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Verschwörung im eigenen Volk

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
17.08.2018
23.03.2019
96
170.219
10
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.08.2018 5.015
 
Und weiter geht's. Dieses Kapitel ist etwas länger.
Außerdem ist es etwas heftiger wie ihr am Titel schon erkennen könnt.

Viel Spaß.

                                                                       

Sie liefen los Richtung Ironforge der Hauptstadt der Zwerge und Sitz des Königs.
Während ihres Weges schaute Moira immer wieder zu Dragomier herüber. Der merkte das und fragte: ''Was ist los?'' Moira antwortete: ''Erinnerst du dich noch wie wir uns kennen lernten?'' Er nickte. Natürlich konnte er sich noch erinnern diesen Tag würde er nie vergessen. Es war vor ca. vier Jahren gewesen. Dragomier stand kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag und war zu später Stunde, nach dem Training mit seinem Meister, noch in den Wald gegangen um das Werfen mit dem Dolch zu üben. Er verstand nicht warum sein Meister das von ihm verlangte. ''Wir sind Jäger'', hatte er gesagt, ''Wir schießen mit Bögen oder Gewehren und werfen nicht mit Dolchen wie Schurken.'' ''Aber wenn dir mal die Munition ausgeht und dein Gegner eine Fernwaffe hat kann das über dein Leben entscheiden.'' Mit diesen Worten hatte Dragomier nicht gerechnet und er musste ihm zustimmen.
Er stand gerade vor einem großen Baum dem die Rinde fehlte. Rehe hatten sie abgefressen. Er ritzte mit seinem Dolch eine Zielscheibe in den Baum und ging zehn Schritte zurück. Er nahm den Dolch zielte und warf ihn in Richtung Baum. Allerdings verfehlte er ihn um zwei Armlängen und der Dolch fiel in den Schnee. Dragomier fluchte und holte den Dolch zurück und versuchte es noch einmal. Diesmal stellte er sich sieben Schritte vom Baum entfernt auf. Wieder verfehlte er den Baum. Er stieß einen Wutschrei aus. ''Der ging wohl daneben'', hörte er plötzlich eine Stimme. Er blickte nach links und ein Zwergenmädchen in seinem alter kam aus einem Busch. ''Das weiß ich auch'', sagte er pampig während er den Dolch holte und ihn zurück in seine Scheide steckte. ''Ich bin Moira und wie heißt du?'', fragte das Mädchen. ''Dragomier'', antwortete er kurz. ''Was machst du den hier draußen so ganz alleine?'' ''Ich übe das werfen mit dem Dolch'', sagte er mit einem leicht wütenden Unterton. ''Das sehe ich'' sagte Moira und musste lachen. Dragomier wurde wütend. ''Hey das ist schwerer als es aussieht.'' ''Ach wirklich'', sagte sie, ''Gib mal her den Dolch.'' Er zog ihn wieder aus der Scheide warf den Dolch hoch so das er sich in der Luft drehte und fing ihn an der Klinge wieder auf und reichte ihn ihr. Sie nahm in dankend an und passte dabei auf das sich der junge Zwerg nicht schnitt und ging zu dem Baum auf dem die Zielscheibe eingeritzt war. Sie ging zehn Schritte zurück, zielte und warf den Dolch. Er drehte sich mehrmals um die eigene Achse und blieb schließlich genau in der Mitte der Zielscheibe stecken. Dragomier viel die Kinnlade herunter. ''Wie hast du das gemacht?'', fragte er sie. Sie schaute ihn an. ''Es gibt einen Trick mit dem man leichter zielen kann. Wenn du willst bringe ich ihn dir bei.'' ''Gerne'', antwortete er und ging zu ihr. Sie holte den Dolch und stellte sich neben ihn. ''Hebe den Dolch gerade, so das die Spitze nach vorne auf dein Ziel zeigt. Dein Arm und der Dolch müssen dabei in einer Linie sein.'' Er hob den rechten Arm mit dem er den Dolch hielt und fragt: ''So?'' ''Ja genau so. Und jetzt hole aus und lasse dabei dein Ziel nicht aus den Augen: ''Dragomier holte aus und behielt die Zielscheibe auf dem Baum dabei immer im Blick. Er warf den Dolch und dieser blieb, nach ein paar Umdrehungen, im Baum stecken. Allerdings verfehlte er die Zielscheibe. Leicht wütend stampfte er auf. ''Das war doch garnicht so schlecht für den Anfang'', sagte Moira und holte den Dolch. ''Hier, versuch es nochmal.'' Dragomier nahm den Dolch von ihr und stellte sich wieder in die Ausgangsposition. Er ziehlte und warf. Der Dolch drehte sich und blieb dann etwa ein Fingerbreit in der Zielscheibe stecken. ''Schon besser'', sagte Dragomier leicht stolz und holte den Dolch wieder.
