SONNENBLUMENKIND

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
OC (Own Character) Philip Gubisch
11.08.2018
20.12.2018
5
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AN/
Mir ist klar, dass die 14te Staffel bereits bei Folge 637 startet, jedoch finde ich bei dieser Folge einen besseren Einstieg in die Serie.
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Es hatte keinen Sinn, all die Diskussionen, welche Elea mit ihrer Mutter über die Tage mit ihrer Mutter geführt hatte. Für die Katz.
Gerade war ihre Mutter mit dem Arzt in ihr Zimmer gekommen um ihr mitzuteilen, dass sie bald das Krankenhaus verlassen dürfe und fortan auf das Einstein gehen würde. Freudig hatte ihre Mutter bestätigt, dass ihre Anmeldung reibungslos verlaufen war.
Mit verschränkten Armen lag sie nun in ihrem Bett und starrte gegen die Wand, was wäre wenn sie sich einfach davon machte. Ob es ihre Mutter interessieren würde, schließlich schickte sie sie ja auch ohne weitere Gedanken auf ein Internat. Ist doch das Gleiche, dort würde sie sie auch nicht mehr sehen. Und das alles nur für ihren Job, weil sie sich dann endlich erholen könnte.
Warum hatte sie überhaupt ihre Behandlung bezahlt, wenn es für sie so anstrengend gewesen war. Hätte sie doch einfach sterben lassen können, ein paar Jahre hätte sie sicherlich noch gehabt. In der Zeit hätte sie dann gut noch ihren Abschluss geschafft. Kein Abi, aber einen Realschulabschluss hätte sie gehabt. Dann wäre sie mit Anna und den anderen auf eine Uni gegangen und hätte studiert, doch die sah sie jetzt auch nicht mehr. Am Anfang hatten sich ihre Freunde ja noch gemeldet und sie besucht, doch dann kamen die Prüfungsphasen und sie waren immer weniger in Kontakt getreten.
Ob sie zu viel verpasst hatte, war si uncool geworden oder hatten sie einfach keine Lust mehr. Vielleicht hatte ihre Mutter ja auch allen erzählt, sie sei längst verreckt, nur um sie an ihrem Schloss anzumelden.
Sie bemerkte gar nicht, wie absurd ihre Gedanken gerade wurden und schwang ihre Beine über die Bettkante. Sie zog sich die Bommelmütze auf dem Kopf zurecht und schlüpfte in ihre Häschenpuschen. Mal sehe wie sie aus dem Krankenhaus rauskam.
Vorsichtig sah sie auf den Flur, als niemand zu sehen war, kroch sie leise hervor und lief auf schnellen Häschenpuschen über den Krankenhausboden. Sie blieb an den Aufzügen stehen und drückte wie eine Wilde auf den Knopf. Gerade ertönten Stimmen, da öffnete sich endlich die Tür und sie sprang in das Gefährt. Erschöpft rutschte sie an der Aufzugswand hinab und grinste siegesreich, wobei sie doch noch gar nicht außerhalb des Krankenhauses war.
,,Frau Schieber, was machen sie denn hier?", die Türen öffneten sich und sie sprang auf die Beine. Der junge Arzt lächelte sie an, in seinem Schlepptau ein düster aussehender Junge, welcher sie verwundert ansah, jedoch anfing zu lächeln als sie mit ihm Augenkontakt aufnahm. ,,Ähm... Doktor Jochmann, schön sie zu sehen! Ich wollte gerade etwas Essen gehen, doch leider sind die Essenszeiten schon vorbei. Bis heute Abend kann ich nicht warten. Ich bin nur kurz in der Cafeteria, meine Mutter hatte mir für solche Fälle etwas Geld da gelassen. Wollen sie auch was?", Elea kramte 10 Euro aus ihrer Jackentasche. Der junge Mann schien ein wenig überrascht doch antwortete: ,,Achso, nein danke, aber ihnen einen guten Appetit." Er lächelte und sie nickte und wandte sich darauf mit fröhlicher Stimmung an den Jungen ,,Möchtest du etwas! Du wirkst etwas blass, ich kann dir auch mehrere Sachen mitbringen!" Der dunkelhaarige stutzte ,,Das ist echt nett gemeint doch ich muss zu meiner Schwester." ,,Oh, ist sie krank? Das tut mir leid. Was hat sie denn?" Er sah zu dem Erwachsenem, Herr Jochmann ergriff das Wort und sprach: ,,Tut uns leid, aber Herr Fußmann und ich haben es etwas eilig, seine Familie wartet schon." Mit diesen Worten gingen sie an ihr vorbei in den Aufzug. Grinsend wandte sich das junge Mädchen ab und lief an der Cafeteria vorbei zum Ausgang. Niemand schien sie wirklich zu beachten.
