between hell and heaven

GeschichteDrama, Romanze / P18
Gajeel Redfox Laxus Dreyar Levy McGarden Lucy Heartfilia Mirajane Strauss Natsu Dragneel
10.08.2018
12.01.2019
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Zuerst einmal: ES TUT MIR LEID!!!

Ehrlich, meine Inspiration lag flach betreffend der Geschichten und jedes Mal, wenn ich schreiben wollte, sagte mein Kopf nein. Das ist bei mir einfach eine komische Sache. Ich hoffe trotzdem, dass es noch Leute gibt, die diese FF lesen >.<



Aber keine Angst, ich habe fest vor sie zu beenden. Zumal ich sie eh bis zum Ende geplant habe(also grob). Aber, zuerst möchte ich gern noch etwas ansprechen.



In der Inhaltsangabe stehen vier Pairings. Die ich halt auch bedienen möchte. Klar, die meisten hier stehen wohl eher auf NaLu und versteht mich nicht falsch, ich liebe NaLu. Aber ich mag auch die anderen drei Pairings und abzuspringen, nur weil man dachte, es wäre eine reine NaLu-FF, obwohl in der Inhaltsangabe steht, dass es nicht so ist, finde ich etwas befremdlich und es stimmt mich auch traurig. Das gibt mir das Gefühl, dass ich nicht gut genug schreibe, um jemanden auch ohne NaLu oder mit anderen Einflüssen bei der Stange zu halten. Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum so wenige ihre Meinung zur FF dalassen. Aber gut, ich will nicht jammern, oder meckern. Auch wenns vielleicht so rübergekommen ist. Ich wollte nur mal meine Gedanken dazu offen legen ^^



Nun aber wieder zum Chapter. Eine Runde Miraxus für euch. Ich hoffe das Chapter gefällt euch, auch wenn es etwas kürzer geworden ist.









Kapitel 11





Sie war nervös, hibbelig und aufgekratzt. Ihre Nerven lagen schlichtweg blank und ihre Haut juckte. Erneut kratzte sich Mira an den Armen, die inzwischen schon rote Striemen aufwiesen. Der panische Blick ihrer blauen Augen huschte umher und ein Zittern lief durch ihren Körper. Sie sah sich hektisch um, während sie dem Flur des Flugschiffes folgte, schenkte der unglaublichen Aussicht unter sich nicht auch nur im Ansatz Beachtung. Erneut zog sie ihr Lacrimapad heraus und ihre Brauen zogen sich zusammen, während sie mit zitternden Fingern auf ihre Anrufliste starrte. Sie hatte sie noch immer nicht erreicht.

Angst wallte in ihr auf, erfasste ihre Sinne und sie schluckte leicht. Kaute auf ihrer Unterlippe herum. Sollte sie es erneut versuchen? Aber wenn sie sie bisher nicht hatte erreichen können, würde sich das dann ändern? Sie glaubte es kaum. Schluckend schloss sie die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Wenn sie durchdrehte, würde sich absolut nichts ändern. Das wusste sie. Es würde alles nur schlimmer machen und die Situation würde sich nicht im Ansatz ändern. Sie hatte diesen ganzen Mist schon einmal mitgemacht. Als sie sie gejagt hatten. Plötzlich vibrierte das Lacrimapad in ihrer Hand und vor Schreck hätte sie es fast fallen gelassen.

Ihre Augen flogen auf und weiteten sich, als sie auf den eingehenden Anruf starrte. Ihr Herz begann zu rasen. Hämmerte schmerzhaft schnell gegen ihre Rippen. Bevor der Anrufer wieder auflegen konnte, nahm sie den Anruf entgegen, umklammerte die flache Scheibe aus Lacrima. Ihr Herz raste, schlug dröhnend gegen ihre Rippen.

»Ja?«

»Oh Göttin, Mira! Endlich kann ich dich erreichen. Bist du in Sicherheit?«, die panische und besorgte Stimme von Kyôka drang an ihre Ohren und sie schluckte.

»Ich … ja«, sagte sie, brachte diese Worte hervor. Ein erleichtertes Seufzen drang an ihre Ohren. Sie wusste, wenn Kyôka besorgt war, dann war es wirklich übel. Nicht, dass sie daran noch gezweifelt hatte, als der Master sie alle auf Schutzurlaub schickte.

