Die Unfassbare

von Soleira
GeschichteAllgemein / P16
Genma Shiranui Kakashi Hatake Naruto Uzumaki OC (Own Character) Shikamaru Nara
21.08.2018
23.06.2019
130
210938
64
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Hallo ihr Lieben,

tut mir leid, dass ich es gestern nicht geschafft habe, das neue Kapitel hochzuladen.
Danke für die zusätzlichen Favos, Reviews und das hübsche Sternchen.
Viel Spaß beim Lesen :)

LG Soleira

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Heftig schnaufend saß ich auf dem erdigen Boden. Mein Sensei hatte auch an diesem Tag wieder keine Möglichkeit ausgelassen mich vollkommen an den Rand meiner Kräfte zu bringen. Aber genau das war es, das mich stärker machte. Meine Grenzen auszutesten, wie weit ich gehen konnte und diese eben auch durch hartes Training auszuweiten.

„Gut gemacht Tora. Wie ich es erwartet habe, hast du dich in den letzten Wochen gut gesteigert. Ich bin froh, dein Sensei zu sein. Und hiermit beende ich auch dein Vorbereitungstraining“, sagte der Hokage und lächelte mich an.

Dann streckte er mir die Hand entgegen und half mir auf die zittrigen Beine. Fest hielt er sie im Griff und umschloss sie weiterhin, legte auch seine Andere Hand darauf ab und kurz darauf, spürte ich etwas kühles in sie hineingleiten.

Als er mir sanft zunickte, öffnete ich die Handfläche und offenbarte eine kleine lederne Kette mit silbrigen Anhänger in Form eines Tieres mit spitzen Ohren. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass es sich um einen Luchs handelte. Ich mochte diese Tiere und auf eine spezielle Art und Weise fühlte ich mich auch mit ihnen verbunden. So scheu, listig und schlau. Vielleicht…

„Die gehörte deiner Mutter. Genma gab sie mir, in der Hoffnung, sie würde dir für den morgigen Kampf Kraft geben.“

Erstaunt und überrascht sah ich ihn an.

„Meiner Mutter? D-Danke…ich…das macht mir wirklich Mut, etwas von ihr zu haben.“

Er nickte.

Meine Augen füllten sich langsam, aber sicher mit Tränen…vor Freude. Sie rannen meine Wangen hinunter und tropften zu Boden. Mit einem Mal wurde mir klar, was der Hokage alles für mich getan hatte. Er war derjenige, der mich trotz meiner Vergangenheit zur Ninjakriegerin ausbilden lassen wollte. Seinetwegen war ich nun um einiges stärker geworden. Nicht nur körperlich, sondern aus psychisch. Hatte mich aufgebaut, unterstützt, wo er nur konnte. Natürlich hatten das meine Freunde auch, aber in den ganzen Tagen vor der Prüfung, war jeder einzelne nur mit Training beschäftigt gewesen.

Doch für mich klang das alles wie ein Abschied, als würde er mich danach nicht mehr trainieren können. Natürlich würde er sich nach der Prüfung wieder voll und ganz den Pflichten als Hokage widmen, aber das Training mit ihm würde mir fehlen…sehr sogar. Und auch er selbst, war er doch in den letzten Wochen ein Teil meiner Familie geworden. Zwar besaß er nicht dasselbe Blut, aber was machte das schon. Shikamaru und Naruto zählten für mich auch dazu. Ebenso wie Kakashi und Genma.

„Meister Hokage…ich bin Ihnen so dankbar, was Sie in den vergangenen Wochen alles für mich getan haben und in Zukunft auch noch für Konoha machen.“

Erneut dieses Lächeln, das ich so gern mochte, aber irgendwie wirkte es ein wenig traurig.

„Wir werden sehen, was die Zukunft uns bringen wird Tora. Vertrau auf dich und deine Freunde, die dich niemals im Stich lassen werden. Ruh dich vor deinem morgigen Kampf noch etwas aus. Lehne dich zurück und entspanne. So machst du dich nicht verrückt.“

Ja das schien mir selbst ganz vernünftig zu sein, hatte mein müder Körper doch keine Lust heute noch ein Training zu absolvieren. Ganz sicher nicht. Ich würde schlafen bis zum geht nicht mehr. Oder irgendwas kochen. Vielleicht aber auch mein einstiges Versteck im Wald aufsuchen…dieser Ort hatte mir schließlich schon immer geholfen, um etwas zu entspannen.

Ich wandte mich zum Gehen, als mich die Stimme des Hokage ein letztes Mal zurückhielt.

„Du bist stark Mädchen, ähnelst dem jungen Naruto in vielen Dingen und hast jetzt schon damit begonnen Schicksale zu verändern und vielleicht auch irgendwann die Zukunft.“

Dann war er verschwunden und ließ mich grübelnd zurück, versuchte die Bedeutung der Worte zu erfassen, verließ den Trainingsplatz und lief beinahe in Hinata, welche mich mit großen hellen Augen ansah.

„Ich habe dein Training gesehen Tora. Du hast dich wirklich sehr verändert in letzter Zeit“, sagte sie schüchtern.

Inwiefern meinte sie verändert? Ich war doch wie immer oder?