Sie sah sich um, wo wollte sie eigentlich hin? Verdammt, hätte sie sich bloß vorher Gedanken gemacht. Nun stand sie da und wusste nicht wohin sie gehen sollte. Genervt lief sie einmal um das Krankenhaus, vielleicht viel ihr bei eine Spaziergang im anliegenden Park etwas ein.
Summend umlief sie den Ententeich und beobachtete die Entenfamilie, welche über das Wasser flitzte. Was freute sie sich endlich wieder schwimmen gehen zu können, mit ihren Freunden, ach ja da war ja was. Die schienen sie ja vergessen zu haben. Plötzlich kam die Wut in ihr hoch, warum musste es genau sie treffen, warum konnte nicht irgendwer anders an dieser Krankheit erkranken. Sie bückte sich und schnappte sich einen Stein, scheiß Krebs, scheiß Freunde und scheiß Einstein. Sie jagte den Stein über das Wasser und nickte zufrieden, als die Enten in alle Richtungen davonflogen. ,,Hey, hier werden keine Steine in den Teich geworfen.", sie sah auf. Auweia, die hatte ihr gerade noch gefehlt. Schwester Martha kam auf sie zu und deutete auf den Teich ,,Die Tiere haben ihnen nichts getan...", sie kam näher und Elea wandte sich schnell ab. Wenn die sie erkannte, ihr bangte es. Ihre Freiheit währe sie erstmal wieder los. Zügig ging sie davon, auch als ihr hinterhergerufen wurde hielt sie nicht an.
Angenervt lehnte sie sich hinter einen Baum und stöhnte leise ,,Verdammt, ich hasse mein Leben.", sie sah auf ihre Schuhe, sauber waren diese auch nicht mehr. Zum Glück besaß sie noch ein Paar. Gerade schloss sie die Augen da klatschte eine leere Trinkdose gegen den Baum. Dann hörte sie wie sich ein älterer Herr über das Geschehnis beschwerte. Anscheinend hatte gerade jemand eine Dose geschossen, war wohl genau so wütend wie sie. Obwohl, wütender als sie ging ja wohl kaum.
Eine Weile später bemerkte sie, wie sich jemand an dem Baum nieder ließ. Neugierig sah sie an ihrem Stamm vorbei und erblickte einen blonden Jungen, welcher etwas zusammengesunken da saß. Ziemlich elendig sah das schon aus, ob sie ihn ansprechen sollte, ne lieber doch nicht. Elea beobachtete ihn eine Weile und zog kurz die Nase hoch, bei seinem Anblick kamen ihr fast die Tränen. Er drehte sich um und funkelte sie an, da war sie wohl doch zu laut gewesen, sie lächelte breit und er zischte: ,,Wer bist du und warum beobachtest du mich, hast du nichts besseres zu tun?" Sie stand auf und lief um den Baum um sich neben ihn zu setzen. ,,Wer bist du und warum heulst du, darf man sich nicht um andere sorgen?" Der Junge sah sie ernst an ,,Ich habe nicht geheult. Wir kennen uns ja nicht mal. Warum trägst du diese bescheuerte Mütze...", er sah an ihr hinab und erblickte ihre Schuhe. ,,Du haust doch nicht etwa aus dem Krankenhaus ab?" Sie verzog das Gesicht. ,,Doch.", knapp antwortete sie und nahm ihre Mütze vom Kopf. Sein Blick erhellte sich, bei ihrem Anblick kam ihm seine Schwester wieder in den Kopf, sie hatte doch nicht etwa Krebs wie sie. ,,Sag mal, du hast aber kein Krebs oder?", sie schüttelte den Kopf. ,,Nö, kurze Haare sind doch echt fesch.", er sah sie verwirrt an ,,Warum die Mütze? Wenn du deine Kurzhaarfrisur so schön findest." Sie verschränkte die Arme ,,Ich habe kein Krebs mehr, bald soll ich das Krankenhaus verlassen. Meine Mutter will mich auf ne andere Schule schicken und meint über mein Leben zu bestimmen. Darauf hab ich kein bock. Woanders finde ich schon jemanden, der mich versteht und nicht einfach auf ein Internat abschiebt." Sein Blick wandelte sich zu Ratlosigkeit um ,,Deswegen? Wie alt bist du überhaupt!?" ,,16." Der blonde schüttelte fassungslos den Kopf und sprach: ,,Meine Schwester hatte den Krebs auch besiegt, jetzt liegt sie wieder im Krankenhaus, ein Rückfall." ,,Und deshalb bist du so wütend?", sie stieß ihm gegen die Schulter und er entgegnete etwas gereizt: ,,Das geht dich gar nichts an. Geh meinetwegen weg, sollst du doch verrecken, kenne dich ja schließlich nicht und habe eh andere Probleme!" Mit diesen Worten stand er auf. Sie knurrte, wie gemein konnte man den zu seinen Mitmenschen sein ,,Schön, auch wenn mich deine Probleme nichts angehen, deine Schwester tut mir leid. Sie hat einen besseren Bruder verdient!", als er diese Worte hörte machte er kehrt und ergriff ihren Kragen ,,Du weißt doch gar nichts! Willst du mir jetzt auch klar machen, wie toll Berti doch ist, was ein toller Bruder er doch ist!?" Sie riss die Augen auf, wow, anscheinend war da doch jemand wütender als sie es war.
