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Treachery of Love

von Rosalie18
Kurzbeschreibung
OneshotAngst, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Jaime Lannister Robb Stark
22.08.2018
22.08.2018
1
1.123
3
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Willkommen zu meinem fünften Ersatzbeitrag zum Wichteln Offen für Neues? von Sisi12


Disclaimer: Die folgende Story ist rein fiktiv. Ich kenne keine der beteiligten Charaktere persönlich, noch ihre Hintergründe oder privaten Details. Es ist alles meiner Phantasie entsprungen.


Liebe Cinema,
ich habe als dein Ersatzwichtel fungiert. Ich habe leider keine Ahnung von Game of Thrones( ich habe weder die Bücher gelesen noch die Serie angesehen). Lediglich im Internat habe ich mich etwas schlau gemacht. ich hoffe aber dennoch, das dir der OS ein bisschen gefällt und Robb und Jamie nicht zu OOC geworden sind.

Viel Spaß zum Lesen.




Treachery of Love

Robb öffnete einem fiesen Grinsen die schwere Tür und betrat den Raum. Was er zu sehen bekam, gefiel ihm. Sehr sogar.

„Du hattest wohl nicht mehr damit gerechnet mich noch einmal wieder zu sehen“, spie er ihm entgegen. In seiner Stimme schwang Genugtuung, Wut, Schmerz, Enttäuschung und verletzter Stolz mit. All die negativen Gefühle, die er während der letzten Zeit mühsam unterdrückt hatte, kamen mit voller Wucht wieder an die Oberfläche. Der Verrat, der Jamie begangen hatte, wog immer noch schwer. Er hatte ihn innerlich vergiftet und die Liebe abgetötet. Robb ballte seine Hände zu Fäusten. Ein leises Knurren entwich Grauwind. Robb streichelte seinen Schattenwolf über den Kopf und deutete ihm an, dass er sich wieder beruhigen sollte.

„Lasst mich mit unserem ehrenwerten „Gast“ alleine“, herrschte er seine Gefolgschaft an. Seine Leute verließen augenblicklich den Raum. Übrig blieben nur noch Robb, Grauwind und Jamie. Die Temperatur in dem Raum sank schlagartig um einige Grad.

„Es tut mir leid, Robb …“, ergriff Jamie sofort das Wort, als sie alleine waren.

„Halt deinen Mund und spare dir deine verlogenen Worte. Ich dachte, ich hätte dich verloren. Ich habe um dich getrauert. Monatelang. Bis ich erfahren musste, dass du mich verraten hast …“  Seine Stimme brach weg. Er brauchte einen Moment, um sich zu sammeln. „Doch als ich erfahren hatte, dass du noch lebst und deinen Tod nur vorgetäuscht hast, hatte ich mir geschworen, dass ich dich umbringen werde, falls ich dich jemals wiedersehen werde.“ Doch er konnte ihn einfach nicht töten.

In Jamies Augen flackerte Angst auf. „Es war nie meine Ansicht, aber ich musste so handeln. Ich musste zurück zu meiner Familie“, flüsterte Jamie.

„Sag mir nur einen Grund, warum ich Grauwind nicht auf dich hetzen sollte?“, zischte Robb mit schneidend kalter Stimme. Der Verrat wog so schwer, dass dieser sein Herz zu Stein verwandelt hatte. Der Tod des Mannes, den er einmal geliebt hatte, wäre ein weiterer Mord in seiner dunklen Vergangenheit.

„Weil ich dich liebe“, bekräftigte Jamie. Robb lachte höhnisch auf.

„Wenn du mich wirklich lieben würdest, hättest du mir das nicht angetan.“

Voller Sorge war er zu Jamie geeilt, als ihm mitgeteilt worden war, dass er mit blutenden Wunden und ohne Bewusstsein aufgefunden worden. Sein Herz hatte heftig in seiner Brust gepocht und sich krampfhaft zusammen gezogen. Doch Robb war zu spät gekommen, sein Freund war bereits tot gewesen. Dessen Tod war ein herber Schlag und ein heftiger Schock gewesen. Innerlich war etwas in ihm zerbrochen. Der Schmerz über den Verlust hatte ihn gelähmt. Er hatte sich zurückgezogen und seinem Schmerz freien Lauf gelassen.



