Fate/Astra

von Vangueis
GeschichteThriller, Fantasy / P18
OC (Own Character)
22.08.2018
19.08.2019
22
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„Du wirst es ja für mich beobachten.“ sagte der alte Mann am Schreibtisch. Er hatte die Hände vor dem Gesicht verschränkt. Obgleich er schon sehr alt war glänzten seine Augen wie die eines Kindes und doch zugleich wie die eines Mannes, der bereits alles gesehen haben zu scheint. „Ich setze mein Vertrauen in dich, Sapphire. Ich freue mich schon von den Entwicklungen zu hören.“ Der junge Mann ihm gegenüber nickte und erwiderte: „Aber natürlich. Dafür haben Sie mich ja engagiert.“ Er war zwar noch jung aber unter seinen Augen lagen tiefe Ringe und der Ansatz eines Bartes spross von seinem Kinn, sodass er wie jemand wirkt, der nur wenig Schlaf findet. Sapphire, wie der junge Mann genannt wurde, wendete sich ab und deutete ein Winken an, als er das Büro im Clock Tower verließ und auf den Gang trat. Er schloss die Tür hinter sich und kratzte sein Kinn um danach die Verbände an seinen beiden Armen festzuziehen. Die verdammten Brandwunden wollten einfach nicht heilen… Sapphire steckte die Hände in seine Manteltaschen und fing an den Gang hinabzuschreiten. Dabei dachte er für sich: „Jetzt ‘n Kaffee und Zuckerstangen wäre schon was Feines…“

Wo anders im Clock Tower, um genau zu sein im Büro des Leiters der Beschwörungsabteilung der Magiervereinigung, trafen sich ebenfalls Personen um über die Zukunft zu beraten. Rocco Belfeban, der Besitzer des eben genannten Büros, schenkte Tee für seine Gäste aus. Dabei handelt es sich um einen Mann mittleren Alters und einem jungen Mädchen. Das Mädchen starrte in die Leere und dies änderte sich auch nicht, als ihr der Tee serviert wurde. Sie trug ein einfaches Hemd und eine ebenso einfache Hose. Ihre Haare waren relativ kurz und die Strähnen, die ihr normalerweise im Gesicht hängen würden, sind mit einer Haarklammer zurückgesteckt. Rocco Belfeban seufzte. „Eine solche Krankheit ist nicht einfach, wie?“ „Für sie ist es ja nicht schlimm. Nur andere, die mit ihr umgehen zu versuchen, haben Probleme. Man muss nur Themen haben, für die sie sich interessiert.“ sagte der Mann. Er trug eine Schiebermütze um das wenige Haar, das er noch besaß, nicht ganz zur Schau stellen zu müssen. Er kratzte sich dort, wo sein rechter Arm sein sollte. „Willst du ein Beispiel, Rocco?“ Der Leiter der Abteilung für Beschwörungen servierte auch dem Mann seinen Tee. „Wenn du nicht wiederstehen kannst. Ich kenn dich doch, Sigismund.“ Sigismund, mit vollem Namen Sigismund Schenk Graf von Falkenhain, musste schmunzeln. „Also dann… Suzuka?“ Das Mädchen zuckte nicht einmal, doch ihre Augen blickten in Richtung des Grafen. „Bei welcher Temperatur schmilzt Yttrium?“ Bewegung kam in das Mädchen und sie blickte die beiden Männer nun an. Sie öffnete den Mund und sagte mit einer monotonen Stimme und ausdrucksloser Miene: „Der Schmelzpunkt von Yttrium liegt bei 1526 °C.“ Der Graf sah Belfeban an „Siehst du? Die Themen machen den Unterschied.“ Belfeban schüttelte bloß den Kopf „Du musst mit ihr zurechtkommen Sigismund. Immerhin hängt von ihr das Projekt ab. Auch wenn ich es immer noch seltsam finde, dass der Gral sie ausgesucht hat. Aber das ist nicht mein Bedenken. Ich sollte ihr bloß ihren Katalysator übergeben und dann könntet ihr schon aufbrechen.“ Der Graf trank einen Schluck Tee und erwiderte: „Dafür bist du viel zu sehr an den bisherigen Entwicklungen interessiert. Nun also… Momentan befindet sich Frau Shabh in Trier und bereitet mit Caster einiges vor. Außerdem erwarten wir noch Mister Cassidy und Fräulein Tatzelwurm. Auch sollten sich unsere portugiesischen Freunde bald auf den Weg begeben.“ Belfeban musste schmunzeln, da ihn der Graf doch sehr gut kannte. Doch sein Gesicht wurde sofort wieder ernst als er fragte: „Und wie sieht es mit deinem Rider aus? Hast du ihn unter Kontrolle?“ Der Graf nippte noch einmal am Tee und sah aus dem Fenster als er antwortete. „Er ist sehr gefügig, aber ich spüre, wie es ihm unter den Fingerkuppen brennt, endlich loszulegen. Um ehrlich zu sein, dachte ich erst, dass mich der Clock Tower tot sehen will, als ich diesen Katalysator in den Händen hielt.“ Belfeban wusste, worauf der Graf anspielte „Glücklicherweise konntest du ja die Beschwörung so beeinflussen, dass es ein nicht allzu gefährlicher Servant für dich selbst wurde.“ Belfeban sah auf seine Standuhr und bemerkte die fortgeschrittene Stunde. „Unsere Zeit ist knapp. Ihr müsst noch euren Flug erwischen, will ich meinen. Das wirkt jetzt so, als ob ich euch jetzt abtröste, aber wir dürfen keine Zeit verlieren. Hier…“ Belfeban zog eine Schachtel hervor und schob sie über den Schreibtisch dem Grafen entgegen. Der Graf trank seinen Tee aus und stand auf und öffnete die Schachtel. In ihr lag eine Augenklappe. „Du weißt, von wem sie stammt?“ fragte Belfeban. Der Graf nickte und schloss die Truhe. „Da hast du dir was Schönes herausgesucht.“ kommentierte der Graf das gesehene und reichte Belfeban die Hand. Dieser ergriff sie und schüttelte kräftig. „Mach’s gut, Sigismund und lass von dir hören.“ „Du auch, alter Freund. Komm, Suzuka. Im Flugzeug kannst du ein Buch über die Erze der seltenen Erden lesen.“ Das Mädchen stand auf und erwiderte monoton „Hoffentlich kenne ich es noch nicht.“ Der Graf und sein Schützling standen bereits an der Tür als der Leiter der Beschwörungsabteilung noch einmal die Stimme erhob: „Eines noch, Sigismund: Wenn die Sache gut ausgeht, würde es mich sehr freuen, die Boreal Hand wieder am Clock Tower zu sehen.“ Der Graf lächelte und erwiderte nur zynisch: „Ist dein Kühlschrank kaputt, oder warum brauchst du mich hier?“

Währenddessen wurde in einem vor der nichtmagischen Bevölkerung verborgenen Schlosss in der Serra de Monchique, Portugal, Schweiß vergossen. Das Schloss stand im Besitz der Magierfamilie Galo, die zu den mächtigsten Magiern Portugals zählen. Ihr jüngster Erbe Enrico trainierte die Nutzung von Kontermagie auf sich selbst, mit wenig Erfolg. „Diese Magie ist eben nicht für die Selbstverstümmelung vorgesehen, junger Herr.“ sagte die Hausdienerin. Enrico war gereizt. „Hortensia-Antonia… du weißt genau warum ich dies übe. Meine Schaltkreise sind nunmal eine tickende Zeitbombe und ich versuche nur die Bombe zu entschärfen.“ Die Hausdienerin, Hortensia-Antonia Narciso mit Namen, beugte sich vor und reichte ihrem Herrn ein Handtuch währenddessen sie sprach: „Und Ihr, junger Herr, solltet wissen, dass wir in etwa einer halben Stunde aufbrechen müssen, damit wir noch rechtzeitig in Trier ankommen. Und außerdem…“ Fortführend reichte sie ihm ein altes Schwert mit dem Siegel des Templerordens „… müsst Ihr doch bloß gewinnen, dann sind all Ihre Sorgen unbegründet. Also zieht euch um. Ich rufe den Fahrer.“ Enrico konnte dem nicht wiedersprechen, war aber dennoch von Missgunst erfüllt, weshalb er nur ein „Hmpf.“ Von seinen Lippen brachte. Diese Frau hatte gut reden. Ihr Manafluss ist nicht so außer Kontrolle, sodass er sie eines Tages niederbrennen könnte. Und ein Sieg in einem Gralskrieg zu erreichen ist auch nicht etwas, was man mal eben so erreichen konnte. Auch wenn er sich sicher war, mit dem alten Templerschwert einen mächtigen Servant beschwören zu können. In einem Gralskrieg kann alles passieren und man muss immer davon ausgehen, dass es Servants gibt, die mächtiger als der eigene sind.

