A Supernatural Mind

von Wildcat
GeschichteMystery, Angst / P18
Castiel Crowley / Fergus MacLeod Dean Winchester Sam Winchester
08.08.2018
24.10.2018
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Hallo, ihr Lieben,

ich freue mich sehr, dass ihr hierhergefunden habt.

Nun ist aus der „ausgekoppelten“ Geschichte tatsächlich auch noch eine Fortsetzung gewachsen. Es freut mich sehr, dass „Traces“ so gut bei euch angekommen ist.

Hier ist nun das erste Kapitel meiner inzwischen elften Supernatural-Geschichte.
Ich habe ein grobes Konzept für die Story, sie ist allerdings nicht fertig. Sie wird Insgesamt 10 Kapitel haben, ich bin gerade bei Kapitel drei, also noch nicht sonderlich weit.
Ob ich regelmäßig hochladen kann, kann ich nicht versprechen, aber ich gebe mein Wort darauf, dass die Geschichte beendet wird. :-)

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der fleißigen Tatu bedanken, die nicht nur beta-gelesen hat, sondern auch die Idee zu dem Titel hatte. Danke noch einmal für die schnelle Bearbeitung. Du bist klasse!

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen und hoffe auf viele Rückmeldungen.

Viele liebe Grüße,
eure Wildcat



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Disclaimer: Die Story ist mein geistiges Eigentum und freie Erfindung. Die Grundstory und die angegebenen Charaktere sind das Eigentum von Eric Kripke und The CW und urheberrechtlich geschützt. Ich verdiene kein Geld mit der Veröffentlichung, sie ist nur zur Unterhaltung geschrieben.

Spoiler: Das Mal, Sams Dämonenblut und der Bunker spielen eine Rolle, ebenso wie Castiel und Crowley. Am ehesten würde ich die Geschichte so um die 11. Staffel ansiedeln, aber ich lasse die Rahmenhandlung um Amara herum völlig außen vor.

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Light Food and Bedpans


W ie lange sollte das noch so weitergehen? Dean betrachtete den Brei in dem Napf – Welch passender Vergleich! – mit abfälligem Schnauben. Im Normalfall hätte er nur Augen für die Schwester gehabt, die ihn abstellte, doch ihm stand nicht der Sinn danach, einen Flirt aus der klischee-behafteten Situation zu schlagen. Ihm stand der Sinn nach Burgern. Oder Pizza.

Das Essen hier war Scheiße!

Und mit der miserablen Schonkost ging auch seine Laune den Bach runter.

„Zwei Wochen keine feste Nahrung“, erinnerte die Blondine unnachgiebig. „Seien Sie froh, dass Sie die Magensonde los sind.“

„Erinnern Sie mich nicht daran!“, bat Dean. Drei Tage lang hatte er diesen widerlichen Schlauch in der Nase gehabt, durch den ihm Brei in den Magen getropft wurde. Bei jeder Kopfdrehung, jedem Schlucken, jedem Atemzug hatte sich der Fremdkörper bemerkbar gemacht. Eine Erfahrung, auf die er getrost hätte verzichten können.

Angeblich erholte er sich schnell, deshalb entfernten sie die Sonde „schon“ nach dieser kurzen Zeit. Vielleicht wollten die Schwestern auch einfach nur ihre Ruhe vor ihm haben. Der Grund war ihm egal, Hauptsache, er war das Ding los. Er dachte, es würde besser werden. Er hatte sich geirrt. Und wie! Statt den Brei in den Magen getropft zu bekommen, sollte er ihn nun löffeln.

Er hatte sich niemals derart erniedrigt gefühlt! Und das trotz seiner gelegentlich zum Vorschein kommenden, sexuellen Vorliebe.

Dean tauchte den Löffel in die Masse und ließ das zähflüssige Eiweißpräparat angeekelt wieder hinuntertropfen. Die fünfte Mahlzeit dieser Art und es gab nicht einmal eine Geschmacksrichtung. Von der undefinierbaren Farbe ganz zu schweigen.

