Knax -Die Reise des Räubers Zixels in die Vergangenheit

von Katazina
KurzgeschichteFantasy, Sci-Fi / P6
22.08.2018
22.08.2018
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Das Jahr Zweitausendzweihundertachtundzwanzig, auch auf der kleinen Insel Knax, die irgendwo in den Weiten des Meeres liegt, hat der Fortschritt nicht Halt gemacht. Die Häuser der gleichnamigen Stadt haben keine Wände mehr, zudem schweben sie in der Luft herum, was natürlich auch für die Burg der Räuber gilt, die ebenfalls genauso noch auf dem Eiland leben, wie ihr Vorfahren vor über zweihundert Jahren. Freilich manches hat sich auch hier nicht geändert, ebenso wie bei den Räubern die Ende des Zwanzigsten/ Anfang des Einundzwanzigsten Jahrhunderts auf Knax lebten, so haben auch die jetzigen eine sehr hohe Misserfolgsquote, auch sie müssen mit Dresche oder Strafarbeiten rechnen. Trotzdem möchten auch die Knaxianer im Jahre 2228 ihre Räuberbande nicht missen; auch die Gesetzeslosen können sich ein Leben ohne die anderen nicht vorstellen.
Wieder einmal haben die Banditen eine Niederlage hinnehmen müssen, doch Dank der Kinder, die da heißen Dixi und Doxo sind Fex und die anderen noch gut weggekommen, es lief für die fünf ohne Haue ab! Zixel, einer der beiden kleineren Räuber, will sich von den Strapazen erholen. Also schnappt er sich ein Turboflugbrett und fliegt los.
Er ist noch gar nicht weit gekommen, als plötzlich ein heftiges Gewitter aufzieht. Ein Blitz schlägt direkt vor ihm ein. Die Luft wird zerschnitten, so dass ein Loch entsteht. Eine Öffnung mit gelbflammenden Rändern.
Zixel weiß, dass man bei so einem Unwetter eigentlich gar nicht mit einem fliegenden Brett unterwegs sein darf, schon gar nicht mit einem welches Raketenantrieb hat. Doch es ist zu spät zum Umkehren und der kleine Räuber hat viel zu viel Schwung drauf, so dass es ihm gar nicht möglich ist abzubremsen, Zixel verschwindet in dem Loch.
Dunkel wird es um ihn herum.
Als es wieder aufhellt, scheint sich das Gewitter verzogen zu haben. Die Sonne lacht vom azurblauem Himmel und Zixel fliegt weiter.
Plötzlich taucht unter ihm sein Chef auf. Zixel beobachtet wie Fex von einer wütenden Meute zu Fuß verfolgt wird. Doch auch der Hauptmann rennt was er kann. Und was sie alle für seltsame Kleidung anhaben! Doch für Fragen ist jetzt keine Zeit, nun muss Zixel erst einmal seinen Herrn und Gebieter vor dem Schlimmsten bewahren. Er fliegt tiefer, bis er sich direkt neben seinem Boss befindet, dann packt Zixel seinen Anführer Fex bei der Hand und zieht ihn zu sich auf das Flugbrett mit Raketenantrieb herauf. Eine Sekunde später verschwinden die beiden nach oben in die Wolken.
"Danke, Zipfel!" sagt der Räuberhauptmann.
"Gern geschehen!" ("Habe ich mich verhört oder hat Fex mich tatsächlich "Zipfel" genannt?") überlegt Zixel.
"Sag mal, Zipfel, wo hast du denn dieses fliegende Brett her? Und was trägst du für komische Klamotten?"
"Genauso könnte ich dich fragen, warum du zu Fuß unterwegs bist, Fex!"
"Fex? Ich heiße Fetz!"
("Fetz? Zipfel?") überlegt Zixel.
Plötzlich taucht zu seiner Verwunderung die Burg vor ihnen auf. Diese steht auf dem Boden und hat feste Mauern.
"Seit wann fliegen wir denn damit nicht mehr in den Wolken?"
"Wie bitte? Unser Zuhause konnte doch noch nie fliegen!" erwidert Fetz erstaunt.
Als die beiden im Hof der Burg landen, kommen Brunhold, Zipfel, Mampf und Langbart angerannt.
"Fetz, wen hast du denn da mitgebracht?" fragt Langbart.
"Er hat mich vor den Knaxianern gerettet!"
