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Ungewissheit

von Mel0305
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Reimund Girwidz Sonja Wirth
18.08.2018
28.10.2018
18
32.527
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19.08.2018 550
 
Der Girwidz hat seine Bürotür offen, wie so oft und tritt nun aus dieser heraus und sieht Sonja an. „Fräulein Wirth…wir sollten vorsichtshalber auch Krankenwagen hinschicken. Die kleine Jessica könnte sich ja bei dem Sturz verletzt haben.“ Das seinem Mitarbeiter etwas zustoßen könnte, darüber wollte er einfach nicht nachdenken. Alle machten sich nun Sorgen, weil sie ihn nun auch nicht mehr erreichen können. Die letzte Position seines Handys hat Sonja noch geortet, aber niemand weiß, ob diese stimmt. Aber sie haben ja keine andere Wahl. Es ist mittlerweile auch in der Stadt dunkel, 21:00 Uhr und das Mädchen ist nun mehr seit 6 Stunden alleine da draußen. Die Sorgenfalten aller, werden größer und größer.

„Scheiß Technik,“ flucht Hubsi und lässt direkt an der Kante des Abhangs das Funkgerät fallen. Mit seiner Taschenlampe leuchtet er nun wieder runter. „Jessica, ich bin gleich bei dir. Ich bring dich nach hier her, wo du sicher bist. Beweg dich bitte nicht hörst du?“, ruft er dem Mädchen in einem ruhigen Ton zu. So emotional und gefühlvoll erlebt man ihn selten, seine Kollegen kennen ihn nur als Grantler. „Ich hab Angst….,“, sagt das kleine Mädchen zu ihm hinauf. „Ich weiß Schatz, aber ich bin Polizist, ich helfe dir jetzt okay? Bist du verletzt?“, fragt er sie, als er sich umsah um eine Möglichkeit zu finden zu ihr zu gelangen. „Nein, nur ein bisschen am Bein…glaub ich. Aber mir ist kalt…,“. „Ich bin gleich da und dann ziehst du meine Jacke an und dann wird dir ganz schnell wieder warm.“

Er hat eine Stelle gefunden, an der er hinabsteigen konnte. Hubert platziert die Taschenlampe so, dass er Licht hat und das Jessica ihn sehen kann. „Ich komme jetzt, sitz schön still.“ „Okay…w…wie heißt du?“, fragt die Kleine nun. „Ich heiße Franz.“, sagt er und steigt vorsichtig hinab. Ein paarmal rutscht er weg, kann sich aber halten. Er ist schon bis auf die Knochen durchnässt und das Wasser rinnt ihm das Gesicht hinunter, doch dann ist er bei ihr. „Da bin ich Jessica, jetzt wird alles gut.“ Er sieht sie sich an, so gut das unter den gegebenen Umständen möglich ist, und kann ausser ein paar Abschürfungen keine stark blutende Wunde erkennen. Das Mädchen hatte mehr als einen Schutzengel gehabt. „So, ich nehm dich jetzt huckepack, hast du doch bestimmt schon mal gemacht oder?“, fragt er sie, und die Kleine nickt. „Gut, dann komm, leg deine Hände um meinen Hals, ja genauso. Und nun gut festhalten.“

Der Aufstieg ist nicht so einfach doch Hubsi schafft es. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt er mit Jessica oben an. „Na also, geschafft. Hier, meine Jacke Mäuschen.“, und legt ihr seine Lederjacke um, die Jessica nicht nur warmhält sondern es kann auch kein Regen mehr auf sie prasseln. „Danke, dass du mir geholfen hast.“, sagt sie und legt ihre kleinen Arme um seinen Hals und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Ihm wird ganz warm ums Herz und er schließt sie in seine Arme. Das ist einer der Momente, wo er sich wünscht, dass es mit Anja doch gutgegangen wäre. Vielleicht hätten sie ja auch ein kleines Mädchen bekommen, das hätte ihn sehr gefreut. Ein lauter Knall reißt ihn aus seinen Gedanken. Das Gewitter nimmt wieder zu und auch der Wind wird zunehmend schlimmer.
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