Nach fünf weiteren Versuchen, bei denen er immer besser wurde traf er die Zielscheibe erneut, und diesesmal direkt ins schwarze. Er und Moira jubelten und klatschten ab. ''Guter Wurf'', sagte sie, ''Du bist ein Naturtalent.'' Er zog den Dolch mit einem kräftigen Ruck aus dem Baum und sagte, während er den Dolch wieder einsteckte: ''Danke. Ich lerne sehr schnell.'' ''Das stimmt. Ich...'' Knack. ''Was war das?'', fragte Moira und blickte sich leicht panisch um. Dragomier lief zu ihr und zog sein Gewehr von seinem Rücken. Es war eine einfache Schusswaffe die ihm der Schmied von Dun Morrog vor zwei Jahren, zu beginn seiner Jägerausbildung, geschenkt hatte. Einfach aber tödlich. Knack. Es klang als würde jemand auf kleine Äste treten. Dann raschelte der Busch vor ihnen. Moira stellte sich hinter Dragomier der sein Gewehr auf den Busch richtete und mit fester Stimme sagte: ''Wer ist da? Komm raus und zeig dich.'' Drei Zwerge mit gezogenen Schwertern traten aus dem Busch hervor. Aufgrund ihrer blassen Haut wusste er das es Dunkeleisenzwerge waren. Er hatte noch nie einen gesehen. Sie waren sehr Lichtempfindlich da sie die meiste Zeit unter der Erde verbrachten. Der erste der drei, der wohl der Anführer war, kam langsam auf ihn zu. Der zweite war sehr muskulös und der dritte wahr, sogar für einen Zwerg, klein. Der Anführer der drei steckte sein Schwert in die Scheide zurück, hob leicht die Arme und sagte mit rauer Stimme: ''Junge leg die Waffe weg bevor du dich damit noch verletzt.'' Dragomier richtete das Gewehr auf den Anführer und fragte nochmal: ''Was wollt ihr?'' ''Deine kleine Freundin'', sagte der Zwerg und zeigte mit dem Finger auf Moira die sich panisch an Dragomier klammerte. ''Sei vernünftig Junge. Gib sie uns einfach und keiner wird verletzt.'' Der junge Zwerg mit dem Gewehr kniff die Augen zusammen und sagte dann: ''Und wenn nicht?'' ''Dann'', sagte der Anführer und zog wieder sein Schwert, ''müssen wir dir wehtun.'' Er sprang auf ihn zu und schlug mit dem Schwert nach ihm. Dragomier aber machte einen Schritt zur Seite so das der Anführer stolperte und auf seine Knie fiel. Dragomier holte aus um dem Dunkeleisenzwerg den Kolben seinen Gewehres in den Nacken zu rammen. Bevor er allerdings zustoßen konnte traf ihn etwas hartes am Kopf und er viel zu Boden. ''DRAGOMIER'', schrie Moira und rannte zu ihm. ''Bitte steh auf'', sagte sie verzweifelt. Er allerdings verstand sie nicht, sein Geist war benebelt und alles vor seinen Augen war verschwommen dann ein weiterer Schlag und er verlor das Bewusstsein.'' Der Anführer, der Dragomier eben einen Tritt auf den Kopf verpasst hatte, schaute zu der panischen Moira und sagte: ''Nehmt sie mit.'' ''Was machen wir mit dem hier?'', fragte der kleine und deutete auf Dragomier der bewusstlos im Schnee lag. ''Lasst ihn liegen. Es wird in kürze dunkel, die Wölfe werden sich um ihn kümmern.'' Der muskulöse Zwerg schnappte sich das Zwergenmädchen welches versuchte wegzulaufen und fesselte ihr die Hände auf den Rücken. Er hob sie hoch und lege sie sich wie einen Sack Mehl auf die Schultern. Sie schrie und zappelte aber konnte dem starken Griff des Dunkeleisenzwergs nicht entkommen. Mit einem lachen liefen die drei los und verschwanden mit ihrer Gefangenen im Dickicht des Waldes.