»Wie geht es den anderen? Sind alle sicher?«, fragte sie und betete still. Schweigen drang an ihr Ohr und die andere räusperte sich. Angst wallte in ihr auf und ihre Kehle schnürte sich zu.

»Jackal und Seilah sind aktuell noch nicht wieder zurück. Aber wir haben uns in die Unterstadt zurückgezogen. Dennoch sind die Vermisstenzahlen weiter angestiegen … und … ich weiß, wir waren uns nie einig über die Koexistenz mit den Menschen«, ihre Cousine war unruhig, dass konnte sie hören und Mira schnaubte. Denn während ihre Blutlinie eine Koexistenz zwischen Menschen und Dämonen befürwortete, war Kyôkas Blutlinie anderer Meinung. Allerdings war es ihr, als fiele ihr eine unendliche Last von den Schultern. Sie waren also vorerst in Sicherheit.

»Das ist eine Untertreibung und das weißt du. Deine Familie verachtet die Menschen, aber sie sind nicht alle böse«, sagte Mira und zog die Brauen zusammen. Ein tiefes, genervtes Knurren drang an ihre Ohren.

»Ich will nicht streiten, aber … sie jagen uns, Mira. Sie führen grauenhafte Experimente an uns durch, obwohl wir uns alle an den Kodex gehalten haben. Wir haben alle Königin Mira gehorcht, haben seit Jahrtausenden keine Menschen gejagt, getötet oder gefoltert und schon wieder jagen sie uns. Ich will ja wirklich nicht kleinlich sein, aber … «

»Ja ich weiß. Ich habe meine kleine Schwester an solche Jäger verloren. Oh und meine Eltern und meine Tante und meinen Onkel. Ich bin aktuell auf SU, also glaube mir. Ich weiß sehr wohl, wie grausam sie sein können. Aber sie sind nicht alle so. Aktuell beschützt mich Laxus«, knurrte sie leise in das Gerät.

»Ist das nicht dieser Halbdrache? Dieser Dreyar?«, fragte Kyôka irritiert und ein tiefes Grollen rollte Miras Kehle hoch. Die andere lachte leise.

»Ja ja, schon gut. Hör auf dein Revier abzustecken. Ich wollte nur sichergehen, dass du in guten Händen bist. Tss. Also ehrlich.«

»Also … kommen wir zurück zum eigentlichen Thema«, sagte Mira und umklammerte nervös das Metallgeländer, dass die Passagiere daran hindern sollte direkt an die Fensterfront zu gelangen und sie womöglich zu beschädigen.  

»Also … wir sind in Unterstadt. Die meisten haben Angst, aber es hat die Runde gemacht, dass die legalen Gilden Fairy Tail, Lamia Scale, Mermaid Heel und Sabertooth mit den Behörden zusammenarbeiten, um das ganze zu untersuchen und aufzudecken. Sollte es also zum Kampf kommen, dann helfen wir. Das ist jedenfalls die aktuelle Stimmung bei den Kuroiakuma. Die Shiroiakuma sind da eher zurückhaltend. Sie hatten zu viele Verluste im Königshaus«, führte Kyôka aus und Mira seufzte erleichtert auf. Zumindest war sie teilweise erleichtert. Dennoch besorgte es sie, dass Yukino und Sorano abwesend zu sein schienen. Sie schluckte leicht. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn und ihr war, als würde eine unnatürliche Kälte in ihren Körper kriechen.

»Yukino und Sorano?«, fragte sie leise und sie spürte, wie sich ihr jemand näherte. Unruhig sah sie über ihre Schulter. Es waren Elfman und seine Frau Evergreen. Ihr Bruder wirkte angespannt, was sie ihm nicht verdenken konnte. Sein empfindliches Gehör musste ihm verraten haben, mit wem sie sprach und sie konnte ihm nicht verdenken, dass er automatisch ihre Nähe gesucht hatte.

»Wir haben sie gesucht, aber nicht gefunden. Mira … bist du dir sicher das … das ihr nicht zurückkommen wollt? Euer Volk braucht euch hier«, die Dämonin klang unruhig, ernst aber trotzdem konnte Mira die Angst aus ihrer Stimme heraushören. Sie biss die Zähne zusammen.

»Du weißt wieso ich nicht herrschen kann«, sagte sie leise. Sie spürte eine große, raue Hand auf ihrer bloßen Schulter und sah zu ihrem Bruder auf, lächelte leicht.