Sie umfasste seine Hände und versuchte sich zu beruhigen ,,Hey, mach nicht etwas, was du hinterher bereuen könntest. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, wer "Berti" ist, aber ich höre dir gerne zu." Der Junge sah ihr weiterhin in die Augen, doch ließ darauf langsam von ihr ab. ,,Du kannst mir eh nicht helfen." Sie sah hinter ihn und erblickte die Schwester ,,Weißt du was, reden hilft aber oft. Mein Name ist übrigens Elea, freut mich und jetzt komm mit." Sie packte seine Hand und riss ihn mit sich, verwirrt sah sich der Junge um, warum sie es wohl plötzlich so eilig hatte?
,,So was möchtest du? Ein Schoko-Muffin, kommt sofort!", das Mädchen lenkte den Jungen in der Cafeteria zu zwei Platzen und hing ihre Jacke über den freien Stuhl. Immer noch verwirrt sah er ihr nach.
Mit einem Tablet, darauf vier Muffins für jeden und zwei heiße Schokoladen gesellte sie sich wieder zu ihm. ,,So, tut mir leid wegen vorhin.", mit einem warmen Lächeln servierte sie ihm das Essen. Er blickte sie fassungslos an ,,Ja... mir auch." ,,Wie heißt du überhaupt?" ,,Phillip.", er nahm die Tasse entgegen, welche sie ihm unter die Nase hielt. Sie biss in dass Gebäck und er fragte: ,,Was soll das eigentlich?" Mit vollem Mund antwortete sie: ,,Phillip, ein schöner Name, passt zu dir. Da du Phillip, Probleme hast und ich auch, können wir beide, Phillip uns ja austauschen. Wie ein Sorgenkreis, kennst du doch, Phillip?" Phillip räusperte sich und griff nach dem Getränk ,,Achtung, der ist heiß!" Er fuhr zusammen ,,Ich bin nicht doof, ok?", er nippte an seinem Kakao. ,,Wenn du meinst das bringt was, fang an. Ich mache mich hier sicherlich nicht zum Affen."
Elea schlug die Beine übereinander ,,Und das Schlimmste aber ist, dass mich meine Mutter auf dieses blöde Internat abschieben möchte. Einstein Schloss oder so. Richtig beschissen und riesig sieht es da aus!" Er lehnte sich nach vorne ,,Einstein?" Sie nickte, warum war er jetzt so hellhörig, ihr schien es bis vorhin noch, als habe er nicht zugehört. ,,Ja, Schloss Einstein. Warum?" Phillip verschränkte dir Arme und entgegnete: ,,Ja, da hast du vollkommen recht, aber ich glaube so eine Zicke wie dich können wir bei uns auch nicht gebrauchen." Zufrieden auf seine Worte lehnte sie sich zurück, Moment! ,,Was! Ich bin keine Zicke und sag nicht du gehst auf diese Schnösel Schule..." Er nahm sich seinen dritten Muffin ,,Und ob, deine "Schnösel Schule" ist ein echt fantastisches Internat und du solltest dankbar sein, dass deine Mutter dir diese Chance ermöglicht und einen freien Platz für dich bekommen hat. Was fast schon an Unmöglichkeit grenzt, da Berger nie so Leute aufnimmt.", er lächelte stolz. War es echt so toll auf Einstein. Elea schmollte ,,Meine Mutter und Berger kennen sich von früher und außerdem war er von meinen Zeugnissen überzeugt." Der Junge lächelte sie plötzlich an und es freute sie irgendwie ihn aufgeheitert zu haben. ,,Na dann freue ich mich, dich im Unterricht zu erleben und wehe Miss Oberschlau sitzt dann da und weiß nicht, was sie antworten soll."
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Erster Part von Folge 641, im nächsten Kapitel geht es dann weiter. Hoffe euch hat es bis hierher gefallen.

Lg littleautumn ^^
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