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Verschwörung im eigenen Volk

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
17.08.2018
23.03.2019
96
170.219
10
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Dieses Kapitel
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25.08.2018 2.074
 
Ohne sich weiter ablenken zu lassen gingen die beiden auf direktem Weg zum Thronsaal. Dieser lag am Ende eines langen Ganges der mindestens dreißig Meter lang war. Dieser war von jeweils zehn Wachen links und rechts bewacht. Die Wachen hielten Speere in ihren rechten Händen welche etwa eineinhalb mal so lang waren wie sie und einen riesigen runden Schild in der linken. Am Gürtel trugen alle zusätzlich noch ein Schwert. Auf den Gürtelschnallen war das Zeichen der königlichen Wache eingraviert. Ein Schwert und ein Speer die gekreuzt übereinander lagen und von einem runden Schild verdeckt wurden so das nur noch die Spitzen der Waffen zu sehen waren. Jeder König wählte seine Wachen selbst welche einzig und alleine für den Schutz des Königs und seiner Familie  verantwortlich waren. Dragomier wusste das es den Wachen garnicht passte das Moira immer wieder alleine die schützenden Mauern der Stadt verließ. Manchmal fragte Dragomier sich wie sie das immer wieder schaffte. Als er Moira einmal danach gefragt hatte sagte sie mit einem verschwörerischen Grinsen: ''Eine Prinzessin gibt niemals ihre Geheimnisse preis.'' Da er wusste das sie sehr stur sein kann fragte er nicht weiter nach. Vor dem Eingangstor zum Thronsaal stand bereits Aran, der Berater des Königs und Jorn, der Hauptmann der königlichen Wache. Er verbeugte sich mit einem lächeln und öffnete zusammen mit Aran das Tor. Dragomier, Moira und Aran traten ein während Jorn ihnen zunickte und das Tor hinter ihnen schloss.
Magni Bronzebart saß auf seinem Thron der aus einem großen Stück Stein gehauen war und mit Fellen bedeckt war damit man etwas bequemer saß. Rechts neben dem Thron stand sein Kriegshammer in eine dafür speziellen Halterung. Der Hammer sah genauso aus wie der seiner Tochter mit dem Unterschied das sein Kriegshammer mit roten Runen bestückt war. Der König hatte seinen Helm abgenommen und ihn auf die rechte Armlehne seinen Throns abgestellt. Dragomier mussterte den König. Er hatte bronzefarbenes Haar welches zu einem Zopf gebunden war. Sein Bart glich farblich seinem Haar. Er war lang und kunstvoll geflochten. Seine Augen waren so gelb wie die seiner Tochter. Er trug eine schwere Rüstung aus Metall. Auf seinem Rücken trug er einen roten Umhang und auf seinem Kopf die Königskrone. Sie bestand einem goldenen Ring der einmal um seinen Kopf herum ging. Über der Stirn war sie etwas erhöht und darin war ein großer roter Edelstein eingearbeitet. Die Krone war so geschmiedet worden das Bronzebart ohne Probleme seinem Helm darüber stülpen konnte. Durch die Rüstung konnte man deutlich seinen muskulösen Körper sehen. Es war allgemein bekannt das König Bronzebart sehr kräftig war aber vor zwei Jahren hatte Dragomier erst erkannt wie stark er wirklich war. Damals hatte Bronzebart mit bloßen Händen, im Alleingang, einen wilden Bären getötet und das binnen Sekunden. Dragomier wusste das dieser König sowohl austeilen als auch einstecken konnte.
Der König saß auf seinem Thron und hielt eine Schriftrolle in der Hand dessen Inhalt er genaustens studierte. Er was so vertieft das er gar nicht merkte das Aran, Moira und Dragomier bereits vor seinen Thron standen. Aran räusperte sich und Bronzebart sah von der Schriftrolle auf. ''Ah Dragomier da bist du ja'', sagte er und schaute ihn an. Dragomier sah seinem Gesicht an das etwas passiert ist was ihm zu schaffen machte. Er ließ sich aber nichts anmerken und verbeugte sich. ''Moira sagte das du etwas wichtiges mit mir besprechen willst.'' Der König legte die Schriftrolle beiseite, blickte zu den beiden Wachen die links und rechts des Tores standen und sagte: ''Wachen lasst uns für