You saved me

GeschichteRomanze, Angst / P16 Slash
Belukia Tsubaki
18.08.2018
16.10.2018
10
12711
2
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Hallo und willkommen :D
Diese Geschichte behandelt Belukias Leben, sowohl bevor als auch nachdem er einer von Tsubakis Abkömmlingen geworden ist und ist nicht Canon, da man ja, in Anime und Manga, noch nichts über seine Vergangenheit herausgefunden hat.  Die Geschichte beinhaltet häusliche Gewalt, Gewalt an sich und hat einige Szenen die ziemlich blutig sind, und eventuell bekommt die Geschichte ein, zwei Lemon Szenen gegen Ende, jedoch ist da noch nichts entschieden. Viel Spaß :D

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Eine Familie, die einen liebt.
Ein Platz, den man Zuhause nennen kann.
All dies, es scheint selbstverständlich, doch selbstverständlich war es nicht, das musste der junge Belukia viel zu schnell lernen.

,,Verpiss dich, du dreckige Hure!" Die laute Stimme seines Vaters hallte grölend durch die Wohnung. ,,Wegen der Ratte, die du in die Welt gesetzt hast,  haben wir kein Geld und keine Zeit mehr!" ,,Ich wollte diese Missgeburt genauso wenig wie du! Du weißt genau, dass nur das Geld mich davon abgehalten hat diese dreckige Ratte loszuwerden!" Ein Junge stand da, gelähmt von Angst. In seinen kindlichen, hellblauen Augen lag blanke Panik. Es war nicht das erste Mal dass das Kind sah, wie seine Eltern stritten, nein, jeden Tag musste er dies miterleben, und doch tat es jedes Mal wieder weh. Plötzlich wandte sich der kalte Blick des Mannes von seiner Frau ab, er hatte den Jungen entdeckt, welcher sich nun ängstlich und unterwürfig duckte um den Schlägen seines Vaters zu entgehe. ,,Du dreckige Ratte, hast du uns wieder nachgeschnüffelt?" Der Mann hob seine Hand in der eine halbleere Bierflasche lag und schlug damit auf den Jungen ein. Das beißend riechende Bier ergoss sich zusammen mit den Scherben der Flasche über ihm und floss gemischt mit Blut sein Gesicht hinunter, so dass Belukia den beißenden, üblen Geschmack auf seinen Lippen brennen spüren konnte. Die Schmerzen waren stechend, doch er hielt sich davon ab zu schreien, aus Angst, seinen Vater noch mehr zu entzürnen. ,,Verpiss dich endlich, du hässliches Ding! Ich wünschte wir hätten dich damals einfach umgebracht!" Die Worte trafen den Jungen schon lange nicht mehr, schließlich gab es nichts, was sie noch zerstören konnten, denn die Psyche des Jungens lag schon lange in Scherben. ,,Ich will dich nicht mehr sehen, du Ratte!" Belukia nickte schnell und ging in sein Zimmer.

Sein Blick ging einmal den viel zu kleinen, engen Raum entlang, welcher nur spärlich eingerichtet war. Seine Eltern hatten kein Geld, ja, doch das lag daran, dass sie ihr Geld für Alkohol und Drogen ausgaben. Belukia fragte sich einmal mehr, wieso sie ein Kind in diese Welt setzten wenn sie es ohnehin nicht gut behandeln würden, jedoch war es denkbar, dass er ein Unfall war. Das Bett lag mehr oder weniger in Trümmern, das Gerüst war zusammengebrochen und die Matratze stank nach Erbrochenem, denn seine Eltern hatten sich nie die Mühe gemacht, sie reinigen zu lassen. Der Boden bestand aus altem, filzigen Teppichboden, in dem Alkohol, Blut und Erbrochenes Flecken und einen ekelhaften Gestank hinterlassen hatten. Auf dem Boden verteilt lagen Unmengen an Zetteln, die meisten ungemachte Hausaufgaben oder ungelesene Elternbriefe. Es war nicht so, dass Belukia dumm war, doch bei diesen Umständen zuhause konnte der Junge sich einfach nicht auf seine Aufgaben konzentrieren. Und so driftete er immer weiter ab, schrieb schlechte Noten, musste die Klasse wiederholen und ging mittlerweile kaum noch zur Schule. Er schwänzte und traf die falschen Leute, Süchtige, die ihm das Gefühl gaben, geliebt und gebraucht zu werden. Diese Süchtigen nutzten ihn aus, ließen ihn Alkohol und Drogen besorgen, und er merkte kaum, wie er ausgenutzt wurde. Er genoss dieses Gefühl von Zuneigung zu sehr, um zu merken, dass dieses nicht von guter Natur war. Er warf einen Blick auf die Hausaufgaben doch die Mathematikaufgaben ergaben in seinem Kopf keinen Sinn und seine Gedanken gingen stets zu anderen Dingen und so wandte er sich letztendlich doch wieder von ihnen ab. Er legte sich in sein Bett und versuchte, den beißenden Geruch von Erbrochenem, Schweiß, Blut und Alkohol zu ignorieren. Er schloss die Augen. Aus dem Wohnzimmer konnte er seine Eltern weiterhin streiten hören, sie wurden lauter und lauter und als er dann auch noch Glas brechen hörte stand er auf.

