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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.01.2019 3.271
 
Das hier war ein Request von AkagiHuang xD Ich nehme es zurück. Ich bin doch schon fertig. Seit gestern war ich einfach voll im Schreiben drin. Ich hoffe er entspricht deinen Erwartungen <3

Edit: Der Name von Changmin ist eigentlich Shim Changmin. Ich hoffe ihr könnt mir das verzeihen >.>/ Ich hab ihn aus Versehen mit dem Sänger Lee Changmin durcheinander geschmissen.
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„Was fehlt?“, murmelte (V/N) und tippte sich nachdenklich an das Kinn. „Was fehlt nur?“ Ihre Augen weiteten sich ein wenig. „Der Kaffee! Mist!“ Schnellstmöglich sprang sie von ihrem Bürostuhl auf und legte einen kleinen Sprint zu den Aufzügen hin. Ihre Chefin war ziemlich streng, neigte leicht dazu schnell wütend zu werden, wenn nicht alles nach ihrer Nase ging. Dementsprechend hatte sie versucht alles so gut wie möglich für das nächste Meeting vorzubereiten. Für die Gäste hatte sie Gläser mit Wasser bereitgestellt, die Unterlagen für ihre Chefin bereitgelegt und ein paar weitere Utensilien hinzugelegt. An diesem Tag sollten sehr wichtige Gäste kommen. Wenn sie sich nicht irrte, waren es berühmte Idole hier in Korea. Das Management hatte bei ihnen maßgeschneiderte Anzüge für den nächsten großen Auftritt angefordert. Ihre Chefin war wirklich vollends begeistert gewesen. So fröhlich hatte (V/N) sie wahrscheinlich schon nicht mehr gesehen. Deswegen musste einfach alles perfekt werden. Ungeduldig tappte sie mit ihrem Fuß auf dem Boden und hielt dabei die Etagenzahl im Blick. Als sie schließlich im Erdgeschoss angekommen war, stürzte sie schnell aus dem Fahrstuhl und lief hastig aus dem Firmengebäude. Glücklicherweise gab es auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen guten Bäcker, der formidablen Kaffee zubereitete. Selbst ihre Chefin ging oft dorthin. Und diese war wohl einer der kritischsten Menschen, die sie kennenlernen durfte. „Ein Mocha aus arabischen Kaffeebohnen mit ein wenig Milch und einem Päckchen Zucker.“ Sie lächelte der Kassiererin freundlich zu, die sich alles eifrig mitnotierte. Die Angestellten waren ihre langen Bestellungen meistens schon gewohnt. „Kommt noch was dazu?“, fragte die junge Dame und schenkte ihr ebenfalls ein kleines Lächeln. Sie bestellte noch ein paar andere Kaffees. Vielleicht wollten die Herren ja auch etwas trinken. Mit mehreren Bechern und einer Tüte voller Gebäck beladen, machte sie sich wieder auf den Weg zurück ins Firmengebäude.

Sie hatte es noch gerade rechtzeitig geschafft den Kaffee abzuliefern. Ihre Chefin stand bereits im Büro, schien dabei selbst ein wenig rastlos zu sein. „Ms. (N/N) wo sind die ersten Entwürfe, die ich vorgefertigt habe? Außerdem fehlen noch die Skizzen! Bekommen Sie überhaupt etwas richtig hin?“, beschwerte sich die Dame. „Tut mir Leid. Ich muss es irgendwie vergessen haben“, erwiderte sie entschuldigend. Darauf bekam sie nur ein abfälliges Schnauben zu hören. Ohne ein weiteres Wort machte sie sich schnell auf den Weg, in eine der unteren Etagen, in der die ganzen Kleidungsstücke aufbewahrt wurden. Eigentlich wollte ihre Chefin das selber erledigen. Nun wurde es wohl wieder ihr vorgeworfen, da sie ja viel zu unkoordiniert wäre. „Schreckschraube.“ Für eine der bekanntesten Modedesignerinnen zu arbeiten, war nun wirklich kein Zuckerschlecken. Man stand ständig unter Stress und versuchte alles mit Perfektion zu erledigen. Das Wort perfekt existierte wohl nicht in dem Wortschatz der Hexe. Jedes Mal hatte sie etwas Neues an ihr zu bemängeln. Ein netter alter Mann überreichte ihr die gewünschten Erstschnitte, sowie das Skizzenbuch ihrer Chefin. „Vielen Dank.“ Jetzt aber schnell… Die Gäste müssten jeden Augenblick eintreffen. Mit vollbepackten Armen hetzte sie wieder zu den Fahrstühlen. Fast wäre sie über den Beutel gestolpert, der die Anzüge beinhaltet.

