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Verschwörung im eigenen Volk

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
17.08.2018
23.03.2019
96
170.219
10
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28.08.2018 2.114
 
Mit einem breiten grinsen schloss Dragomier das Tor des Thronsaals hinter sich und ging durch den ewig langen Gang zurück in die große Eingangshalle welche sich bereits stark gelehrt hatte. Die meisten Stände waren bereits geschlossen und die wenigen die noch geöffnet waren bedienten gerade die letzten Kunden. ''Es ist immer wieder beeindruckend wie schnell sich diese große Halle lehren kann'', bemerkte Dragomier. Er ging durch die nun fast totenstille Halle auf den Ausgang zu. Auf einmal hörte er ein schluchzen. Er stutzte und blickte sich um. Da  sah er einen Gnomenjungen welcher maximal sechs Jahre alt sein musste. Der Jäger lief auf in zu und ging in die Hocke um auf gleicher Höhe mit ihm zu sein und fragte vorsichtig: ''Hey, ist alles in Ordnung bei dir?'' Der Junge sah auf und blickte ihn mit verweinten Augen an. Er schüttelte den Kopf und sagte mit leiser Stimme: ''Ich hab mich verlaufen. Ich suche meine Mama.'' Dragomier nickte und legte dem Gnomenkind die Hand auf die Schulter. ''Keine sorge zusammen werden wir sie schon wieder finden. Wo hast du sie denn zuletzt gesehen?'' Der Junge der sich durch die Worte des Jägers etwas beruhigt hatte überlegte kurz und antwortete dann: ''Bei den Ställen.'' ''Dann lass uns dort mal nachschauen.'' Der kleine Gnom nickte und beide gingen los. Schon von weitem sah man eine panische Gnomenfrau die hektisch in alle Richtungen blickte. ''MAMA'', schrie das Gnomenkind und rannte auf sie zu. Sie blickte sich um und als sie erkannte wer da auf sie zugerannt kam rannte sie ihm ebenfalls entgegen. Beide schlossen sich in die Arme und der Junge fing wieder an zu weinen. Dragomier der inzwischen ebenfalls die Mutter erreicht hatte lächelte und freute sich das beide wieder vereint waren. Als die Mutter sah wer da vor ihr stand sagte sie: ''Ich danke euch Argas das ihr mir meinen Sohn zurückgebracht habt.'' Dieser lächelte erneut und antwortete: ''Gern geschehen Miss.'' Der Junge der sich wieder von seiner Mutter gelöst hatte schaute ihn an und sagte dann: ''Danke Zwerg........oh die Wache ist eingeschlafen.'' ''Kein Problem mein...'', Dragomier stutzte, ''Was hast du gerade gesagt?'' Der Junge zeigte auf eine Wache die an einer Wand lehnte und sagte erneut: ''Die Wache ist eingeschlafen.'' Sowohl Dragomier als auch die Gnomenfrau runzelten die Stirn. ''Eine Wache die während ihres Dienstes eingeschlafen ist, so was hab ich noch nie gesehen'', sagte sie. ''Ich auch nicht'', erwiderte Dragomier und lief langsam, dicht gefolgt von den zwei Gnomen, auf die Wache zu die immer noch regungslos an der Wand lehnte und nicht den hauch einer Bewegung machte. Der Zwerg streckte seine linke Hand nach ihr aus und berührte sie an der Schulter. Die Wache viel um als wäre sie eine leblose Puppe. Der Zwerg zuckte kurz zusammen und ging dann in die Knie. Er drehte die Wache auf den Rücken. Im selben Moment schrien die Gnomenfrau und ihr Sohn auf und Dragomier starte entsetzt auf den leblosen Körper der Wache. Seine Kehle war aufgeschnitten worden und aus der Wunde lief Blut heraus welches Dragomiers Hände rot färbten. Er drehte sich um und sagte zu der Mutter: ''Miss nehmt euren Sohn und geht sofort nach Hause und verlasst es nicht. Habt ihr verstanden?'' Sie nickte, nahm ihren Sohn auf den Arm und rannte, so schnell sie ihre kleinen Beine trugen, davon. Im nächsten Moment rannten zwei Wachen auf den Jäger zu. Schon von weitem riefen sie: ''ARGAS WAS IST PASSIERT?'' ''Hier ist eine tote Wache. Die Wunde ist noch frisch.'' Die beiden Wachen knieten sich hin und begutachtete ihren toten Kameraden. ''Das war kein einfachen Kehlenschnitt'', sagte einer der Wachen. ''Wie meinst du das?'', fragte die andere Wache. ''Dieser