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Verschwörung im eigenen Volk

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
17.08.2018
23.03.2019
96
170.219
10
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12.10.2018 1.840
 
Ein klopfen riss die Zwerge aus ihren Träumen. Schlaftrunken richteten Dragomier und Barl sich in ihren Betten auf. Barl ergriff die Initiative und sagte verschlafen: ''Ja?'' Die Tür wurde geöffnet und Saron trat herein. Zwei Dienerinnen traten ebenfalls in das Zimmer und stellten zwei Schüsseln mit Wasser auf den Tisch. Sie und Saron verbeugten sich und er sprach: ''Verzeiht das ich euch wecke aber die Skyfire ist in einer Stunde abflugbereit und der König hat darum gebeten das ihr ihn nochmal aufsucht. Ich werde vor der Tür auf euch warten'', sagte Saron und trat mit den Dienerinnen aus dem Zimmer.
Barl nickte und stieg aus dem Bett. Dragomier hingegen schmiss sich zurück in sein Kissen. Er hatte die ganze Nacht nicht besonders gut schlafen können. Immer wieder wurde er von Albträumen geplagt. Barl der sich gerade das Gesicht gewaschen hatte schaute zu seinem Freund herüber und sagte: ''Du siehst nicht gut aus. Schlecht geschlafen?'' Dragomier nickte und quälte sich aus dem Bett und schlürfte zu der zweiten Schüssel. Barl beobachtete ihn und im vielen seine Narben auf dem Rücken auf. ''Sag mal sollten deine Narben nicht verheilt sein?'' Dragomier der sich durch das kalte Wasser in seinem Gesicht etwas wacher fühlte drehte sich um und sagte: ''Sie sind verheilt.'' ''Aber warum ist dein ganzer Rücken dann blutverschmiert?'', fragte Barl. Dragomier schaute ihn entgeistert an und versuchte über die Schulter auf seinen Rücken zu schauen. Als er dies tat verspürte er einen starken Schmerz und brach unter Schreien zusammen. Barl rannte zu ihm und im gleichen Moment wurde die Türe aufgestoßen und Saron und die zwei Dienerinnen stürmten in das Zimmer. ''Was ist passiert?'', fragte eine der beiden. Barl kniete neben Dragomier der sich verkrampft hatte und am ganzen Körper zitterte. Barl schaute auf und sagte: ''Er ist zusammengebrochen. Keine Ahnung warum.'' Im gleichen Moment stand Morgana im Zimmer. ''Barl was ist hier los?'' Barl schaute zu ihr und schrie: ''Morgana, er braucht Hilfe hol deine Mutter.'' Ohne zu zögern drehte sie sich um und rannte wieder aus dem Zimmer. Die Zwei Dienerinnen hatten sich in der Zwischenzeit zu Dragomier hinuntergebeugt und versuchten ihn, zusammen mit Barl, zu beruhigen. Saron stand etwas bleich daneben. Allen viel auf das der Boden unter Dragomier sich langsam rot färbte. Sie drehten ihn vorsichtig auf den Bauch und stellten fest das aus beiden Narben auf seinem Rücken Blut floss, so als wären es frische Wunden.