„Mein Name ist Pang Bohee. Es freut mich wirklich sie kennenlernen zu dürfen.“ Die Dame reichte jedem der beiden Männer die Hand. Dabei war ein breites Lächeln auf ihre Lippen gepflastert. Da konnte sie wirklich von Glück reden, diesen Idolen einmal zu begegnen. Die meisten würden sie wohl für eine Person halten, die nur Klassik hörte… Doch diese Gruppe entsprach ihrem Musikgeschmack in allen Maßen. Schade, dass drei der Mitglieder bereits ausgestiegen waren. Damals hatte sie die ganze Gruppe wirklich geliebt. Ihr Blick fiel auf den älteren der beiden übrig gebliebenen Members. Jung Yunho. Ein wirklich attraktiver Mann. Er entsprach mehr ihrem Männergeschmack, als ein sein Kollege Lee Changmin. Yunho strahlte einfach pure männliche Eleganz aus. Nicht zu vergessen, dass er ein umwerfend guter Tänzer war. Sie hätte bestimmt nichts dagegen einzuwenden, wenn er ihr einen kleinen Privatauftritt geben würde. Ihr Lächeln verschwand sofort wieder von ihren Lippen, als ihre Sekretärin unbeholfen in den Raum stolperte. Bohee rümpfte etwas ihre Nase. Manchmal fragte sie sich, warum sie sie überhaupt eingestellt hatte. Wahrscheinlich, weil sie ihren Forderungen besser nachging, als die Trantüten vor ihr. Wäre sie doch nur nicht so schrecklich unattraktiv… Eine Sünde für das menschliche Auge. Das wollte sie den beiden Herren lieber ersparen. „Leg es einfach dort hin und geh weiter an die Arbeit“, sagte sie kalt und deutete auf einen freigeräumten Mahagonitisch. Ihre Sekretärin nickte gehorsam. Aber anstatt wie ein normaler Mensch einfach die Sachen abzulegen, stolperte sie auf den Weg dorthin und knallte direkt gegen Bohees Traummann.

Yunho wandte seinen Blick zur Tür, als eine junge Dame ins Zimmer platzte. Ein kleines Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Es sah ziemlich süß aus, wie sie versuchte die verschiedenen Gegenstände in ihren Armen zu balancieren. Selbst sein Kollege und Freund Changmin konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ms. Pang schien das Ganze wohl weniger amüsant zu finden. Ihre Worte klangen ein wenig harsch in seinen Ohren. Sein Mundwinkel zuckte kurz nach unten. Dieses Mädchen war doch sich nicht ihre Dienstmagd. Ein wenig Respekt könnte sie ihr schon entgegenbringen. Der Neuankömmling nickte jedoch nur gehorsam und steuerte auf den Tisch zu. Auf dem Weg stolperte sie ein wenig unbeholfen über ihre eigenen Füße und knallte mit dem Gesicht direkt gegen seien Brust. Sofort schlich sich wieder ein Grinsen auf sein Gesicht. Er legte seine Hände auf ihre Oberarme und half ihr sich wieder vernünftig hinzustellen. „Vorsicht. Nicht, dass sie sich noch verletzen“, sprach er sanft. Sie sah mit großen Augen zu ihm auf und wurde ein wenig rot um die Nase. „Es tut mir Leid. Bitte verzeihen Sie mir“, entschuldigte sie sich und verbeugte sich leicht vor ihm. „Schon gut“, erwiderte er, streichelte dabei kurz über ihre Arme, als wolle er sie aufmuntern. „Ms. (N/N). Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“, klang Ms. Pangs Stimme streng durch den Raum.

