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Der Verrat

von Naemi-hdr
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Legolas Thranduil
16.08.2018
30.09.2018
4
3.858
 
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16.08.2018 399
 
Alcarinqas Hand zitterte, als sie den rauen Stoff vor dem Eingang des Zeltes zur Seite schob. Zögerlich streckte sie den Kopf durch die Öffnung und blickte sich vorsichtig um, da packte sie urplötzlich jemand am Handgelenk und zerrte sie in eine Nische direkt neben der Zeltöffnung, die ihrem sonst so scharfen Blick wohl entgangen sein musste. Ehe Alcarinqa sich’s versah stand sie Auge in Auge mit einem hochgewachsenen Elb, dessen stechende Augen sie von oben bis unten musterten. „Du bist also Alcarinqa?“ „J...ja!“, ihre Stimme bebte vor Nervosität. Ihr Gegenüber zog die Augenbrauen hoch. „So unsicher? Ich hoffe ich für dich, dass du dich nur verstellst, denn deine Aufgabe erfordert viel Mut, aber auch List und nicht zuletzt einiges an Können im Kampf. Ich hoffe du besitzt diese Fähigkeiten...“ Starr war Alcarinqas Blick auf den Boden gerichtet und sie antwortete beinahe automatisch, denn diese Frage war ihr in den letzten Wochen schon oft gestellt worden. „Ja, ich habe mein Leben lang dafür trainiert, ich denke, ich bin bereit.“ „Du denkst? Du denkst?!“, auf einmal spürte sie einen eisernen Griff und ihr Kinn wurde schmerzhaft weit nach oben gedrückt, nun war sie gezwungen in die kalten Augen des Elben zu blicken. „Schau mich an!“, schnauzte dieser überflüssigerweise, denn etwas Anderes war Alcarinqa ja nicht möglich.  Diese wagte kaum zu atmen vor Angst, als sie antwortete: „Ich meine natürlich: Ich bin bereit! Und ich bin es wirklich!“ „Das will ich auch hoffen, denn du trägst eine unglaubliche Verantwortung, bist du dir dessen bewusst?“ „Natürlich!“ entgegnete sie mit festerer Stimme. Ein letzter scharfer Blick ihres Gegenübers, dann zog er seine Hand so ruckartig zurück, dass sie beinahe vornüber gefallen wäre. Abschätzig wandte sich der Elb um, während er sprach: „Nun gut, draußen ist ein Pferd für dich vorbereitet, im Morgengrauen wirst du losreiten!“ Ein entschlossenes Nicken war Alcarinqas Antwort dann drehte sie sich um und machte Anstalten das Zelt zu verlassen, doch sie wurde von der schneidenden Stimme ihres Gesprächspartners aufgehalten. „Du weißt, was dir blüht, solltest du es wagen solltest unseren Plan zu verraten!“ Empört drehte Alcarinqa sich um „Niemals würde ich das tun!“, entgegnete sie. „Schwöre!“ „Ich schwöre” sie sprach nun laut und voller Stolz „dass ich niemals Verrat an Euch und Euren Dienern, meinen Freunden, wagen werde!“ Diesen Eid schwor sie voller Kühnheit und Mut, jedoch nicht wissend wie sehr sie ihn eines Tages bereuen würde...
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