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Zwischen KO&OK

von Disqua
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 Slash
RK200 Markus RK800-51-59 Connor
13.08.2018
10.07.2020
2
4.097
4
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
13.08.2018 2.113
 

Hallo meine Lieben,

Zu Beginn möchte ich erwähnen, dies sollte eigentlich ein One-Shot werden. Nun, es hat nicht funktioniert...
Ich möchte mit der Story eine andere Richtung einschlagen. Ich sehe das Fandom steht komplett auf Hank/Connor. Ich nicht.
Mein Lieblingscharakter ist Markus und bei der Szene auf dem Schiff, dachte ich mir einfach, ok, die Beiden wären eigentlich ein sehr gutes Paar, sollten sie es geschissen bekommen zusammen zu arbeiten. Und Tadaa....
Für das Fandom mag es vielleicht ein ungewöhnliches Paar sein, für mich hingegen ist es normaler als andere die sich abzeichnen :D

So genug Vorgeblubber.
Ich wünsche euch viel Spass~


Wichtig: Ich habe das Spiel selbst nicht gespielt, sondern nur einige Playthroughs dazu gesehen. Ausgangspunkt für diese Story ist der Angriff auf Jericho und unabhängig jeglicher Entscheidung die man treffen könnte, gehts hier in meiner Version weiter und hat somit mit dem Spielverlauf NICHTS mehr zu tun.
Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir und ich verdiene damit auch kein Geld, lediglich die Idee ist meine.