Auf der Porta Nigra in Trier stand eine hühnenhafte Gestalt mit langen, wallenden, roten Haaren. Das Gesicht war von einem Wolfsschädel verdeckt und ein rasselnder Atem ertönte aus der knochigen Visage. „Es fängt bald an, dieses Spektakel ohne ‚Sieger‘. Ich spüre es… Master, beeile dich. Mir wird schon langweilig.“ Die Gestalt wandte sich ab und löste sich in roten Partikeln auf.

Der Flug von Von Falkenhain und seinem Schützling lief ohne Probleme ab, doch der Graf musste daran denken, was in diese Lage brachte. Einst war ein aufstrebender Dozent am Clock Tower, ein Meister der Kryomantie, der sich den Spitznamen „Boreal Hand“ einhandelte. Doch irgendwann überschlugen sich die Ereignisse. Sein eigener Bruder verlor die Kontrolle über die Kryomantie, die die Familie der Von Falkenhains über Jahrhunderte verfeinerte. So wurde er der einzige lebende Erbe der Familie und er musste sich nach Trier, seiner alten Heimat, zurückziehen. Er fuhr jedoch fort, für die Magiervereinigung zu arbeiten und zwar als Korrespondent in Deutschland. Nach den Ereignissen in Trifas geriet der Rhein in das Interesse der Magiervereinigung, da durch die Beschwörung des Sabers Siegfried das Rheingold als Noble Phantasm erneut auftauchte. So erforschte der Graf in Koblenz die Wirkung des Noble Phantasms auf seine Umwelt. Als der Krieg in Trifas damit endete, dass das Herz von Siegfried gemeinsam mit den Größeren Gral in die umgekehrte Seite der Erde gelangte, öffnete sich durch die Verbindung des Rheingolds und dessen Besitzer ein Riss zur umgekehrten Seite. Dadurch gelangten phantasmische Bestien in die sterbliche Welt. So verlor der Graf seinen rechten Arm an eine Seeschlange, die aus dem Riss trat. Nach einiger Zeit zeichnete sich ab, dass der Größere Gral sich in Trier aufgrund der stark ausgeprägten Ley-Linien manifestieren würde. Unter Anleitung der Vereinigung rief der Graf das Projekt „Sternenhimmel“ ins Leben, um den Größeren Gral endgültig sicherzustellen. So erhielt er alsbald einen Brief seines Bekannten Shirou Emiya aus Japan, der ihn darum bat, über seine autistische Adoptivtochter Suzuka zu wachen, da diese am Projekt teilnehmen würde. Doch das war noch nicht alles, da er vom Clock Tower einen Katalysator für seine Beschwörung erhielt, der mitunter zu seinem sofortigen Tod hätte führen können – eines der Siegel, die dem Buch mit den sieben Siegeln zugeordnet wird. So dachte er, dass man sich seiner entledigen wollte… doch glücklicherweise lief es auf etwas anderes heraus. Und stand er am Flughafen Saarbrücken auf seinem Fahrer wartend und neben ihn das autistische Mädchen, das zum Master werden sollte. Und wenn er dann noch an Rider dachte, der bestimmt schon ungeduldig war, fragte er sich, ob er wirklich den Erwartungen, die ihm sowohl die Vereinigung als auch Shirou Emiya aufsetzten, gerecht werden kann.



Abraham Josef Abramelin, genannt Abe, saß im Zug von Köln nach Trier in einem leeren Wagon. Nun, fast leer. Ihm gegenüber saß eine alte Dame und zwei Schränke von Männern stellten die Türsteher dar. Abe rieb sich die rechte Hand mit seinen Befehlszaubern. Diese sahen aus wie ein dreigeteiltes Wagen- oder Steuerrad, so richtig konnte er das aber nicht beurteilen. Er seufzte. Die gesamte Situation war ihm ein wenig unangenehm. Vielleicht hätte er seinen Servant nicht in seiner privaten Bibliothek beschwören sollen, dann wäre der Katalysator vielleicht auch eindeutiger gewesen. Er trug das kleine Fläschchen mit dem konservierten Haar des Dichters Johann Wolfgang von Goethe immer noch bei sich. Doch statt des Haares wurde vermutlich eines seiner Bücher als Katalysator genutzt. Zu allem Überdruss auch noch eines derer, die er noch nicht gelesen hatte. Und Rider war nicht bereit dazu, ihm ihren wahren Namen zu offenbaren. Sie kommentierte dies damit, dass er dazu nicht würdig sei, wenn er sie nicht auf Anhieb erkannt hat, obwohl er doch so viele Büche besaß. Es war wohl seine Schuld, dass er nicht ihr Buch gelesen hatte. Somit konnte er sich zumindest einmal sicher sein, dass sie eine fiktive Figur aus einem Roman oder ähnliches ist. Aber das half ihm auch nicht weiter, da er jetzt bereits auf dem Weg nach Trier war, um sich mit seinen Fraktionspartnern zu treffen. Die Lyra-Fraktion nannten sie sich, in Anlehnung an das Sternebild. Eigentlich wollte er gar nicht auf deren Seite stehen, sondern auf der der Magiervereinigung. In erster Linie hätte er gar nicht an einem großen Gralskrieg teilnehmen wollen, sondern an einem Kleinen. Doch nun musste er sich wohl übel damit engagieren. 14 Servants und 14 Master würden sich alsbald in der ältesten Stadt Deutschlands in Gruppen von je sieben um den größeren Gral streiten. In seiner Fraktion hatten sich all jene versammelt, die irgendeinen Groll gegen die Magiervereinigung hegten. Derjenige, der die Lyra-Fraktion begründete, war ein Magier namens Harold Doppio. Ein aufstrebender Mann, der seine eigene Schule für Magie eröffnen wollte, um den Clock Tower zu übertreffen. „Ich hätte ihm gleich sagen können, dass das nichts wird.“ dachte Abe bei sich. Er war ja selbst Dozent an einer eher unbekannten Magierschule in Schottland und er wusste, wie schlecht eine solche Einrichtung besucht wurde. Der Schatten, den der Clock Tower warf, war einfach zu enorm, als dass man viel Erfolg mit einer eigenen Schule haben könnte. Eben dieser Mann würde Abe auch am Bahnhof empfangen wollen. Es war nicht mehr weit bis nach Trier, als die alte Dame, die Rider war, sich Abe zuwandte. Rider war in einem Mantel aus Pelz gekleidet und an ihrem Hals hingen mehrere teuer aussehende Ketten. An Schmuck sparte sie im Allgemeinen nicht, denn sie trug auch schwere Ohrringe und an jedem ihrer zehn Finger befanden sich Siegelringe. Ihr Gesicht hatte strenge Züge und war dennoch elegant. Ihr Haar war bereits weiß aber dennoch sehr voluminös, als hätte man mehrere Liter Haarspray daran verschwendet. Sie sah an Abe vorbei und sagte: „Master, was glaubst du wie viel ich diesem feinen Herrn dort drüben zahlen muss, damit er unseren Wagon verlässt?“ Abe zuckte zusammen und wandte sich sofort um. Dort stand tatsächlich ein Mann in altertümlicher Kleidung. Der Mann hatte eine solche Halskrause mit der auch immer Shakespeare dargestellt wird und sein Kopf war von einem kaputten Zylinder bedeckt. Während Abe in Regungslosigkeit verharrte fuhr Rider fort: „Hundert? Oder zweihundert? Oder auch mehr? Mir ist das egal. An Geld mangelt es mir nicht. Aber vielmehr interessiert mich, wer Sie sind. Da sie hier hineingelangten, ohne dass meine Männer etwas bemerkten, müssen Sie wohl ein Servant sein, habe ich Recht?“ Der Mann lüpfte seinen Hut und deutete eine Verbeugung an. „Wohl war. Ich bin ein Servant, meine Dame. Zugleich bin ich auch Euer Empfangskomitee. Mein Master hat mich geschickt. Der Bahnhof ist nicht sicher für unsere Seite. Nur läppische 500 Meter weiter östlich vom Bahnhof befindet sich die Innenstadt mit der berühmten Porta Nigra.“ Das Gesicht des Servants war eine Fratze – Augen wie Schlitze und ein aufgesetztes Lächeln, das die Wangen in Falten legte. Und dennoch wirkte er nicht feindselig. Abe kam nur langsam wieder zu seinen Sinnen. Er war zu alt für solche Überraschungen. Er bereute es immer mehr, dass er am Krieg teilnehmen wollte. Er fasste sich und fragte den Servant: „Wieso besteht eine solche Gefahr. Herr Doppio hatte mir versichert, dass wir uns am Bahnhof treffen.“ Der Servant neigte seinen Kopf zur Seite, was ihm eine Haltung bescherte, die ihn wie ein lebendes Fragezeichen wirken ließ. „Ich wusste nicht, dass Sie in einem solchen Kontakt zu meinem Master standet. Das Sie sogar seinen Namen kenn-“ „Komm zum Punkt.“ Unterbrach ihn Rider „Warum ist es denn dort so gefährlich? Kann man das Problem nicht mit Geld lösen?“ Die Haltung des Mannes wurde wieder ansehnlicher. „Ich schätze einfach, dass Ihr nicht frühzeitig aus dem Krieg ausscheiden wollt, oder meine Dame? Denn auf der Porta Nigra wurde erst heute Früh der feindliche Rider gesichtet – Euer Gegenspieler, wenn man es so möchte.“ Schweigen. Der Servant hatte etwas Unangenehmes an sich. Es war nicht nur sein Erscheinungsbild, sondern auch seine Art zu sprechen, die Stimmlage und die Gestik, die er dabei an den Tag legte. Er war einfach eine durch und durch unangenehme Person. Rider wandte sich ab, wedelte mit der Hand und die beiden Muskelberge verschwanden. „Ich gehe nur mit Herren aus, deren Namen ich auch kenne. Dasselbe gilt für meinen Master.“ sagte Rider. Der andere Servant schien ihr genauso zu missfallen wie Abe selbst. Aber da sie ihre Männer weggeschickt hatte, signalisierte sie, dass sie dem anderen Servant so oder so folgen würde. „Oh, wo bleiben nur meine Manieren…“ sagte der Mann und räusperte sich. „Ich bin der Assassin der Lyra-Fraktion. Doch mein wahrer Name ist Guy Fawkes.“ Als er seinen Namen offenbarte, deutete er erneut eine Verbeugung an. Abe war ein wenig amüsiert. Guy Fawkes, der Mann der die Houses of Parliament und somit auch den Clock Tower sprengen wollte, war wirklich der perfekte Servant für Harold Doppio, der doch den Clock Tower so gern übertreffen, wenn nicht sogar zerstören will. Abe viel wieder ein, dass sie sich in einem fahrenden Zug befanden, weshalb er fragte: „Und… äh. Wie stellst du dir das vor aus diesem fahrenden Zug auszusteigen, Assassin? Für euch Servants mag das vielleicht kein Problem darstellen, aber ich als einfacher Magier würde das vielleicht nicht überleben oder mir zumindest sehr schwere Verletzungen zuziehen.“ „Gut, dass sie das ansprechen, Master von Rider.“ sagte Assassin und zog eine Schriftrolle unter seinem Zylinder hervor und reichte sie Abe. „Ein Zauber für ein Einweg-Tor.“ kommentierte er. „Rollt ihn einfach auf und fasst das Papier an. Danach werdet ihr hineingezogen und kommt auf dem anderen Stück des Papieres wieder heraus.“ Abe viel jetzt erst auf, dass die Schriftrolle zerrissen wirkte. Er hatte zwar noch nie von einer solchen Magie gehört, aber er musste Guy Fawkes‘ Worten wohl oder übel vertrauen. Bevor er das Papier aufrollte, befahl Abe Rider in ihre Geisterform zu wechseln. Doch das war unnötig, da sie das bereits vorgenommen hatte. Also rollte Abe das Papier auf und strich mit seinen Fingerspitzen über die Oberfläche. Er spürte, wie ein Sog entstand und seine Finger in das Papier eintauchten. Aus den Augenwinkeln nahm er noch war, wie Assassin verschwand, ähnlich wie sein eigener Arm, denn das Papier befand sich mittlerweile an seiner linken Schulter. „Eine wirklich erstaunliche Magie. Wirklich bemerkenswert.“ dachte Abe noch, doch dann wurde ihm schwarz vor Augen.

