Piper & Klaus : A hazardous love

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P18
11.08.2018
15.03.2019
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Phoebe kam am frühen Nachmittag von ihrer Klausur aus dem College zurück. Die Fragen waren gar nicht so schwer gewesen wie befürchtet, wobei sie das nach jeder Klausur dachte. Sie lief die Treppen hinauf die zur Haustüre führten und sperrte diese auf. „Bin wieder zuhause!“ rief sie als sie das Foyer betrat und ihre Jacke und ihren Schal auszog. „Nanu, keiner da?“ murmelte sie leise als sie keine Antwort bekam. Sie ging in die Küche um sich eine Flasche Wasser zu holen, als sie den gelben Notizzettel sah der an der Kühlschranktür befestigt war. Hab einen Zahnarzttermin und bin dann einkaufen. Bin am späten Nachmittag wieder zurück. Piper. Phoebe zog den Zettel ab und zerknüllte ich. „Wirklich schlau, Schwesterlein. Geh uns nur aus dem Weg.“ grummelte sie genervt und warf den Zettel in den Mülleimer. Sie ging in ihr Schlafzimmer und öffnete ihre Nachtkästchenschublade. Vorsichtig nahm sie das Buch mit dem Bannzauber heraus und setzte sich damit auf ihr Bett. Sie stutzte, als sie etwas sehr klein geschriebenes auf der ersten Seite las: E.M. Sind das Initialen? Aber von wem? Anscheinend gehörte das Buch doch nicht ihrer Familie. Aber wie kam es dann in ihr Haus? Phoebe schlug das Buch auf um sich den Zauber nochmal durchzulesen. Er war alles andere als einfach. Aber es waren nicht die Zutaten, die ihr Sorgen bereiteten. Dieser Bann musste von zwei Hexen gesprochen werden. Prue konnte sie vielleicht überzeugen aber bei Piper sah Phoebe schwarz. Sie nahm sich einen kleinen Zettel und schrieb die Zutaten auf. Sie war so vertieft in ihre Notizen, dass sie das Klingelnd der Haustüre gar nicht hörte. Nach dem dritten Klingeln schreckte sie auf und lief mit dem Buch in ihrer rechten Hand zur Türe um sie zu öffnen. „Hast du öfter geklingelt?“ fragte sie und gab Cole einen schnellen Kuss. „Ja, aber schon gut. Steht da der Spruch drin?“ erwiderte Cole und deutete auf das Buch. „Ja. Ich hab schon einige Zutaten aufgeschrieben.“ antwortete Phoebe während sie Richtung Wohnzimmer ging, gefolgt von Cole als sie sich beide auf das Sofa niederließen. „Wir sollten noch auf Prue warten. Sie müsste gleich kommen.“ Cole runzelte verwirrt die Stirn. „Und Piper?“ Phoebe verdrehte genervt die Augen. „Sie ist heute Nachmittag ganz zufällig nicht da. Aber sie wird uns dabei auch nicht helfen. wir hatten gestern Abend noch einen kleinen Streit.“ „Über?“ fragte Cole nach als seine Partnerin keine Anstalten machte weiterzureden. „Ich bin ja dafür, das wir Klaus wegsperren, aber sie sagt,,dass ich ihn nicht kenne und das wir nicht ihn nicht so schnell verurteilen dürfen.“ sie machte eine kurze Pause. „Außerdem ist sie der Meinung, dass er zwar kein Unschuldiger sein mag aber das du ebenso wenig einer bist.“ fügte sie nachdenklich hinzu. „Willst du damit sagen, dass sie Klaus und mich vergleicht?“ fragte Cole ungläubig.

