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Ich liebe Sie, Elena!!!

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Arzu Ritter Dr. Elena Eichhorn Dr. Lea Peters Dr. Martin Stein Dr. Rolf Kaminski Sarah Marquardt
16.08.2018
20.08.2018
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16.08.2018 424
 
"Was hat der wieder für ne Laune?", raunt Dr Martin Stein halblaut Kathrin Globisch ins Ohr und deutet auf Dr. Rolf Kaminski, der fluchtartig das Arztzimmer verlässt, ohne sich umzudrehen. "Normal ist er wenigstens zu Elena nett, aber was ist bei dem schon normal!"

Elena, die auf dem Fensterbrett gesessen und Dr. Kaminski gedankenverloren, fast sorgenvoll hinterher geschaut hatte, lächelt schief.
"Im Moment ist er ein wenig komisch", sagt sie halblaut, das Urologiefachbuch neben sich legend.


"Im Moment", unkt Martin lachend, wird aber von Schwester Arzu unterbrochen, die schellen Schrittes das Arztzimmer betreten hat. "Dr. Peters will Sie sprechen wegen der vaskulären Demenz von Frau Frank", sagt sie an Kathrin gewandt.
"Und Sie, Frau Dr. Eichhorn, sollen mit Herrn Dr. Kaminski zu der Marqurdt. Der Kaminski weiß eigentlich laut der Marquardt Bescheid. Ich wollte ihn eigentlich gerade erinnern, aber er ist an mir vorbeigehetzt."

Elena lächelt Arzu gequält an und drängt sich eiligen Schrittes an der jungen Frau vorbei.


Dass er Termine einfach vergaß?

Er ist komisch im Moment.
Eigentlich schon ne ganze Weile.
Seit Erfurt.
Seit der Nieren-OP dort, aber dem Patienten ging es gut.
Und trotzdem seit Erfurt.
Irgendetwas muss in Erfurt passiert sein.

Er war anders auch zu ihr, unfreundlich, zynisch, geistesabwesend, traurig.
Und dabei war sie sowas wie seine Freundin, wie seine Tochter, denkt Elena schaudernd an Kaminskis echte Tochter denkend, an den Wohnungsbrand damals, seine Frau, seine Tochter, die Affaire mit der Bader. Er hatte nur seinen Sohn retten können aus dem brennenden Haus. Diese Schuldgefühle auch seinem Sohn gegenüber, weil er in der Nacht, in der das Haus brannte in den Armen von Vera Bader gelegen hatte, die ihm erzählt hatte, sie wäre schwanger. Dieses Biest, dabei konnte sie das gar nicht. Dieses verdammte Biest, denkt Elena wütend.

Er war zerbrochen damals. Ein zerbrochener Mann, der hinter seinem Nietzsche und seinen Sprüchen versteckte wie hinter einem dicken Schutzwall, und sie war die Einzige, die er ins Vertrauen zog. Die Einzige, die manchmal an ihn herankam. Manchmal.


"Er hat dich ins Herz geschlossen" hallt ihr Philipps Stimme im Ohr, als er ihr damals Blut gespendet hatte wegen ihrer Malaria.


"Sie rauchen doch nicht!!"

Dr Kaminksi, der im Innenhof an die Wand gelehnt eine raucht, zuckt mit den Schultern.

"Sie haben mir nichts von dem Termin bei der Marquardt erzählt. Wieso? Und jetzt kommen Sie."

"Weil es egal ist“, sagt Dr Rolf Kaminski tonlos, lansgam neben Elena hergehend.
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