»Aber …«

»Sie werden keine Königin ohne Kräfte akzeptieren und das weißt du. Ich bin nicht stark genug«, zischte Mira. Ihre Worte schmerzten sie selbst und sie wusste, ihr Volk brauchte sie. Aber sie konnte nichts ausrichten. Seit dem Tod von Lisanna waren Jahre vergangen und ihre Kräfte waren blockiert. Ein Zittern lief durch ihren Körper und ihre Hand umklammerte das Metall noch stärker. Das Material ächzte protestierend und sie ließ es ruckartig los, starrte wütend auf den leichten Handabdruck. Sie war ja nicht komplett schwach, aber als Königin würde es einfach nicht ausreichen. Sie wusste das, ihr Volk wusste das, Kyôka wusste das. Ein tiefes Seufzen drang an ihre Ohren. Dämonen folgten nun einmal immer dem stärksten und das war sie nicht mehr. Da im Haus der weißen Dämonen nur eine Frau auf den Thron durfte, lag es also auch nicht in der Hand ihres Bruders, zumal er mit einer Drachenfee verheiratet war. Das würde einigen sauer aufstoßen.

»Aber … «

»Bitte … du weißt, dass sie mir nicht folgen würden. Und Elfman würden sie erst recht nicht folgen. Du weißt, dass sie seine Frau nicht akzeptieren würden, zumal in unserem Haus nur eine Frau auf dem Thron sitzen darf«, sie spürte, wie die Gereiztheit in ihr hochkroch, wie Wut in ihr aufwallte und seine giftig triefenden Klauen nach ihr ausstreckten. Mira schloss die Augen und atmete tief durch.

»Hör zu, Kyôka. Hätte ich meine Kräfte noch, wären sie nicht blockiert, dann würde ich sofort zurückkehren. Aber ich bin meinem Volk gerade absolut keine Hilfe. Also bitte … helft auch den Shiroiakuma«, führte sie aus und bat sie um einen wirklich großen Gefallen. Sie wusste nicht, wie oft sie solch eine Diskussion schon hatten. Über die Jahre hinweg hatte Kyôka mehrfach versucht sie zu einer Rückkehr nach Unterstadt zu überzeugen.  

Etwas, dass sie nicht tun konnte. Ihr Familienzweig lebte im Exil und das aus gutem Grund. Stille legte sich über sie beide und Kyôka schwieg. Mira starrte hinaus auf die Landschaft. Inzwischen wurden die Flüsse immer mehr und bald wären sie über dem Meer. Und dann trennte sie nicht mehr viel, bis sie mit dem Luftschiff in Alvarez waren. Sie schluckte leicht und biss sich auf die Unterlippe, wartete ab, was ihre Cousine sagen würde. Was sie entscheiden würde. Denn auch wenn sie verwandt waren, auch wenn sie alle Dämonen waren, so war es doch ein Fakt, dass die weißen und schwarzen Dämonen sie nicht unbedingt grün waren. Jedes Volk hatte gewisse Eigenheiten und während die Kuroiakuma düstere und brutale Krieger waren, waren die Shiroiakuma eher von sanfterer Natur. Ihnen lag eher die Wissenschaft, die schönen Künste. Käme es hart auf hart, so würde beide Völker kämpfen, dass wussten sie beide, aber trotzdem lagen Welten zwischen beiden Völkern. Das es noch zu keinen Kämpfen zwischen den beiden Völkern gegeben hatte, war doch sehr erstaunlich, lag zu einem großen Teil aber auch nur an der Abneigung gegenüber Gewalt und Totschlag der Shiroiakuma.

»Also gut. Wir kümmern uns mit um dein Volk«, knurrte die andere Dämonin und Mira konnte ihr anhören, wie sehr ihr das missfiel. Sie verstand es. Wirklich. Mira schloss einen Moment die Augen und seufzte leise.

»Gut. Passt auf euch auf, okay? Und grüß mir die anderen«, sagte sie.

»Mach ich. Kommt ja wohlbehalten wieder zurück«, erwiderte Kyôka und dann wurde die Verbindung unterbrochen. Mira seufzte erneut und ließ das Lacrimapad sinken, lehnte sich an das Geländer. Ihre Sinne summten und sie spürte, wie verspannt sie war, schluckte leicht und kaute auf ihrer Unterlippe herum.