Im Amphitheater von Trier stand ein Mann in einer Tracht, die man als Legionär getragen hätte. Er warf seine noch glimmende Zigarette auf den Boden und trat sie aus. „Mann… dieser Archer der Altair-Fraktion ist echt flink. Wie überaus anstrengend. Dabei hat der Krieg noch nicht einmal angefangen. Nja… da muss ich eben flinker sein.“ Sagte er zu sich selbst und streckte seine Hand aus, in der prompt ein Speer erschien. „Und hepp.“ sprachs und sprang in einem gewaltigen Sprung nach vorn.

Abe kam zu sich. Er stand in einer Art Bar und diese schien sich im Keller eines Geäudes zu befinden, der fehlenden Eingangstür und der vom oben liegenden Raum kommenden Treppe nach zu urteilen. An der Bar saß ein Mann, der Kleidung nach ein Priester, im Gebet versunken. Ein Rosenkranz bewegte sich beständig zwischen seinen Händen. Rechterhand an der Wand lehnte ein junger Mann, fast noch ein Kind, der Abe nicht gerade freundlich ansah. Er öffnete seinen Mund und mit nicht gerade wohlklingenden Worten fing er ein Gespräch an: „Yo, Dreckspfaffe. Der Opa ist da. Hör auf zu beten.“ Eine äußerst unfreundliche Begrüßung. Der Priester sagte laut: „…Amen.“ Er öffnete die Augen und blickte den jungen Mann angewidert an. „Zügele deine Zunge und habe Respekt vorm Alter, junger Herr Arawn-Cernunnos.“ Der Priester spie den Namen des anderen förmlich aus und Abe stellte eine gewisse Grundspannung zwischen den beiden. Der Priester wandte sich nun zu ihm. „Entschuldigen Sie bitte das Verhalten unsere jungen… Kollegen. Mein Name ist Jakob Tenebrae Grantz, Exekutor der Kirche und in diesem Krieg der Master vom Lancer der Lyra-Fraktion. Freut mich, Ihre Bekanntschaft zu machen, Herr Abramelin. Ich bereits viel von Ihnen gehört.“ Grantz lächelte freundlich, während sich Arawn-Cernunnos mit einem „Ts.“ abwandte. „Ach, so viel Lob bin ich doch gar nicht wert.“ sagte Abe verlegen. Grantz lächelte weiter und fragte: „Ich will nicht unhöflich erscheinen, aber stammen sie zufällig von Abraham von Worms ab?“ Nun, da war es wieder. Die Sache mit Abes Nachnamen. „Leider muss ich da verneinen, auch wenn ich selbst gern so hätte. Meine Vorfahren haben sich diesen Namen angeeignet, damit sie ein wenig mehr Bekanntheit erlangen. Hat sich nicht ganz so ausgezahlt, wenn sie verstehen.“ Abe wurde die Situation immer unangenehmer. Arawn-Cernunnos sah angewidert aus. Abe erinnerte sich, den Namen schon gehört zu haben. Die Arawn-Cernunnos waren die mächtigste Magierfamilie von Wales, die über Jahrhunderte hinweg die Drachendern zu Nutze machten. Als Drachenadern bezeichnete man besondere Ley-Linien, die durch die Kraft eines Drachen entstanden. In Wales waren diese besonders stark, aufgrund des legendären Ddraig Goch. Arawn-Cernunnos lachte in sich hinein. Es war ein raues, unfreundliches lachen. „Was ist das hier? Gibt es denn keine anständigen Magier mehr, die an einem Gralskrieg teilnehmen wollen? Bin ich hie der einzige, den man wirklich als Magier bezeichnen sollte!? Das ist doch einfach nur traurig.“ Diese Arroganz passte ganz und gar zu einem Magier aus einer solchen Familie, dachte Abe bei sich. Er wollte gerade etwas erwidern, als Assassin erschien. „Dear, oh dear! Was ist das denn für eine unangemessene Konversation?“ Arawn-Cernunnos grunzte. „Eigentlich bin ich bloß hier, weil der Beschwörungskreis fertig ist.“ Fuhr Assassin fort. „Außerdem warten mein Master, Madame Tranquillost und der junge Herr Lundberg oben. Die Bühne gehört ganz dir, junger Herr Arawn-Cernunnos.“ Der angesprochene ging auf die Treppe zu, während Grantz Abe auf die Schulter klopfte. „Hauptsache arrogant sein wie der Teufel, aber noch keinen Servant beschworen haben. So ist die Jugend von heute nun einmal.“ Abe nickte bloß und folgte dem Priester nach oben.

