Freundschaft und Liebe zugleich? -Nico

von Serinu
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Nico
22.08.2018
09.03.2019
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Es begang alles als ich noch sehr jung war. Ich konnte mich nicht an meine Eltern oder meine ganze Familie erinnern. Ich weiß selber nicht mal, wieso ich mich nicht an ihren Gesichtern erinnern konnte. Ich weiß rein garnichts über sie oder sogar über mich selbst. Ich weiß nicht einmal, wie mein Name lautet. Ich war gerade mal Zehn Jahre alt. Das leben auf der Straße war grausam und herausfordernd. Überall waren Menschen, die ich nicht vertrauen konnte. Ihre komischen Blicke, wenn sie mich ansahen, waren grusellig und machten mir Angst. Sie gaben mir immer verachtende Blicke zu. Sie flüsterten verletzende Sachen wie:,,Hat die denn keine Eltern? Was hat so ein kleines Mädchen hier zu suchen? Wir sollten ihr lieber nicht so nahe kommen. Sie ist bestimmt voll mit Bakterien und hat warscheinlich irgendwelche Krankheiten. Wir sollten uns nicht anstecken."
Sie dachten, ich würde es nicht hören. Aber ich hörte alles. Ich hörte all ihre gemeinen Worte, die mich oft zum weinen brachten. Wie dreckig und stinkend ich war. Wie mager ich war und einfach nur ungepflegt. Es war eben nicht leicht. Man konnte einfach so vielen Menschen nicht vertrauen. Dennoch gab es tatsächlich einige Personen, die mir etwas gaben zum überleben. Essen, trinken oder simple Klamotten. Meistens waren es aber eher junge leute. Ich bedankte mich immer bei ihnen. Ich bin froh, das es wenigstens einige Menschen gibt, die nicht nur an sich selbst dachten.

,,Hey, bleib stehen du verdammtes Miststück!" Schrie der Mann an seinem Stand auf dem Marktplatz. Er war Weihnachtszeit gewesen und da waren immer sehr viele Menschen Abends, auf den Märkten. Es würde also den Verkäufern leicht fallen, einen Dieb von ihrem Stamm zu entkommen, da es immer viele Menschen gibt und sie den Überblick manchmal verlieren. Aus diesem Grund, habe ich die Möglichkeit ausgenutzt, und habe mir ein fertigern warmen Hotdog gestohlen. Ich hatte zwar etwas Geld aber behielt das immer für die äußersten Notfällen auf. Ich musste also stählen. Ich hätte mir auch mehrere Hotdogs nehmen können aber das Risiko wollte ich nicht eingehen um nicht noch mehr Aufmerksamkeit von den leuten zu kriegen. Ich rannte so schnell wie ich konnte. Auch wenn es mit der Menschenmasse schwer war und ich mich durch drängen musste. Der hatte mir Verkäufer nicht gefolgt. Trotzdem rannte ich so schnell ich konnte wieder zu meinem "zuhause".

Mein Zuhause war ein in einer Gasse, die zu einem kleinen Platz führte. Es war mal eine Müllablag. Aber dann wurde das ganze weggeräumt und es sollte eigentlich genau dort mal ein kleines Kiosk gebaut werden. Aber es wurde nie wirklich entschieden. Und so, war es halt mein Zuhause. Ich hatte nicht viele Sachen. Aber wenigstens etwas. Ich hatte ein kleinen Rucksack mit Löchern, die ich einem Müllkontainer gefunden habe. Dort drin hatte ich eine Box, in der das Geld drin lag, denn ich gestohlen aber manchen habe ich von fremden geschenkt bekommen. Eine Tüte, um vielleicht Essen oder so rein zulegen. Ein Feuerzeug das aber nicht immer gut funtionierte. Das Teil war nur für Notfälle gedacht. Ich hatte es mitten auf der Straße gefunden. Sowas fand man oft auf den Straßen. Auf meinem Platz hatte ich noch eine Decke. Auch von einem Müllkontainer raus genohmen. Auch wenn ich als mein "Zuhause" angesehen habe, manchmal bin ich nicht ganz alleine auf dem Platz gewesen. Manchmal kammen auch andere Obdachlose, um hier zu bleiben aber sie blieben meistens nicht sehr lange. Es machte mir aber in den meisten Fällen nichts aus. Solange sie nett waren. Schließlich sind das Menschen wie ich und sie haben genauso das Recht, hier zu bleiben. Sie haben auch vieles schreckliche erlebt in ihrem Leben.