Schnitt hier ist nicht tief aber genau an der richtigen Stelle angesetzt damit das Opfer sofort stirbt. Kein normaler Soldat könnte so einen Schnitt ansetzten. Nur Meuchler arbeiten so präzise.'' Dragomier zählte eins und eins zusammen. ''DER KÖNIG'', schrie er und rannte dicht gefolgt von den beiden Wachen, die offensichtlich den gleichen Gedanken wie er hatten, zum Thronsaal zurück. Als sie um die Ecke in den langen Gang bogen an dessen Ende sich das Tor befand welches zum Thronsaal führte stutzten alle drei. Alle zwanzig Wachen standen da als wäre alles in Ordnung. Jorn kam auf die drei zu und fragte: ''Argas ist alles in Ordnung? Warum rennt ihr um die Ecke wie ein panisch aufgescheuchtes Huhn.'' ''Wir haben in der großen Halle eine tote Wache gefunden. Es deutet alles darauf hin das es ein Meuchler war.'' Jorns Gesichtszüge entgleisten. Er hob den linken Arm und schnipste einmal mit den Finger. Blitzschnell formierten sich die zwanzig Wachen vor dem Tor. Sie stellten ihre Schilde auf den Boden und bildeten so einen Wall. Zwischen den Schilden ragten die Speere heraus. Die zwei Wachen die mit Dragomier gekommen waren waren überrascht wie schnell ihre Kameraden reagiert hatten. Der Hauptmann lief auf sie zu und sagte mit befehlshaberischen Ton: ''Riegelt umgehend die Stadt ab und sucht mit allen verfügbaren Soldaten nach dem Mörder. Sie nickten und liefen los. ''UND SORGT DAFÜR DAS SICH KEIN ZIVILIST MEHR AUF DEN STRAßEN AUFHÄLT'', schrie Jorn ihnen noch hinterher. Er blickte zu Dragomier und sagte zu ihm: ''Du gehst in den Thronsaal und informierst den König über die Gefahr. Wir bleiben hier draußen und werden ihn mit unserem Leben schützen. Der Jäger nickte und lief durch eine kleine Lücke den ihm zwei Zwerge frei gemacht hatten durch die Blockade und auf das Tor zu. Die Lücke schloss sich hinter ihm und er trat schnell wieder in den Thronsaal ein. Er schloss die Tür. Sein Blick wanderte durch den Saal und blieb geschockt bei dem Thron hängen. Das Bild welches sich ihm dort bot war so unvorstellbar das er es nicht glauben konnte. Fünf Zwerge, die alle schwarze Umhänge und schwarzen Masken trugen, schauten ihn verwundert an. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet das jetzt noch jemand den Thronsaal betreten würde. Der König saß neben seinem Thron, Atmete schwer und hielt sich die Brust. Aran lag tot einige Schritte von ihm entfernt auf dem Boden. Moira kniete neben Aran und hatte die Hände hinter dem Kopf gelegt. Blut lief ihr aus einer Wunde am linken Unterarm. Zwei der Angreifer standen bei ihr während die restlichen drei bei dem König standen. In Dragomier stieg Wut auf und er wollte nach seinem Gewehr greifen aber einer der zwei Männer die bei Moira standen hielt ihr eine Klinge an den Hals.
Moira schaute mit verängstigtem Blick zu Dragomier. Der Anführer der bei Bronzebart stand zeigte auf ihn und winkte ihn heran. Dragomier kam langsam näher und ließ die beiden Angreifer, die bei seiner Freundin standen, dabei nicht aus den Augen. Nach sieben Schritten stand er direkt vor dem Anführer. Der ging um ihn herum und nahm ihn sein Gewehr vom Rücken und hängte es sich selbst um. ''Wir wollen doch nicht das du hier anfängst zu schießen und die Wachen vor der Tür warnst'', sagte er und setzte ein so breites Grinsen auf das Dragomiers Wut noch größer wurde. ''Was wollt ihr?'', fragte er. ''Ironforge seinen König nehmen. Unser Meister schickt uns. Und bei der Gelegenheit sollen wir ihm auch gleich das bringen was er schon vor vier Jahren wollte'', sagte der Anführer. Er blickte zu Moira welche ihn anschaute und entgegnete: ''Nur über meine Leiche.'' ''Das würde ihm aber sehr missfallen und das werden wir auch nicht zulassen.'' Der Anführer blickte wieder zu Dragomier: ''Leider können wir dich nicht am Leben lassen Jäger. Aber ich habe eine gute Nachricht für dich. Ich werde dich mit deiner eigenen Waffe erschießen. Sieh es als einen kleinen Gefallen von mir