sicher zu sein, aus dem Blickfeld der Jungs zu sein. Klar sahen die mich schon nicht mehr, als ich um die Ecke verschwunden war, aber ich wollte wirklich sicher gehen.
Da die Wolken langsam dichter wurden und sich der eine oder andere Regentropfen bereits auf die Erde stürzte, war es wirklich höchste dfads Zeit mein Hostel zu finden. Um nicht in eine weitere peinliche Situation zu geraten, nahm ich mir vor es noch einmal selbst zu versuchen. Ich griff nach meinem Mobiltelefon in meiner Westentasche. Doch da war kein Handy. Hysterisch griff ich all meine Taschen ab, doch da war es nicht. Denn es war noch immer in der Hand des einen Typen.


---

Hallo meine Lieben

Es freut mich, dass ihr hierher gefunden habt.
Ich hoffe euch gefällt die Story, auch wenn hier erst ein Kapitel zu lesen ist
und bisher noch nicht so viel passiert ist.

Solltet ihr Spaß dran haben, dann habe auch ich Spaß dran und die Kapitel
werden von Zeit zu Zeit auch länger werden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag


levt
Review schreiben