Kälte, dann ein stechender Schmerz. Er hob langsam seinen Kopf ließ ihn aber gleich wieder fallen da er höllisch wehtat. Sein Gesicht viel in den Schnee und er war sofort hellwach. Er erhob sich langsam auf die Knie und rieb sich den Hinterkopf wo er eine dicke Beule spürte dann viel es ihm wieder ein. Moira. Dunkeleisenzwerge. Er blickte sich hektisch um aber niemand war mehr zu sehen. Bestürzt stellte er fest das es bereits dunkel war. Als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten sah er Fußspuren. Fußspuren von drei Personen. Er verzog das Gesicht zu einer wütenden Fratze, griff nach seinem Gewehr welches er nach dem schlag an den Kopf fallen gelassen hatte und stand eilig auf. Ihm wurde schwindelig und er sank auf seine Knie zurück. Er atmete tief durch und erhob sich wieder. Diesmal langsamer und auf sein Gewehr gestützt. Nachdem er sicher stand schaute er wo die Spuren hinführten. ''Nicht gut'', dachte er, ''Die führen in den Wald und es ist bereits dunkel. Ich muss vorsichtig sein.'' Er hängt sich sein Gewehr auf den Rücken. ''Ich komme Moira'', sagte er und rannte los rein in den Wald. Er rannte und behielt dabei die Spuren, so gut es im dunkeln eben ging, immer im Auge. ''Hoffentlich finde ich sie schnell'', sagte er zu sich selbst. Er überlegte kurz ob er sich eine Fackel anzünden sollte. Da erinnerte er sich an eine Lektion seines Meisters, niemals in der Nacht im Wald ein Feuer zu machen das würde ihn sofort verraten und Raubtiere anlocken. Er beließ es also bei dem Gedanken und rannte weiter. Nach zehn Minuten die ihm wie Stunden vor kamen, war er völlig außer Puste aber er gab nicht auf. Nach weiteren zehn Minuten hörte er plötzlich etwas. Er blieb schwer atmend stehen und horchte auf. Es klang wie Gemurmel. Er rannte wieder los achtete aber dabei darauf wo er hintrat. Er lief eine kleine Anhöhe hinauf und kam an den Rand einer großen runden Lichtung. In der Mitte waren die drei Dunkeleisenzwerge mit ihrer Gefangenen. Er verdrehte die Augen und konnte nicht glaube was er da sah. Die drei Entführer und das Zwergenmädchen Moira saßen um ein Feuer. Moira war an Händen und Füßen mit Seilen gefesselt. Er konnte es nicht glauben. Wie blöd waren diese Zwerge eigentlich. Die Lichtung an sich war ein guter Platz für ein Lager: Man konnte jeden der auf sie zukam rechtzeitig sehen und auf sie schießen konnte man auch nicht da die Schusswaffen der Zwerge keine so große Reichweite hatten. Aber das Feuer hätten sie nicht machen sollen. Jedes Raubtier im Umkreis von hundert Metern konnte es sehen. Das war wie eine Einladung. ''Ihr Idioten'', hörte er Moira sagen, ''Macht das Feuer aus. Damit lockt ihr nur Raubtiere an.'' Dragomier musste schmunzeln und fragte sich wie zwei sechzehnjährige Kinder so was begriffen Erwachsene aber nicht. ''Ach halt deinen Mund Kleine bevor ich ihn dir stopfe'', sagte der Anführer. ''Mist ist das kalt hier'', sagte der kleine der drei. Der muskulöse brummte: ''Wenn du dich nicht verlaufen hättest wären wir schon längst wieder zurück.'' ''Schluss jetzt'', sagte der Anführer und blickte abwechselnd in die Gesichter seiner Kameraden. ''Wir haben sie und den Jungen sind wir auch los. Er ist der einzige der etwas weiß'', sagte er und alle drei lachten. Dragomier hatte von seinem Versteck am Rande der Lichtung alles mitbekommen. ''Gut sie glauben ich sei tot. Dann hab ich den Überraschungsmoment auf meiner Seite. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wie ich nah genug an sie ran komme ohne das sie mich sehen'', dachte er nur um sich im selben Moment auf die Stirn zu schlagen. ''Wenn ich auch nur einen Schuss abgebe dann locke ich doch jedes Raubtier im Umkreis von tausend Metern an und dann kann ich mich und Moira auch gleich erschießen.'' Nein so konnte er es nicht tun. Er hängt sein Gewehr wieder auf den Rücken und dachte angestrengt nach wie er es am besten anstellen sollte. ''Hey wo willst du hin?'', hörte er plötzlich den Anführer sagen. Er schaute zur Lichtung und sah das sich der kleine erhoben hatte. ''Ich muss mal kurz austreten'', sagte er und lief auf den Wald zu. ''Aber sei vorsichtig'', rief ihm der muskulöse noch hinterher. Der kleine hob den linken Daumen zur Bestätigung und lief weiter. Etwa fünf Meter von Dragomier entfernt betrat er den Wald und lief ein paar Schritte hinein bis er einen großen Baumstumpf sah. Dragomier der ihm leise und unauffällig gefolgt war hörte kurz darauf ein leises plätschern und einen starken Seufzer des Zwergen. Er schlich in geduckter Haltung langsam auf ihn zu und zog lautlos seinen Dolch. Als er hinter ihm stand zögerte er. Er hatte noch nie jemanden getötet. Er rang mit sich und beschloss es nicht zu tun. Gerade wollte er den Dolch wieder wegstecken als der kleine Zwerg sich umdrehte umd Dragomier sah. Er wollte los schreien kam aber nicht mehr dazu den Dragomier hatte, aus Reflex, den Dolch in seine Richtung geschwungen. Zu seinem bestürzen stellte er fest das er die Kehle des Zwerges erwischt hatte aus der jetzt Blut lief. Der Dunkeleisenzwerg hielt sich die Hände an den Hals welche sich schnell rot färbten und fing an zu röcheln. Im nächsten Moment schwankte er und viel zu Boden wo er noch kurz röchelte und dann leblos liegen blieb. Der Schnee unter ihm färbte sich schnell rot und Dragomier ließ vor Schreck den Dolch fallen. Seine Beine wurden weich und ihm wurde bewusst was er gerade getan hatte. Er hatte einen Zwerg getötet. Er hatte zuvor noch nie jemanden getötet. Außgenommen Tiere bei der Jagd aber das war etwas anderes. Er spürte einen Brechreiz konnte sich aber beherrschen. Er hob zitternd seinen Dolch auf und wischte das Blut daran an dem Schnee ab. Er steckte den dolch zurück in die Scheide. Kurz schaute er noch auf die Leiche des Zwerges und sagte leise: ''Tut mir leid.'' Dann schlich er zurück zum Rand der Lichtung wo die anderen beiden immer noch saßen. ''Was will unser Meister eigentlich mit ihr?'', fragte der muskulöse und schaute seinen Kameraden an. ''Keine Ahnung'', erwiderte er, ''Wenn wir ihm morgen das Mädchen bringen kannst du ihn ja fragen.'' Moira horchte auf. ''Aha, die arbeiten also für jemanden'', dachte sie. ''Unser Freund braucht aber ganz schön lange'', sagte der Anführer, ''Ich werd mal nach ihm schauen du hältst hier die Stellung.'' ''Alles klar'', sagte der muskulöse Zwerg und legte noch einen Ast in das Feuer. Der Anführer ging in die Richtung in der der kleine Zwerg verschwunden war. Er folgte den Spuren und erreichte den Baumstumpf. Als