Im gleichen Moment waren schnelle Schritte zu hören und Morgana stand mit ihrer Mutter Temptation im Zimmer. ''Geht bei Seite'', sagte sie und trat zu Dragomier der sich noch immer unter Schmerzen auf dem Boden wand. Sie beugte sich zu ihm herunter und murmelte etwas unverständliches. Im gleichen Moment beruhigte sich Dragomier. Seine Schmerzen ließen nach und er entspannte sich etwas. ''Legt ihn aufs Bett'', sagte sie zu Barl und den Dienerinnen. Diese taten wie ihnen geheißen. ''Mama, was war das?'', fragte Morgana und trat näher heran. ''Das weiß ich noch nicht mein Kind. Aber ich habe eine Vermutung. Hoffen wir das ich mich irre.'' Temptation trat an das Bett auf dem Dragomier lag und nahm seine Hand. Er schaute sie schwach an und sie fragte: ''Dragomier kannst du mich hören?'' Er nickte. ''Weißt du was geschehen ist?'' Er nickte erneut. ''War das das erst mal das du einen solchen Anfall hattest?'' Er schüttelte den Kopf. ''Wie viele hattest du bisher?'' Er überlegte kurz und antwortete dann: ''Das war bisher der dritte. Ich hatte in der Nacht einen und gestern kurz bevor Barl in unser Zimmer kam.'' Temptation nickte und fragte weiter: ''Kannst du die Schmerzen beschreiben? Wie hat es sich angefühlt?'' ''Als würde Ernatos mich erneut mit den Schlingpflanzen durchbohren.'' Die Paladina nickte erneut und legte seine Hand behutsam auf das Bett. ''Was ist jetzt mit ihm?'', fragte Barl, der auf der anderen Seite des Bettes stand. Temptation schaute erst ihn und dann Dragomier an und sagte dann: ''Dragomier, Ernatos hat dich verflucht.'' ''WAS'', schrie er und richtete sich ruckartig auf was er sofort bereute. Er schrie vor Schmerz auf und fiel zurück in das Bett. Temptation fing an zu erklären: ''Wie du weißt ist Ernatos der Meister der Pflanzen. Er manipuliert die Pflanzen mit Hilfe seiner magischen Kräfte. Die Natur lässt sich aber nur schwer kontrollieren und die Pflanzen versuchen sich zu wehren. Dabei kann es passieren das ein Gewisser Teil der Magie aus den Pflanzen entweicht und sich in der Luft verflüchtigt. In deinem Fall hat sich die Magie allerdings nicht verflüchtigt sondern ist in deinem Körper gefangen. Die Magie versucht nun aus deinem Körper zu entkommen. Der wiederum hält die Magie für einen Virus und versucht diesen zu bekämpfen. Das sorgt für deine Anfälle.'' Dragomier schaute sie ungläubig an. ''Soll das heißen das sich in mir die Magie mit meinem Körper einen Kampf liefert?'' Sie nickte. ''Und wie lange braucht es bis die Magie aus meinem Körper entweicht?'' ''Das ist schwer zu sagen. Das hängt davon ab wie viel Magie sich in deinem Körper befindet. Aber da du innerhalb von ein paar Stunden drei Anfälle hattest muss es eine ganze Menge sein.'' Sie schaute im tief in die Augen und sprach dann weiter: ''Ich werde dich nicht anlügen. Es ist gut möglich das du das nicht überlest.'' ''Warum?'', fragten Barl und Morgana, die inzwischen neben Barl getreten war, wie aus einem Mund. Temptation schaute sie an und erklärte: ''Mit jedem Anfall entflieht etwas Magie seinem Körper. Gleichzeitig zehrt es aber auch an seinen Kräften'', sie schaute wieder den Jäger an,''Du hast die letzte Nacht bestimmt nicht gut geschlafen oder?'' Er schüttelte den Kopf: ''Ich hatte grauenvolle Albträume.'' Die Paladina nickte und fuhr fort: ''Solange die Magie in dir ist wird sich dein Körper nicht richtig erholen können weil er vollauf damit beschäftigt ist die Magie zu entfernen. Erst wenn sie komplett aus deinem Körper entwichen ist wirst du dich wieder richtig ausruhen können. Wenn du solange durchhältst.'' Der Jäger schaute sie an und fragte: ''Und wie lange wird das dauern?'' Temptation schaute ihn an und antwortete: ''Mehrere Tage, vielleicht auch mehrere Wochen.'' Alle im Raum waren geschockt. ''Mehrere Wochen'', murmelte Dragomier, ''Kann man das nicht beschleunigen?'' ''Normalerweise ja. Aber in deinem Fall nicht.'' ''Warum'', fragte Morgana und schaute ihre Mutter an. ''Weil sich sein Körper erst von einer schweren Verletzung erholt hat und wenn man es genau nimmt hat er sich gar nicht richtig erholt. Wenn wir die Magie jetzt mit Gewalt entfernen würden würde er das nicht überleben.'' Sie wandte sich wieder an Dragomier: ''Ich kann allerdings einen Zauber wirken der zumindest die Schmerzen während der Anfälle mindert. Sie werden nicht verschwunden sein aber sie werden ertragbaren für dich.'' Dragomier nickte und Temptation fing an den Zauber zu murmeln. Als sie fertig war halfen die Dienerinnen ihm beim aufstehen und wuschen das Blut auf seinem Rücken weg. Zu ihrer Überraschung sah er wieder wie vor dem Anfall aus. ''Die Magie entflieht zum größten Teil aus den Stellen durch die sie auch in den Körper gelangt ist. Der Zauber den ich gewirkt habe wird nicht nur die Schmerzen lindern sondern wird auch verhindern das die Narben wieder anfangen zu Bluten.'' Dragomier nickte. Während er und Barl sich anzogen verließen die Dienerinnen und Saron das Zimmer.
