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A Hunter Storm

GeschichteAngst, Sci-Fi / P16 / Gen
Dr. Hermann Gottlieb Dr. Newton "Newt" Geiszler Mako Mori OC (Own Character) Raleigh Becket Stacker Pentecost
11.08.2018
02.09.2021
8
9.866
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"Nein... nein... raus aus meinem Kopf!!" flüstert sie und zerreißt damit die Stille in dem dunklen Raum. keuchend sitzt die junge Frau in eine Ecke gekauert da und versucht die Schmerzen in ihrem Kopf zu vertreiben, doch es klappt nicht egal was sie versucht. Sie weiß genau was passieret wenn die Kopfschmerzen einsetzen, dann beginnen auch die Bilder und Erinnerungen wieder aufzukommen und sie heimzusuchen. Zitternd kramt sie nach der Pillendose in ihrer Tasche und drückt sie wie einen Anker an sich, doch als sie den Deckel abnimmt kommt ihr eine bekannte Stimme in den Kopf. "Du solltest es nicht verdrängen!" meint Stacker und verschränkt die Arme vor seiner Brust, dabei mustert er sie mit einem strengen Blick und wartet auf eine Reaktion von ihr. "Du bist tot also sei still!" murrt sie und hält trotzdem inne, bevor sie seufzend die Dose wegstellt und ihre Beine wieder an ihre Brust zieht. "Hau ab...." meint sie leise und das Trugbild des Mannes, den sie respektiert hat schüttelt nur den Kopf und antwortet:"Du wünschst mich herbei. Du sehnst dich nach meinem Rat und nach...." doch er verstummt, weil sie mit einem Fuß nach ihm tritt und brüllt er soll endlich verschwinden. Wieder ist sie allein, ganz allein in ihrem Zimmer und kommt mit ihren Gedanken nicht klar. Die Schulterlangen, rot braunen Haare sind ungewaschen und hängen leblos herab, während sie immer wieder ihren Kopf gegen die Metallwand schlägt. Drei Narben zieren ihre rechte Gesichtshälfte und gehen von der Nase, bis runter zum Ansatz des Halses und verleihen der jungen Frau ein hartes Aussehen. Obwohl es auch an ihrem kühlen Blick liegt, denn in ihren Augen kann man erkennen wie oft sie schon ihr Leben aufs Spiel gesetzt hat und wie viele Schlachten sie schon geschlagen hat.

Wieder schließt sie die Augen und versucht sich etwas zu beruhigen, doch sobald sie ins Land der Träume abgleitet passiert es erneut. Sie sieht ihre Vergangenheit genau vor sich.... die Szene spielt sich in dauerschleife ab und zeigt ihr wie unfähig sie doch war. Die Sonne wärmt die Haut und sorgt für eine gute Stimmung an diesem Samstagnachmittag. Die Leute genießen die Ruhe und machen sich keine Sorgen um den Krieg und alles was in den Tiefen des Meeres haust.
Das kleine Mädchen wird von den Armen ihrer Familie umschlungen und alle haben ein breites Lächeln auf den Lippen, dabei hält ihre ältere Schwester das Handy hoch und will ein letztes Erinnerungsfoto machen, bevor sie wieder nach Hause fahren und ihrem Alltag nachgehen. Es war ein gewöhnlicher Sommertag und ihre Familie hatte einen Ausflug gemacht, doch es war der Letzte den sie je zusammen gemacht haben und ein Tag den sie nie wieder vergessen wird. Plötzlich erhebte sich etwas aus dem Wasser einen Kilometer hinter ihnen und der Kaiju stürzte sich auf die Stadt in der die kleine Familie gerade war. Wie durch einen verschwommenen Schleier nimmt das Mädchen wahr was um sie herum geschah und verstand nicht was das auf einmal sollte... alles war so schön gewesen und eben hat sie noch ihre Eltern bei sich gehabt. Sie wurden in der Menge getrennt und ihre Schwester trug sie in ihren Armen davon, doch es war zu spät. Das Monster war viel zu nah und durch die Schritte bebte die ganze Erde. Ihre ältere Schwester wurde über den Haufen gerannt und tat alles um die gerade mal 3 Jahre alte Eriza zu beschützen, dafür aber  gab sie ihr Leben.  Die junge Frau hat genau das letzte schiefe Lächeln der Älteren vor ihren Augen und sieht dann das Blut und ihren reglosen Körper... Menschen die schrien und flohen, doch das Mädchen beachtete keiner, dann aber wurde alles dunkel um sie herum und während sie ihre Schwester anschrie sie solle aufstehen starrte sie direkt in das Auge des Kaiju. Das Monster hatte mehrere Gebäude zerstört und Menschen unter seinen Füßen begraben, dabei achtete auf nichts, bis die erste Explosion den Panzer des Dings in Stücke riss und es aufdröhnte. Nun sah das kleine Mädchen wie der große Körper auf sie nieder sauste und wusste es war ihr letzter Atemzug.

"Miss Storm? Ich soll sie daran erinnern etwas zu essen..." Achja, Essen. Langsam öffnet sie die Augen und starrt die Tür an, dann seufzt sie und der Mann verschwindet wieder. Nun steht sie auf und haut nochmal mit aller Kraft gegen die Wand, damit sie die Energie los wird und ihre Wut raus lassen kann, danach geht sie ins Bad. Hinterlassen tut sie nur eine deftige Delle. "Sie sind tot.... alle... ich bin dran Schuld..." flüstert sie immer wieder und steht mit einem Mal völlig neben sich, während sie in die Dusche steigt und das heiße Wasser auf ihren zerschundenen Körper prasselt. Eine große, dunkle Brandnarbe ziert ihre linke Hüfte und eine schmale, etwas verblasste die rechte Wade. Wie oft hat sie versucht das Gefühl des Schmutzes von ihrer Haut zu schrubben? Jedes mal wenn sie in den Spiegel schaut sieht siech nicht sich sondern eines dieser Monster und dann die Leute die sie verloren hat. Die Menschen denen sie nicht helfen konnte. Die Kämpferin ist gerade mal Mitte 20 und wirkt schon wie eine alte Veteranin, doch sie selbst hat noch lange nicht aufgehört mit dem Krieg... der in ihrem Kopf endet nie. Immer wieder aufs neue überkommen sie ihre Depressionen und Anfälle, was auch mit der starken Belastung durch den Drift zutun hat, aber niemand kann ihr helfen. Die meisten haben sowieso Angst vor ihr und wollen nicht mal in ihrer Nähe sein. So also ist sie meist für sich und allein, aber sobald sie allein ist kommt alles hoch. Kommt ihr Kopf zur Ruhe, kommen die Monster und Geister wieder auf um sie zu terrorisieren. Die Klauen tauchen auf, umgreifen sie und ziehen sie in die Tiefen ihres Verstandes damit sie leidet.
Sobald ihre Emotionen sie übermannen passiert es, dann spürt sie das Pulsieren in ihrem Körper und man sieht wie ihre Adern hervorstechen. Ihr gesamter Körper wird von hell blauen leuchtenden Linien durchzogen und ihre Augen ähneln denen diese eigentlich ausgerotteten Kreaturen. Sie zischt auf, als sie ihr eigenes Spiegelbild an der glatten Glaswand erkennt und wischt immer wieder über ihr Gesicht: "Nicht jetzt... nicht wieder. Ich kann mich selbst nicht sehen. Es ist berechtigt das man mich meidet..."
 
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