Im Erdgeschoss wahren die restlichen Master anzutreffen. Ein Mann von etwa 40 bis 50 Jahren, der höchstwahrscheinlich Harold Doppio war, eine Frau mit einem fiesen Grinsen, vermutlich diese Frau Tranquillost und ein Junge mit rötlichem Haar und ausdruckslosen Gesicht. Bei ihnen standen vermutlich auch ihre Servants, jedenfalls schätzte Abe die beiden Frauen mit altertümlichen Kleidern so ein. Auch Rider manifestierte sich nun, doch sie sprach kein Wort. Arawn-Cernunnos stand an einem Beschwörungskreis, der anscheinend aus Quecksilber geschaffen wurde. Er sprach:
„Der Boden unter meinen Füßen sei das Material. Der Grundstein ist die Essenz des Lebens und dem Großherzog der Vertrag. Lass seine Mauer gegen den Wind erheben, der heftig weht. Lass die vier Tore der Kardinäle geschlossen. Lass die gespaltene Straße den Weg zur Krone sein. Füll es, füll es, füll es, füll es, füll es. Wiederhole es fünfmal. Brich es entzwei, sobald es gefüllt ist. Lass es jetzt verkündet sein. Dein Fleisch wird mir dienen. Und mein Schicksal wird von deinem Schwert besiegelt. Erhöre den Ruf des heiligen Grals. Antworte, wenn du dich diesem Willen und dieser Wahrheit unterwirfst. Ein Schwur soll geleistet werden. Ich werde die Tugenden des Himmels erlangen. Ich werde die Herrschaft über alles Böse der Hölle erringen. Dennoch sollst du mir dienen mit deinem unerschütterlichen Willen“
Der kreis fing an zu leuchten und man spürte deutlich die Magie. Abe hatte noch einen solchen Anfang bei einer Beschwörung gehört. Anscheinend wollte Arawn-Cernunnos über eine Drachenader seinen Servant rufen.
„Erhöre mich, du deren Tugenden den meinen gleicht. Mein Geist soll die Länge deiner Waffe sein. Von den sieben Himmeln gesandt, gebunden von den drei großen Worten der Macht. Trete hervor aus dem Kreis der Herrschaft, Beschützer des himmlischen Gleichgewichts!“
Das Leuchten wurde unerträglich hell, doch als es aufhörte, stand im Beschwörungskreis ein Ritter mit edel verzierter Rüstung und er sprach: „Ich, Saber, habe Euren Ruf erhört. Ich bin gekommen, um euch mit meinem Edelmut zur Seite zu stehen und das Sternenbild der Leier zum Sieg zu führen. Daher frage ich Euch, der mich rief, seid ihr willig, mich als Euren Kämpen zu akzeptieren? Wenn ja, nennt mir Euren Namen und ihr werdet den meinen erfahren.“ Arawn-Cernunnos lächelte siegesgewiss. „Mein Name, der Name deines Masters in diesem Krieg, ist Zander Flint Arawn-Cernunnos.“ Saber erwiderte: „Dann seit Euch gewiss, dass Dietrich von Bern Euch von nun an dienen wird.“



Jasmin Shabh, Forscherin des Atlas-Instituts, zog die letzten Linien eines Beschwörungskreises. Sie hatte dem Schenk Grafen von Falkenhain versprochen, dass alles dazu bereit wäre, die restlichen Servants zu beschwören, sobald er, sein Schützling und die Portugiesen eintreffen würden. Zugegebenermaßen hatte sie sich ein wenig erhofft, dass Caster ihr helfen würde. Aber ihm nach war die Nutzung seines Tempels als Hauptquartier der Altair-Fraktion schon Hilfe genug. Und damit hatte er vielleicht auch nicht unbedingt Unrecht, da sein Tempel unglaublich hilfreich war, Magie zu wirken. Vermutlich lag das einfach daran, dass die alten Ägypter den Göttern sehr nahe standen und ihre Magie daher sehr mächtig war. Jasmin hoffte nur, dass Caster mehr Noble Phantasms besitzen würde, als nur diesen Tempel. Es war auch kein leichtes den Tempel vor der nichtmagischen Bevölkerung zu verbergen. Schließlich waren sie zu der Lösung  gekommen, den Tempel unter der Erde zu verbergen. Der Zugang lag nirgendwo geringeres als im Geburtshaus von Karl Marx. Dies war auf dem Wunsch vom Grafen her geschehen. Er schien irgendetwas mit dem Gebäude zu verbinden. Jedoch gefiel es Jasmin nicht, dass das Haus ein Museum war. Damit konnte sie nicht so verdeckt handeln wie sie wollte.
Caster saß sehr gelangweilt auf seinem Thron und blickte gelangweilt auf Jasmin, seinem Master, hernieder. "Master, belustige mich. Ich empfinde den Drang, meine Müdigkeit zu bekämpfen." Jasmin sah Caster an. Er war jung. Sehr jung sogar. So jung, dass er fast noch ein Kind war. Und dennoch war er ein Pharao und das merkte man ihm an. "Tut mir leid Caster, aber dafür gibt es unseren Vertrag nicht. Wenn dir langweilig ist, unterstütze Archer auf ihren Patrouillen, unterhalte dich mit Rider oder mach endlich Lancer und seinen Master ausfindig." Caster verzog das Gesicht und wandte sich ab, während er irgendetwas vor sich hin brabbelte. Vermutlich, dass er ein Pharao ist und das solche Aufgaben unter seiner Würde seien und das ihr Umgang mit ihm wirklich unerhört wäre. Im Inneren war noch mehr Kind, als er von Außen wirkte. Plötzlich hob er den Kopf mit dem langem Haar, das unter seiner Haube hervorquoll. "Master?" Jasmin seufzte innerlich. "Ja?" erwiderte sie ein wenig gereizt. Noch eine seiner Belanglosigkeiten und sie würde ihn nicht mehr ertragen. "Meine Uschebti haben festgestellt, dass oben vor diesem Haus der Wagen des Master so von Rider gehalten hat." Der Graf war also endlich eingetroffen. Es fehlten also nur noch die Portugiesen. "Danke, Caster. Warte du hier. Ich werde sie empfangen." Caster wandte sich zu ihr. "Master, nimm diese Uschebti mit." Zwei Figürchen mit Pavianköpfen erhoben sich aus dem Boden. Die kleinen Figuren waren seine magischen Diener und funktionierten ähnlich wie winzige Golems. Jasmin musste lächeln. "Abermals danke." "Nicht doch." Sagte Caster und wandte sich erneut ab.