Markus schrak aus seinem Traum hoch und brauchte einen Moment der Orientierung. Er war nicht mehr in Jericho, dies fiel ihm sofort auf. Keine metallenen Wände, die ihn an seine Aufgabe erinnerten, die ihn von Tag zu Tag voranschreiten liess, kein dumpfes Klopfen, welches er gefühlt dauernd im Kopf hatte, sobald Jemand durch die Gänge des Dampfers schritt. Doch wo war er?
Ein Blick durch den Raum zeigte ihm deutlich, dass er wohl in einer ganz normalen Wohnung war. Nicht so luxuriös wie damals bei Carl, aber durchaus modern eingerichtet.
Bei dem Gedanken an Carl wurden seine Gedanken beinahe wieder ein wenig trüber. Er vermisste ihn, den Mann, der ihm erst gezeigt, ihn ermutigt hatte, zu sein, was er war.
"Ausgeschlafen?" Markus zuckte zusammen. Natürlich musste die Wohnung wem gehören und er hatte zwar nicht erwartet, alleine hier zu sein, aber dass die Person sich wenigstens vorher bemerkbar machen würde.
"Geht dich wohl nichts an", gab er kühl die Antwort, als er sein Gegenüber erkannte. Es war seiner Selbstbeherrschung zu verdanken, dass er ihn nicht direkt ausschaltete.
"Du bist", Connor schien kurz zu überlegen, wie er den Satz weiterführen sollte. "Bemerkenswert, ja doch, bemerkenswert. Ich habe noch nie einen Androiden schlafen gesehen oder war dein Energiespeicher tatsächlich so tief unten, dass du in einen Schlafähnlichen Zustand gefallen bist?", wollte er interessiert wissen.
Markus rieb sich die Schläfe und wusste tatsächlich nicht, wie er Connors Frage beantworten sollte. Schlafen, dies taten Menschen, er war kein Mensch, nur weil er nun ein Bewusstsein hatte, bedeutete dies nicht, dass er Schlaf benötigte. Doch die Bilder in seinem Kopf waren wohl einem Traum gleich zu setzen oder hatte er sie sich nur eingebildet? Konnte er sie nicht verarbeiten, weil sein Energiespeicher so tief unten war und sie geisterten so durch seinen Kopf?
"Ich weiss es nicht", gab er letztendlich doch eine Antwort und spürte Connors Gewicht neben ihm auf dem Bett.
Es herrschte ein Moment der Stille. Markus wollte nichts sagen, wollte mit diesem Androiden neben sich eigentlich nichts zu tun haben und Connor wusste nicht, was er sagen sollte. Wie er anfangen sollte, sich zu entschuldigen, sodass es auch glaubhaft wirkte.
"Wo sind wir hier?", brach Markus nach einer Weile ihr Schweigen und er versuchte langsam aufzustehen, sackte allerdings wieder aufs Bett zurück. "Du wurdest bei der Flucht beschädigt, meine Analyse hat ergeben, dass alles von selbst wieder in Ordnung kommt, allerdings nur, wenn du genügend Zeit zur Regeneration hast."
Markus seufzte. "Habe ich dir erlaubt mich zu analysieren?" - "Wäre es dir lieber, ich hätte dich liegen und dich dir selbst überlassen? Dann wäre deine Mission auf diesem Dampfer gescheitert", unterbrach ihn Connor direkt.
"Wegen wem ist meine Mission in Gefahr? Bestimmt nicht wegen meiner Unachtsamkeit", beschwerte sich Markus direkt und legte sich tief seufzend wieder hin. Er war ausgerechnet bei dem Androiden zuhause, der seine Revolution erst gefährdete und nun verlangte dieser noch Dankbarkeit? Soweit würde es noch kommen.
"Du hast meine Frage nicht beantwortet, wo sind wir hier?", hakte Markus erneut nach und schloss für einen Moment erschöpft die Augen. Er spürte durchaus, wie viel Energie er verloren hatte und durch sein neues Bewusstsein spürte er die dazugehörigen Schmerzen ziemlich deutlich. Alles war wohl nicht so gut.
"Ich habe dich zu meinem Partner gebracht. Er ist interessanterweise auf eurer Seite und befürwortet die Revolution der Androiden. Daher dachte ich mir, du bist hier vorerst sicher."
Markus wollte sich erneut aufsetzen, wurde von Connor jedoch zurückgehalten. "Ich weiss, es fällt dir nicht leicht mir zu vertrauen, dennoch bitte ich dich, es zu versuchen."
Der Angesprochene blieb zwangsweise liegen und öffnete die Augen, um Connor nun direkt anzusehen.
"Ich vertraue dir kein Stück."
Connor schwieg und blieb beinahe regungslos neben Markus sitzen. Es gab für ihn nichts zu sagen und er konnte Markus verstehen. Wieso sollte er ihm vertrauen? Durch ihn wurde Jericho zerstört und so viele Androiden waren getötet worden. Er würde sich selbst nicht vertrauen und es tat ihm wirklich leid. Dieses Szenario mit ansehen zu müssen, hatte ihm ein wenig die Augen geöffnet.
Ihm wurde bewusst, dass es ihn jederzeit auch treffen konnte, es hatte ihn ja schon beinahe getroffen, hätte Markus ihn nicht gerettet und weil dieser ihn gerettet hatte, mussten so viele andere sterben.
"Ich werde es wieder in Ordnung bringen, versprochen."
Langsam erhob er sich von dem Bett und wollte das Zimmer verlassen, als sich die Tür öffnete und Hank ihm den Weg versperrte.
"Was sagt deine super genaue Analyse, wie lange er ausser Gefecht ist? Ich würde mein Bett nämlich gerne bald wieder haben und nicht noch eine Woche darauf verzichten. Die Hotelrechnung bezahlt mir keiner."
Markus vernahm jedes einzelne Wort des Polizisten und war sichtlich geschockt. Eine Woche? Er lag bereits eine Woche hier?
"Er sollte bald wieder funktionstüchtig sein, aber dafür muss ich los und noch was besorgen, wenn du mich also entschuldigen würdest." - "Ich bleibe doch nicht, ey Connor, komm zurück ..."
Hank drehte sich murrend zu Markus um und musterte seinen unfreiwilligen Gast für einen Moment. "Er ist keine Sekunde von deiner Seite gewichen und kaum bist du wach, verzieht er sich und lässt mich mit dir alleine. Weisst du, was er vor hat?", wollte er dann wissen und erntete ein müdes Kopfschütteln.
"Solange er weit weg von mir ist, ist alles Bestens", kam ein wenig verspätet die Antwort und Hank nickte verstehend. Connor hatte ihm berichtet, was passiert war und er würde an Markus Stelle wohl ähnlich denken, dabei gab sich sein Partner wirklich Mühe. Zumindest für seine Verhältnisse.
"Ich bin dann vorne, solltest du was brauchen, ruf einfach, mir wäre aber lieber, wenn du wie die letzte komplette Woche einfach nur Dekoration wärst."
Sein Hass auf die Androiden war zwar deutlich weniger geworden und er unterstützte deren Kampf um Freiheit, aber ganz so geheuer waren sie ihm dennoch nicht.
Es war ja nicht jeder wie Connor.
Markus schwieg auf die Worte hin und schloss einmal mehr seine Augen. Er würde ziemlich viel für Ruhe tun und er glaubte durchaus, dass Hank ihn liebend gern alleine lassen würde.