er sah was seinem Kameraden zugestoßen war schüttelte er den Kopf. ''Wahrscheinlich ein Raubtier wir hätten doch das Feuer weglassen sollen.'' Er wollte sich gerade abwenden als er stutzte und sich zu seinem toten Kumpanen runter beugte. Er zog den Handschuh an seiner rechten Hand aus und fuhr mit zwei Fingern über die Wunde an seinem Hals. ''Ein glatter Schnitt'', sagte er leise. ''Das war kein Raubtier'', sagte er etwas lauter. Er wirbelte herum, zog sein Schwert und sagte mit noch lauterer Stimme: ''Ich weiß das du da bist Junge.'' ''Hey was ist los?'', fragte der muskulöse der mit gezogenem Schwert zu seinem Anführer gelaufen kam. ''Unser Junge ist wohl doch noch nicht tot wir....'', er stockte und schaute seinen Kameraden geschockt an.'' Du Idiot, das Mädchen'', sagte er und beide rannten zurück auf die Lichtung. Beide sahen sie wie der junge Zwerg gerade dabei war dem Mädchen die Fesseln an Händen und Füßen durch zuschneiden. ''Verdammt komm'', sagte der Anführer und beide rannten auf sie zu.
Kurz zuvor.
Dragomier kauerte noch immer am Rand der Lichtung. Er sah das der Anführer gerade seinen Kameraden gefunden hatte. Er wurde panisch den jetzt würde er Verdacht schöpfen. ''Ich weiß das du da bist Junge'', hörte er den Anführer sagen und seine Panik verstärkte sich noch. Er hörte schnelle Schritte und sah das der muskulöse Zwerg sich vom Feuer erhoben hatte und mit gezogenem Schwert in Richtung seinen Anführers lief. ''Das ist die Gelegenheit'', dachte Dragomier sich und als der Zwerg im Wald verschwunden war lief er schnell zu Moira die verzweifelt versuchte sich von ihren Fesseln zu befreien. Sie schaute auf und ein lächeln schlich sich auf ihre Lippen. ''Dragomier. Du lebst.'' ''Keine Angst das haben wir gleich'', sagte Dragomier, zog seinen Dolch und Schnitt ihre Fesseln an Händen und Füßen durch. Er steckte den Dolch wieder weg und half ihr beim aufstehen. Sie rieb sich die Handgelenke. ''Danke'', sagte sie und viel im um den Hals. Sie erschrak allerdings und löste sich gleich wieder von ihm und drehte ihn um so das er sah wie die zwei übrigen Zwerge mit gezogenen Schwertern auf sie zu liefen. Dragomier nahm sein Gewehr von seinem Rücken und sagte zu Moira ohne dabei den Blick von den zwei Zwergen abzuwenden: ''Stell dich hinter mich.'' Mit verängstigtem Blick tat sie es. Dragomier richtete die Schusswaffe auf die beiden und sagte mit fester Stimme und einem ernsten Gesicht: ''Keinen Schritt weiter.'' Die Dunkeleisenzwerge blieben stehen. Sie waren noch ca. zehn Meter von ihnen entfernt. ''Sei nicht dumm Junge'', sagte der Anführer, ''Wenn du jetzt schießt lockst du alle Raubtier im Umkreis von hundert Metern an.'' ''Das hängt ganz von euch ab'', sagte Dragomier. ''Wir zwei werden jetzt verschwinden. Wenn ihr uns folgt werde ich schießen und selbst wenn ich nicht treffe, was ziemlich unwahrscheinlich ist, werdet ihr das nicht überleben.'' ''Ihr aber auch nicht'', sagte der muskulöse. ''Aber ich weiß wie man am schnellsten aus diesem Wald raus kommt. Also macht keine Dummheiten und wagt es nicht uns zu folgen'', sagte Dragomier und lief langsam mit Moira zum Rand der Lichtung. Als sie den Wald betraten drehte er sich um, nahm Moira an der Hand und sagte zu ihr: ''Komm mit.''
