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[4] Shopping

OneshotFreundschaft / P12 / Gen
Gavin Reed OC (Own Charakter)
10.08.2018
10.08.2018
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1.150
 
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"Musst das echt sein Mikey?" fragte die Schwarzhaarige genervt, als ihr bester Freund sie an der Hand durch die Stadt zerrte.
"Man muss auch mal was Neues ausprobieren, besonders wenns um Klamotten geht." antwortete der Ältere darauf freundlich und ging mit Juli in ein ziemlich bekanntes Geschäft in Detroit. Hier gab es zum größten Teil nur moderne Kleidung für Teenager Mädchen.
Seufzent lief das Mädchen ihm hinterher, während er sich nach neuen Sachen umsah.

Irgendwann hatte Juli keine Lust mehr und setzte sich auf den nächstbesten Stuhl.
Nach gefühlten Stunden kam Mike mit einen Stapel an Klamotten wieder und überredete seine Freundin sich umzuziehen.
Widerwillig tat sie dies auch, aber nur ihm zu liebe.
Es dauerte eine Weile bis Juli endlich aus der Kabine raus kam, besonders musste ihr Freund sie so 10 Mal überreden, da sie sich einfach nicht traute.

"Jetzt komm schon." sprach Mike ungeduldig, während er jetzt auf dem Stuhl saß.
"Ich seh bescheuert aus." murmelte die Schwarzhaarige leise.
"Juli. Bitte." versuchte der Ältere sie zu überzeugen.
Nachdem er noch Hundermal "Bitte" sagte, kam sie endlich raus.
Die Arme verschenkt trat das Mädchen nun vor und hatte vollkommen andere Klamotten an als vorher. Keine zu große DPD Jacke und ein Merch TShirt. Keine hellgrauen Jeans, die ihre Haut komplett versteckten.
Kurze unangenehme Stille, bis Mike plötzlich grinste und auf sie zu ging.
Schüchterner als vorher starrte die Halbjapanerin auf den Boden und fühlte sie richtig unwohl.

"Wow. Du siehst super aus." meinte der Junge freundlich und packte sie an den Schultern.
"Ich seh bescheuert aus." knurrte sie darauf hin leise.
"Hör auf das ständig zu behaupten. Das steht dir wirklich. Sowieso bist du ja eh das schönste Mädchen in ganz Detroit, und du musst aufhören dich selbst ständig runterzumachen. Du bist toll. Perfekt." entgegnete der Hellhaarige darauf hin sofort.

Aber sie konnte nicht. Ihr Selbsthass war zu groß. Juli mochte kaum was an ihr, und das man ihr ständig sagt, wie toll und wunderschön sie doch ist, nervte sie nur noch.
Recht hatte Mike trotzdem. Es gab kaum solche Frauen wie sie. Wenn sie das Selbstbewusstsein hätte, könnte sie sofort Model werden oder so.

"Ach man Süße. Schau her." meinte der Junge und drehte Juli um, sodass sie gemeinsam vor einen der großen Spiegel standen.
Das Outfit an sich war ganz schön. Mal was komplett anderes als sonst.
Ein bauchfreies T-shirt, welches an den Schultern Netze hatte. Dazu die passenden Shorts und Leggings, welche auch Stellen aus Netz hatten. An ihren Händen trug sie fingerlose Handschuhe. Wem sie aber treu blieb, waren ihre Sneakers. Diese trug sie immer. Alles war komplett in ihren typischen blau-schwarz Tönen gehalten, wie auch etwas weiß. An manchen Stelle sah man die Androiden-Dreieck-Muster und allgemein wirkte es wie eine Hommage an die Maschinen.
Juli mochte Androiden, immerhin war ihr Vater sogar einer.
Jetzt stand sie da und wollte eigentlich gar nicht ihr Spiegelbild sehen.