Phoebe kaute auf ihrer Unterlippe. „Es sieht s aus, ja. Aber was ich dir eigentlich sagen wollte: Ich habe mir diesen Zauberspruch nochmal durchgelesen. Die Zutaten sind etwas schwierig zu besorgen, aber nicht unauffindbar. Das eigentliche Problem ist, dass er von mindestens zwei Hexen gesprochen werden muss.“ erklärte sie und hielt Cole das Buch hin. Er runzelte die Stirn und schlug die betroffene Seite auf, um sie aufmerksam zu studieren. Die Stille der beiden wurde unterbrochen als ein Schlüssel im Türschloss umgedreht wurde und die Haustür aufging. Phoebe drehte sich um und sah ihre älteste Schwester auf sie zukommen. „Bin ich spät dran?“ fragte Prue abgehetzt und setzte sich gegenüber von Phoebe und Cole. „Nein, du kommst genau richtig.“ antwortete Cole ohne vom Buch aufzublicken. „Bevor du fragst: Piper ist in der Stadt unterwegs und wird erst später kommen.“ erklärte Phoebe. „Wo warst du eigentlich so lange?“ Prue machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ich war etwas länger im Büro.“ log sie. Sie wollte es den beiden nicht unbedingt auf die Nase binden, dass sie mit Elijah in einem Cafè war. „Also der Bannzauber muss von zwei Hexen durchgeführt werden. Und da morgen Halloween ist, wäre morgen die perfekte Gelegenheit.“ fing Phoebe an zu erklären. „Die Zutaten kann ich besorgen.“ pflichtete Cole ihr bei. „Wieso Zutaten?“ fragte Prue verwirrt. „Wenn ich das richtig verstanden habe, müssen wir Klaus in einen Kreis locken der aus diesen Pflanzen besteht. Diese brauchen wir, damit er nicht ausbrechen kann während wir den Zauber sprechen.“ beendete Phoebe ihren Satz. „Wir?“ fragte Prue. „Ja, natürlich. Piper wird uns nicht helfen.“ murmelte Phoebe. „Du willst ihn also verbannen ohne Pipers Zustimmung? Sie wird dich dafür hassen.“ gab Prue zu bedenken. „Es geht hier aber nicht um die Gefühle eurer Schwester.“ entgegnete Cole wütend und stand auf. „Es geht darum, dass ihr die Macht habt, Klaus zu stoppen. Und ihr müsst ihn aufhalten, wer weiß wie viele Unschuldige er noch töten wird.“ „Ich sage ja auch gar nicht, dass wir es nicht tun sollen. Aber wir sollten Piper zumindest informieren, bevor wir den Zauber durchführen. Bis Halloween haben wir ja noch einen Tag Zeit.“ verteidigte sich Prue. Phoebe nickte und stand ebenfalls auf um sich neben Cole zu stellen. „Kannst du mit ihr reden? Auf dich wird sie eher hören als auf mich. Ich besorge in der Zwischenzeit mit Cole die Zutaten.“ Prue seufzte. „Ja, mach ich. Euch viel Glück.“ Phoebe lächelte ihr nochmal zu und nahm Coles Hand um sich kurz darauf mit ihm zu teleportieren.


Zwei Stunden später parkte Piper ihren Wagen in der Auffahrt und stieg mit zwei großen braunen Papiertüten aus. Sie ließ die Fahrertüre mit ihrem Fuß zuknallen und ging Richtung Haustüre. Sie stellte die Tüten kurz ab um die Tür aufzusperren. Sie trug ihre Einkäufe in die Küche und war gerade dabei sie aufzuräumen als Prue die Küche betrat. „Soll ich dir helfen?“ bot sie an und lehnte sich an eine Kücheninsel. Piper schüttelte den Kopf und stellte eine Marmelade in den Küchenschrank. „Nein, ich bin fast fertig. Alles klar?“ fragte sie misstrauisch als sie den Gesichtsausruck ihrer großen Schwester bemerkte. „Ich wusste es. Du hast den gleichen Gesichtsausdruck wie vor einigen Wochen als du mir gebeichtet hast, dass du eine Beule in mein Auto gefahren hast. Also was ist es diesmal?“ fragte Piper als Prue ihr nicht sofort eine Antwort gab sondern den Boden betrachtete. „Phoebe will den Bannzauber für Klaus ausführen. Morgen. Cole steht auf ihrer Seite und ich wollte, dass du es zumindest weißt.“ erklärte Prue vorsichtig und sah wie ihrer Schwester alles aus dem Gesicht fiel. „Ich hoffe, dass meint ihr nicht ernst?! Das Phoebe es durchziehen will wundert mich nicht aber du? Ich hab dich heute Mittag zufällig mit Elijah in der Stadt gesehen und er wird alles andere als begeistert darüber sein, wenn du seinen Bruder verbannst.“ entgegnete sie aufgebracht. Auch wenn Klaus ihr von seiner Vergangenheit erzählt hatte wollte sie den Zauber trotzdem nicht durchführen lassen. „Du glaubst immer noch, dass er sich ändern kann? Er ist tausend Jahre alt selbst normalen Menschen fällt es schwer, sich zu ändern da habe ich bei ihm kaum Hoffnung.“ widersprach Prue. Piper ließ sich auf einem Barhocker nieder und stützte sich mit ihren Ellenbogen auf der Theke ab. „Er war heute Vormittag bei mir und hat mir alles erzählt was er getan hat. Natürlich macht es mir Angst aber ich kann nicht behaupten, dass er mir egal ist.“ sagte sie traurig, ihre Wut von vorhin war auf einmal wie weggeblasen. Prue setzte sich neben ihre Schwester und legte eine Hand auf ihren Rücken. „Wir machen folgendes: Wir haben noch bis morgen Zeit. Genügend für dich um dir alles noch mal zu überlegen. Wenn du nichts mehr dazu sagst, führen wir den Zauber aus. Ansonsten werden wir es nicht tun, das verspreche ich dir.“ Piper nickte zustimmend. „Und was macht ihr mit Elijah? Wollt ihr ihn auch verbannen?“ Prue schüttelte entschieden den Kopf und stand auf. „Nein. Der Zauber reicht nur für eine Person. Ich überlege mir noch etwas.“ versprach sie und verließ die Küche, während sie den Notizzettel mit Elijahs Nummer aus ihrer Hosentasche zog.



