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Ungewissheit

von Mel0305
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Reimund Girwidz Sonja Wirth
18.08.2018
28.10.2018
18
32.527
1
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25.08.2018 861
 
Hansi hat es in der Zwischenzeit geschafft zum Revier durchzukommen, das Unwetter hat sich bis auf den Regen weitgehend verzogen und so ist auch die Funkverbindung wiederhergestellt. Er teilt ihnen mit, was er weiß was nicht viel ist und dass sie unbedingt einen Rettungshubschrauber brauchen.
„Herr Girwidz, können Sie da nicht was machen?“, fragt er geradeheraus. „Ja, ich werde rumtelefonieren, halten Sie uns auf dem Laufenden. „Danke, ich…ich glaub den Hubsi hat es ganz schön erwischt. Der Vater ist mit seiner Kleinen im Krankenwagen und ihr geht es gut soweit. Sie wollten sie ins Krankenhaus bringen aber, können Sie sich das vorstellen? Sie hat gesagt sie will warten bis der Franz da ist“.
Das Gesagte hört jeder im Revier, bis auf die zwei schlafenden Kinder und sehen sich nun abwechselnd an. Die Mutter bekommt Tränen in die Augen, die zum einen der Erleichterung wegen ihre Wangen hinab laufen und zum anderen ist sie gerührt. Reimund Girwidz geht in sein Büro, schließt die Tür und hängt sich ans Telefon um für seinen, im Einsatz verunglückten Beamten einen Hubschrauber zu bekommen. Der Rest der Anwesenden weiß nicht, was sie sagen sollen. Sonja und Riedl sind erschrocken, als sie Hansi diese Worte sagen hören. Er klingt sehr besorgt und das soll was heißen. Ihre Gedanken kreisen um ihren verletzten Freund und Kollegen und die Ungewissheit was wirklich mit ihm ist, treibt Riedl dazu an sich was zu essen zu nehmen. Frau Wildmoser ist zu ihren schlafenden Kindern gegangen, nun da sie weiß das es ihrer Tochter soweit gut geht und sie in Sicherheit ist, kommt sie etwas zur Ruhe.
Dann wird es auf einmal laut! „ES IST MIR SCHEIßEGAL DAS ES DUNKEL IST, EINER MEINER BEAMTEN IST SCHWER VERLETZT!“ Dann Stille, Sonja und Riedl sehen sich an und die junge Beamtin beschließt einfach nach ihrem Chef zu sehen. So hatten sie ihn noch nie erlebt, natürlich ist er schon mal laut geworden, besonders wenn Hubert und Staller ihn zur Weißglut getrieben haben, aber in seiner Stimme schwingt diesmal noch etwas ganz anderes mit. Verzweiflung und Sorge. Sonja klopft an und öffnet die Tür. „Herr…Girwidz? Ist…alles in Ordnung?“, „Fräulein Wirth…ich…wir kriegen den Hubschrauber. S…Sagen Sie bitte Staller Bescheid, der Krankenwagen muss das Waldgebiet verlassen. Der Hubschrauber wird auf dem Fußballplatz landen“. „Wird gemacht Chef, brauchen Sie etwas?“, fragt sie noch doch er schüttelt nur den Kopf und so geht sie um Hansi Bescheid zu geben.

Nachdem Staller das Gespräch beendet hat, sieht er den Schein von Taschenlampen aus dem Wald herauskommen und stürzt ihnen förmlich entgegen. Von der anderen Seite ertönt ein Martinshorn, und der Notarzt trifft ein.
„Hubsi…Hubsi hey…was machst denn für Sachen!?“, fragt Hansi seinen Kollegen doch dieser antwortet natürlich nicht. Man bringt Hubert in den Krankenwagen, in dem der Notarzt bereits wartet. „Zentrale für Wagen 3 bitte kommen. Hansi hörst du mich?“, ertönt nun Sonjas Stimme aus dem Funkgerät. „Sonja, er ist hier…sie haben ihn gerade…in den Krankenwagen gebracht“. Seine Stimme ist leise und er muss einmal kräftig Luft holen. „Gott sei Dank! Pass auf der Girwidz hat einen Hubschrauber bekommen, aber dazu muss der Krankenwagen zum Fußballplatz kommen. Hast du verstanden? Der Krankenwagen muss aus dem Wald raus!“ „Fußballplatz, ja…das habe ich verstanden. Ich melde mich wieder.“, sagt er und sie beenden das Gespräch.
Er geht zum Krankenwagen zurück und sieht, dass man seinem Kollegen in der Zwischenzeit Infusionen angelegt hatte, ebenso gibt man ihm Sauerstoff und auf der Stirn hat man eine Kompresse geklebt.  Hubsi liegt nach wie vor mit der Halskrause und fixiert auf der Bahre und nach seinem erneuten Schrecken erzählt er, dass sie zum Fußballplatz müssen, damit man Hubert in den Hubschrauber bekommt.

Man macht sich sofort auf den Weg um so schnell es geht zum Ziel zu gelangen. Allerdings kann der Krankenwagen kein Vollgas geben auf dem unbefestigten und sehr aufgeweichten Weg und schon gar nicht mit einem Patienten mit einer Rückenverletzung an Bord. Auf freier Straße jedoch wird Gas gegeben und der Regen war mittlerweile auch nur noch ein nieseln.
Eine halbe Stunde später ist der Rettungshubschrauber mit dem schwer verletzten Polizisten auf dem Weg in die Uniklinik in München. Der Krankenwagen bringt Jessica und ihren Vater ins Krankenhaus damit die Kleine noch einmal gründlich durchgecheckt wird. Sie ist mittlerweile eingeschlafen, was kein Wunder ist, denn es ist mittlerweile sehr spät. Um halb eins landet der Hubschrauber auf dem Landeplatz der Uniklinik und man bringt Hubert in die Notaufnahme. Dort geht alles sehr routiniert von statten, man befreit ihn von den nassen Klamotten mit größter Vorsicht, leuchtet ihm in die Augen um seine Pupillen zu prüfen. „Wir brauchen ein MRT vom Rücken und Aufnahmen von seinem Kopf. Schwester Maria, geben Sie ihm noch eine Infusion mit Kochsalz, aber das muss warm sein, er ist stark unterkühlt und wir müssen seine Körpertemperatur aufbauen. Ist er gegen Medikamente allergisch?“, fragt er sie. „Das weiß ich nicht Herr Doktor, ich kümmere mich aber umgehend darum“. Der Arzt nickt und die Schwester macht sich an die Arbeit. „Geben Sie mir Bescheid, wenn er vom MRT zurück ist“. „Ja Doktor.“, antwortet sie knapp und der Arzt geht.
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