Die Unfassbare

von Soleira
GeschichteAllgemein / P16
Genma Shiranui Kakashi Hatake Naruto Uzumaki OC (Own Character) Shikamaru Nara
21.08.2018
21.07.2019
139
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Dieses Kapitel
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Hallo ihr Lieben,

Vielen Dank für die vielen Reviews und Aufrufe.
Es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit nur ab und zu dazu gekommen bin, euch
zu antworten. Viele Kapis sind vorgeschrieben, da ich zurzeit ziemlich im Stress bin.
Kann euch also nicht versprechen, dass am Donnerstag eines rauskommen wird.
Ähnlich bei den Reviews. Habt Geduld mit mir. Wenn Zeit ist, werde ich alle beantworten.

LG Soleira

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Gereizt saß ich in dem blütenweißen Bett und starrte die ebenso farblose Decke an. Verdammt nochmal ich war doch nicht so schwerverletzt, um nun eine Nacht im Krankenhaus zu verbringen. Das konnten die sowas von knicken. Noch dazu war mein Fenster verriegelt und die Tür verschlossen. Aus Schaden wurde man ja bekanntlich klug. Die wollten anscheinend nicht, dass ich ihnen erneut abhandenkam.

Das war es dann wohl mit dem Ausbruch. Noch dazu hatte mir Genma mit Konsequenzen gedroht, sollte ich erneut die Flucht ergreifen. Gut für ihn, dass ich nicht die geringst Lust verspürte jetzt noch draußen herumzustreifen. Die Angst vor einer erneuten Begegnung mit meinem Vater fesselte mich ans Bett. Unter anderen Umständen würde ich womöglich… Ein Grinsen schlich auf meine Lippen.

Natürlich konnte ich Genma auch verstehen, denn ich war das Einzige, was er noch an Familie hatte, doch das war noch kein Grund, so mit mir umzugehen. Ich hatte fast drei Jahre auf der Straße gelebt. Aufpassen konnte ich schon selbst. Doch der Gedanke daran, dass es mein nun mein Vater und Kabuto auf mich abgesehen hatten, ließen mich schon ziemlich zweifeln.

Frustriert schlug ich auf die Decke ein unterdrückte ein verärgertes Knurren. Das konnte eine lange Nacht werden. An Schlaf dachte ich jetzt überhaupt nicht.

Leider war Shikamaru ein Zimmer weiter. Der konnte mir jetzt also auch nicht helfen, die drückende Langweile zu überbrücken. Mann war das nervig. So langsam hörte ich mich echt an wie der Nara. Eigentlich kein Wunder…in Krankenhäusern wurde doch eigentlich jedem langweilig.

Am nächsten Morgen durfte ich tatsächlich wieder gehen. Was mich persönlich sehr überraschte. Aber womöglich hatte Genma da seine Finger im Spiel. Er wusste, wie sehr ich Krankenhäuser hasste, wenngleich er mich auch dort hineingesteckt hatte.

Und nun saß ich hier auf dem Trainingsplatz und besah meine verheilenden Wunden. Die Medic-Nin hatten etwas nachgeholfen, sonst wäre es mir überhaupt nicht möglich gewesen heut überhaupt zu trainieren.

Als der Hokage auf mich zukam hätte ich ihn beinahe nicht erkannt. Er trug eine schwarze Rüstung, die mich ein wenig an die eines Samurai erinnerte, dazu verdeckte ein ähnlicher Hut seinen Kopf. Mir wurde ein wenig mulmig, als ich ihn so betrachtete.

Unsicher ging ich auf den Älteren zu und stellte mich direkt vor ihn. Mit einem hauchdünnen Lächeln betrachtete er mich, ehe er mir ein dünnes Blatt entgegenhielt. Verwirrt sah ich auf. Und was sollte ich damit?

„Lass dein Chakra dort hindurchströmen junge Tora, dann wirst du sehen, was deine Chakranatur ist“, sagte er aufmunternd und ich nickte.

Konzentriert fühlte ich das Chakra durch meine Adern strömen und leitete es in das unscheinbare kleine Blatt. Mit einem Mal begann es sich zu zerknittern und ich zuckte zurück.

Ein Lächeln bildete sich auf den Lippen des Hokage.

„Mir scheint, als würdest du ganz nach deiner Mutter kommen. Raiton war ebenfalls ihre Chakranatur. Und das wird dir einen entscheidenden Vorteil in deinen Kämpfen liefern.“

Verwirrt sah ich ihn an.

„Meiner Mutter?“

„Aber ja. Eine sehr mutige junge Frau, die es im Leben noch weit gebracht hätte…aber leider…“, kummervoll sah er mich an.

„Habe ich sie bei meiner Geburt getötet“, murmelte ich, doch er hatte mich schon verstanden.

„Was für ein Unsinn. Die Geburt hat deine Mutter zu viel Kraft und Blut gekostet. Das war der Grund. Doch dich hat sie immer geliebt. Ich kann es bezeugen.“

Meine Augen schwammen. Es war schön diese Worte zu vernehmen, doch glauben wollte ich sie noch nicht so recht.

„Ein Unsinn, den dir dein Vater in den Kopf gepflanzt hat. Ein Mann der viel durchleiden hat müssen, aber dennoch.“

Wut blitzte in den sanften Augen auf.

„Ist das keine Entschuldigung, für seine Taten. Dich sollte er genauso sehr lieben wie Hikari, nur auf eine andere Art, auch wenn du ihr mit jedem Tag ähnlicher wirst.“

Ich stockte.