an. Aber zuerst müssen wir unser Geschenkt für unseren Meister von hier fortbringen.'' Der Anführer zeigte auf eine Stelle hinter dem Thron bei dem sich, zu Dragomiers erstaunen, eine Geheimtür geöffnet hatte. Ein dunkler Tunnel war zu sehen. Dragomier starte wie versteinert auf den dunklen Gang. ''Da macht du Augen was'', sagte der Anführer. ''Von diesem Geheimgang wissen nur wenige und noch weniger wissen wo der Ausgang ist.'' Er schaute zu seinen Männern die bei der Prinzessin standen und sagte zu ihnen: ''Schafft sie weg. Ich kümmere mich in der zwischen Zeit um ihren Freund hier.'' Die beiden Zwerge zerrten Moira langsam Richtung Tunnel. Diese wehrte sich verzweifelt aber kam gegen die beiden nicht an. ''DRAGO HILF MIR'', schrie sie noch bevor sich der Tunnel hinter ihr schloss. ''Nein'', seufzte Dragomier und fiel auf die Knie. Der Anführer lachte und blickte zu dem Jäger. Dieser ließ ihn nicht aus den Augen. In diesem Moment fiel ihm etwas ein was Aran ihm mal gesagt hatte: ''Ich trage immer einen Dolch in meinem rechten Stiefel. Man weiß nie wann man den mal brauchen kann.'' Dragomier musste innerlich lächeln und sagte zu den Anführer mit eiskalter Stimme: ''Dafür wirst du bezahlen.'' ''Wohl kaum'', erwiderte der Anführer und drehte ihm den Rücken zu. Das war genau der Moment auf den der Jäger gewartet hatte. Er griff nach dem Dolch in Arans rechtem Stiefel und schleuderte ihn nach dem Anführer der sich gerade wieder umgedreht hatte. Der Dolch zischte durch die Luft und bohrte sich direkt in des linke Auge des Anführer welcher schreiend zu Boden fiel.  ''Ein Glück habe ich das Dolch werfen gelernt'', dachte Dragomier sich. Er sprintete auf den Anführer zu der sich vor Schmerzen auf dem Boden wand und nahm sein Gewehr wieder entgegen und richtete es auf die zwei letzten Zwerge welche gerade auf ihn zu rannten um ihn mit ihren Dolchen zu töten. Sie blieben stehen und schauten ihn grimmig an. Der Jäger lächelte breit zielte mit dem Gewehr an die Decken und gab einen Schuss ab der im ganzen Saal halte. Nach nicht einmal zwei Sekunden öffnete sich das Tor und die zwanzig Wachen kam. mit weiteren zehn Soldaten in den Thronsaal gestürzt. Jorn, der ganz vorne stand brauchte nur einen Augenblick um die Situation zu begreifen. Er zeigte auf die drei feindlichen Zwerge und schrie: ''NEHMT SIE FEST.'' die Soldaten rannten auf die Feinde zu während die Wachen zu ihrem König eilten. Aber noch bevor eine der beiden Parteien ihr Ziel erreichen konnten zogen die drei Zwerge etwas aus ihren schwarzen Umhängen und warfen es auf den Boden. Es gab eine Explosion und weißer Rauch verteilte sich im Raum so das man nichts mehr sehen konnte. Dragomier kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können. Er sah wie sich drei Schatten von ihm weg bewegten. ''STEHEN BLEIBEN'', rief er. Im nächsten Moment wurden ihm die Beine weggezogen und er fiel schmerzhaft zu Boden und wurde festgehalten. Aus dem Augenwinkel sah er wie die drei Schatten in den Geheimgang verschwanden und sich die Tür hinter ihnen wieder schloss.
Als sich der Rauch wieder gelegt hatte waren die drei Zwerge verschwunden. ''Ich hab einen'', schrie ein junger Soldat und hielt sich krampfhaft an einem Körper fest. Jorn kam sofort angerannt. ''Soldat, lass los'', sagte er mit Wut verzehrtem Gesicht. Der junge Soldat ließ los und schaute sich seinen ''Gefangenen'' genauer an nur um dann bestürzt fest zu stellen das es sich um niemand anders als Dragomier handelte den er da erwischt hatte. Dieser stand wütend auf und hob sein Gewehr vom Boden. ''Du Idiot'', schrie er den Soldaten an, ''Ich hätte sie erwischen können. Sie haben Moira entführt. Jetzt sind sie weg und wir haben keine Ahnung wie wir ihnen folgen können.'' Jorn legte ihm die Hand auf die Schulter: ''Beruhige dich Dragomier. Wir werden sie zurückholen. Jetzt aber müssen wir erst mal nach dem König schauen.''
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