"Okay schau her." flüsterte Mike in ihr Ohr, während er hinter seiner Freundin stand und die beiden im Spiegel betrachtete.
"Ein bildhübsches Mädchen, mit wunderschönen langen, schwarzen Haaren. Mit strahlend dunkelblauen Augen und zarter, makelloser Haut. Wenn sie will, hat sie das schönste Lächeln der Welt. Ihr Körper ist dazu noch ein Traum, schlank, aber sportlich. Nur leider mag sie sich selber nicht und sieht nicht, wie wahnsinnig toll sie ist. Ihr Charakter ist super, sie ist intelligent, talentiert in fast allen und hat ein riesiges Herz. Und weißt du was? Keine ist so atemberaubend wie dieses Mädchen hier." fügte er sanft hinzu, weshalb Juli auch zögern sich selbst betrachtete.

"Du spinnst." murmelte sie und war leicht rot angelaufen.
"Ich weiß, darum sind wir auch beste Freunde." lachte der Ältere und drehte die Halbjapanerin zu sich.
"Was ich sagte, meinte ich auch so. Ich möchte bitte, dass du all diese Klamotten auch in der Schule anziehst, und einfach einen Fick drauf gibtst, was Andere über dich sagen. Die sind alle nur neidisch." sagte der Junge mit leiser Stimme, während er Julis Gesicht packte.
Etwas zögernt nickte sie leicht und seufzte.
"Was würde ich ohne dich machen." meinte das Mädchen nur noch und legte die Arme um ihren Kumpel.

Doch riss sie sich los, als plötzlich bekannte Stimmen durch den Laden schallten.
Erschrocken sah Juli zur Tür und sah Sasha mit einer der Cheerios.
Panisch verschwand die Schwarzhaarige sofort in der Umkleide und sank mit den Rücken gegen der Wand zu Boden.
Wieso ausgerechnet jetzt. Und dann auch noch mit dieser...Cheerleaderin.
Es war sie...sie die ihr damals diese Sache antat...
Sasha wusste nichts davon.

Etwas wütend starrte Mike die Beiden an, als die Blonde schon auf ihn zu kam.
"Ich wusste ja, dass du schwul bist, aber dass du auch Frauenkleider trägst, ist mir neu. Wenns dir gefällt." sagte das Mädchen zynisch und lachte kurz.
Ihre Begleitung schien ziemlich genervt zu sein, wahrscheinlich wurde er auch gezwungen mitzukommen, wieso sollte er auch freiwillig shoppen gehen. Sein Blick zeigte dem Mädchen, dass sie die Klappe halten sollte, aber das interessierte sie weniger.

"Oh oder ist die kleine Schlampe mit dir hier? Ist die Kleidung hier nicht zu stylisch für sie? Und zu teuer? Die hat doch bestimmt kein Geld, wenn ihr Opa alles für Alkohol ausgibt." sprach sie weiter.
"Verdammt lass es doch einfach mal. Du hast kein Recht so über Juli zu reden klar!" knurrte Sasha plötzlich.
Mike stand die Wut genauso ins Gesicht geschrieben und musste sich ziemlich zurückhalten nicht auszurasten.
Damit ging die Blondine und wühlte etwas in den Regalen.

Der Braunhaarige hatte keine Lust mitzugehen und stand noch da, als Mike auf ihn zu ging.
"Ich sag dir eins, lass Juli einfach in Ruhe. Du bist ein Frauenheld und kannst jede der Schule habe, also wag es dir ja nicht ihr zu Nahe zu kommen. Solltest du ihr das Herz brechen, breche ich dir was ganz anderes. Verstanden?" hauchte der Hellhaarige in das Gesicht seine Gegenübers und tippte mit dem Zeigefinger auf seine Brust.
Kurz ausatment antwortete der Andere nur: "Tut mir Leid, aber ich mag sie wirklich und kann dir nicht versprechen, mich von ihr fern zu halten. Sie ist ein tolles Mädchen und ich wäre ziemlich glücklich, ihr Näher kommen zu können."

Ein knappes Lachen ging von Mike aus, als Juli mit ihren alten Klamotten aus der Kabine kam.
Stumm lief sie geradewegs zur Kasse und sah dabei auf den Boden.
Ihr Freund gab erstmal auf und folgte ihr.
"Nur über meine Leiche." waren seine letzten Worte, ehe er an Sasha vorbei ging und ihm mit seiner Schulter einen Stoß verpasste.
Dessen blaugraue Augen beobachtete nur noch, wie Beide den Laden verließen.
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