... und dann kam Hanni!

von Cobra666
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
10.08.2018
24.06.2019
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Und schon wieder was Neues, was mir im Kopf herumspukt … mal sehen, wie ich damit vorwärts komme. Das Weltcup-Geschehen wird hier, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle spielen und die Ergebnisse werde ich mir ggf. ausdenken.
Wie immer ist auch der Rest der Handlung komplett erfunden.

Hoffe, es gefällt euch!
Liebe Grüße,
Cobra :-)

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Spätsommer 2015

„Ich gehe dann jetzt.“ Nadine legte Wohnungs- und Haustürschlüssel auf die Kommode neben der Wohnzimmertür, während ihre Dalmatinerhündin schwanzwedelnd zu Erik lief, der regungslos auf der Wohnzimmercouch saß und nach außen hin emotionslos verfolgt hatte, wie seine Exfreundin ihre letzten Sachen zusammengepackte.
„Was ist mit Jess?“ fragte er, während er diese hinter den Ohren kraulte, nur um überhaupt noch irgendwas zu sagen.
Es war klar, dass Nadine sie mitnehmen würde, offiziell war es ja sowieso ihr Hund und Erik hätte auch gar keine Zeit dafür, so oft wie er unterwegs war.
„Du kannst sie jederzeit besuchen kommen!“ versicherte Nadine, Erik wusste jedoch jetzt schon, dass das viel seltener der Fall sein würde, als er es gerne hätte. In nächster Zeit sowieso nicht, ein völliger Kontaktabbruch war, um das Ganze zumindest schonmal halbwegs zu verarbeiten, vorerst unvermeidlich.
„Gut“, antwortete er daher nur einsilbig und vermied es, seine Exfreundin anzusehen, die jetzt doch ein wenig betreten in der Tür stand. „Ich hoffe, du wirst mit einem anderen glücklicher, als mit mir!“
„Erik …“, Sie schüttelte den Kopf, ihre Stimme zitterte und mittlerweile liefen Tränen über ihre Wangen. „Es tut mir leid! Komm, Jess!“
Die Hündin löste sich von Eriks Seite und trottete gehorsam zu Nadine.
Erik brachte kein Wort mehr heraus und auch sie verkraftete diese angespannte Situation nicht mehr länger.

„Mir auch!“ sagte er schließlich, nachdem die Wohnungstür ins Schloss gefallen war. Auch in seinen Augen glitzerte es bereits verdächtig und er hielt die Tränen nur mit Mühe zurück.
Das war es also! Nach über fünf Jahren!
Erik kam es immernoch unwirklich vor und wiederholt ging ihm das Trennungsgespräch von vor zwei Tagen durch den Kopf.
Bis Nadine an diesem Tag in bedrückter Stimmung nach Hause gekommen war, hatte er gedacht, alles sei in Ordnung zwischen ihnen. Als sie ihm dann offenbart hatte, Schluss machen zu wollen, war er aus allen Wolken gefallen und hatte nur ein geschocktes „Warum?“ herausgebracht.
„Weil unsere Zukunftsvorstellungen wohl nicht mehr miteinander vereinbar sind“, hatte sie geantwortet und dann die Bombe endlich platzen lassen. „Ich will Kinder! Oder zumindest eins!“
„Was?“ Erik hatte nur mehr als verblüfft den Kopf schütteln können. „Wir waren uns doch immer einig, dass wir keine wollen!“
„Ja, bis vor etwa zwei Jahren. Aber seit dem …“
„Zwei Jahre? Warum hast du mir das nicht früher gesagt?!“
„Ich dachte, es wäre nur eine Phase“, meinte Nadine zerknirscht und seufzte. „Aber scheinbar ist es nicht so! Ich hab meine Einstellung dazu geändert. Du wohl nicht und da bleibt uns wohl nur, das Ganze zu beenden!“
Erik hatte dann eine ganze Weile schweigend dagesessen und schließlich langsam genickt, während er mit düsterer Miene die Platte des Küchentisches studiert hatte.
„Jetzt sag doch was dazu!“ bat ihn Nadine schließlich.
Er sah widerwillig auf und es kam ihm bereits jetzt schon so vor, als säße ihm da eine Fremde gegenüber.
„Was soll ich sagen? Oder was willst du hören?“ konterte er und schüttelte den Kopf. „Du hast dich doch entschieden, da brauchen wir nichts mehr diskutieren!“

Nadine teilte ihm dann noch mit, dass sie bereits am nächsten Tag ausziehen und auch ihre Möbel mitnehmen würde. Scheinbar hatte sie bereits eine neue Wohnung gefunden, vielleicht sogar auch schon einen potentiellen Vater ihrer Kinder und Erik konnte sie einfach nur fassungslos anstarren.
Wenn dem wirklich so war, dann …
„Hast du einen anderen?“ platzte er schließlich mit der Frage heraus und war sich keineswegs sicher, ob er die Antwort hören wollte.
„Noch nicht“, gestand Nadine und wagte nicht, ihn anzusehen. „Aber … vielleicht.“
„Mehr muss ich nicht wissen!“  Erik stand so heftig auf, dass der Küchenstuhl nach hinten umfiel.
Er hielt es jetzt keine Sekunde länger mehr in ihrer Gegenwart aus und packte einige Sachen zusammen, um die nächsten ein bis zwei Nächte nicht da sein zu müssen.
Alles – wirklich alles hatte er erwartet aber nicht das!
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