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Dr Rolf Kaminski und Dr Elena Eichhorn

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Dr. Elena Eichhorn Dr. Rolf Kaminski
14.08.2018
25.03.2019
43
29.681
 
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24.12.2018 940
 
Martin hat mittlerweile alle Akten abgearbeitet. Nun kann er ohne einen Kaffe nicht mehr leben. Jetzt ist es ihm auch egal, wenn Kaminski ihm noch einen Spruch drückt. Er schlendert ins Ärztezimmer und steuert genau auf die Kaffeemaschine zu.
Kaminski sitzt am Tisch und ist über seine Akten gebeugt. Im Augenwinkel registriert Kaminski ihn, schenkt ihm aber keine Aufmerksamkeit, da die Arbeit gerade sehr viel wichtiger ist.
Plötzlich klingelt das Telefon. Da Kaminski genau davor sitzt, greift er sofort nach dem Hörer.
,,Kaminski?": sagt er.
Martin kann die Worte des Anrufers leider nicht hören, aber wenn es wichtig ist würde Kaminski ihn schon informieren.
,,Ach, Elena! Ist es nicht noch ein wenig früh zum Aufstehen?": hört Martin Kaminski sagen.

Na toll, jetzt ruft Elena auch noch an, denkt Martin sich.

,,Ach, du hast mich einfach vermisst und hast deshalb angerufen?": sagt Kaminski lachend. Mit Absicht wiederholt er die Worte von Elena, immerhin ist Dr Stein noch im Zimmer.

Martins Mine verdunkelt sich, als er das Gespräch von Kaminski und Elena weiter verfolgt.

,,Ja, ich habe dich auch vermisst.": spricht Kaminski weiter :,,Ja ich kann bald nach Hause fahren, soll ich dann bei dir vorbeischauen?"

Martin rollt mit den Augen. Lange kann er sich das nicht mehr anhören, sonst muss er sich noch übergeben.

,,Ja, gut. Ist dann so abgemacht. Ich klingle dich dann aus dem Bett!": sagt Kaminski lachend :,,ja….Okay. Bis später!"
,,Ich liebe dich auch!": beendet Kaminski schließlich den Anruf und legt auf.

Martin steht immer noch mit seiner Kaffetasse im Raum und schaut einfach ins leere.

,,Dr Stein? Sind sie schon eingeschlafen?": fragt Kaminski, als er Martin einen Moment beobachtet hat.
,,Was? Ehh… Nein, nein!": sagt Martin.
Nach einem kleinen Moment des Schweigens sagt Martin dann noch :,,Ich hatte nur gerade Angst, dass meine Brötchen von heute Nachmittag wieder hoch kommt."
Noch bevor Martin realisiert hat, was er da gerade sagt, hatten diese Worte schon seinen Mund verlassen.
,,Also, ich muss doch sehr bitten! Hüten sie ihre Zunge Stein, denn ich kann sehr ungemütlich werden!": sagt Kaminski, perplex über den Kommentar von Martin :,,Und lassen sie sich eins sagen, ich würde es nicht darauf ankommen lassen!"
Wieder ein kleiner Moment der Stille.
,,Vielleicht lasse ich es ja darauf ankommen!": sagt Martin dann schließlich.
,,Oh, das wagen sie sich nicht!": sagt Kaminski keines Wegs beeindruckt von Martin.
,,Was würde mich denn erwarten?": fragt Martin darauf.
,,Denken sie, ich verrate meine Tricks?":sagt Kaminski dann :,,Und jetzt zischen sie ab, bevor ich mich nicht mehr beherrschen kann!"
,,Was ist, wenn ich bleibe?": fragt Martin.
,,Das werden sie dann noch früher oder später erfahren.": sagt Kaminski :,,Auch, wenn mir mein Ruf als Arzt sehr wichtig ist,  werde ich mich wehren, wenn so ein Clown, wie sie meint, sich mit mir anlegen zu müssen!"
,,Worauf warten sie noch?": fragt Martin wütend, denn mittlerweile kann er die Worte von Kaminski nicht mehr hören :,,Oder haben sie nur eine große Klappe, aber nichts dahinter?"
,,Keine Angst Herr Stein, es läuft alles so, wie es soll.": erklärt Kaminski ihm. Kaminski würde ihm schon den Vortritt lassen, denn dann heißt es Notwehr und Kaminski hat eine Ausrede.
,,Wie soll es denn laufen?": fragt Martin dann wieder.
,,Wie oft soll ich ihnen das noch sagen, ich werde sie nicht vorwarnen!": sagt Kaminski.
Danach starren beide sich wütend in die Augen.
,,Was hassen sie eigentlich am meisten an mir?": fragt Kaminski schließlich, um Martin zum Überkochen zu bringen.
Martin lacht leicht und schüttelt den Kopf.
,,Also eigentlich alles…": gibt Martin dann als Antwort.
,,Und wenn sie sich festlegen müssten?": fragt Kaminski. Er wollte auf etwas ganz bestimmtes hinaus.
,,Lassen sie mich überlegen, es ist eine große Auswahl.": sagt Martin.
Nach einem Moment sagt Martin :,,Wissen sie eigentlich, wie das ist, wenn man die ganze Zeit abgewiesen wird? Sie wissen genau so gut, wie ich, dass ich Elena noch liebe und dann halten sie hier solche Telefonate mit ihr, nur um es mir unter die Nase zu reiben!"
,,Ja, das war ein wahres Vergnügen!": funkelt Kaminski ihn böse an.
,,Jetzt reicht es mir!": sagt Martin dann und krallt sich in den Kittel von Dr Kaminski.
Endlich fängt er auch mal an, dachte Kaminski sich.
Martin drückt ihn gegen die Wand und schien innerlich zu kochen.
Just in dieser Sekunde kommt Brentano herein.
,,Guten Morgen, ich bin hier um sie ab….zu lösen.…": sagt dieser, wobei die letzten Wörter immer leiser wurden :,,Was ist den hier los?"
Schnell löst Martin seinen Griff und schaut beschämt zu Boden.
,,Ich..ehh..emm..": versucht Martin sich zu erklären.
Kaminski rückt seine Krawatte zurecht und schaut dann zu Phillip.
,,Tut mir leid Martin, aber das muss ich dem Professor melden.": sagt Brentano dann.
Na toll, jetzt kriege ich noch eine Standpauke vom Professor.
,,Gut, kann ich denn jetzt gehen?": fragt Martin.
,,Ja, der Professor wird sich noch bei dir melden!": sagt Brentano.
Danach zieht Martin schnell seinen Kittel aus und seine Jacke an und verlässt kurz danach das Ärztezimmer, ohne Brentano oder Kaminski noch einmal eines Blickes zu würdigen.
,,Was ist den in dem los?": fragt Brentano dann.
,,Ich weiß nicht!": antwortet Kaminski scheinheilig :,,Darf ich jetzt auch meinen verdienten Feierabend antreten?"
,,Natürlich! Einen schönen Tag noch!": verabschiedet sich Brentano.
Darauf geht Kaminski in die Umkleide, hängt seinen Kittel weg und zieht seinen Mantel über.
,,Einen schönen Tag noch!": verabschiedet er sich und rauscht aus dem Zimmer.
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