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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.01.2019 2.335
 
Irgendwann werde ich es schon schaffen regelmäßig etwas hochzuladen... Aber da kann man nur hoffen xD Viel Spaß~

(V/N) (N/N) war ein ganz normales Mädchen. Hatte eine Familie, ein Haus, eine strenge Erziehung. Sie ging zur Schule wie jeder andere auch, schrieb durchschnittliche Noten. Nur hatte sie ein kleines Problem. Nun gut… Es war wahrscheinlich schwerwiegender als alles andere. Man könnte sie als sozial introvertiert beschreiben. Sie war nicht in der Lage andere Personen von sich aus anzusprechen oder um Hilfe zu bitten. Sie kämpfte sich einfach alleine durchs Leben. Weder Klassenkameraden noch Lehrer schienen sich dafür zu interessieren. Schließlich sollte jeder aus eigener Kraft stark werden. Doch woher sollte sie das lernen? Ihre Eltern hatten es nicht leicht. Arbeiteten oft bis spät Abends und waren meistens total erschöpft, wenn sie nach Hause kamen. Natürlich waren sie liebevoll und fürsorglich… Keine Frage. Aber die Nähe zu ihnen fehlte. Seit ihrer Kindheit war sie nicht im Stande Freunde zu finden. Spielkameraden in ihrem Alter schlossen sie immer aus. Auf dem Spielplatz saß sie meistens alleine auf der Schaukel und wusste nichts mit sich anzufangen. Die Einsamkeit drohte sie mit ihrer kalten Hand zu packen und mit sich zu reißen in ein dunkles Loch. Doch dann tauchte ein kleiner Junge an ihrer Seite auf. Er hatte das süßeste Lächeln, eine aufmunternde, Persönlichkeit und die schönsten dunklen Augen, die sie jemals sehen durfte. Und er war nur ihres ganz allein. Er begleitete sie durch ihr Leben, saß auf dem leeren Platz neben ihr, scherzte mit ihr, erklärte ihr die verschiedensten Dinge und spielte mit ihr. Umso mehr verletzte es sie, als man ihr sagte, dass er nicht existiere. Sie hatte es immer vehement abgestritten. Natürlich war er echt. Sanha… Sanha war ihr einziger und bester Freund. Wie sollte sie denn ohne ihn zurechtkommen? Aber jeder sagte ihr, sie solle aufhören, sich sowas auszudenken. Imaginäre Freunde wären nichts mehr für ihr Alter. Dabei war sie solange davon überzeugt, einen wirklichen Freund gefunden zu haben… Nur um zu erfahren, dass er eigentlich nie da war. Ihr Unterbewusstsein hat ihr einen perfekten Kameraden geschaffen, um dem drohenden Absturz entgegen zu wirken. Fast wäre sie wieder gefallen, in dem Wissen niemanden zu haben. Aber sie konnte ihn nicht aufgeben. Vor allen anderen benahm sie sich „normal“… sowie immer eigentlich. Schüchtern und in sich gekehrt. Alleine jedoch… sprach sie noch immer mit ihm. Er ging auch nicht weg, sondern begleitete sie weiter durchs Leben. Es half… wenn auch nur ein wenig.