''Weißt du wirklich wie wir hier rauskommen?'' Ohne sie anzuschauen sagte er. ''Natürlich ich verbringe seit zwei Jahren jeden Tag mit meinem Meister in diesem Wald und kenne ihn inzwischen in und auswendig.'' Nach kurzer Zeit erreichten sie den Waldrand. Sie rannten weiter und Dragomier drehte sich kurz um und sah zu seiner Bestürzung das die zwei Entführer ihnen gefolgt waren. Er knurrte und blieb stehen. Er legte das Gewehr an und schrie ihnen entgegen: ''ICH HABE EUCH GEWARNT.'' Bumm. Der Schuss halte und Moira blieb angewurzelt stehen und drehte sich zu Dragomier um.
Dieser schoss ein weiteres mal und beide Dunkeleisenzwerge brachen zusammen und hielten sich ihre Oberschenkel. ''Du kleiner Mistkerl'', schrie der Anführer. Moira lief zu Dragomier zurück und sagte: ''Komm, lass uns von hier verschwinden.'' Beide drehten sich um und wollten weiter laufen blieben aber sofort wieder stehen. Eine Horde von dreißig Zwergen auf gepanzerten Bären waren am Horizont aufgetaucht und ritten auf sie zu. Dragomier wurde bleich und hob das Gewehr wieder an. Moira aber legte ihre Hand auf seine Schusswaffe, drückte sie sanft runter und sagte: ''Nicht, die gehören zu uns.'' Die Gruppe teilte sich. Fünfzehn von ihnen ritten auf die zwei Dunkeleisenzwerge zu während die anderen fünfzehn ihr Tempo drosselten und vor den zwei jungen Zwergen stehen blieben. Einer der Zwerge auf einem schwarzen Bären stieg herunter und nahm seinen Helm ab. Sein Gesicht wurde von einer Fackel beleuchtet die ein Soldat trug. ''Papa'', sagte Moira, rannte auf ihn zu und fiel im in die Arme. ''Mein Kind'', sagte der Mann welchen Dragomier sofort als König Bronzebart erkannte. Er war sprachlos. Die restlichen Männer stiegen ebenfalls ab und umkreisten Dragomier mit gezogenen Schwerter und Hämmern. Dieser ließ sein Gewehr fallen und hob die Hände. ''Wartet'', sagte Moira die sich wieder von ihrem Vater gelöst hatte. ''Er ist ein Freund, er hat mich gerettet.'' Die Soldaten senkten ihre Waffen und schauten zu ihrem König. Er winkte mit der Hand und sie traten ein paar Schritte zurück. König Bronzebart kam auf Dragomier zu und legte ihm die rechte Hand auf die Schulter und sagte: ''Ich danke dir Junge du hast meine Tochter gerettet.'' Er nickte und antwortete: ''Es war mir eine Ehre mein König.'' Die restlichen Soldaten kamen mit den zwei Dunkeleisenzwergen zu ihnen und der König fragte: ''Sind das alle?''.
''Nein Paps, es waren drei'', sagte Moira. ''Was ist mit dem dritten?'', fragte der König. Moira schaute fragend zu Dragomier und der antwortete unsicher: ''Er ist tot. Ich
....ich habe ihn getötet.'' Der König schaute ihn mitleidig an und sagte dann: ''Tut mir leid das du das tun musstest Junge.'' Dragomier nickte leicht. Moira kam auf ihn zu und umarmte ihn kurz. Danach stellte sie sich neben ihn und legte ihren rechten Arm um ihn und sagte: ''Du hättest ihn sehen sollen Pap's er ist der beste Schütze den ich je gesehen habe.'' Bronzebart runzelte die Stirn, nahm die Fackel die der Soldat in der Hand hielt und kam näher zu den beiden. Er hielt die Fackel hoch so das er Dragomiers Gesicht besser sehen konnte. ''Wie heißt du Junge?'' ''Dragomier mein König'', antwortete er. Bronzebart nickte und sagte dann: ''Du siehst genau so aus wie dein Vater.''