einen Moment allein.'' Ohne zu zögern taten sie wie ihnen befohlen auch wenn sie es nicht gerne taten. Als sich das Tor hinter den Wachen geschlossen hatte sagte der König: ''Es ist etwas passiert wir...'' ''Paps bevor du weiter sprichst habe ich eine Frage'', unterbrach Moira ihren Vater der sie missbilligend ansah da er es nicht leiden konnte wenn man ihn unterbrach. ''Was möchtest du mich den fragen meine Kleine?'', Er und auch Dragomier mussten dabei leicht grinsen da beide wusste das Moira es nicht leiden konnte wenn er sie ''Kleine'' nannte. Sie verzog ihr Gesicht und sagte: ''Hör auf du weißt genau das ich es nicht leiden kann wenn du mich so nennst.'' ''Und du weißt das ich es nicht leiden kann wenn man mich unterbricht'', konterte er. ''Aber gut was möchtest du fragen?'' ''An was arbeiten die Steinmetze in der Halle an der Decke?'' Bronzebart schaute erst seine Tochter und dann Dragomier an und sagte dann: ''Den nächsten Teil unserer Geschichte.'' Die zwei jungen Zwerge schauten ihn mit fragendem Gesichtsausdruck an und Dragomier sagte: ''Aber in letzter Zeit ist nichts besonderes passiert welches Anlass geben würde unsere Geschichte fort zusetzten.'' Der König blickte ihn enttäuscht an und sagte nach einem kurzen Moment des Schweigens: ''Ich rede von deiner Heldentat vor vier Jahren Dragomier.'' Jetzt klappten sowohl dem Jäger als auch seine Freundin die Kinnlade nach unten. Aran hingegen lächelte leicht da er genau so reagiert hatte. ''Paps ist das dein ernst?'', fragte Moira die sich schnell wieder gefasst hatte. ''Sonst hätte ich die Steinmetze ja wohl nicht beauftragt.'' Dragomier der das alles immer noch nicht ganz fassen konnte sagte: ''Aber nicht übertreiben. Bitte bleibt bei der Wahrheit. Es waren nur drei Gegner und keine Armee.'' ''Natürlich'', sagte der König und winkte Aran zu sich. Als er bei ihm war flüsterte Bronzebart so leise das die beiden jungen Zwerge es nicht hören konnten zu: ''Sag den Steinmetzen das sie die Armee weglassen sollen.'' Aran nickte und verließ den Thronsaal. Moira und Dragomier schauten ihm verwundert nach. ''Wo will er den hin?'', fragte Moira. ''Er erledigt einen Botengang. So und nun kommen wir zu dem eigentlichen Grund warum ich dich hab rufen lassen Dragomier.'' Er und Moira kamen näher. ' Moira sagte es sei wichtig'', entgegnete Dragomier. ''Wichtig und beunruhigend zugleich'', erwiderte der König. ''Vor etwa einer Stunde erreichte mich die Nachricht das die zwei Dunkeleisenzwerge die damals versuchten meine Tochter zu entführen'', er deutete auf Moira, ''aus dem Gefängnis geflohen sind.'' ''WAS'', entfuhr es Dragomier und Moira zugleich. ''Beruhigt euch bitte, macht mich nicht nervös ich bin es nämlich schon'', versuchte er die jungen Zwerge zu beruhigen. ''Wie konnte das passieren?'', fragte Moira mit einem leicht verängstigtem Blick. ''Das wissen wir noch nicht'', hörten sie Aran sagen der gerade wieder die Halle betrat und sich wieder zu den dreien gesellte. ''Konntet ihr in Erfahrung bringen wer ihr Meister ist?'', fragte Dragomier interessiert. Aran schüttelte den Kopf. ''Aber immerhin konnten die Wachen einen der beiden bei der Flucht erwischen.'' ''Wenn den?'' fragte Moira. ''Den muskulösen'', antwortete Aran. ''Allerdings wurde er dabei  schwer verletzt und wie mir so eben mitgeteilt wurde erlag er vor wenigen Minuten seine Verletzungen.'' ''Und was ist mit dem Anführer?'', fragte Dragomier. ''Der konnte entkommen'', antwortete Aran. ''Die Wachen haben seine Spur verloren. Ganz Dun Morrog ist bereits informiert. Er wird keinen Schritt machen können ohne das die Wachen es mitbekommen.'' Das heißt also'', überlegte der Jäger, ''Das er noch irgendwo in Dun Morrog sein muss.'' ''Richtig aus dem Tal führt kein anderer Weg hinaus und genau deshalb hab ich dich rufen lassen'', sagte der König. ''Ich weiß das du viel Zeit im Wald verbringst und er könnte sich an dir rächen wollen. Ich bitte dich sei vorsichtig. Wir werden