Sigismund Schenk Graf von Falkenhain stand vor dem Geburtshaus von Karl Marx. Es war schon spät Abends und keine Menschenmenge war zu sehen und das Museum hatte bereits geschlossen. Suzuka stand neben ihm und starrte ins Nichts. Doch zur Abwechslung sprach sie als erstes. Anscheinend war es ihm gelungen, das Eis zu brechen. Eine richtige Konversation war aber aufgrund ihres Asperger-Syndroms immer noch sehr schwierig, da sie weder seine Mimik noch seine Gestik verstand. "Was jetzt?" fragte sie ausdruckslos. "Wir warten. Mehr können wir jetzt nicht tun." erwiderte der Graf. Es war eine klare Nacht, doch der Himmel war sternenlos. Die Dichte der Magie in der Atmosphäre war förmlich zu spüren. "Wenn die Magie bereits hier so stark ist, wie ist dann wohl in wesentlich älteren Gebieten der Stadt?" fragte der Graf sich selbst. Es war eine gute Nacht, um Servants zu beschwören. Man hörte wie sich ein Schlüssel im Schloss drehte und die Tür des Hauses ging auf. Jasmin Shabh schob ihren Kopf aus der Tür und blickte um sich. "Guten Abend." sagte der Graf und streckte seine Hand aus, um Jasmin zu begrüßen. Diese öffnete die Tür gänzlich und erwiderte die Geste. "Sie sind spät." erwiderte sie und rieb sich die Hand. Einen Kryomanten zu berühren war immer wieder eine eher unangenehme Freude. "Wenn ich vorstellen dürfte..." holte der Graf aus während er auf Suzuka deutete "Das ist Suzuka Emiya, unser letzter Master. Suzuka, dass ist Frau Shabh. Begrüße sie." sagte er und Suzuka blickte auf. Ohne eine Miene zu verziehen sagte sie "Hallo." Jasmin streckte die Hand aus und sagte "Freut mich." Suzuka starrte die Hand an und regte sich nicht. "Äh..." machte Jasmin und spürte die Hand des Grafen auf ihrer Schulter. Er nahm sie zur Seite und sagte mit gedämpfter Stimme: "Gewöhnen Sie sich besser daran. Das Mädchen hat Asperger. So etwas wie Gestik wird sie nicht erwidern. Nehmen Sie es ihr nicht übel. Sie versteht bloß den Sinn dahinter nicht." Jasmin sah zu den Mädchen, wandte sich wieder zum Grafen und sprach: "Mit Verlaub Herr Graf, wie kann Sie dann ein Master sein? Hat sie überhaupt einen Wunsch?" Der Graf sah sie an vielsagend an. "Zumindest hat sie Befehlszauber. Das ist momentan das einzige, was zählt." Das Gespräch schien somit beendet. Die Uschebti von Caster hatten mittlerweile das Gepäck des Grafen in das Innere des Hauses getragen, als das Brummen eines Autos ertönte. Ein Phänomen Typ 412 kam die Straße entlang gefahren und hielt vor dem Geburtshaus von Karl Marx an. "Ich glaube wir sind nun vollzählig." merkte der Graf an. Er war zwar erstaunt über das Auto, da er keinen ostdeutschen Oldtimer erwartet, aber er kannte den Hang der Familie Galo, eher altmodische Technik zu verwenden. Die Tür des Phänomen öffnete sich und eine Frau stieg aus, machte kurz einen Knicks in Richtung des Grafen und öffnete die Hintertür. Ein junger Mann mit karamellfarbenen Teint und einem müden Gesicht stieg aus. Der Graf schritt auf die Neuankömmlinge und stellte sich und die anderen vor. "Sie sind der junge Herr Galo und die besagte Hausdienerin, nicht war?" Enrico Galo nickte stumm. "Also dann können wir ja anfangen." sagte der Graf und verwies auf die Tür des Hauses.

Archer feuerte einen Schuss aus ihrer Tanegashima ab, doch sie hörte nur, wie die Kugel auf etwas metallisches prallte. Sie musste den feindlichen Lancer unbedingt loswerden. Am Anfang war das auch kein Problem gewesen, doch irgendwann war dieser Kerl auf einmal wieder hinter ihr gewesen. Zugegebenermaßen hatte sie sich aber auch selbst in diese Situation gebracht, da sie bewusst in das Feindgebiet eingedrungen ist. Aber sie hatte nicht mit einem solchen Gegner gerechnet. Der Krieg hatte noch nicht einmal begonnen und ihr Leben stand bereits in Gefahr. Aber sie würde nicht so einfach verlieren.

Im Hauptquartier der Altair-Fraktion waren die Beschwörungen schon im gange. Sie liefen Simultan ab und man hörte ein einstimmiges "Trete hervor aus dem Kreis der Herrschaft, Beschützer des himmlischen Gleichgewichts!“ Doch nach dem Lichtblitz standen nur in zwei Beschwörungskreisen Servants. Im Kreis von Hortensia-Antonia Narciso stand ein verhüllter Mann mit einer roten Kapuze und einer Schädelmaske, während in Suzuka's Kreis ein Samurai in indigofarbener Rüstung mit goldenen Verziehrungen stand. Sein rechtes Auge war von einer Augenklappe bedeckt, derselben die auch als sein Katalysator diente. Sein Helm hatte eine imposante goldene Mondsichel als aufsatz. Der Beschwörungskreis von Enrico Galo gloom jedoch nur und er dachte die Beschwörung sei fehlgeschlagen, als plötzlich Flammen aus dem Kreis traten und aus diesen Flammen sich ein alter Mann mit der Kleidung eines Tempelritters erhob. Als ob es ein unsichtbares Signal gewesen sei, begannen die Servants sich vorzustellen. Der verhüllte Mann mit der Schädelmaske ging auf die Knie und fing als erster an zu sprechen: "Servant, Assassin. Ich habe Euren Ruf aus den Schatten heraus erhört, um den Sternenbild des Adlers dienlich zu sein. Ich habe keinen Namen, also macht euch auch keine Mühe, mir einen zu geben. Man kennt mich nur als den 'Alten Mann vom Berge'. Wie lauten Eure Befehle?" Er wandte sich zu Hortensia-Antonia, als ob er spüren würde, dass sie sein Master sei. In einer genauso kühlen Manier wie Assassin antwortete sie: "Warte." Nicht mehr, nicht weniger. Von Falkenhain war irgendwie froh, dass es sich bei Assassin um einen der 19 Alten Männer vom Berge handelte. Da Hortensia-Antonia keinen Katalysator bei sich hatte, hätte es sonst für ein Servant sein können, doch da es sich um einen Hassan handelte, musste er sich darum sorgen, dass dieser außer Kontrolle geraten würde. Caster saß auf seinem Thron und sah sehr belustigt aus. Als nächstes erhob der Samurai die Stimme. "Yo! Ich wurde aus den Himmlischen Gefilden gesandt, um dir als Servant unter dem Sternenbild des Adlers zu dienen! Ja! Richtig gehört, ich bin dein Servant, Saber!" Auch er schien instinktiv zu wissen, wer seine Master ist, denn er grinste Suzuka an. Suzuka hatte vom Grafen erfahren, dass es wichtig ist, den Namen seines Servants zu kennen, weshalb sie fragte: "Wie lautet dein Name?" "Oh, da hab ich ja 'ne kleine Maus als Master erwischt. Ich Glückspilz! Da möchte doch deine Frage direkt beantworten!" antwortete Saber sehr laut "Ich bin Takefuruhiko-no-mikoto, besser bekannt als Date Masamune oder auch 'Einäugiger Drache des Nordens'! Freut mich, kleine Maus!" Suzuka starrte ihn an und fragte ausdruckslos: "Der aus Sendai?" Das Grinsen von Saber wurde breiter. "Du kennst meine Burg? Wunderbar! Wirklich wunderbar, kleine Maus!" Saber war das absolute Gegenteil zu Suzuka. Er war laut und erschien arrogant. Eine durch und durch schillernde Persönlichkeit. Von Falkenhain und Jasmin tauschten argwöhnische Blicke aus. Beide fragten sich, ob das gut gehen würde. Als letztes sprach der Templer. Währenddessen ging etwas erdrückendes von ihm aus. "Im ewigen Feuer erhöhte ich Euren Ruf. Ich bin die Verkörperung des Hasses und des Zorns, beschworen unter den Bedingungen einer Extra-Klasse, Avenger! Seid Ihr mein Master, der mit mir den Weg der ewigen Qual beschreiten wird?" Allgemeines schweigen. Niemand hatte erwartet, dass so etwas geschehen würde. Eigentlich war man sich sicher, dass es sich um einen Berserker handeln würde, aber keine Extra-Klasse. Und dann auch noch ein Avenger, die erklärten Feinde des Heiligen Grals die einzig und allein dessen Zerstörung suchen. Enrico war jedoch erleichtert, keinen Berserker beschworen zu haben. Einen solchen Servant hätte ihn umgebracht, da seine Schaltkreise in kürzester Zeit überladen wären. So hatte er mehr Chancen, wirklich am Krieg teilzunehmen und vielleicht seine Krankheit zu heilen. "Nun?" ertönte die kratzige Stimme von Avenger. Enrico fasste sich und sprach: "Ich, Enrico Galo, bin dein Master." Avenger neigte das Haupt. "Somit besteht der Vertrag." sprach er. "Wie lautet dein Name?" fragte Enrico etwas herrisch. "Das ist momentan nicht von Belang, M-a-s-t-e-r." sagte Avenger. Er zog das Wort 'Master' auseinander, was einen abfälligen Unterton suggerierte. Enrico verzog das Gesicht. "Also gut." grummelte er, auch wenn er damit nicht wirklich einverstanden damit war. Durch die Beschwörung von Assassin, Saber und Avenger war die Altair-Fraktion nun vollständig. Es musste nur noch ein Ruler erscheinen und der Krieg konnte beginnen. Doch der Graf musste seine Strategie komplett überdenken. Der Master von Lancer of Altair machte keine Anstalten mit ihnen kooperieren zu wollen und nun wurde auch noch ein Avenger beschworen. Er kratzte sich an seiner linken Schulter und blickte in die Runde.