Während es in San Francisco erst später Nachmittag war, war die Sonne in Paris schon längst untergegangen. Er verließ die Theatervorstellung und trat in die kühle Nacht hinaus. Nach der französischen Hauptstadt hatte er sich in den letzten Jahren die er in einem Sarg verbracht hatte am meisten gesehnt. Zu seinem Glück hatte er einige Verbündete die ihn vor gut zwei Monaten aus seinem Gefängnis befreit hatten. Er kämpfte sich durch die Menschenmenge hindurch und ging schnellen Schrittes auf die andere Seite der Rue de Mogador in eine kleine Bar. Diese musste innerhalb des letzten Jahrzehnts erbaut worden sein, da er sich bei seinem letzten Aufenthalt hier nicht an sie erinnern konnte. Und er vergaß nie etwas. Er öffnete die Eingangstüre. Sofort schlug ihm der schwere Geruch von Zigarettenrauch, Alkohol und Schweiß entgegen. Angewidert verzog er das Gesicht und ging zielstrebig auf die Bar zu.  

„Bonjur monsieur.  Est-ce que tu sais qui je suis ? » erkundige er sich auf französisch, ob der Barkeeper wusste wer vor ihm stand. Der Angesprochene nickte und zog einen Umschlagunter dem Tresen hervor. „Oui. Cette enveloppe a èté livrée pour vous, Monsieur Mikaelson.“ er nickte und nahm den Umschlag entgegen der für ihn abgegeben wurde. „Merci.“ behielt den Umschlag in seinen Händen und verließ die Bar. Draußen angekommen zog er den Inhalt aus dem Umschlag und faltete den Brief auseinander. Die zwei Worte die dort aufgeschrieben waren reichten ihm völlig aus. Die Ortungszauber von Hexen waren doch etwas sehr nützliches dachte er lächelnd als er die Worte las: San Francisco.