(V/N) entfernte sich schnell von dem Mann vor ihr. Natürlich war ihr klar, wer da vor ihr stand. Sie lebte schließlich nicht hinter dem Mond. Yunho schenkte ihr einen aufmunternden Blick, was ihr Herz einen Moment lang höher schlagen ließ. Dafür hatte sie jetzt keine Zeit! Schnell legte sie die Sachen ab und steuerte wieder die Bürotür an. Sie wusste es besser, als noch einmal ein Wort zu verlieren. Kurz ließ sie ihren Blick noch einmal zu den beiden Männern gleiten, die ihr beide ein süßes Lächeln schenkten. Kopfschüttelnd verließ sie den Raum und steuerte auf ihren Schreibtisch zu. Sie müsste noch einige Termine mit Modelagenturen machen für die nächste Modelinie, die bald herauskommen sollte. Es verging einige Zeit, bevor die beiden Gäste wieder aus dem Büro ihrer Chefin traten. „Ich sehe Sie dann demnächst. Auf Wiedersehen“, verabschiedete sich Ms. Pang bei ihnen. Die zwei neigten leicht den Kopf vor ihr. Zu ihrer Missgunst steuerte Yunho direkt auf (V/N) zu. Mit verengten Augen beobachte Ms. Pang das ganze Geschehen. „Danke für den Kaffee.“ Yunho sah direkt zu ihr hinab. (V/N) stieg wieder ein wenig Hitze ins Gesicht und sie stotterte: „A-ach… K-kein Problem.“ Das Idol stützte sich mit beiden Händen auf ihrer Schreibtischoberfläche ab. „Nächstes Mal hätte ich gerne ein wenig mehr Milch~“ Sie hob ein wenig ihre Augenbrauen. Manchmal hatte sie das Gefühl, sie wäre hier das Mädchen für alles. „Sicher“, murmelte sie und starrte wieder auf ihren Bildschirm. Seine Augen weiteten sich ein wenig. „So war das gar nicht gemeint!“, versuchte er sich zu verteidigen. Ein wenig zweifelnd sah sie zu ihm auf. „Wie denn dann?“

Er wusste selbst nicht, was er darauf erwidern sollte. Also sagte er einfach das, was ihm als nächstes in den Sinn kam. „Kann ich Ihre Nummer haben?“ Die Gesichtszüge der Dame entgleisten ein wenig. Sie wirkte nahezu geschockt. Changmin hinter ihm lachte etwas. „Yunho! Lass die junge Dame in Frieden arbeiten und komm endlich.“ Für einen Augenblick guckte er sie noch fragend an, bevor er sich von ihr abwandte. „Nächstes Mal vielleicht“, murmelte er und stapfte zu seinem Freund. Seite an Seite verließen sie das große Gebäude. „Seit wann fragst du irgendwelche Fremde nach Nummern?“, grinste Changmin. Yunho wandte seinen Kopf zu ihm. „Was denn? Ich fand sie süß!“, verteidigte er sich. Daraufhin schüttelte sein Kollege nur lachend den Kopf. „Dabei entspricht sie nicht einmal ansatzweise deinem Idealtyp.“ Yunhos Ausdruck verfinsterte sich ein wenig. „Geschmäcker ändern sich eben!“, murrte er. „Jaja. Das ist kein Grund gleich so patzig zu werden.“ Seit einer ganzen Weile hatte er kein großes Interesse mehr an den Damen gezeigt und jetzt bot sich ihm einfach die Gelegenheit. Er hätte ja mit dieser Modedesignerin geflirtet, doch die erschien ihm irgendwie falsch. Da bevorzugte er ihre Sekretärin mit ihrer süßen, tollpatschigen Weise.