Archer versuchte nach wie vor, den feindlichen Lancer abzuschütteln. Der Kerl verfolgte sie mit einer Beständigkeit, die schon fast gruselig war. Seine rote Kleidung konnte sie nach wie vor aus den Augenwinkeln wahrnehmen, wenn sie sich umwandte. Sie tat gerade eben dies, als sie in einen Körper prallte. Sie viel hinten über, doch blickte sofort auf. Vor ihr stand ein Mann mit einem lädierten Zylinder und einem zur Fratze verzogenem Gesicht. Er sprach: "There's no way out, my dear."

"Dürfte ich fragen, wer und wo Ihr Servant ist, Herr Graf?" sprach Enrico den Grafen an. Dieser lächelte. "Ich schätze er ist bei mir, seitdem ich in Trier bin. Oder ist es nicht so, Rider?" Der Schatten des Grafen verformte sich und streckte sich bis zu Wand aus. Der Schatten nahm langsam eine greifbare Form an und ein Hühne mit wallenden, roten Haar und dem Schädel eines Wolfes statt eines Kopfes trat aus der Wand. Er sprach: "Ihr seid wirklich spitzfindig, Master." "Nicht doch." entgnete der Graf. "Du kannst einfach deine Präsenz nur schlecht vor mir verbergen, Rufus." Enrico überlegte kurz. Doch er kannte keinen Heldengeist mit dem Namen Rufus, der ein Rider sein könnte. Daher fragte er: "Wer ist er? Ich habe noch nie von einem Helden mit diesem Namen gehört." Jasmin, die sich bisher im Hintergrund gehalten hatte sagte: "Rufus ist auch nicht sein Name, wir nennen ihn nur so, damit wir ihn ansprechen können." Enrico verstand. Rider war also ein Servant, der keinen bestimmten Namen hatte, genau wie dieser Assassin des elenden Frauenzimmers. "Wie Bibel-fest sind Sie?" fragte der Graf. Enrico war verwundert und auch Saber horchte auf. "Wieso?" fragte Enrico. "Nun..." holte der Graf aus "Sie kennen sicher das Buch mit den sieben Siegeln, nicht wahr?" Enrico nickte stumm. Neben Saber hörte nun auch Avenger genauer zu. "Also gut. 'Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich-'" Der Graf wurde von einem Rufen unterbrochen. Im Eingang des Thronsaals stand ein Mädchen nicht viel älter als Suzuka. Sie hatte schulterlanges braunes Haar und gelbe Augen. Sie war völlig aus der Puste. "Ja? Was gibt es, Fräulein Tatzelwurm?" fragte der Graf. "Archer, sie-" das Mädchen schnappte erneut nach Luft "Sie ist auf zwei Servants der anderen Seite getroffen, Lancer und Assassin glaube ich." Der Graf fasste sich ans Kinn und überlegte kurz. Dann sprach er: "Sag, Saber. Bist du stark genug um eventuell gegen zwei Servants gleichzeitig zu kämpfen?" Saber sah Suzuka an, deren Ausdruck sich nicht veränderte und brachte ein zaghaftes "Aye. Bin ich." heraus. Der Graf sah zu Suzuka und seufzte. "Wenn es dein Master erlaubt..." Er wartete kurz, doch Suzuka blieb unverändert. "Wenn es dein Master erlaubt, würde ich dich darum bitten, das zu übernehmen. Also, Suzuka?" Sie blickte auf, sagte jedoch nichts. Saber sah sie an. "Ist alles mit der kleinen Maus in Ordnung? Oder ist sie irgendwie verletzt?" fragte er. Der Graf wunk ab. "Nein, nein. Nichts dergleichen." Er wandte sich bereits ab, um Enrico und Avenger darum zu bitten, als Suzuka plötzlich sagte: "Saber. Hilf Archer." Saber grinste. "Aye!" und verschwand. Was hatte Suzuka dazu bewegt, ihm diesen Befehl zu geben?

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Die Dachziegel unter den Füßen von Saber of Altair klackerten als er über die nächtlichen Dächer von Trier Archer zu Hilfe eilte. Er hatte dieses Gefühl vermisst. Dieses Gefühl, unter freiem Himmel zu sein und gleich in die Schlacht zu ziehen. Er lebte für die Schlacht, denn das war seine Bestimmung als Daimyo. Wie sehr er sich wünschte, erneut mit seinem Cousin Date Shigezane die Ehre im Kampf zu suchen. Aber diese Zeiten waren vorbei und dieser Krieg ein anderer. Diesmal war er weder Hideyoshi noch Tokugawa verpflichtet, sondern einem jungen Mädchen, dass anscheinend nicht wirklich mündig war. Er atmete tief ein und aus. Er musste seine Gedanken bei Seite fegen. Der Magie in der Atmosphäre nach zu urteilen, lag der Ort des Kampfes direkt vor ihm. Er musste an 'Nichts' denken, denn 'Zen und das Schwert' sind seine einzigen Waffen. Er zog sein Katana und nur das Katana. Normalerweise würde er mit Katana und Wakizashi gleichermaßen kämpfen, aber er wollte Spaß - eine Herausforderung - haben. Er machte sich für den Sprung vom Dach bereit und musste grinsen. Unter seiner Augenklappe drang ein magischer Dunst hervor und er sprang.

"Och, das wäre doch nicht nötig gewesen, Assassin." sagte Lancer of Lyra. Er kratzte sich am Hinterkopf und sah ziemlich gelangweilt aus. "Ich hatte sie ja schon fast. Dein Erscheinen war also nicht vonnöten." Außerdem dachte er sich: "Und genauso wenig war es erwünscht." Lancer konnte Assassin nicht ausstehen. "Why, thank you, Lancer. Unverhofft kommt oft sagt man doch." Assassin of Lyra grinste als er dies sagte. Archer of Altair sah sich also zwei Gegnern gegenüber. Sie hätte vielleicht doch auf das Mädchen hören sollen und ihre normale Route für die Patrouille beibehalten sollen. Von diesem Lancer ging eine magische Kraft aus, die nicht von dieser Welt stammen konnte. Er musste wahrlich ein sehr alter Heldengeist sein. Der Assassin schien aber nicht allzu stark zu sein. Dennoch würde sie nicht genug Zeit haben, ihre Tanegashima nachzuladen. Sie würde also wieder auf das Schwert vertrauen müssen, auch wenn sie das an diesen dreckigen Affen erinnerte. Der Lancer spannte sich plötzlich an und brachte seinen Speer in eine Abwehrhaltung als er sich blitzschnell umdrehte. Kurz darauf gab es einen Knall und man hörte, wie etwas scharfes die Luft zerschnitt. Blut tropfte aus einer Wunde in Lancers Schulter und er zitterte unter dem Gewicht des Mannes, der mit beiden Beinen fest auf dem Speer des Feindes stand und sein Katana in die Schulter des Legionärs versenkt hatte. Er zog die Klinge aus Lancers Schulter und drückte sich vom Speer so ab, dass Lancer of Lyra den Halt verlor und sich nach hinten abrollen musste. Der Angreifer landete neben Archer und grinste sie an. Er klopfte sich auf die Brustkrebs und sprach: "Yo! Die Verstärkung ist da. Also Archer, zieh blank und suche die Ehre im Kampf!"

Sapphire hockte in mehrere Lumpen gehüllt auf dem Dach der Konstantinbasilika und aß  die Reste eines mittlerweile kalten Hamburgers. Er beobachtete die Situation auf der Palaststraße mit einem Militärfernglas. Er griff nach seinem Kugelschreiber und notierte sich in seinem Schreibblock '23:46 Saber of Altair hat Feindkontakt. Beobachtung wird fortgesetzt'. Er versuchte sich aufzurichten, doch sein Becken schmerzte. Er murmelte zu sich selbst: "Hoffentlich bekomme ich von dem Alten Spesen, wenn ich Hämorrhoiden bekomme." Er ächzte und hockte sich wieder hin. Er hatte den Versuch einfach aufgegeben, sich in eine andere Position zu bringen. Er griff in den Beutel neben ihm und zog einen Dürüm heraus. Dieser war zumindest noch lauwarm.