Je älter sie wurde, desto mehr schämte sie sich für ihn. Jedes Mal fühlte sie sich danach abgrundtief schlecht. Wie konnte sie ihren einzigen Freund, als einen Fehler betrachten? Das schlimmste, was ihr zu passieren drohte… War eine Liebe, die nicht sein sollte. Sie verliebte sich in ihn… In eine Person, die gar nicht existierte… Ein Trugbild, das ihr Verstand projizierte. Der perfekte Freund… Kein Wunder, dass sie ihn liebte. Aber es tat immer mehr weh. Natürlich konnte sie ihn nicht anfassen, so sehr sie es auch wollte. Seltsamerweise betrachtete ihr ausgedachter Freund oftmals aus traurigen Augen… Sie konnte diesen bohrenden Blick auf ihrer Haut spüren. Dabei war er doch gar nicht da. Es fühlte sich nur so an. Eines Tages setzte er sich mit ihr auf ihr Bett, um ein ernstes Gespräch mit ihr zu führen. Sie ließ sich ein wenig von diesen blonden Locken ablenken, die ihm wieder so wirr ins Gesicht fielen… Von diesem attraktiven Gesicht, das ihr Herz fröhlich schlagen ließ und diesen Augen, die so ausdruckstark schimmerten und dieses Mal ein wenig ungeduldig wirkten. „(S/N)… Du weißt, dass das nicht funktionieren kann“, murmelte er sanft. Mit schief gelegtem Kopf guckte sie ihn verwirrt an. „Was meinst du denn Sanha?“ Er streckte zögerlich eine Hand nach ihr aus. Es war so als würde er selbst danach verlangen sie zu berühren. Wenn er doch nur real wäre… Dann könnte sie jetzt seine Fingerspitzen fühlen, die sanft über ihre Wange streichelten. Seltsamerweise war es so, als könnte sie eine hauchzarte Berührung auf ihrer Haut spüren… Wie ein kleiner Windzug. „Das mit uns… Ich kann deine Gefühle für mich spüren. All diese Verwirrung.“ Sanhas Lippen waren geziert von einem traurigen Lächeln. „Aber selbst du weißt… Ich bin nicht hier. Du sitzt hier alleine in diesem Raum. Ich kann nicht für immer für dich da sein.“ Seufzend wandte sie ihren Blick zu der Bettdecke. Kleine Tränen bildeten sich in ihren Augenwinkeln. „Ich will es aber! Ich will dich lieben können!“ Warum musste die Welt nur so furchtbar grausam sein? Warum war sie so verrückt geworden, sich in eine nicht existierende Person zu verlieben? Sanha lehnte sich leicht zu ihr nach unten. „Ich liebe dich auch.“ (V/N) hob wieder ihren Kopf und sah in seine trüb glänzenden Augen. Für eine Weile blickten sie sich einfach nur still an, bis Sanha diese Worte sagten, die sie so verletzen würden. „Bitte vergiss mich. Ich werde auch nicht mehr auftauchen. Du bist stärker geworden… Glaub mir. Finde einen richtigen Freund.“ Er sprach mit solcher Sanftheit, aus Angst er könnte sie könnte noch weiter zerbrechen. Eine Träne rollte über ihre Wange. „Bitt verlass mich nicht!“, flehte sie ihn nahezu an. Sanha lächelte ein wenig gequält. Genau das wollte er nicht. Er deutete auf ihr Herz. „Ich werde immer da sein. Da drin.“ Seine Augen funkelten liebevoll, bevor er sich weiter zu ihr beugte und sie küsste. Wie zu erwarten, konnte sie es nicht spüren, so sehr sie auch danach verlangte. Frustriert schloss sie ihre Augen, versuchte es sich vorzustellen. Und tatsächlich konnte sie einen kleinen Druck ihren Lippen spüren… eine leicht feuchte Form, die sich gegen ihren Mund presste, ein warmer Atem der über ihren Lippen tanzte. Als sie ihre Augen wieder öffnete war da nichts mehr. Sanha schien sich wie in Luft aufgelöst zu haben. Und wieder... war sie alleine.