Nach zwei Wochen sah (V/N) die beiden Idole ein weiteres Mal. Die Anzüge waren fast fertig. Es müssten nur noch ein paar Korrekturen vorgenommen werden. Auch dieses Mal musste sie alle Vorbereitungen treffen und versuchte wirklich alles im Voraus zu besorgen. Sie legte die Anzüge bereit, holte den Zeichenblock, holte den Kaffee – erinnerte sich dabei auch an Yunhos Wunsch – und stellte noch ein paar Gläser für Wasser hinzu. Dieses Mal gab es eigentlich keinen Grund sich zu beschweren. Sie saß an ihrem Schreibtisch, als Yunho und Changmin an vorbeigingen. Beide begrüßten sie mit einem freundlichen „Guten Tag“ und einem kleinen Lächeln. Die ersten Minuten dachte sie, es wäre alles in Ordnung bis ihre Chefin sie dazu rief. „Ms. (N/N)! Wo sind die bestellten Accessoires?!“, fragte Ms. Pang harsch. „Ich hatte ihnen doch ausdrücklich in Auftrag gegeben, sie zu holen!“ (V/N) blinzelte verwirrt. Was für Accessoires? Davon hörte sie zum ersten Mal. „A-aber….“, fing sie an, aber Yunho unterbrach sie. „Es reicht, wenn wir sie das nächste Mal zu Gesicht bekommen, Ms. Pang“, sagte er in einer ruhigen Tonlage, „Sie müssen die junge Dame nicht so unter Druck setzen.“ Sie blickte überrascht zu ihm hinüber. Setzte er sich etwa für sie ein? Ein kleines Lächeln schlich sich auf ihre, das aber sogleich auch wieder verschwand. „Nein. Das ist vollkommen inakzeptabel! Es ist ihr Job auf mich zu hören und nicht einmal das kann sie richtig.“ Getroffen starrte sie den Boden an und ihre Wangen färbten sich rot vor Scham. Es gab fast nichts Schlimmeres als vor einem Kunden gescholten zu werden.

Yunho sah seinen Freund mit hochgezogenen Augenbrauen an. Da hatte das Mädchen aber einen Traum von einer Chefin erwischt. Sie konnte einem ja wirklich leidtun. Außerdem war es nicht gerade angebracht über seine Angestellten vor den Kunden zu urteilen. Er hätte ihr gerne beruhigend über den Rücken gestrichen oder versucht sie in einer anderen Art aufzumuntern. Nur wäre es wohl ein wenig seltsam, da sie sich ja nicht einmal wirklich kannten. „Ms. (N(N)! Sie stehen ja immer noch hier. Na los. Holen Sie es endlich!“ Konnte man dieser Hexe nicht einfach den Mund zukleben? „Es ist wirklich nicht notwendig, Ms. Pang!“, versuchte es nun Changmin. Seine Stimme klang ein wenig gereizt. Dieses ganze Theater brauchte er wohl genauso wenig. Die Dame rümpfte etwas die Nase. Wahrscheinlich verstand sie einfach nicht, warum die zwei versuchten ihre Angestellte in Schutz zu nehmen. „Nun gut. (N/N) machen Sie sich wieder an Ihre Arbeit“, entgegnete sie kühl, „Und dieses Mal bitte vernünftig!“ Yunho sah dem Mädchen hinterher, als es den Raum verließ. Wieso sie sich das einfach bieten ließ? Wenn er an ihrer Stelle wäre, hätte er schon längst gekündigt. Gegen Mittag trat er an Changmins Seite aus dem Büro. Viele Pluspunkte machte die Designerin nicht gerade bei. Sie schien hochmütig und selbstverliebt… in viel zu hohem Maße. Sein Blick viel auf Ms. (N/N), die eifrig auf ihrer Tastatur tippte. Er ging wieder zu ihr und lächelte freundlich. „Wann haben Sie Mittagspause?“, fragte er neugierig. Sie sah zu ihm auf, legte dabei den Kopf verwundert zur Seite. „In zehn Minuten. Wieso?“ Yunho grinste etwas. „Würden Sie uns vielleicht begleiten wollen? Wir gehen zum Vietnamesen nicht weit von hier.“

Warum hatte sie dem Ganzen eigentlich zugestimmt? Nun saß sie hier mit zwei der bekanntesten Vertreter des Musikgenres K-Pop und aß mit ihnen zu Mittag. Die beiden versuchten sie so gut es ging mit in ihr Gespräch einzubinden, auch wenn es größtenteils die Familie betraf. Sie störte sich eh nicht sonderlich daran. Es reichte ihr, auch einfach zuzuhören. Nach einer halben Stunde hatten sie ihre Mahlzeit beendet. Yunho bestand darauf, es für sie zu bezahlen, da er sie schließlich gefragt hatte, ob sie mitkommen wollte. Ein wahrer Gentleman eben. Zuerst fühlte sie sich ein wenig schlecht, doch ihm schien es nichts auszumachen. „Kriege ich vielleicht heute Ihre Nummer?“ Er sah sie mit großen, erwartungsvollen Augen an. Ein wenig sicher guckte sie von ihm zu seinem grinsenden Freund und zurück. „Sicher…“, murmelte sie und zog ihr Handy aus der Jackentasche. Sie suchte ihre Nummer heraus und hielt sie ihm unter die Nase. Fast schon triumphierend grinste er in Changmins Richtung, bevor er eifrig die Nummer in sein eigenes Handy tippte. „Dankeschön~“