Archer sah Saber an. Dieser Mann war ihr nicht geheuer. Von ihm ging eine Aura aus, die  einfach Angst suggerierte und ihn auch als geborenen Anführer auszeichnete. Er wandte sich ab und sah sein Clan Wappen auf seinem Rücken. Es war der Feldsperling auf Bambus - daher war dieser Kerl Mitglied des Date-Clans. Sie kannte jedoch keinen aus dieser Familie. Wahrscheinlich stammte er aus einer Zeit nach ihrem Tod. Aber er war der geborene Kämpfer, dass erkannte Archer auf einen Blick. "Du übernimmst Lancer. Ich kümmere mich um Assassin." sagte Archer. Saber spannte seine Muskeln an. Er erwiderte "Aye." Er bewegte sich nach vorn und hinterließ einen Fußabdruck im festen Boden, als er auf Lancer of Lyra zupreschte. Er war unglaublich schnell und er landete erneut einen Treffer. Er zog sich zurück, um einen Stoß von Lancer auszuweichen, nur um danach einen schnellen Hieb diagonal von unten gegen das rechte Bein des Lancers zu führen. Der feindliche Servant grunzte und schlug nach Saber, doch verfehlte abermals. Archer hingegen hatte es nicht so einfach. Der Assassin of Lyra trug zwar keine Waffe bei sich, doch er wich ihren Hieben aus oder ließ ihre Klinge mit kleinen Explosionen, die er mit Fingerschnipsen erzeugte, vom Kurs abkommen. Archer war genervt. Dieser Mann hielt sie zum Narren. Sie! Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. "Yo, Archer!" ertönte plötzlich die Stimme von Saber. "Bist du nicht ein Samurai!? Dann benutze gefälligst das Schwert wie einer!" Der sowieso schon gereizten Archer platzte der Kragen. "Schnauze! Du bist doch hier, um mir zu helfen! Also laber mich nicht von der Seite zu und kämpf gefälligst weiter!" Saber schwieg. Dieses Mädchen hatte echt nerven. Sie musste doch nur verstehen, dass sie 'eins mit dem Schwert' sein muss, 'so schnell und flink wie ein Falke'.

Lancer of Lyra verstand nicht, wie ihn dieser Saber so zusetzen konnte. Er selbst konnte einfach nicht die Bewegungen des Gegners durchschauen, dieser hingegen laß Lancer hingegen wie ein offenes Buch, da er immer an den Stellen zuschlug, die am wenigsten geschützt waren. Wenn das so weiter ginge, würde er als erster Servant vor dem Krieg fallen. Das konnte er seinem Master nicht antun. Doch alles schien danach. Nur noch ein Wunder könnte ihn jetzt noch retten. Er sah den Saber erneut auf sich zupreschen. Lancer schloss die Augen. "Tut mir leid, Master. Ich war ein schlechter Servant." dachte Lancer bei sich. Plötzlich schien ein Licht durch seine geschlossenen Lider. Er öffnete die Augen. Der Saber der Altair-Fraktion hatte inne gehalten. Auch der gegnerische Archer und Assassin waren wie gefroren. Saber wischte das Blut von seiner Klinge und schob sie ins Heft. Auch Lancer verspürte den unglaublichen Drang, seinen Speer zu senken. Auch seine Aggressionen gegenüber dem Feind war wie verflogen. Ein Junge mit schneeweißer Haut, goldenem Haar und ebenso goldenen Augen schritt an Lancer vorbei. Seine Brust war von 26 Befehlszaubern geziert. Der Ruler dieses Krieges war eingetroffen.

"Guten Abend die Herren, die Dame." sagte Ruler. "Es wäre jetzt besser, wenn ihr das Schlachtfeld verlasst. Der Krieg hat noch nicht begonnen und solange ihr in meiner Domäne seit, könnt ihr sowieso nicht kämpfen." Also war es durch Ruler geschehen, dass alle keine Intention zum Kampf mehr hatten. Auch konnte niemand sprechen. Irgendetwas an Ruler schien auch dies zu unterbinden. "Bitte kehrt zu euren Mastern zurück. Außer du, Heiliger der Lanze." Die goldenen Augen sahen Lancer direkt in die Augen. Er konnte sich kein Stück rühren. Auch war es schockierend, dass der Ruler um seine Identität wusste. Es stimmt zwar, dass Ruler den wahren Namen anderer Servants wahrnehmen konnten, aber dieser Bursche schien ihn von vornherein zu kennen. Die anderen Servants zogen sich zurück. Ruler wartete, bis sie fort wahren und hob die Hände. Er packte Lancer bei den Schultern und begann eine Art Gesang:
"O' Schöpfung die mir unterliegt.
O' Grundstein des Lebens, der mir zu Grunde liegt.
Baue auf und zerstöre nicht.
Halte Wacht, bis dass die Welt zerbricht.
Heile und baue auf, denn ich nehme den Schmerz des anderen auf.
Leite, Avesta!"
Die Wunden von Lancer verschlossen sich und der Schmerz ließ vollkommen nach. Rulers Hände verkrampften sich und er sprach mit gebrochener Stimme: "Kehre nun zu deinem Master zurück." Lancer blickte Ruler an und musste feststellen, dass die Wunden, die er bis eben hatte, eins zu eins auf Ruler übertragen waren. Er wollte etwas sagen, doch er konnte nicht. Er spürte nur, wie er in seiner Geisterform wechselte und er begann zu seinen Master zurückzukehren. Alle der vier Servants, die in dieser Nacht kämpften, wurden mit einer seltsamen leere zurückgelassen, als ob ihnen etwas fehlen würde. Doch eigentlich ist ihnen nur alles Gute dieser Welt widerfahren.

Ruler keuchte und lehnte sich an die Wand. Er hatte schon oft feststellen müssen, dass jemanden zu helfen, nur selbst hilfsbedürftig macht. "Ganz schön gefährliches Noble Phantasm hast du da." sagte eine Stimme. Ruler blickte auf. Er er erblickte einen müde aussehenden, jungen Mann mit Dreitagebart und ungepflegtem Haar. Dieser reichte ihm einen Edelstein, der orange schimmerte.
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Die Master und Servants dieses Kapitels:

Sigismund Schenk Graf von Falkenhain – Der Fraktionsleiter der Altair-Fraktion und Master von Rider of Altair. Ein Korrespondent der Magiervereinigung, der einst ein Lehrer im Clock Tower war. Aufgrund familiärer Vorfälle zog er sich nach Trier, seiner Heimat, zurück. Ein ernster Magier und Meister der Kryomantie, der auch als „Boreal Hand“ bekannt ist.

Suzuka Emiya – Die Adoptivtochter von Shirou Emiya. Sie leidet am Asperger-Syndrom und hat eigentlich kein Interesse am Gral. In ihr schlummert ein unglaubliches magisches Potential, welches noch zu entfesseln ist. Sie steht unter der Obhut von  Von Falkenhain für die Dauer des Krieges.

Enrico Galo – Ein junges, zurückhaltendes Mitglied einer alten portugiesischen Magierfamilie die unter hohem Ansehen stehen. Er leidet unter einer seltenen Krankheit, die seine magischen Schaltkreise überlädt, sodass er irgendwann durch spontane Selbstentzündung sterben wird. Er will diese Krankheit mit Hilfe des Grals beheben.

Hortensia-Antonia Narciso – Die älteste Tochter einer unbekannten Magierfamilie, die den Galos seit Generationen dient. Sie ist lediglich die Begleitung für Enrico Galo und handelt nach seinen Anweisungen. Jedoch…

Rider of Altair – Ein Wesen, dessen bloße Existenz den Frieden ablehnt. Eine hühnenhafte Gestalt, die Leben und Tod nur als einfache Tatsachen ansieht und daher weder den Wert des Lebens noch den Verlust durch den Tod versteht. Seine einzige Existenzberechtigung ist es, zu streiten und zu töten. Sein Master ist Sigismund Schenk Graf von Falkenhain.

Abraham „Abe“ Josef Abramelin – Ein gesitteter älterer Herr, der dem magischen Mittelstand zuzuordnen ist. Er war ein Dozent an einer unbekannteren Magierschule und ist jetzt im Ruhestand. Er ist ein wahrer Bücherwurm und möchte mehr über Magie erfahren und vielleicht auch die Wurzel erreichen. Eigentlich möchte er gar nicht der Lyra-Fraktion angehören, aber er musste die Gelegenheit nutzen um an einem Gralskrieg teilzunehmen. Er wird von Rider of Lyra begleitet.