Gedankenverloren streifte (V/N) durch den Park nahe ihrer Schule. Es waren ein paar Monate seitdem sie ihren imaginären Freund das letzte Mal gesehen hatte… Dabei konnte ihr Gehirn ihr ihn doch nicht einfach wegnehmen, oder? Sie hatte noch immer keine Freunde gefunden und vermisste Sanha nur umso mehr. Eine sanfte Brise strich durch ihr Haar. Es war so, als hätte der Frühlingswind eine bekannte Stimme an ihr Ohr getragen. Sie drehte blickte sich um, versuchte ihn zu finden. Diese helle klare Stimme würde sie überall wiedererkennen können. Und tatsächlich… Dort auf der Parkbank saß eine ihr sehr bekannte Gestalt. Unbewusst beschleunigte sie ihre Schritte, steuerte genau auf ihn zu. „Sanha!“, rief sie freudig und winkte ihm zu. Der Junge hob den Kopf. Ein wenig verwirrt runzelte er die Stirn. Sollte er dieses Mädchen kennen? Sie kam vor ihm zum Stehen und grinste über beide Ohren. „Hey~ Wie geht’s dir denn?“ Er blickte unsicher zur Seite und wieder zu ihr zurück. „Ich schätze ganz gut… Und dir?“ Vielleicht war sie ja ein Fan. Mittlerweile wurde er ziemlich oft auf der Straße erkannt. Das Mädchen ließ sich neben ihm auf die Bank fallen. „Ach du weißt ja… Allein wie eh und je.“ Okay… Sollte er sich Sorgen machen? Sie warf ihm ein süßes Lächeln zu. „Du hast ja deine Haare gefärbt!“, stellte sie überrascht fest, „Rotbraun… Interessant… Sieht sogar besser aus, als deine blonden Haare!“ Sanha hob leicht seine Augenbrauen. Das letzte Mal, dass er blonde Haare hatte, war vor einem Jahr. Seine Stylisten fingen an ihn mit dunklen Haaren zu bevorzugen. Sollte sie das als Fan nicht eigentlich wissen? „Wie steht es um deine Gitarrenkünste? Du warst damals ja nicht sonderlich gut, wenn ich mich recht erinnere“, grinste sie. Langsam begann sie ihn wirklich zu verwirren… Hatte sie die Gruppe eine Zeit lang wohl nicht mehr verfolgt? Oder was sollte das Ganze? „Also … Meine Hyungs mögen es, wie ich spiele“, entgegnete er ein wenig verunsichert. Das Mädchen guckte ihn ein wenig verwirrt an. „Du hast Freunde gefunden? Wie denn das?“ Sie schüttelte ihren Kopf. Bevor er im Stande war zu antworten, unterbrach sie ihn. „Ach was wundert es mich. Du hattest schon immer eine laute, offene und fröhliche Persönlichkeit. Kein Wunder, dass du Freunde gefunden hast.“ Dieses Mädchen hatte eindeutig nicht mehr alle Tassen im Schrank. Irgendwie wusste sie etwas über ihn…. Und irgendwie auch nicht. Außerdem benahm sie sich nicht so ganz wie ein typsicher Fan. Für eine Weile saßen sie still nebeneinander. Er fand diese ganze Situation ein wenig seltsam, während sie ziemlich glücklich zu sein schien. „Weißt du… Ich hab dich die letzten Monate ziemlich vermisst… Nachdem du einfach verschwunden bist“, murmelte sie. Jetzt hatte er wohl den Punkt der kompletten Verwirrtheit erreicht. Kannten sie sich doch irgendwoher? Hatte er sie vergessen? Aber so vergesslich war er doch gar nicht… Vielleicht sollte er einen kleinen Test starten. „Ach weißt du… Astro hat mich in letzter Zeit ziemlich auf Trapp gehalten“, entgegnete er unbekümmert und lehnte sich leicht zurück. So… Offenbare dich. Das Mädchen runzelte die Stirn. „Seit wann interessierst du dich für Astrologie? Ich dachte, du hasst Physik.“ Sanha guckte sie nur stumm an. Das war wohl doch anders ausgegangen als er gedacht hätte… Und woher wusste sie überhaupt, dass er kein Physik mochte… Ach was. Wahrscheinlich nur geraten.

Sie konnte ihr Glück wirklich kaum fassten. Hier saß sie. Ihr alter bester Freund an ihrer Seite. Zwar war die Stimmung ein wenig angespannt, aber es wunderte sie nicht groß, schließlich hatten sie sich seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen. Ihr Verstand musste wohl begriffen haben, dass es nicht sonderlich klug war, sie alleine aufs Leben zurück zu lassen. Dabei wollte er sie auch gehen lassen. Naja… Jetzt hatte sie hin ja zurück. Mit einem glücklichen Lächeln betrachtete sie ihre Umgebung. Ihr Blick fiel auf eine Gruppe von Jungs, die ein wenig im Park herumblödelten. Sie schienen so ausgelassen. Ein paar der Leute warfen ihnen ein paar seltsame Blicke zu. Einer der Jungs sah zu ihr hinüber und lächelte breit. „Hey Sanha! Sag deiner Freundin bald auf Wiedersehen. Unser Manager will uns in spätestens einer Stunde wieder zurück“, rief derjenige, bevor er sich wieder den anderen zuwandte. „Alles klar!“, rief der Braunhaarige neben ihr zurück. Moment… Die Jungs da vorne waren definitiv keines ihrer Trugbilder… Die Menschen bemerkten sie. Ziemlich verunsichert wandte sie sich ihrem scheinbar doch nicht so unechten Freund zu. Das konnte doch nicht sein… Sanha gab es nicht. Langsam streckte sie ihre Hand nach seiner aus. Ihre Fingerspitzen stießen auf weiche, warme Haut. Als hätte sie sich verbrannt, zog sie ihre Hand schnell zurück und starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „D-du bist echt“, stotterte sie ängstlich. Sanha neigte leicht den Kopf zur Seite und betrachtete sie aus unschuldigen Augen. Was meinte sie denn jetzt damit? Komplett durcheinander sprang sie auf und nahm ein paar Schritte Abstand. „E-es tut mir Leid… ich muss dich verwechselt haben. Tut mir leid, dass ich dich belästigt habe.“ Sie wollte nur schnellstmöglich weg von hier. Nur hatte sie nicht damit gerechnet, dass dieser Sanha ihr hinterherlief. „Hey, warte doch!“ Eine große Hand umgriff ihr Handgelenk und sie zuckte merklich zusammen. Von dem Ebenbild ihres imaginären Freundes angefasst zu werden, fühlte sich einfach nur komisch an. Sie drehte sich wieder zu ihm. „Woher kennen wir uns?“, fragte er neugierig. „Wir kennen uns nicht. Ich habe dich nur verwechselt.“

