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Ungewissheit

von Mel0305
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Martin Riedl Reimund Girwidz Sonja Wirth
18.08.2018
28.10.2018
18
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18.08.2018 748
 
Ein Morgen wie jeder andere für Franz Hubert, der gerade ins Präsidium tritt. „Guten Morgen Sonja“, begrüßt er seine junge Kollegin. „Guten Morgen Hubsi, wir zwei sind bisher die einzigen die da sind.“ Hubert stoppt an der Tür und neigt den Kopf um die Ecke. „Was heißt wir sind die Einzigen? Wo ist denn Riedl? Und Hansi ist auch noch nicht da?“ „Nein, auch der Girwirdz nicht. Etwas merkwürdig, sonst ist wenigstens der Riedl schon da.“ „Ach die werden schon kommen, magst einen Kaffee?“, fragt er sie und Sonja nickt und gibt ihm ihre Tasse. Er bringt seine Jacke in sein Büro, welches er sich mit seinem Kollegen teilt, und schnappt sich seine Tasse und steuert den Kaffeeautomaten an. Nachdem er den für Sonja hat, und auch seinen Kaffee, bringt er ihr die dampfende Koffeindosis. „Danke Hubsi“, bedankt sie sich und sieht auf die Uhr, die nun bereits nach acht anzeigt. „Soll ich mal versuchen einen der drei zu erreichen?“, fragt sie ihren Kollegen. „Versuch du den Girwidz und den Riedl, ich versuche Hansi.“ Gesagt, getan. Beide versuchen jeweils die genannten zu erreichen, und siehe da, Sonja erreicht den Riedl. „Wo bist du denn? Es ist gleich halb neun und der Hubsi und ich sind hier alleine.“ „Ich habe verschlafen, bin gleich da. Soll ich Frühstück mitbringen?“ „Wenn du uns einlädst als Entschädigung ja.“ Riedl gibt sich geschlagen und zahlt dafür, er verspricht in einer halben Stunde da zu sein.

Hubsi hat Hansi nicht erreichen können, und auch der Girwidz ist nicht erreichbar. Für beide war das sehr ungewöhnlich, und Sonja und Hubert überlegen, was sie sonst noch anstellen können. „Hast du nicht die Festnetznummer vom Girwirdz? Vielleicht weiß seine Frau ja etwas.“ Sonja nickt und wählt schon drauf los. Dort erreicht sie jemanden, nämlich die Ehefrau, sie lässt Sonja wissen, dass ihr Mann beim Arzt ist und das Handy sicher ausgeschaltet hat. Die junge Beamtin bedankt sich, legt auf und erzählt Hubert was sie erfahren hat. „Dann haben wir ja schon mal 2/3 unserer Vermissten. Fehlt nur noch der Hansi, vielleicht ist der gestern in der Kneipe versumpft.“
Kaum ausgesprochen, stolpert Staller in die Räumlichkeiten gefolgt vom Riedl, der tatsächlich das Frühstück mitbringt und 5 Minuten nach den Beiden kommt der Girwidz auch rein. „Na, da sind wir ja alle wieder beisammen und wir können endlich arbeiten.“, bemerkt Sonja. Sie erntet dafür fragende Blicke und erklärt es den dreien, während Hubsi sich mit seiner Kaffeetasse erneut auf den Weg zum Automaten macht.

Die Stunden vergehen und es gibt den ganzen Tag über nur Bagatelldelikte, um die sie sich kümmern. „Ist ja heute mal recht ruhig Hubsi, was meinst du, wollen wir zur Sabrina und eine Kaffeepause einlegen?“ „Joah, das machen wir ist ja eh nichts los heute.“, bemerkt Hubert und sie fahren zur Rattlinger.

Während Hubsi und Hansi bei Sabrina Rattlinger auf der Terrasse sitzen und jeweils ihren Latte Macchiato trinken, geht auf dem Revier eine Vermisstenanzeige für ein kleines Mädchen ein. Ihre Eltern waren mit ihr und ihren zwei Geschwistern auf dem Wanderweg im Wald unterwegs, als sie die 6jährige auf einmal aus den Augen verloren und nicht finden konnten. „Zentrale für Wagen 3 bitte kommen.“, ertönt nun Sonja´s Stimme aus dem Funkgerät. „Das war ja so klar, erst überhaupt nichts und wenn wir gerade einmal Pause machen werden wir gestört.“, grummelt Hubert und nimmt das Funkgerät. „Wagen 3 hört.“ „Jungs, es kam gerade eine Vermisstenanzeige rein. Ein 6jähriges Mädchen ist im Wald verloren gegangen. Die Eltern haben sich aufgeteilt, und die Mutter ist hier mit den beiden Geschwistern.“ „Gibt es ein Foto, und einen genauen Standort, wo das passiert ist?“, will Hubert jetzt wissen, bei dem sich sämtliche Härchen aufgestellt haben. Wenn es um Kinder geht, reagiert er immer sehr besonnen und ernst. Spaß hat da in den meisten Fällen keinen Platz. Sonja kann beides bestätigen, und schickt ihm ein Foto auf das Handy. Die beiden Polizisten machen sich nach dem Gespräch sofort auf den Weg. „Wie kann man sein Kind einfach aus den Augen verlieren?“, fragt Hansi seinen Freund und Partner. „Wenn du mit drei Kindern unterwegs bist, braucht es nur einen Moment der Unachtsamkeit. Aber schau mal zum Himmel! Es wird immer dunkler, da kommt ein Unwetter und wenn das Mädchen im Wald allein herumirrt, dass kann nicht gutgehen.“, merkt er an und greift zum Funkgerät um Sonja darum zu bitten das sie den Riedl ebenfalls zum Wald schickt. Sie bestätigt dies und gibt an, dass die Bergwacht auch informiert wurde.
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