»Denkst du, wir hätten doch nicht gehen sollen?«, fragte sie und Zweifel schwangen in ihrer Stimme mit. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als sie an ihr Volk dachte. Wenn sie nur ihre Kräfte noch hätte! Dann wäre das alles kein Problem. Elfman legte einen Arm um ihre Schulter.

»Wir handeln richtig. Ohne Kräfte sind wir ihnen keine Hilfe und du weißt wie die Shiroiakuma sind. Sie akzeptieren nur eine Frau mit Kräften auf dem Thron.«

Mira nickte, auch wenn sie die Schuldgefühle sie umbrachten. Mira straffte die Schultern, drehte sich um und sah dann ihren Bruder und ihre Schwägerin lächelnd an.

»Du sagst Laxus nichts, oder?«, fragte sie zögernd und Unsicherheit lag in den blauen Seelenspiegeln der Weißhaarigen. Evergreen sah die Dämonin abwartend an, dann lächelte sie leicht und schüttelte den Kopf.

»Nein, habe ich nicht vor. Das musst du schon selbst machen«, erwiderte sie, hackte sich dann bei Elfman unter und sie wanderten weiter.

»Bis später, Mira-nee.«

Sie sah ihrem Bruder nach, wie er und Evergreen den langen Flur entlanggingen und dann in einem Seitengang verschwanden. Mira spürte die Unruhe in ihrem Körper und wusste, sie brauchte Ablenkung, brauchte Laxus. Er wusste von nichts und das war gut so. Sie wusste, dass er vor Jahren seine Mutter und seine Zwillingsschwester an einen Dämon verloren hatte, der durch schwarze Magie wahnsinnig geworden war. Deliora hatte viele Opfer gefordert und hatte ein Bild von ihrem Volk gezeichnet, dass viele Leben gekostet hatte. Er hatte ihr nur widerstrebend davon erzählt und ihr war bewusst, dass er Dämonen hasste, sie zutiefst verachtete. Sie kaute auf ihrer Unterlippe herum und die schmalen weißen Brauen zogen sich zusammen. Erneut verließ ein tiefes Seufzen ihre Lippen. Es nützte nichts. Sie musste sich auf den Weg machen, denn irgendwann würde er nach ihr suchen.

Ihr Blick fiel auf den schmalen Ring an ihrem Finger und Schmerz brannte in ihrem Herzen. Sie liebte diesen Idioten mehr als sie sollte. Mehr als wirklich gut für sie war und doch konnte sie sich nicht von ihm lösen. Wie von selbst setzte ihr Körper sich in Bewegung und sie folgte ihren Gedanken nachhängend dem breiten Flur. Der Boden war mit einem weichen, dunkelroten Teppich ausgelegt, welcher die Schritte der Gäste und des Personals dämpfte. Warmes, magisches Licht, erzeugt durch Lacrimakristalle ließ das polierte Holz der Wände regelrecht leuchten und schimmerte golden auf den Haltestangen an den Wänden. Die Türen der Kabinen wirkten edel, waren mit kunstvollen Blumen- und Blätterornamenten verziert. Kunstvolle, gravierte Schilder aus poliertem Gold zeigten an, bei welcher Kabine man sich befand.

Ihre Füße stoppten vor einer dieser vielen Türen und ihre Seelenspiegel legten sich auf die drei Ziffern. 444. Sie zog erneut die Brauen zusammen. Der dreifache Tod. So nannte man diese Zahl in ihrem Volk. Die Vier wurde in ihrer Kultur mit dem Schriftzeichen für Tod geschrieben und es erschien ihr fast wie ein düsteres Omen, dass sie mit Laxus diese Kabine bewohnte. Und obwohl sie sich nach seiner Nähe sehnte, sich danach verzehrte, zögerte sie. Ihre Sinne tobten, waren unruhig und wurden schärfer. Sie konnte das Summen der Magie hören, konnte das Weinen und Lachen von Kindern auf diesem Schiff hören, das Kreischen der Vögel in der Luft. Das Stöhnen eines Pärchens im Liebesspiel, Gespräche von anderen Passagieren. Mira schüttelte den Kopf, rief ihre Sinne zur Ordnung und biss die Zähne fest zusammen. Ihr Herzschlag beschleunigte sich und es war als würde ihr Körper kribbeln. Da öffnete sich die Tür vor ihr, schwang nach innen auf und Laxus starrte auf sie herab. Ihre Augen weiteten sich vor Erstaunen und ihr stockte der Atem. Er trug einen Yukata, allerdings war er nicht besonders ordentlich gebunden, klaffte auf und präsentierte ihr einen seltenen Anblick. Sicher, sie hatte Laxus mehr als einmal nackt gesehen, aber er trug so gut wie nie einen Yukata. Sie spürte, wie ihr die Hitze in die Wangen stieg, wie sie rot wurde wie ein kleines Schulmädchen.