Seitdem waren auch schon wieder einige Wochen vergangen. Aber es hatte sich eine Sache geändert. Er schrieb ihr regelmäßig… Mindestens einmal am Tag. Dabei ließ er auch wirklich keine einzige freie Minute dafür aus. (V/N) freute sich darüber, war gleichzeitig auch irgendwie geschmeichelt, dass er Interesse an ihr zeigte. Nur hatte sie das Gefühl, als würde ihre Chefin immer miesepetriger werden. Jeden Tag brummte sie ihr immer mehr Arbeit auf und schimpfte sie häufiger aus. Manchmal machte sie eine Andeutung darauf, dass sie weniger flirten sollte, sondern arbeiten. Wusste ihre Chefin, dass sie regelmäßig mit Yunho schrieb? Vielleicht war es auch nicht ganz verwunderlich. Einmal war er komplett ungemeldet an ihrem Arbeitsplatz aufgetaucht. Zuerst dachte Ms. Pang wohl, der Besuch sei für sie. Als er jedoch ihre Sekretärin angesteuert hatte, waren ihr regelrecht die Gesichtszüge entglitten und ihre Augen besaßen einen feurigen Blick. An dem Tag hatte Yunho nach einem Date gefragt. Er meinte, es wäre unhöflich gewesen übers Handy zu fragen und er lieber von Person zu Person mit ihr sprechen wollte. Der Abend mit ihm war wirklich schön. Es war ein ganz einfaches, schlichtes Date. Yunho hatte sie in ein schickes Restaurant ausgeführt. Das Essen dort schmeckte so unglaublich frisch. Selten hatte sie etwas so Gutes essen dürfen. Damit endete es jedoch nicht. Danach spazierte er in der orange-goldenen Dämmerung durch den Park. Zufälligerweise hatten sich ihre Finger gestreift und ehe sie sich versah, liefen sie Hand in Hand, Seite an Seite.

Dieses Mal war es kurz vor Feierabend, als die beiden Männer ein letztes Mal auftauchten. An diesem Tag erhielten sie ihre fertiggestellten Outfits. (V/N) stand an der Seite ihrer Chefin, als die zwei ihre Anzüge überreicht bekamen. Natürlich warfen sie einen letzten Blick darauf. Eigentlich schien alles perfekt zu sein, jedoch… Ihre Chefin atmete scharf ein und blickte sie mit blitzenden Augen an. „Ms. (N/N)! Wo ist der vergoldete Manschettenknopf?!“, fragte sie nahezu hysterisch. Ihre Augen weiteten sich ein wenig. Wovon sprach sie da bitte eigentlich? „An dieser Hemdtasche war ein vergoldeter Knopf angenäht! Wo ist er?“ Woher sollte sie das bitte wissen? Sie hatte diese Anzüge schließlich nicht gemacht. „Ich habe keine Ahnung, Ms.“, erwiderte sie leise. „Wie Sie haben keine Ahnung?!“ Sie trat unsicher einen Schritt zurück, als ein wütender Blick ihr entgegen schlug. Yunho sah ein wenig besorgt in ihre Richtung. Auch er verstand die Situation genauso wenig. „Sie haben ihn gestohlen!“, unterstellte Ms. Pang es ihr, „Geben Sie es doch zu!“ (V/N) schüttelte hastig den Kopf. „So etwas würde ich doch nie tun!“, verteidigte sie sich. Ms. Pang schnaubte abfällig. „Jetzt lügen Sie mich also auch noch an! Erst vernachlässigen Sie ihre Arbeit, um einen Mann nachzugeiern und nun auch noch sowas. Unglaublich!“