"Warum siehst du mir so ähnlich?" wundert sich Zipfel.
Er geht auf seinen Nachfahren zu.
"Vermutlich weil ich von dir abstamme. Ich habe mich schon gewundert, wieso ich von eurem Chef mit falschem Namen angesprochen wurde."
"Also ich bin Zipfel und das sind Brunhold, Mampf und Langbart."
"Nun, euer Chef hat sich mir ja schon vorgestellt. Ich heiße Zixel. Aber sagt mal, welches Jahr schreiben wir denn?"
"Wir haben das Jahr Zweitausendachtzehn!" erklärt Mampf.
"Dann bin ich über zweihundert Jahre in die Vergangenheit gereist? Als ich von der Burg losgeflogen bin, hatten wir das Jahr Zweitausendzweihundertachtundzwanzig!"
"Du bist aus der Zukunft?" fragen die Fetzensteiner erstaunt.
"Zixel, du musst so schnell wie möglich zurück in deine Zeit!" spricht Fetz.
"Ja, das finde ich auch!" entgegnet Brunhold.
"Je länger du hier bist, desto mehr könnte es Auswirkungen auf zukünftige Generationen von Knax haben", sagt Fetz, "ich bin dir dankbar, dass du mich vor den zornigen Städtern gerettet hast, doch eigentlich hättest du gar nicht anwesend sein dürfen!"
"War es verkehrt doch vor dem Schlimmsten zu bewahren? Was kann schon groß passieren?"
"Wenn Gantenkiel es in die Geschichtsbücher schreibt, könnte es die Nachwelt verwirren, da wir diese fliegenden Bretter noch gar nicht haben!" gibt Fetz zu bedenken.
"Oh, daran habe ich gar nicht gedacht!"
"Mach dir keinen Kopf, Nachfahre, dass kommt alles wieder in Ordnung!" meint Zipfel, während er Zixel freundlich auf die Schulter klopft.
Die Fetzensteiner gehen mit Zixel zu Feelicia, der Kräuterfee.
"Feelicia, das hier ist Zixel! Kannst du ihm bitte dabei helfen in das Jahr Zweitausendzweihundertachtundzwanzig zurückzukehren?" bittet der Räuberhauptmann die junge Dame.
Zum Glück versteht Feelicia etwas von Zeitreisen. Die Fee holt ihren Zauberstab, schwingt ihn dreimal über Zixel und murmelt dazu einen Spruch. Der Räuber und das Turboflugbrett verschwinden.
Einen Augenblick später ist Zixel wieder in seiner Zeit.
"Da bist du ja wieder, Zixel!" begrüßt ihn sein Boss Fex. Zixel begrüßt ihn und die anderen mit einer großen Umarmung.
"He, Zixel, was ist denn los? Du tust ja so als wärst du über vierhundert Jahre weg gewesen!" mein Fex staunend.
("Oh Fex, wenn du wüsstet!") denkt Zixel.
Am Abend blättert er in einem alten Fotoalbum herum. Es zeigt Bilder von Fetz, Brunhold, Zipfel, Mampf und Langbart. Außerdem findet er einen vergilbten Zettel auf dem folgende Nachricht steht:
"Lieber Zixel!
Wir hoffen, dass alles gut geklappt hat und du wieder gesund nach Hause gekommen bist.
Viele liebe Grüße,
Fetz, Brunhold, Zipfel, Mampf und Langbart!"
Zixel  nimmt den Brief aus dem Album und steckt ihn in seine Tasche.
("Ob ich die Fetzensteiner eines Tages mal wiedersehen werde?") denkt er. Dabei bemerkt er gar nicht, dass eine kleine Träne aus seinem rechten Auge ihm über die Wange läuft. ("Schade, das ich ihnen keine Antwort geben kann!")
"Bitte Feelicia, ist mein Nachfahre sicher nach Hause gekommen?" fragt Zipfel, während Fetz den Brief schreibt.
Die Kräuterfee holt ihre Kristallkugel hervor. In dieser ist es sehr milchig, dann jedoch wird das Bild klar und Zixel ist zu sehen, wie er den Zettel findet und die Botschaft liest, die Fetz gerade schreibt und die Brunhold, Zipfel, Mampf, Langbart und er anschließend unterschreiben.
"Danke, Feelicia, danke!" sagen die fünf Räuber.
Gern geschehen!"
Und dann macht sich die Bande auf den Heimweg.
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