»Ah, da bist du ja endlich. Wo zum Henker warst du?«, fragte er und starrte sie an, hatte die Augenbrauen zusammengezogen. Etwas, was ihn düsterer und grimmiger aber unglaublich sexy wirken ließ. Sie biss sich auf die Unterlippe, dann lächelte sie sanft, trat an ihn heran und er machte ihr Platz, wich zur Seite aus.

»Ich habe mir nur die Beine vertreten, während du geschlafen hast«, sagte sie und sie hörte das leise mechanische Klicken der Tür, als er diese hinter ihr schloss. Sie ließ ihren Blick durch das Zimmer schweifen. Der Boden war mit einem weichen, weißen Teppich bedeckt und von der Tür ging ein etwas schmalerer Eingangsflur hinüber in ein großes Zimmer, welches Schlaf und Wohnzimmer zugleich war. Von dem schmalen Flur ging eine Tür ab, welche ins Bad führte. Die Wände waren mit einer edel wirkenden, cremeweißen Stofftapete bespannt. Rechterhand stand ein dunkler Tisch mit vier Stühlen an der Wand. Gegenüber dem Tisch stand ein Doppelbett, dessen Holz ebenfalls von dunklem, fast schwarzem Material war. Linker Hand hatte man einen Lacrimabildschirm an der Wand angebracht und davor, in der Mitte zwischen Bett und Tisch stand eine schwarze Ledercouch. Da das Zimmer nicht an der Außenwand lag, gab es keine Fenster und die einzige Lichtquelle war eine schlichte, aber elegante Lacrimalampe an der Decke. Mira rieb sich über den Nacken und trat weiter in das Zimmer hinein, als sich große warme Hände auf ihre Schultern legten. Ihr Herzschlag beschleunigte sich. Aber diesmal nicht vor Angst.

Auch wenn es sie verletzte, dass er sie nur zum Schutz zur Frau genommen hatte, damit man ihr nicht so einfach folgen konnte, so schickte seine Berührung Hitzewellen durch ihren Körper. Es war als würden Blitze über ihren Rücken kriechen und sie schluckte leicht.

»Es tut mir leid, dass dies nur ein Schutzurlaub ist, du verdienst mehr als das, Mira«, seine Stimme war rau und leise. Schmerz durchzuckte ihr Herz. Sie wusste es war ein Fehler. Es war ein Fehler ihn zu lieben, ihn zu wollen, aber sie konnte einfach nicht anders. Sie drehte sich langsam um und sah zu ihm auf, lächelte zaghaft. Der dunkle, würzige Duft seines Aftershaves stieg ihr in die Nase und sie lehnte sich an ihn.

»Du bist hier, oder nicht? Das reicht mir schon«, sie zauberte gekonnt ein Lächeln auf ihre Lippen, auch wenn ihr eher nach weinen zu mute war. Er musterte sie, sein kühler Blick lag auf ihr, forschend. Aber dann verzogen sich seine Lippen zu einem breiten, erotischen Lächeln und er zog sie an sich, schlang die muskulösen Arme um sie. Sie spürte, wie sich eine seiner Hände in ihre Haare schob, wie er ihren Nacken gefangen nahm und sie streckte sich ihm entgegen, während er sich zu ihr beugte. Seine Lippen waren rau, aber warm und als er einen Hauch von Blitzmagie in den Kuss einfließen ließ, stöhnte sie unweigerlich auf. Aus einem eigentlich klassischen, unschuldigen Kuss wurde schnell ein leidenschaftlicher Kampf. Hitze tobte in ihren Körpern und nahm sie gefangen. Mira schmiegte sich an ihn, krallte sich an seinem Rücken fest, als er sie in Richtung Bett drängte. Und sie folgte nur zu gern.

Vielleicht liebte er sie nicht stark genug, um sie von sich aus zu heiraten, aber doch stark genug, um sie zu beschützen. Sie wusste, irgendwann würde ihre Herkunft herauskommen. Und sie hatte Angst davor, aber noch war es nicht soweit. Noch hasste Laxus sie nicht.
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