Yunho beschloss dazwischen zu gehen. Er zog (V/N) ein Stück zur Seite und stellte sich beschützend vor sie. „Das sind ziemlich harsche Vorwürfe, Ms. Pang“, gab er in aller Ruhe zurück. „Ich wüsste nicht, was Sie es angeht, wie ich mit meinen Angestellten umgehe, Mr. Jung!“, entgegnete sie patzig, bevor sie dem Mädchen hinter ihm einen dunklen Blick zuwarf. „Sie junge Dame sind gefeuert!“ Seine Augen weiteten sich leicht geschockt. „Ich habe doch überhaupt nichts gemacht!“, rief (V/N) frustriert. Natürlich wollte sie ihren Job nicht verlieren. „Ihre Worte bewirken wirklich rein gar nichts, Ms. (N/N)!“ Ihre Chefin wies auf die Tür. „Packen Sie ihre Sachen und gehen!“ Einen Moment schien es so, als wolle (V/N) noch etwas erwidern, doch sie ging einfach nur stumm nach draußen. Yunhos Iriden blitzen die Chefin wütend an. Da hatte sie nicht einmal einen einzigen Beweis und kündigte ihr trotzdem. Unglaublich! Kein von ihnen wusste jedoch, dass das einfach genau der Plan der Designerin war. Sie wollte ihre Sekretärin schlicht und einfach aus dem Weg schaffen. Die beiden Männer sollten eine schlechte Meinung von (V/N) bekommen… Nur schien das Ganze eher nach hinten losgegangen zu sein. Mit einem süßen Lächeln wandte sich die Dame zu den Beiden. „Es tut mir furchtbar leid, dass sie das mit ansehen mussten. Ich hätte ihnen das gerne erspart.“ Sie blickte mit unschuldigen Augen zu Yunho. „Vor allem für Sie.“ Was sollte das bitte heißen? Dachte sie wirklich, er würde (V/N) nur deswegen einfach fallen lassen? Da hatte sie sich wohl schwer getäuscht. „Changmin. Übernehme du bitte den Rest. Ich halte es hier nicht mehr länger aus“, knurrte er genervt und verließ hastig das Büro.

Sie war schon längst auf dem Weg aus dem Gebäude. In ihrem Arm ihre Aktentasche. Warme Tränen rollten über ihre Wangen und ab und zu entkam ihr ein leises Schluchzen. Wie konnte diese Frau nur so ein Monster sein? Sie brauchte das Geld, um ihre Wohnung zu finanzieren. Erschrocken zuckte sie zusammen als es auf einmal lautstark donnerte und die ersten dicken Regentropfen auf sie niederprasselten. Na super.Da hatte sie heute wirklich einen Glückstag. Zuerst verlor sie ihren Job, jetzt vermutlich noch ihren Freund und sie hatte den Regenschirm zu Hause liegen lassen. Lange lief sie jedoch nicht durch den Regen, denn mit einem Mal hielt jemand einen Regenschirm über sie und eine Hand hielt sie vom Gehen ab. Noch immer weinend, drehte sie sich zu der Person. Zu ihrer Überraschung fand sie sich kurze Zeit später in einer kräftigen Umarmung wieder. „Hey (V/N)… Es wird wieder alles gut. Ich bin ja bei dir.“ Yunho streichelte ihr beruhigend über den Rücken. Sie spürte seine weichen Lippen auf ihrer Stirn. „Nichts wird gut! Ich hab meinen Job verloren und muss wahrscheinlich bald auf der Straße leben!“, jammerte sie. Sanft legte er eine Hand auf ihre Wange. „Ich bin mir sicher, dass du bald eine neue Arbeit finden wirst. Nebenbei erwähnt, kann sie dich auch nicht einfach ungerechtfertigt feuern.“ Er legte zwei Finger an ihr Kinn und hob ihr Gesicht ein wenig an. „Notfalls habe ich auch noch genug Platz für eine weitere Person.“ Dann passierte es. Sie spürte ein Paar weiche Lippen auf ihren, wie sie sich zaghaft an ihre schmiegten. Ein kleiner Wärmeschauer fuhr durch ihren Körper, vertrieb dabei die Kälte. Was konnte sie sich mehr wünschen, als ihn an seiner Seite zu haben. „Danke Yunho“, murmelte sie und schloss ihre Augen. Langsam erwiderte sie den ach so süßen Kuss, der die schönsten Gefühle in ihr auslöste.
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