„Du bist stärker. Also nicht nur körperlich. Ich weiß, dass du in den letzten Tagen oder Wochen viel durchgemacht hast und umso schöner ist es zu sehen, dass dich niemand aufgibt und du dich ebenfalls nicht.“

Sie stockte und sah nervös zu Boden. Ihre Fingerspitzen stupsten nervös gegeneinander, eine Geste, die sie auch machte, wenn Naruto in der Nähe war. Sie hatte also irgendwas auf dem Herzen. Ihre Wangen wurden leicht rot und sie blickte mir erneut schüchtern in die Augen, ehe sie zum Sprechen ansetzte.

„Ich…also…wollte dich fragen ob…naja…ich weiß nicht ob du von dem Kampf zwischen mir und Neji weißt.“

Zwischen ihr und dem anderen Hyjuga? Ja ich hatte davon gehört. Naruto war ganz begeistert von ihrer ungewöhnlichen Willenskraft und der Überzeugung von seinem Weg des Ninja gewesen. Shikamaru hatte mir von der Fehde innerhalb der Familie erzählt und dem Druck welcher auf der kleinen Hinata lastete.

„Ja davon weiß ich…aber mach dir nichts draus. Du hast noch viel Zeit um stärker zu werden und eines Tages wirst du deinem Cousin beweisen, wie viel du wirklich auf dem Kasten hast.

Sie lächelte leicht und knetete nervös die Hände.

„Wenn die Chuninprüfungen vorbei sind, wirst du sicherlich wieder mehr Zeit haben oder?“

Verwirrt betrachtete ich sie.

„Sicher aber war-?“

„Kannst du mit mir trainieren?“, platzte sie heraus und ich wich überrascht von ihrem Ausbruch einen Schritt zurück. So langsam sickerte das eben gesprochene auch zu mir durch und ich blickte sie verdattert an. Ich…sie…trainieren? Ich wusste doch nicht einmal wie man sowas machte, außerdem war ich nicht einmal Chunin…und…

„Bitte…du weißt ja jetzt einiges mehr über Taijutsus und da dachte ich mir, dass du ja dann…“

Sie sprach den Satz nicht zuende. Doch ich ahne schon, worauf sie hinauswollte und nickte schließlich. Ihre hellen Augen begannen zu strahlen und sie umarmte mich. Überrumpelt wie ich war, konnte ich ihre Geste zunächst nicht erwidern.

Verlegen löste sie sich wieder von mir.

„Entschuldige…ich vergaß, dass du nicht wirklich ein Freund von Berührungen bist.“

Ich winkte ab.

„Dadurch, dass ich jetzt viel mehr Menschenkontakt habe als früher, beginne ich mich zunehmend daran zu gewöhnen.“

Sie lächelte leicht.

„Stimmt…ich verstehe…du warst ja mal…die U…“, doch ich unterbrach sie hastig und sie schluckte leicht.

„Bitte…sprich dieses Wort nicht so laut aus. Zwar bin ich ein wenig stolz darauf, aber dennoch. Das hier ist nun mein Leben, auch wenn ich mich manchmal in das andere zurücksehne, mag ich dieses viel lieber.“

„Ich verstehe…naja…dann ruh dich mal aus…ich trainiere hier lieber noch ein wenig weiter. Viel Glück dir morgen“, sagte sie schüchtern.

Dankend nickte ich, wandte ihr den Rücken zu und verschwand vom Trainingsplatz. Ab nach Hause.

Auf dem Rückweg zu meiner Wohnung, stieß ich fast mit Gaara zusammen, der urplötzlich aus einer der Nebenstraßen bog. Mit undurchdringlicher Miene musterte er mich.

Als ich fast an ihm vorbei war, hielt mich seine Stimme zurück.

„Warum hilfst du einem schwachen Mädchen stärker zu werden, wenn es dir selbst nichts bringt.“

Wie kam er denn darauf? Hatte er etwa gelauscht?

„Ist das nicht offensichtlich?“, stellte ich die Gegenfrage.

„Nein.“

Gut. Warum hatte ich eigentlich gefragt? Mit einer Antwort dieser Art hätte ich eigentlich rechnen müssen.

„Weil Hinata meine Freundin ist und es mich glücklich macht, wenn sie glücklich ist“, erklärte ich und blickte fest in die türkisenen Augen meines Gegenübers.

„Freundschaft existiert bei mir nicht“, sagte er, doch ich hielt dagegen.

„Ja…aber bei mir schon…und bei dir auch…zumindest könnte sie es, wenn du sie nur zulassen würdest. Das könnte dir im Leben sehr weiterhelfen…“, sagte ich leise.

„Was weißt du schon…“, knurrte er, doch die Augen zeugten von einem wilden Sturm, der tief in ihm tobte. Er presste die Hände an die Schläfen, als wolle er gegen fürchterliche Kopfschmerzen ankämpfen. Meine Hand zuckte in der Luft. Unsicher wollte ich ihm doch helfen, wusste nicht ob es gut war oder nicht.

„Gnnngh…geh…“

„Was?“, fragte ich verwirrt.

„Du sollst gehen, ehe er…du…ich…töte…“

Langsam entfernte ich mich von ihm, rückwärts, immer seine, vor Krämpfen erbebende Gestalt im Blick haltend. Dieses Bild ging mir den ganzen Abend nicht mehr aus dem Kopf.


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Soundtrack zu der Szene zwischen Tora und Hiruzen Sarutobi:
https://www.youtube.com/watch?v=RV5wC1sCLGI
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