Hieß, das, dass meine Mutter so ähnlich, wie ich ausgesehen hatte. Aber dann…irgendwie konnte ich ihn doch verstehen. Denn ich erinnerte ihn daran, dass seine geliebte Frau verstorben war und niemals wieder zurückkehren würde.

Aber trotzdem. Schon vor ihrem Tod, hatte er ein Problem mit mir gehabt, aufgrund des Risikos, dass Mutter mir ihr Kekkei Genkai vererben würde. Was auch eingetroffen war.

„Wie dem auch sei…der Grund, weshalb ich dich trainieren wollte, war nicht nur die Tatsache, dass bald die finale Prüfung ansteht, sondern auch das Attentat und der Ausbruch deines Vaters. Wir alle wollen dir helfen stärker zu werden, sodass du dich eines Tages allein gegen ihn wehren und nicht mehr auf uns angewiesen sein wirst.“

Überrascht sah ich ihn an.

„Warum tut ihr das alles für mich, Meister Hokage? Ich bin doch nicht einmal mit euch verwandt.“

Er lächelte.

„Nun ganz einfach. Ein jeder in diesem Dorf gehört zu meiner Familie. Wir sind alle eins. Und es ist ein wunderbares Gefühl mit so wundervollen Menschen zusammenzuleben. Genau deshalb möchte ich auch jeden von euch beschützen.“

Das…kam unerwartet. Ein unglaubliches Gefühl der Rührung durchströmte mich und Tränen bildeten sich in den Augen, welchen ich nur mit Mühe Einhalt gebieten konnte und zwang mich meinen Atem zu beruhigen.

„Also Tora. Wollen wir mit dem Training beginnen?“

Mein Körper wurde durch die Luft geschleudert, doch ich dachte nicht daran, aufzugeben, drehte ihn, landete auf den Füßen und griff erneut an. Diesmal ließ ich das Raitonchakra durch den ganzen Körper fließen, jede der Bewegungen verschwamm vor meinen Augen, so schnell war ich. Die Welt sauste an mir vorbei. Geschickt tauchte ich unter dem Arm meines Gegners durch.

Gleich geschafft…Hhuff...

Mit einem Mal presste mir ein Schlag alle Luft aus den Lungen und ich wurde erneut zurückgeschleudert. Wieder rappelte ich mich auf und stellte mir schnell einen Schattendoppelgänger an die Seite. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte ich kurz die Augen geschlossen gehabt und somit nicht gesehen, wie der Hokage ein paar Shuriken auf mich geschleudert hatte.

Blitzschnell hatte der Schattendoppelgänger die anfliegenden Waffen abgewehrt und stand nun schräg vor mir. Zu meiner Genugtuung konnte ich erkennen, dass mein Gegner ebenfalls schon ein wenig erschöpft wirkte. Leider längst nicht so sehr wie ich. Doch jetzt einfach aufgeben? Nein das kannte ich nicht.

Es war bereits mein siebter Trainingstag, aber in dieser Zeit hatte ich einiges dazugelernt. Das sollte ich nun aber auch endlich anwenden. Wortlos schickte ich den Doppelgänger auf den Hokage zu und erschuf ein paar weitere, um die Sicht zu mir zu verdecken. Blitzschnell griff ich in die Tasche und holte ein Kunai hervor.

Ich musste es einfach versuchen. Die ganze letzte Nacht hatte ich dafür geübt und daran gebastelt. Mal sehen, ob es funktionieren würde. Fest kniff ich die Augen zusammen und konzentrierte einen großen Teil des Raitonchakras in meiner rechten Hand, ignorierte das stetige verpuffen der Doppelgänger. Meine Konzentration sollte nur hierauf liegen, nichts durfte mich nun ablenken. Denn ich wollte ihn stolz machen und zeigen, dass sich das Training bei mir gelohnt hatte.

Mit aller Kraft schleuderte ich die vom Element gelenkte Waffe in meiner Hand auf den Hokage. Überrascht weiteten sich seine Augen und im letzten Augenblick schaffte er es sich zur Seite zu werfen. Es krachte gewaltig, als die Elementare Waffe in einen nahegelegenen Baum einschlug. Als das Beben nachgelassen hatte, blickte ich meinen Sensei an.

Dieser war wieder auf den Beinen und lächelte. An seiner Wange befand sich ein langer roter Schnitt. Anscheinend hatte ich ihn doch noch getroffen. Anerkennung blitzte in seinen Augen auf, bevor er erneut begann mich zu attackieren, womit ich ziemlich überrumpelt war.

„Das war ein guter Zug. Aber wir sind noch längst nicht fertig. Du bist noch immer nicht vollständig in der Lage Ration komplett zu kontrollieren. Etwas das wir die nächsten Tage noch vertiefen werden, samt diesem Jutsu hier.“

Blitzschnell hatte er ein Shuriken in meine Richtung geworfen und in Flug verdoppelt. Hastig blockierte ich diese mit meinem Kunai ab und kämpfte Sekunden später gegen einen Doppelgänger des Hokage. Er wollte mich in allen Ebenen schulen. Also Nin, Tai und Genjutsu. Keines sollte ausgelassen werden. Schließlich bereitete er mich hier nicht nur auf das Finale, sondern auch auf ein mögliches Wiedersehen mit Vater oder Kabuto vor.

Und womöglich würde mir dann niemand so schnell helfen können.

Deshalb musste ich nun hart trainieren um stärker zu werden.
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