''Gibt es eine Möglichkeit zu erkennen wann der nächste Anfall auftritt?'', fragte Barl während er seinen Gürtel mit den Dolchen anlegte. Die Paladina schüttelte den Kopf. ''Leider nicht. Genau deswegen solltest du bis auf weiteres immer in seiner Nähe sein'', sagte sie zu Barl welcher nickte. Sie wandte sich an Dragomier: ''Und du solltest dich in der nächsten Zeit so viel ausruhen wie möglich. Du wirst deine Kräfte brauchen und auch wenn du nur wenig Schlaf bekommen solltest ist das besser als gar kein Schlaf.'' Der Jäger nickte. ''Jegliche Anstrengung wird deinen Körper weiter schwächen und dich näher an die Schwelle des Todes bringen.'' Jetzt entgleisten Dragomiers Gesichtszüge. ''Aber ich muss meine Jägerprüfung abschließen.'' Der Gesichtsausdruck der Paladina wurde ernst und sie sagte mit strengem Ton: ''Die wird warten müssen. Erst wenn du ganz gesund bist und dich erholt hast kannst überhaupt daran denken.'' ''Aber wenn ich sie nicht nach meiner Ankunft in Ironforge fortsetze bekomme ich nie wieder die Chance und werde dann auch nie zum Jäger.'' Temptations Gesicht blieb ernst aber ihre Stimme klang weicher: ''Ich verstehe. Aber höre auf meine Worte: Es könnte dich umbringen.'' Dragomier schaute sie an und sagte mit leichter Wut in der Stimme: ''Ich werde es aber tun und ich werde nicht sterben.'' Die Paladina musterte den jungen Zwerg und sagte dann: ''Du bist wirklich genau so stur und dickköpfig wie deine Eltern.'' Dragomier Miene blieb ernst und er sprach mit tiefer Stimme: ''Ich werde Ernatos nicht die Genugtuung geben und an seinem dämlichen Fluch sterben. Er hat mich gedemütigt als er mich in der Höhle zum sterben zurückließ. Ich erwarte nicht das ihr das Versteht Lady Temptation.'' Diese schaute ihn an und antwortete mit ruhiger Stimme: ''Ich verstehe es sehr wohl junger Zwerg aber du darfst das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Der König hat im Moment Vorrang.'' Dragomier schaute sie an und sagte mit mürrischem Ton: ''Das weiß ich auch.''
Er zog sein Oberteil an und hängte sich sein Gewehr auf den Rücken. ''Also lasst uns gehen'', sagte er immer noch mürrisch. ''Noch nicht'', entgegnete Temptation. ''Was den noch?'', fragte Dragomier sichtlich genervt. ''Die Skyfire kann erst starten wenn die Sonne aufgegangen ist und bis dahin haben wir noch ein bisschen Zeit.'' ''Und was sollen wir in der Zwischenzeit noch tun?'', fragte Barl. Morgana grinste und sagte: ''Ihr Frühstückt mit uns.''
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