Er ging, wollte die Wohnung so schnell verlassen, wie es ging, doch er hatte Angst davor, was sein Vater tun würde, wenn er ihn entdecken würde. Seine Schritte wurden hektisch, schnell, und als die Tür laut krachend ins Schloss fiel hörte er noch die laute Stimme seines Vaters, welcher ihm hinterherbrüllte. Der kalte Wind half ihm, sich ein bisschen zu beruhigen, er erinnerte ihn daran, dass sein Vater ihm nicht bis hier folgen würde. ,,Leute?" Seine Stimme bebte als er sich in den dunklen Gassen umsah, die einzig vom Licht des vollen Mondes beleuchtet wurden. Hinter den Mülltonnen regte sich etwas und ein Junge mit müdem Gesichtsausdruck erhob sich und sah Belukia aus geweiteten, geröteten Augen an. ,,Belukia. Was ist?" Die Stimme des Junges klang ebenso müde, doch in seinen Augen lag etwas Mitgefühl als sie die panischen, weit aufgerissenen Augen des jüngeren Jungens trafen. ,,Meine Eltern streiten, kann ich heute bei euch schlafen?" Der Junge nickte und winkte Belukia zu sich. Der Junge kam zaghaft zu ihm und ließ sich neben ihm nieder. Er hörte ein Klicken und sah kurz eine Flamme aufzucken, danach stieg ihm schon der ekelhafte Geruch von Zigarettenqualm in die Nase. ,,Willst du auch?" Belukia nickte und der Junge drückte ihm eine angezündete Zigarette in die Hand. Belukia zog einmal daran und der bittere, widerliche Geschmack breitete sich sofort in seinem Mund aus.  Er hustete und der andere Junge schien belustigt, klopfte ihm auf den Rücken. Trotz dem ekelhaften Geschmack und dem schrecklichem Kratzen im Hals zog er erneut an der Zigarette. Er wollte dazu gehören, wollte ein Teil von diesen Leuten sein, wenn er schon nicht Teil von seiner eigenen Familie sein konnte.

Einige Zeit verging in der die beiden Jungen einfach schweigend ihre Zigaretten rauchten, bis der eine Junge sich zu Wort meldete. ,,Wurdest du zusammengeschlagen?" Sein Blick lag auf dem beinahe getrocknetem, dunkelrotem Blut, was im Gesicht des jüngeren Kindes klebte und die langen, pinken Haare zu dicken Strähnen verklebt hatte. ,,Mein Vater hat gesoffen und mich entdeckt, wie ich ihn und meine Mutter beobachtet habe." Sagte der Junge wahrheitsgemäß mit einem leicht gequälten Blick als der ältere Junge begann, die Scherben aus dem Gesicht des Jungens zu entfernen. ,,So ein Bastard." Die Stimme des älteren Jungens klang abfällig und kalt. Belukia ließ zu, dass der Junge seine Wunden begutachtete und so gut es ging behandelte, auch wenn die Schmerzen ihm beinahe den Verstand raubten.  Vielleicht war es auch der Gedanke daran, dass sein eigener Vater es gewesen war, der ihm diese Wunden zugefügt hatte, der ihn quälte, Belukia wusste es nicht. Nach einigen Minuten stoppte der ältere Junge und klopfte Belukia noch einmal auf den Rücken. ,,Gute Nacht, ich hau mich hin." Der Junge legte sich hin und schloss die Augen und Belukia tat es ihm gleich. Der Steinboden war kalt und unbequem und die Luft stank nach Qualm und Alkohol, doch alles war besser als der Ort, der sein Zuhause war. In seinem Kopf jagten sich die Gedanken und es dauerte, bis der Junge zur Ruhe kam, doch als die Ruhe dann doch kam, legte sie sich wie ein Schleier über ihn, der alle Angst, alles schlechte abdeckte und dem Jungen seit Tagen endlich einen einigermaßen erholsamen Schlaf versprach.
 
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