Ich aß den Hotdog auf und mir war unbeschreiblich kalt. Es ist Winter gewesen. Das war immer die schwerste Zeit für Obdachlose gewesen. Ich hatte nur einen etwas kaputten Strick Pulli der mir viel zu lang war. Es sah schon aus wie ein Kleid weil es gerade so über die Knie lang war. Aber ich musste mich wegen der kälte zusammen reissen. Ich hörte beim essen irgendwelche Schritte, die nicht von meinem kauen waren. Warscheinlich ist das ein anderer Obdachloser der ein Schlafplatz braucht. Ich wollte wissen, wer das ist und legte den Hotdog auf die Decke. Ich stand von meinem Platz auf und schaute nach, wer das war. Ich ging zu dem Gang, zu dem man hier hin kommt und da sah ich einen Jungen, der mitten auf dem Gang stand. Er hatte einen dunklen Mantel, grüne extrem unordentliche Haare, ein linkes rotes Auge, dreckige Bandagen die vieles von seiner rechten Körperhälfte verdeckten. Er sah wirklich ungepflegt aus. Genau wie ich. Er schien warscheinlich auch ungefähr in meinem Alter zu sein. Er stank etwas. Jetzt verstand ich, wie die vielen Menschen sich bei meiner nähe fühlten...

,,Ehm..hallo! Du scheinst jemand zu sein, der vielleicht ein zuhause sucht..ich kannst hier gerne bleiben. Nur ich bin hier.." Sagte ich zu dem Jungen. Er antwortete mir nicht und starrte mich weiterhin an. ,,Uhh..Möchtest du vielleicht etwas Essen? Ich habe mir ein Hotdog vom Weihnachtsmarkt geklaut. Ich habe es schon zur Hälfte angegessen aber du kannst es gerne haben, wenn du möchtest. Wenn es dich nicht stört, dass es schon angebissen wurde.." Er starrte mich noch weiter an und ich wollte schon die Hoffnung aufgeben, mich mit ihm zu unterhalten, als er dann zu mir sprach:,,Ich muss "Medizin" suchen..weißt du, wo ich es am besten her bekomme?" Als er das sprach, dachte ich, das er vielleicht krank wäre und sagte zu ihm:,,Medizin findet man doch eigentlich in Apotheken? Wieso schaust nicht dort nach?" , ,,Nein. Das sind andere "Arten" von Medizin. Ich meinte sowas wie "Cloud nine". Sie ist übrigens nicht wirklich für mich." , ,,Aber..das ist doch eine Droge..? Tut mir leid aber ich weiß nicht woher man sowas kriegt." Ich war geschockt. Für wen sollte das sein? Trotzdem wollte ich ihn nicht ausfragen. Ich weiß aus Erfahrung, das es Gefährlich sein kann mit jemanden über Drogen zu diskutieren, der selber was mit dem Thema zu tun hat. Viele Obdachlose sind Drogen abbhängig und meistens auch reizbar um das Thema. Auch wenn der Junge sagte, das diese nicht für ihn sei, wollte ich es nicht Riskieren ihn auszufragen.

《Bitte nehmt keine Drogen. Das war nur ein Beispiel für diese Geschichte》

,,Dann..muss ich wohl weiter suchen..." Da wollte er sich umdrehen und weiter suchen aber dann hörte man von ihm sein Bauch knurren. Er blieb stehen. ,,Möchtest du...wirklich nichts essen?" Er war aber still. Warum wollte ich ihm so sehr helfen? Vielleicht lag es daran, das er in meinem Alter scheint und es ihm deutlich schlechter ging als mir. Sein leeres Auge und das Gefühlslose Gesicht das er machte. Ich bekam immer so sehr Mitleid mit anderen Menschen und Tiere. Manchmal hatte auch ich, eine Gefühllosen Blick. Sowas will man einfach nicht sehen. In dem moment ging es nicht um mich. Es ging nur um ihn. Er sah aus, als würde er "Hilfe" schreien wollen. Ich wollte ihm helfen, auch wenn ich es warscheinlich nicht konnte. Ich wollte es versuchen.

,,Ich kann dir helfen." Ich machte eine kurze Pause mit bis ich weiter redete:,,Zumindest will ich es versuchen." Darauf hin, ohne irgendwas zu sagen, rannte er sofort weg. Hatte er Angst vor mir? War er sehr misstrauisch? Oder konnte er einfach nicht bleiben? Vielleicht hatte dieser "jemand" der ihm die Droge übergeben sollte, in Kontrolle über ihn? Ich möchte nicht das noch mehr schlimme Sachen passiert. Ich will das es aufhört. Das leiden der anderen Menschen/Tieren und mir. Ich möchte ihm und den anderen helfen. Ich hoffe, das wir uns wieder sehen werden.
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