Letztlich landete sie wieder auf der Parkbank direkt neben ihm. „(V/N) richtig?“ Sie nickte leicht und kaute unsicher auf ihrer Unterlippe herum. „Also sagst du mir gerade, dass ich sowas wie ein ausgedachter Freund für dich war.“ Ach hätte sie es ihm doch nicht gesagt. Ohne ein Wort zu sagen, gab sie ihm erneut ein Nicken als Antwort. „Okay…“ Wahrscheinlich wusste er selber nichts mit dieser Information anzufangen. „War ich ein guter Freund?“, fragte er grinsend. Was…. Zur Hölle? „Er… du… war der einzige, der jemals für mich da war. Also ja. Ich schätze schon.“ Der Braunhaarige nickte verstehend. Seltsamerweise wirkte er fast schon zufrieden. „Also… Vielleicht sollte ich besser gehen.“ Sie stand auf und wollte wieder ansetzen, doch wieder umgriff er ihr Handgelenk. „Warum haust du immer so schnell ab?“ Sanha stand direkt vor ihr und schenkte ihr ein fröhliches Lächeln. In ihrer Erinnerung war es genau so eingebrannt. Und es tat weh es wieder zu sehen und zu wissen…dass es nie wieder ihres sein wird. „Es gibt nichts, was mich hier hält.“ Der Junge wirkte so, als würde er schmollen. „Du kannst doch deinen besten Freund nicht einfach hier zurück lassen!“, murrte er. Machte er sich über sie lustig? Komisch fand sie die Sache eher weniger. (V/N) runzelte leicht ihre Stirn. „Weißt du… Ich denke du brauchst Hilfe“, sagte er in sanfter Tonlage, seine Iriden glänzten fürsorglich. „Du warst lange genug alleine. Lass uns wirklich Freunde werden.“ Das kam überraschend. Vollkommen überwältigt starrte sie ihn an. Sie wusste nicht so recht was sie erwidern sollte. „Gib mir dein Handy!“

Tatsächlich hielten sie den Kontakt. Er ließ gar nicht zu, dass sie sich von ihm distanzierte. Auch wenn sie es oftmals versucht hatte. Jeden Tag schrieb er mit ihr, selbst wenn er eigentlich keine Zeit dafür hatte. Nach einer Weile wurde ihr bewusst, dass er ein bekanntes Idol ist, was zuerst ein kleiner Schock für sie war. Doch war es umso schöner, jemanden zu haben mit dem sie wirklich reden konnte, ohne seltsame Blicke zugeworfen zu bekommen. Einen Freund der real und an ihrer Seite war. Das einzige Problem… Ihre alten Gefühle kochten wieder in ihr auf. Immer wenn sie dieses süße Lächeln sah, diese wunderschönen Augen erblickte und seine sanfte Stimme hörte. Aber das könnte nicht wahr werden. Schon ihre damalige Liebe war hoffnungslos. Wie sollte es jetzt besser werden? Doch sie gab sich zufrieden mit dem was sie bekam. Vielleicht bot die Zukunft neue Chancen. Bis dahin würde Sanha ein wichtiger Freund für sie sein. Nicht nur das… Mit ihm hatte sie fünf weitere Freunde gefunden, die sie durch ihr Leben begleiteten, sie unterstützten und für sie da waren. Sie hatte ihr Glück gefunden. Nach so langer Zeit zeigte die Welt erbarmen.
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