Prue ging nervös einige Schritte in ihrem Zimmer auf und ab, den Zettel mit Elijahs Nummer in ihrer Hand. Sie war sich unsicher, was sie tun sollte. Sie wusste, dass er und Klaus ihr ganzes Leben zusammen verbracht hatten. Entweder musste sich die Schwestern eine Erklärung dafür einfallen lassen, warum Klaus ab übermorgen verschwunden war oder sie ging das Risiko ein und weihte Elijah ein. Sie hatte das Gefühl, dass er momentan nicht hundertprozentig hinter seinem jüngeren Bruder stand aber dennoch würde er es vermutlich nie zulassen, dass sie Klaus verbannen egal was alles in der Vergangenheit zwischen den beiden vorgefallen ist. Prue fühlte sich schlecht bei dem Gedanken Elijah anlügen zu müssen aber das war der einzige Weg um Klaus` Verbannung zu bewerkstelligen. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als ihre Zimmertür geöffnet wurde und Phoebe hereinkam. „Cole und ich haben alle Zutaten für den Bannkreis gefunden.“ verkündete sie und setze sich auf das Bett ihrer Schwester. „Gut. Ich habe vorhin mit Piper gesprochen. Sie braucht noch etwas zeit aber wir haben entschieden, dass wir den Zauber durchführen sollte sie und nicht ausdrücklich davon abhalten.“ erklärte Prue und setzte sich ebenfalls. „Das ist doch gut. Wieso bist du dann so nachdenklich?“ fragte Phoebe stirnrunzelnd. „Ich überlege mir gerade eine Erklärung für Elijah, wenn sein Bruder verschwunden ist.“ „Stimmt, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Und er wird wissen, dass wir etwas damit zu tun haben werden.“ die beiden Schwestern schwiegen eine Zeit lang bevor Phoebe aufsprang.

„Mir ist gerade etwas eingefallen. Warte hier, ich bin gleich wieder da.“ sie verließ das Zimmer und kehre zwei Minuten später wieder zurück mit dem Buch in welchem auch der Verbannungszauber notiert war. Sie setzte sich auf das Bett und blätterte es durch. „Ich habe hier irgendwo etwas gelesen.“ murmelte sie als sie Seite für Seite umblätterte. Sie war schon fast am Ende angekommen als sie den Eintrag fand den sie suchte. „Wir haben sogar alle Zutaten zuhause.“ stellte sie triumphierend fest und schob das Buch zu Prue. „Trank um die Erinnerungen zu beeinflussen.“ las Pure laut vor. Überrascht sah sie Phoebe an. „Das ist gut. Hier steht man muss auf einem Papier die gewünschte Erinnerung aufschreiben, verbrennen und mit den anderen Zutaten vermischen und das Getränk dann der Person verabreichen deren Erinnerungen man beeinflussen will. Das heißt wir könnten Elijah eine Erklärung liefern warum Klaus verschwunden ist und ihm gleich die passende Erinnerung dazu geben.“ Phoebe lächelte und nahm ihrer Schwester das Buch wieder ab. „Ich fange am besten gleich damit an.“ Prue nickte. „Und ich überlege mir in der Zwischenzeit eine passende Erinnerung für Elijah.“
Prue und Phoebe blieben an“ diesem Abend noch lange wach um die Zaubertränke auf dem Dachboden zu mixen. Einen, um Klaus in einem Bannkreis gefangen zu halten um seine Flucht zu verhindern während der eigentliche Verbannungszauber gesprochen wird und den zweiten für Elijahs Erinnerungen. „Welche Erinnerung nehmen wir jetzt?“ fragte Phoebe während sie den Trank schwenkte. Prue hatte sich auf den Boden vor einen kleinen Tisch gesetzt und hatte ein weißes Blatt Papier vor sich liegen. „Was hältst du davon, wenn wir ihn glauben lassen dass sie eine heftige Auseinandersetzung hatten und Klaus daraufhinn wutentbrannt Elijah alleine zurück lasst?“ überlegte sie laut. „Simpel, aber bei seiner impulsiven Art durchaus vorstellbar. Schreib es auf.“ stimmte Phoebe zu. Prue notierte die Zeilen auf das Blatt, stand damit auf und reichte es Phoebe. Sie hielt das Papier über die Feuerschale und entzündete es. Die beiden sahen dabei zu, wie sich die Flammen langsam ausbreiteten bis Phoebe es schließlich in die Schale warf. „Hat Piper noch etwas gesagt?“ fragte sie als sie die Zutaten miteinander verrührte. „Nein. Sie ist überhaupt ziemlich still heute Abend gewesen. Morgen muss sie etwas länger im Club sein um ihn für die Halloween Party zu dekorieren. Wenn wir ihn morgen Nacht verbannen wird sie aber sicher nicht dabei sein.“ antwortete Prue. „Das habe ich auch nicht erwartet.“ erwiderte Phoebe und schraubte beide Fläschchen zu. „Ich glaube, wir sind gewappnet für morgen.“ verkündete sie triumphierend.
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