Harold Doppio – Ein älterer Magier aus einer unbekannten Familie, der aber dennoch eine große Bekanntheit und einen guten Ruf besitzt. Er mag die Magiervereinigung nicht sonderlich und verssuchte daher eine eigene Magieschule zu begründen, die den Clock Tower übertreffen könne. Jedoch schlug dies fehl und seine Schule war äußerst schlecht besucht. Er ist bekannt dafür, dass er einst eine Schimpftirade gegenüber Kischur Zelretch Schweinorg losließ. Er wünscht sich den Niedergang des Clock Towers. Unterstützt wird er dabei von Assassin of Lyra.

Jakob Tenebrae Grantz – Ein Exekutor der Kirche mit einem relativen magischen Wissen. Er verabscheut die Magiervereinigung jedoch aufs tiefste. Er ist überaus religiös und dies sogar so extrem, dass er sich selbst mit der Kirche als Ganzes gleichstellt. Gegenüber anderen Gläubigen ist er sehr aufgeschlossen und freundlich. Sein Wunsch an den Gral ist, die einzige Wahrheit, die Kirche, auszuweiten. Er arbeitet mit Lancer of Lyra zusammen.

Zander Flint Arawn-Cernunnos – Ein Absolvent des Clock Towers, der aus einer sehr einflussreichen Familie stammt. Er ist arrogant und sieht sich selbst als einzigen wahren Magier des Gralskrieges und bezeichnet alle anderen Master als Dilettanten. Sein Wunsch an den Gral ist daher sehr selbstsüchtig: Er möchte der mächtigste und einflussreichste und mächtigste Magier seiner Zeit werden. Er ist der Master von Saber of Lyra.

Rider of Lyra – Eine alte Dame, die auch Eigenschaften eines Avenger-Servants aufweist. Sie ist lediglich eine Fiktion. Jedoch ist ihr Ziel durchaus Nobel, wenn auch die Mittel falsch sind: Die Betrüger dieser Welt bestrafen. Sie kämpft selten selbst, sondern lässt dies ihre Männer übernehmen, die als separate Heldengeister von ihr beschworen werden. Ihr Master ist Abraham „Abe“ Josef Abramelin.

Assassin of Lyra – Ein Gentleman der einen Komplott gegen seine Regierung plante, versuchte diesen auszuführen und dabei geschnappt und schließlich gerichtet wurde. Er besitzt scheinbar ein edles Verhalten, ist jedoch eine Person, der man vor allem als Master mit Skepsis gegenübertreten sollte. Er und sein Master verstehen sich jedoch aufgrund von ähnlichen Ansichten außergewöhnlich gut. Sein wahrer Name ist Guy Fawkes und sein Master ist Harold Doppio.

Lancer of Lyra – Ein römischer Legionär, der eine Offenbarung erlebte und daraufhin ein Mann Gottes wurde. Ein Mann, der nichts bereut und das ist, was man wahrscheinlich als „Kumpeltyp“ bezeichnen würde. Obwohl es vielleicht sündig ist, ist er der Erfindung der Moderne die sich Zigarette nennt nicht abgeneigt. Er denkt, das sein Master zu gezwungen auftritt. Sein Master ist Jakob Tenebrae Grantz.

Saber of Lyra – Ein viel besungener Held, der Riesen, Zwerge und einen Drachen bezwang. König zweier Länder und General unter einem anderen. Wahrlich, dieser Mann hat viel erlebt, möchte aber nicht zu oft an sein Leben erinnern, da er dort einige Fehler beging, die nicht einmal der Gral beheben zu vermag. Er ist der Heldengeist von Dietrich von Bern und sein Master ist Zander Flint Arawn-Cernunnos.

Jasmin Ana Shabh – Eine Forscherin des Atlas-Instituts, die den Ursprung der menschlichen Magie und deren Verbindung zur Wurzel versucht zu erforschen. Sie ist eine sehr pragmatisch und hält nichts davon, die Wurzel anzustreben ohne diese zu verstehen. Caster of Altair ist ihr Begleiter.

Sarah Melancholia Tatzelwurm – Eine Schülerin vom Clock Tower die aus Deutschland stammt. Sie besitzt durchschnittliche magische Kräfte und zeigte am Clock Tower noch durchschnittlichere Leistungen. Jedoch ist sie übermäßig an der Geschichte Japans interessiert, vor allem für die Sengoku-Zeit. Sie ist der Master von Archer of Altair.

Saber of Altair – Ein einäugiger Kriegsfürst aus dem fernen Osten, der nach seinem Tod als Lokalgottheit verehrt wurde. Ein junger Mann, der sehr egozentrisch agiert und herablassend mit anderen umgeht. Jedoch ist er voller Ehre und Akzeptanz. Sein Master ist Suzuka Emiya. Er ist der Heldengeist von Date Masamune.

Archer of Altair – Ein Kriegsfürst aus dem fernen Osten, der auf Waffen aus der westlichen Welt setzte und versuchte das Land zu einigen. Ein von sich selbst überzeugtes und freches Mädchen, das aber auch absolut ernst handelt, wenn es nötig ist. Moment… Sollte es nicht eigentlich ein Mann sein…? Ihr Master ist Sarah Melancholia Tatzelwurm.

Caster of Altair – Ein junger Mann, fast noch ein Kind, der für kurze Zeit über eine antike Hochkultur herrschte. Naiv und doch arrogant schreitet dieser gottgleiche Herrscher beherzt mit einem Lächeln durch das Leben und erwartet absolutes Gehorsam von anderen, auch seinem Master. Sein Master ist Jasmin Ana Shabh.

Assassin of Altair – Ein Assassin mit Schädelmaske und roter Kapuze sowie schwarzer Kluft. Ein Henker, der simpel und einfach den Befehlen seines Masters gehorcht und jeden – egal ob Freund oder Feind – zum jüngsten Gericht leiten würde, wenn dies von ihm verlangt werden würde. Manchmal wird er jedoch derb, wenn sich ein Befehl mit seinen eigenen Interessen überschneidet oder beißt. Sein Master ist Hortensia-Antonia Narciso. Einer der 19 Alten Männer vom Berge.

Avenger – Er wurde statt eines Berserkers beschworen. Ein Ritter eines Ordens, der die Kirche hasst und diese am liebsten zerschlagen würde. Das Feuer, durch das er starb, brennt noch tief im Inneren dieses alten Mannes und könnte jederzeit ausbrechen. Er ist aber dennoch ein Mann des Glaubens und würde Gott nie leugnen. Sein Master ist Enrico Galo.

Ruler  - Mysteriöser Servant, der vom Gral als Überwacher des Krieges beschworen wurde. Sein erscheinen verursacht sofortigen Frieden. Sein Noble Phantasm ist [Die universale Offenbarung der geschriebenen Schöpfung] Avesta.
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Anhang:

Friede sei mit euch!

Da dies hier ein Anhang ist, gebe ich einmal ein paar generelle Informationen und Gedanken ab. Unerwartet, ich weiß.
Zu erst einmal, gehen wir (ich und ein Freund) bei diesem Werk von einer Timeline aus, in der sowohl F/SN - Heaven's Feel, F/ Hollow Ataraxia als auch F/ Apocrypha stattgefunden habe. Das mag zwar ein wenig kryptisch erscheinen, jedoch wollten wir unbedingt auf die eben genannten hin und wieder anspielen, weshalb nun diese kryptische Timeline entstanden ist. Weiterhin zu erwähnen ist, dass alle Master OC's sind, einige von ihn jedoch in Beziehung mit bereits existierenden Charakteren stehen. Außerdem sind auch so gut wie alle Servants OC's, wenn man das denn so nennen will, da wir uns natürlich weitestgehend versucht haben an historische/mythologische Quellen zu halten.
Weiterhin wird es nicht wirklich regelmäßig uploads von Kapiteln geben, sondern eher sehr sporadisch und auch zufällig, da es immer darauf ankommt, wie lang das Schreiben und mehrfache überlesen dauert und wie ich das Ganze noch in meiner Freizeit unterbringen kann. Seit also nicht enttäuscht, wenn für ein paar Wochen vielleicht kein Kapitel erscheint.
Und in diesem Sinne: Viel Spaß beim lesen, wenn dann alsbald das erste Kapitel der Handlung erscheint.
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