„Also: Schön aufessen, damit morgen auch wieder die Sonne scheint.“ Die Schwester nahm es wohl sehr ernst mit den Klischees.

Dean brummelte dazu nur einen Fluch, von dem er hoffte, dass sie ihn überhörte. Kaum, dass sie den Raum verlassen hatte, schob er den Tisch weit von sich.

Im lieblosen Stationszimmer mit den leicht zu reinigenden Oberflächen dehnten sich die Minuten zu Stunden und die Tage zu Monaten. Er hatte ja auch nichts weiter zu tun, als gesund zu werden.

Fraglich, wie er das hier schaffen sollte. Die weiße Eintönigkeit um ihn herum wurde lediglich von dem winzigen Fernseher durchbrochen, der von der Decke hing und genau zwei Kanäle zuließ: 80er-Jahre-Cartoons, präsentiert von einem lila Dinosaurier oder Nachrichten in einer Endlosschleife. Schon der Gedanke daran reichte, und er hatte die Nase voll. Dagegen schien die Anzeige des Defibrillators nahezu unterhaltsam.

Dean drehte sich vorsichtig auf die Seite. Jede einzelne Bewegung tat weh. Aufsetzen, hinlegen, umdrehen, selbst das Heben der Arme war schmerzhaft lästig. Vom Laufen ganz zu schweigen. Sein „Training“ bestand daraus, einmal täglich von einer ernst dreinblickenden Physiotherapeutin über den Flur gescheucht zu werden.

Die Toilette durfte er glücklicherweise selbst aufsuchen, seit er aus dem 24-stündigen, künstlichen Koma erwacht und einigermaßen beieinander war. Dies geschah auf das Drängen des Pflegers hin, der ihn aufsuchte, um ihn für die nächsten Tage zu instruieren. Er hielt ihm ein tragbares Klo für das Bett hin. „Bettpfanne“ nannte er es. Deans ernst gemeinter Rat, er solle sich mit dem Ding rasch verpissen, führte dazu, dass er noch am gleichen Tag in ein anders Zimmer gebracht wurde. Eins mit Toilette, in die er sämtliche Apparaturen hineinschieben konnte, mit denen er verkabelt war. Umständlich, aber eigenmächtig. Das war es wert, fand er. Abartig, die inhumanen Zustände in Krankenhäusern!

Dann die Sache mit dem Essen. Nach der Magensonde stand Brei auf dem Plan. Für insgesamt zwei Wochen. Wie lange ertrug er das schon? Dean zählte kurz... Fünf Mahlzeiten hatte er, drei gab es am Tag... nicht einmal zwei Tage! Mann, wie sollte er hier nur die Zeit rumkriegen?
Die Tür klapperte und öffnete sich. Sam steckte seinen Kopf hindurch. „Alter, ist die Belegschaft deinetwegen so mies drauf?“


„Kann nicht sein!“ Dean warf einen letzten Blick auf das, was sie ihm als „Essen“ servierten. „Die haben keinen Grund!“

Sam trug einen Stuhl vom Flur mit sich und quetschte ihn zwischen Wand und Bett. Umständlich hockte er sich darauf und suchte eine Weile nach einem Platz für seine Beine.

Dean beobachtete den scheiternden Versuch seines Bruders, eine bequeme Haltung zu finden. „Lass uns abhauen!“, meinte er in das Geschlurfe des Stuhls hinein.

Sam sah verblüfft auf. Er suchte offensichtlich etwas in Deans Miene, das auf einen Spaß hinwies. Da konnte er lange suchen! Als er bemerkte, wie ernst es Dean war, schnappte er nach Luft. „Du bist hier auf der Intensivstation“, versuchte er es in einem beschwichtigenden Ton.

„Ja, und wenn die so weiter machen, bin ich auch bald richtig krank!“


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