„Ich musste es tun. Es ging nicht anders. Damit mein vorgetäuschter Tod authentisch war, konnte ich dich nicht einweihen. So gerne ich es auch gewollt hätte. Meinst du, mir ist es leicht gefallen, dich so zu hintergehen und dich zu verraten? Es hat mir mein Herz zerrissen. Doch meine Mutter brauchte mich. Kannst du das nicht verstehen? Würdest du nicht genauso handeln? Ich weiß es ist viel verlangt, aber bitte vergib mir“, fehlte Jamie, doch Robbs Gesichtsausdruck blieb versteinert und der Blick aus seinen Augen war eisig. Nein, er konnte ihm nicht vergeben. Niemals. Wie könnte er sicher sein, dass Jamie es nicht noch einmal tun wurde? Er könnte nicht sicher sein. Niemand konnte es ihm sagen. Das Vertrauen war zerstört. Sein Herz und sein Verstand fochten einen Kampf aus. Sein Herz wollte ihm so gerne verzeihen, doch sein Verstand konnte nicht vergeben. Die Verletzung die Jamies Verrat seinem Herzen zugefügt hatte, war zwar verheilt, doch es waren Narben zurückgeblieben und diese drohten aufzubrechen. Das wollte er vermeiden. Noch einmal wollte er den Schmerz nicht mehr durchleben.

„Wie hast du es geschafft deinen Tod vorzutäuschen?“, wechselte er schnell das Thema.

„Mit der Hilfe von Ornella. Sie hat sich hier als Dienstmagd eingeschleust, um mir mitzuteilen, dass meine Familie mich dringend braucht. Sie war es auch die mir die Wunden zugefügt und mir ein Kraut gegeben hatte, das es so aussehen ließ, als wäre ich tot. Ornella hat mich auch aus dem Grab befreit, bevor ich wirklich sterben würde“, beantwortete er Robbs Frage. Trotz des knurrenden Grauwindes war Jamie zu Robb getreten und wollte ihm eine Hand an die Wange legen, doch dieser schlug sie weg. Er wollte nicht von ihm berührt werden, denn dann konnte er für nichts mehr garantieren.

„Du wirst in meinem Kerker verrotten und ihn erst wieder verlassen, wenn du wirklich tot bist“, sagte er mit emotionsloser Stimme. Schnell wand er seinen Blick ab, damit seine Augen ihn nicht verrieten. Jamie würde in ihnen erkennen, dass er noch Liebe für ihn empfand.

Jamies Körper sackte in sich zusammen. Er fühlte gerade gar nichts. Eine Leere machte sich in ihm breit. Eigentlich sollte er Angst haben, doch er spürte keine. Noch nicht.

Natürlich war ihm bewusst gewesen, dass Robb ihm vielleicht keinen Glauben schenkte und er ihm seinen Verrat nicht verzieh, dennoch hatte er es gehofft. Doch jetzt war ihm bewusst, dass es keine Hoffnung gab. Dennoch würde er sein Schicksal mit Würde tragen. Das Robb sein Leben verschont hatte, konnte nur eins bedeuten, dass seine Liebe zu ihm noch nicht vollständig erloschen war. Es gab noch ein Fünkchen an Resthoffnung. Er konnte nur hoffen, dass sie eines Tages wieder an die Oberfläche kam. Er würde die Hoffnung nicht aufgeben.

Robb verließ ohne, Jamie eines weiteren Blickes zu würdigen den Raum und wies seine Leute an Jamie in den Kerker zu bringen. Gegen seinen Willen drehte er sich doch noch einmal um und fing seinen Blick auf. Dieser ließ Robb schlucken. Schnell wand er sich erneut ab und verließ schnellen Schrittes den Raum. Länger ertrug er den Anblick nicht mehr und den traurigen Ausdruck in seinen Augen. In diesem Moment wurde ihm bewusst, dass er ihn immer noch liebte, doch sein Verrat wog einfach so schwer, um ihm noch einmal sein Vertrauen zu schenken.



***




Vorgaben von Cinema:
Fandom: Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer
Charaktere: Jaime Lannister x Robb Stark (pair)
Genre: Angst, such dir noch was ausGewünschtes
Format: Oneshot
Rating: p12-p18
Schlagworte, die irgendwie eingebracht werden sollen: Verrat, Verletzung, dunkle Vergangenheit, vorgetäuschter Tod
Sonstige Anmerkungen für den Wichtel: -
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