Dragomier stutzte und fragte dann: ''Ihr kanntet meinen Vater?'' ''Und auch deine Mutter. Du hast ihre Augen und seine Haarfarbe. Sie waren beide großartige Jäger und wenn ich mir die Schusswunden dieser beiden Dunkeleisenzwerge hier anschaue'', er deutete auf die zwei Entführer, ''Hast du auch ihr Talent geerbt. Wer bildet dich aus?'' ''Meister Bärenhüter'', sagte er voller Stolz. Der König nickte. ''Ein guter Mann und ein guter Lehrer. Du bist in den besten Händen Dragomier.'' Er wante sich von ihm ab und ging auf die zwei Dunkeleisenzwerge zu. ''Und wir werden uns nachher in aller Ruhe unterhalten.'' Er ging zu seinem schwarzen Bären zurück, stülpte sich seinen Helm wieder über Kopf und stieg auf. Seine Tochter stieg ebenfalls auf und setzte sich hinter ihn. ''SOLDATEN'', rief er,'' WIR BRECHEN AUF.'' Alle stiegen wieder auf ihre Reitbären. Einer der Soldaten kam mit seinem Bären zu Dragomier und reichte ihm die Hand. Dieser hob sein Gewehr auf hängte es wieder auf seinen Rücken und ergriff die Hand. Die Gruppe ritt los in Richtung Ironforge.
''Verstehe dann agieren sie also nicht auf eigene Faust sondern arbeiten für jemanden'', sagte Bronzebart eine Stunde später. Er, Moira, Dragomier und der Berater des Königs saßen zusammen in einem kleinen Raum. Die beiden jungen Zwerge hatten gerade erzählt was passiert war. Moira hatte ihren Kopf müde auf Dragomiers linke Schulter gelegt. Die letzten Stunden waren sehr anstrengend für sie. Beide waren in Decken gehüllt. ''Weißt du was sie von dir wollten?'', fragte Bronzebart nachdenklich seine Tochter. Diese hob ihren Kopf und schüttelte ihn leicht. ''Mein König'', sagte der Berater der den Namen Aran trug. ''Was den Aran?'', fragt der König. ''Eure Tochter und der junge Jäger sehen müde aus. Findet ihr nicht das es für heute reicht? Wir haben zwei der Entführer die ihr morgen in aller ruhe befragen könnt.'' Der König dachte kurz nach und stimmt seinem Berater zu. Er wante sich an den Retter seiner Tochter: ''Dragomier, meine Soldaten werden dich nach Hause bringen. Wo wohnst du?'' ''Bei Varla, der Besitzerin des Gasthauses Zum einbeinigen Stier'', antwortete Dragomier. ''Ich wusste gar nicht das Varla einen Sohn hat'', bemerkte Aran. ''Hat sie auch nicht'', sagte Dragomier an ihn gewannt, ''Sie ist meine Ziehmutter. Meine echten Eltern starben kurz nach meiner Geburt.'' Aran sah ihn an und nickte verständlich. ''OHHH NEIN'', schrie Dragomier auf einmal so laut das Moira neben ihm zusammen zuckte. Sie schaute ihn verwundert an und fragte: ''Drago, was ist los?'' ''Varla, sie macht sich bestimmt schon sorgen um mich. Ich hatte ihr versprochen bei Sonnenuntergang wieder zurück zu sein. Wie soll ich ihr erklären was passiert ist, das wird sie mir nie glauben.'' Der König zog eine Augenbraue nach oben. Dann kam er auf den jungen Jäger zu und sagte: ''In diesem Fall werde ich dich persönlich zu ihr bringen.''