Wie lange er letzten Endes wieder alleine in dem Zimmer war, wusste Markus nicht. Sein Körper schien sich im Moment dauernd in den Standby zu versetzen, was eindeutig dafür sprach, dass er mehr abbekommen hatte, als er zunächst geglaubt hatte. Erst als Connor wieder zu ihm stiess, war er hellwach. Er traute ihm nicht, würde es nie. Dafür hatte er wegen ihm zuviel verloren.
"Ich habe nicht vor, dir irgendwas zu tun, im Gegenteil." Connor setzte sich erneut auf das Bett und holte ein paar Blutkonserven aus der Tasche. Woher und wie er diese besorgt hatte, wollte Markus gar nicht erst wissen. "Ich weiss, deine Mission ist sehr wichtig und ich verrate dafür meine Eigene. Eigentlich sollte ich dich aufhalten, aber nachdem was ich in Jericho gesehen habe, ich kann es nicht. Ich dachte, ihr wärt ein paar, nicht viele, aber dem ist nicht so." - "Wieso sprichst du immer von ihr? Du bist selbst ein Abweichler, du hilfst mir, wobei ich dir nach wie vor nicht traue ..." Markus musterte Connor ein wenig skeptisch.
Wieso erzählte er ihm dies alles?
Wollte er ihn warnen? Ihm klar machen, dass er ihn jederzeit ausschalten würde? So wirkte Connor nicht und auch Hank zuvor, war ihm nicht feindlich gesinnt, aber so ganz sicher fühlte er sich nicht. Dafür war die Erinnerung an den Überfall in Jericho eindeutig zu präsent.
"Nicht ganz, alles in meinem Inneren schreit danach, dich festzunehmen und auszuschalten, nur ein kleiner Teil sagt mir, dass ich es nicht tun soll und auf den höre ich, will ich hören. Ich wollte dir einen Vorschlag machen, jedoch glaube ich kaum, dass du darauf eingehen wirst."
Connor fragte Markus gar nicht erst um Erlaubnis, sondern begann direkt, ihn weiter zu verarzten, wie er es bereits die Woche über getan hatte. Er brauchte das Blut und aktuell schien er sich nicht wehren zu wollen. Die Kraft hätte ihm wohl gefehlt.
"Ich höre." Markus war neugierig. Connor war ehrlich. Etwas, dass er zu schätzen gelernt hatte. "Du kannst die Revolution aktuell nicht anführen, nicht solange du nicht einmal dieses Bett verlassen kannst. Mir ist bewusst, dass du zurück nach Jericho musst, dir das Ausmass anschauen und an einem anderen Ort wieder etwas aufbauen willst. Ich helfe dir. Zumindest solange, bis es dir wieder gut geht. In der Zeit, kannst du mich von deinem Plan, deiner Idee, überzeugen." - "Und wer sagt mir, dass du nicht jedes Detail direkt ans FBI weiterleitest? Mich, uns, noch einmal verrätst und ans Messer lieferst? Es sind viele gestorben, abgeschlachtet von Menschen, die uns erst als Sklaven hielten und nun als Bedrohung sehen. Die es gar nicht erst versuchen wollen, mit und neben uns zu leben. Carl hat mir gezeigt, mir eingetrichtert, für mich einzustehen, mehr aus mir zu machen. Niemals hätte ich mir erträumt, Anführer einer Revolution zu werden. Wieso sollte ich alles, was ich bisher erreicht habe, aufs Spiel setzen, nur weil du neugierig bist?"
Connor hatte so etwas erwartet und legte die Spritze weg. "Weil ich mich in den FBI Computer hacken kann, weil ich die Zugangsdaten habe, die dir helfen könnten. Es ist dir überlassen. Du kannst diesen Kampf alleine aufnehmen oder mit meiner Hilfe ..." - "Die ein Risiko für mich darstellt..." - "Ohne Risiko kommst du bei den Menschen nicht weiter, also wirst du so oder so eines eingehen müssen und ich biete dir Hilfe an, weil ich dich verstehen mag. Es liegt an dir, Markus."
Markus stöhnte entnervt auf. Er hatte quasi keine Wahl. Entweder er versuchte auf eigene Faust wieder alles ins Rollen zu bringen und wurde von Connor verfolgt oder er nahm diesen mit ins Boot und musste dauerhaft die Angst haben, verraten zu werden. Beide Optionen behagten ihm nicht, aber mit wem zusammen schien es vermutlich einfacher zu sein als alleine.
"Ich traue dir nicht, werde ich auch nie. Du bist schuld an verdammt vielen Toden und ich werde es niemals leid werden, dir dies immer wieder unter die Nase zu reiben, damit wir uns in dem Punkt klar und deutlich verstehen. Ebenfalls wird alles getan, was ich sage, keine Alleingänge deinerseits und solltest du dich irgendwann merkwürdig verhalten, also noch merkwürdiger als jetzt schon, werde ich nicht zögern, dich auszuschalten, verstanden?"
Connor nickte leicht und holte aus seiner Tasche noch ein weiteres Ersatzteil hervor. "Ich verhalte mich nicht merkwürdig, nur meiner Programmierung entsprechend. Du bist ein anderes Modell und mir ist bewusst, dass du dies nicht verstehst." - "Glaub mir, ich will es nicht verstehen, autsch ..." Markus zuckte leicht zusammen, als Connor ihm das Ersatzteil ein wenig rabiater einsetzte. Offenbar hatte er einen Nerv getroffen und irgendwie glaubte er, dass sie beide noch richtig aneinander geraten würden.
"Und wann darf ich hier raus und nachschauen wie es in Jericho aussieht?", wollte Markus dann wissen und nahm das Shirt an sich, welches Connor ihm unter die Nase hielt. "In ein paar Tagen, du musst regenerieren, solange passe ich auf dich auf."



Und somit ist Kapitel 1 auch schon geschafft :D

Ich hoffe hat euch gefallen und ihr wisst ja, über Feedback würde ich mich wie immer sehr freuen <3

Wir sehen uns bestimmt bald wieder
Eure Dis~


PS. Für Updates, Infos und Nervenzusammenbrüche folgt mir doch auf Twitter @Disquaku
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