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Ungewissheit

von Mel0305
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Reimund Girwidz Sonja Wirth
18.08.2018
28.10.2018
18
32.527
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21.08.2018 675
 
„Das habe ich gerne gemacht, aber nun müssen wir uns beeilen.“ Er steht auf und nimmt ihre Hand, um sich auf den Weg zu machen. Blitze durchzucken die Dunkelheit mittlerweile im Minutentakt und das Donnergrollen will gar nicht weniger oder leiser werden. Hubsi achtet so gut er kann auf den unebenen Weg um Jessica aus dem Wald zu führen.

Da schlägt auf einmal ein Blitz ein paar Meter neben ihnen ein und direkt in einen Baum, welcher nun durch die Wucht umstürzt. Franz Hubert reagiert so schnell er kann und schubst Jessica nach vorne, als der Baum niederkracht und ihn unter sich begräbt. Einer der dicken Äste hat ihn zusätzlich an der Stirn getroffen und ihn umgibt eine sofortige Dunkelheit und er verliert das Bewusstsein.
Jessica ist gestolpert, als sie von ihm geschubst wird, aber passiert ist nichts, außer dass sie sich erschreckt hat. Nun rappelt sie sich auf und nimmt die Taschenlampe, die Hubert aus der Hand gefallen war. Sie leuchtet und sucht ihn, „Franz? Wo…wo bist du?“. Dann sieht sie ihn, der Baum liegt auf ihm, an seiner Stirn war Blut, viel Blut wie sie fand und geht zu ihm. Sie berührt ihn an der Schulter, die man sehen kann. „Franz? Wach auf…B…Bitte, du darfst jetzt nicht schlafen…“, ruft sie laut, da es wieder donnert und sie zusammenzucken lässt.
Hubert stöhnt und versucht die Augen zu öffnen. Eine Seite seines Gesichts liegt im mehr als aufgeweichtem Waldboden und er muss husten. „J…Jessica…geht…es dir gut?“, fragt er die Kleine schwach. „Ja…mir ist nichts passiert, aber…du blutest da und…ein Baum liegt auf dir.“, lässt sie ihn wissen. „Ist…nicht so schlimm…wirst…sehen, die suchen uns und sind…“, erneut muss er husten, „…sind gleich da. Ganz bestimmt.“, seine Stimme bricht immer mehr und er versucht alles um wach zu bleiben. Sein Kopf fühlt sich an, als würde er jeden Moment platzen, sein Rücken tat höllisch weh, ebenso seine rechte Schulter. Was ihm aber richtig Angst einjagt ist die Tatsache das er seine Beine nicht spüren kann.

Die Zeit vergeht wie im Schneckentempo, zumindest kommt das jedem auf dem Revier so vor. Seit über einer Stunde hat niemand etwas von Hubsi gehört, und auch Staller kann ihn nicht erreichen. Eigentlich will er loslaufen um nach seinem Freund zu suchen, doch sein Chef hat ihm einen klaren Befehl gegeben. Er wird am Streifenwagen gebraucht und soll unter keinen Umständen den Vater alleine lassen und auf das Rettungsteam warten.
Der Girwidz läuft in seinem Büro auf und ab, Riedl läuft mehr zur Toilette als jede Frau und Sonja hat dafür gesorgt, dass die Mutter der kleinen Jessica sich mit ihren zwei anderen Kindern im Konferenzraum hinlegen kann. Sie steht auf um nach Frau Wildmoser zu sehen.
„Frau Wildmoser, brauchen Sie irgendetwas?“, fragt sie leise da sie sieht, dass die Kinder eingeschlafen sind. „N…Nein, danke Frau Wirth, gibt es schon was Neues? Haben sie Ihren Kollegen erreichen können?“ „Leider nein, das Unwetter macht es uns unmöglich, Kontakt zu ihm zu bekommen. Das Rettungsteam müsste jeden Moment da sein und sie werden sie finden und dann halten Sie Jessica auch schon in den Armen. Sie werden sehen.“

Das Rettungsteam ist endlich bei Hansi eingetroffen, welcher sofort aus dem Streifenwagen springt. „Mensch, wo bleibt ihr denn? Wir müssen da unbedingt rein jetzt und die zwei suchen.“ „Es ging nicht schneller, das Wetter ist furchtbar. Wir haben eine Handyortung Ihres Kollegen und machen uns jetzt auf den Weg. Hier ist eines unserer Funkgeräte, die funktionieren auch bei dem Wetter, haben ein extra starkes Signal. Zwei unserer Leute bleiben hier, für den Fall wir brauchen noch etwas. Ein Krankenwagen wurde ebenfalls geordert, bleiben Sie hier und beruhigen den Vater, er kennt sie bereits. Es ist uns nicht geholfen, wenn er Kopflos in den Wald rennt.“ „Aber der Hubsi…das ist mein Partner und mein Freund!“ „Sie bleiben hier, bitte Herr Staller. Wir holen die zwei jetzt und dann verlassen wir die Gegend.“

Und dann macht sich der Trupp auf den Weg.
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