morgen bevor du deine letzte Prüfung beginnst deinen Meister informieren und euch ein paar Wachen zur Seite stellen.'' Bei diesen Worten zuckte Dragomier zusammen. ''Das geht nicht.'' Der König schaute ihn verwirrt an: ''Warum nicht?'' ''Die letzte Prüfung ist die wichtigste von allen für einen Jäger. Wir beweisen dadurch das wir bereit sind uns der Wildnis und seinen Gefahren alleine zu stellen. Wenn ich mit einer Horde von Wachen durch den Wald laufe würde man die Prüfung nicht anerkennen.'' ''Aber warum?'', fragte Aran. ''Weil ich diese Prüfung alleine bewältigen muss, genau das ist der eigentliche Sinn dieser Prüfung.'' Der König runzelte die Stirn und schaute rüber zu seiner Tochter und schaute sie mit einem Blick an der so viel sagte wie ''Bitte hilf mir''. Moira, die sich von dem Schreck den sie durch die Nachricht bekommen hatte, wieder erholt hatte entgegnete: ''In dem Fall hat er rechts Paps. Diese Prüfung muss er alleine bewältigen und kein Jäger wird da eine Ausnahme machen. Was die Prüfungen betrifft sind alle Jäger stur. Mir gefällt das auch nicht aber selbst wenn du die nächste Stunde versuchen würdest auf ihn oder seinen Meister einzureden werden sie ihre Meinung nicht ändern.'' ''Ich verstehe'', sagte der König. ''Und wenn du deine Prüfung verschiebst?'', fragte Aran. Dragomiers Kopf schnellte so schnell zu Aran das dieser leicht zusammenzuckte. Mit einem stechenden Blick antwortete er aufgebracht: ''Ich kann die Prüfung nicht verschieben. Hat man einmal angefangen muss man sie zu Ende bringen. Wenn ich jetzt abbreche gilt die Prüfung als gescheitert und ich werde nie zum Jäger werden. Und bevor du jetzt fragst Aran nein ich kann die Prüfung später nicht wiederholen.'' ''Aber wieso nicht?'', fragte er. ''Bei der Jagt kriegt man auch keine zweite Chance. Ein Fehler und du bist tot. Genau das wird einem Jäger von Anfang an gelehrt.'' ''Gut Dragomier du hast uns unmissverständlich zu erkennen gegeben das du das alleine machen musste. In diesem Fall kann ich nur sagen: Pass bitte auf dich auf'', entgegnete Bronzebart. ''Das werde ich'', sagte Dragomier. ''In Ordnung dann kannst du jetzt gehen. Du musst fit sein für morgen. Aber ich erwarte das du Moira und mir morgen Abend einen Besuch abstattest und dann feiern wir.'' ''Das werde ich'', sagte er, verbeugte sich leicht und drehte sich um und schritt auf das Tor des Thronsaals zu. Als er es gerade öffnen wollte hörte er wie hinter ihm jemand angerannt kam. Er drehte sich um und sah das Moira auf ihn zulief. Er nahm sie in den Arm und sie sagte mit leiser Stimme: ''Bitte sei vorsichtig. Ich will dich nicht verlieren.'' Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge und er streichelte ihr mit der rechten Hand über den Kopf ''Keine sorge es wird schon alles gut gehen.'' Sie genoss diese Geste der Zuneigung und löste sich wieder von ihm und sie schauten sich in die Augen. Grasgrün traf Sonnengelb. Sie überwanden die letzten Zentimeter und gaben sich einen Kuss. Aran und Bronzebart beobachteten die beiden. ''Sie sind einfach ein süßen Paar'', dachte sich der König und musste lächeln. Die beiden jungen Zwerge hatten sich wieder von einander gelöst und lächelten sich an. ''Ich sollte jetzt gehen'', sagte Dragomier. Moira nickte und trat einen Schritt zurück. Bevor er die Halle verlassen konnte sage sie noch: ''Und vergiss nicht uns morgen Abend deinem gezähmten Tier vorzustellen.'' Nur noch seine linke Hand war zu sehen welche den Daumen noch oben hielt. Mit dieser Geste verschwand die Hand und das Tor schloss sich wieder.

König Magni Bronzebart: https://i0.wp.com/www.pcmrace.com/wp-content/uploads/2015/06/maxresdefault4.jpg?resize=750%2C400

                                                                                           

Oh weh. Das scheinen keine guten Aussichten für Dragomiers letzte Prüfung zu sein.
Hoffe das Kapitel hat euch gefallen.

LG
Age
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