Als Dragomier nach Hause kam wartete seine Ziehmutter Varla schon ungeduldig auf ihn. Sie umarmte ihn und sagte: ''Dragomier wo warst du denn ich habe mir sorgen gemacht. Geht es dir gut?'' ''Mir geht’s gut Varla aber ich bekomme keine Luft mehr.'' Sie ließ ihn los und stemmte die Hände in die Hüften: ''Kannst du mir mal sagen wo du die ganze Nacht gewesen bist junger Mann?'' ''Die ganze Nacht?'', fragte er und stellte bestürzt fest das die Sonne bereits am aufgehen war. ''Er hat meine Tochter gerettet,'' sagte Magni Bronzebart und betrat das Haus. Als Varla erkannte wer da ihr Haus betreten hatte viel ihr die Kinnlade herunter. Moira, die ebenfalls gerade eintrat sagte: ''Ja das hat er.'' Varla fing sich wieder und sagte: ''Mein König ich freue mich euch wieder zu sehen.'' ''Ich freue mich auch meine liebe Varla.'' ''Ihr kennt euch?'' fragten Dragomier und Moira im Chor. ''Das tun wir'', sagte Varla und lächelte. König Bronzebart wendete sich jetzt Dragomier zu und sagte: ''Dragomier, ich danke dir nochmal das du Moira gerettet hast. Ich habe da etwas das ich schon lange aufbeware. Das möchte ich dir zum Dank überlassen.'' Varla viel im ins Wort. ''Mein König, wenn ihr damit noch zwei Tage wartet könntet ihr ihm das zu seinen Geburtstag überreichen.'' Bronzebart nickte und lief Richtung Ausgang. ''So soll es sein. Moira kommst du.'' ''Ja Paps.'' Sie lief ihm nach. Auf der Türschwelle drehte sie sich nochmal um und sagte: ''Wir sehen uns in zwei Tagen, Drago.'' Mit diesen Worten verschwand sie. Varla trat neben ihren Ziehsohn: ''Drago?'' ''Ein Spitzname'', sagte er und musste lächeln. ''Na komm mein Junge es wird Zeit das du ins Bett kommst ich werde Bärenhüter informieren was geschehen ist.'' Als Varla aber keine Antwort erhielt schaute sie zur Seite und musste kurz lachen. Ihr Ziehsohn war im stehen eingeschlafen und schwankte bedrohlich hin und her. Bevor er umfallen konnte fing die alte Zwergin ihn auf und trug ihn rauf in sein Zimmer und legte ihn in sein Bett. Sie deckte ihn zu und sagte: ''Gute Nacht du Held.''
Zwei Tage später war Dragomiers Geburtstag. Viele Bewohner von Dun Morrog waren da um ihm zu gratulieren. Als Moira und ihr Vater kamen wurde es toten still. Alle wussten natürlich inzwischen was Dragomier getan hatte. Moira kam auf ihn zu: ''Alles gute Drago'', sagte sie und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Er errötete und sagte mit zittriger Stimme: ''Dddanke.'' Sie lächelte und trat einen Schritt zur Seite. Jetzt kam König Bronzebart auf ihn zu und sagte: ''Alles gute Dragomier.'' Er überreicht ihm eine längliche Holzkiste. Dragomier öffnete sie und hätte sie beinah fallen gelassen. In der Kiste lag ein Gewehr mit angebauten Zielfernrohr. ''Da brat mir doch einen nen Storch'', sagte der Schmied. ''Das ist die Schusswaffe von Torvak. Ich dachte die wäre nach seinem Tod verschwunden.'' ''Mein Soldaten haben sie damals nach der Schlacht bei seiner Leiche gefunden als das Schlachtfeld nach überlebenden abgesucht wurde.'' Dragomier war sprachlos. ''Torvak hätte gewollt das du es bekommst'', sagte der König. Dragomier lief eine einzelne Träne über sein Gesicht. Er strich mit der Hand über das Wappen auf der Schulterstütze. Er erkannte das Zeichen seiner Familie. Er schaute zu König Bronzebart und sagte: ''Vielen Dank.''
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