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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
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Dieses Kapitel
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19.08.2020 3.004
 
„Yoongi! Du Verräter!“ Gerade als sein Hyung, die Wohnung betrat, kam ihm ein schmollender Jungkook entgegen. „Wieso?“, fragte dieser verwirrt. Der Jüngere sah ihn böse an. „Du weißt genau wieso!“ Yoongi schüttelte nur den Kopf und drängte sich an ihm vorbei. „Würde ich denn sonst fragen?“ Mit blitzenden Augen lief Jungkook ihm hinterher. „IU! Es ist ja schon die Höhe, dass gerade du mit ihr ein Song aufnehmen darfst, aber du hast mich ja nicht einmal mitgenommen!“

Yoongi verdrehte leicht die Augen. „Du weißt doch wie sehr ich sie verehre“, quengelte der Maknae weiter, „Sie ist die Schönheit in Person. Sie hat so unglaubliches Talent und-“ Der Ältere hob die Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen. „Hier!“ Yoongi zückte eine Karte und schob sie ihm rüber. Darauf war ein junges Mädchen mit dunklen Haaren zu erkennen. Ihre Handschrift schwang sich lieblich über die untere Seite des Bildes. „Woah~“ Jungkook staunte nicht schlecht. „Ich bin ja kein Monster“, meinte er belustigt.

Yoongi beobachtete Jungkook dabei, wie er schwärmend im Zimmer auf und ablief. „Sag mal… Hast du nicht eine Freundin? Was würde sie davon halten, wenn sie dich jetzt sehen würde?“, hakte er nach. Sofort stoppte der Größere. „Wir sind nicht zusammen. Zumindest noch nicht“, gab er nur zurück, „Außerdem… was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß.“ Der Ältere bedachte ihn mit einem zweifelnden Blick. Er war sich ziemlich sicher, dass (D/N) sehr wohl darüber Bescheid wusste. Schließlich ging Jungkook nicht gerade heimlich mit seiner Versessenheit gegenüber einem bestimmten Idol um.

Der Mittag zog sich so dahin bis schließlich auch der Abend anbrach. Nach und nach traf auch der Rest der Gruppe ein. Jeder hatte die Arbeit des Tages verrichtet. Jetzt wollten sich alle einfach nur noch ausruhen. „Guckt mal, wen ich mitgebracht habe!“, hörte man Hoseoks laute Stimme durch die Wohnung tönen. Als er ins Sichtfeld trat, guckte hinter ihm ein (H/F) Haarschopf hervor. „Hey Jungs~“, begrüßte (D/N) sie mit einem Lächeln.

„(S/N)!“ Mit deutlicher Begeisterung sprang Jungkook von seinem Platz, um zu ihr herüber zu laufen. Wenigstens zeigte er die gleiche Freude wie bei dem Geschenk Yoongis. Jungkook zog das Mädchen sofort in den Arm und lächelte breit. „Ich habe dich schon vermisst. Du warst ewig nicht mehr hier.“ (D/N) grinste ihn an. „Ich war hier, aber du warst nicht da.“

Verblüfft sah er zu ihr hinab. „Was meinst du?“ Sie tippte ihm verspielt gegen die Nasenspitze. „Ich habe Hobi besucht, Dummerchen.“ Sofort verzog sich sein Ausdruck. „Und du hast mir nicht Bescheid gesagt?“, schmollte er. Lachend löste sie sich aus seiner Umarmung. „Ich wollte Quality-Time mit meinem Sonnenschein verbringen. Kannst du mir das verübeln?“

Sie kannten sich bereits seit zwei Jahren. Ursprünglich war sie nur ein einfacher Fan. Teil der ihnen liebsten Menschen. A.R.M.Y Auf ihrem Pullover hatte groß das Logo ihrer Gruppe geprangt. Eigentlich blendete sie sich in die große Menschenansammlung ein. Sie war alles andere als auffällig. Trotzdem stieß Jungkook volle Kanne mit ihr zusammen.

Er hatte es eilig gehabt, okay?! Da hatte er eben nicht auf seine Umgebung geachtet. Natürlich kam es wie es kommen musste und sie landete rückwärts auf ihrem Allerwertesten. „Au~“ Mit beiden Händen hatte sie sich die Nase gehalten und mit tränenden Augen zu ihm aufgesehen. „Besteht deine Brust aus Eisen oder was?!“, keifte sie. Ein kleines Grinsen schlich sich auf seine Lippen, was durch seine Maske versteckt wurde. Doch seine Augen funkelten voller Schalk. „Tut mir leid.“

Es war komisch so direkt vor einem Fan zu stehen inmitten der Innenstadt. Er reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. Mit einem Ächzen stand sie auf. „Danke“, murmelte sie, während sie sich den Dreck von der Kleidung klopfte. Als sie den Kopf hob, starrte sie direkt in seine Augen. Ihr Atem stockte. Oh je. Da wurde er wohl erkannt.

Ihr Mund klappte auf. Kein Wort verließ ihre Lippen. „Schrei jetzt bitte nicht“, meinte er und hob leicht beruhigend die Hände. Sie schnaufte leise. „Das sagt sich so einfach“, erwiderte sie. Nervös verstaute sie ihre Hände in den Taschen ihres Hoodies. „Steh du das nächste Mal so vor deinem Bias!“ Aha~ gut zu wissen. „Ich wünschte, ich hätte das Glück“, gab Jungkook nur zurück. Sie hob leicht fragend die Augenbrauen. „Ich bin zwar ein Idol, doch ich bin IU trotzdem nie begegnet.“

Für diesen Tag war das das letzte Gespräch zwischen ihnen gewesen. Sie hatten ein Foto miteinander gemacht und waren getrennte Wege gegangen. So wie es eben sein sollte… oder auch eben nicht. Das Schicksal hatte andere Pläne für sie. Und (D/N) diese Verräterin hatte mit der Zeit ihre Vorzüge geändert! Sie hatte ihn einfach zum Biaswrecker degradiert! Hoseok stand an erster Stelle.

Vielleicht war der ausschlaggebende Grund das Aufeinandertreffen eine Woche später nach ihrem un- oder doch eher glücklichen Zusammenstoß. Am späten Abend begegnete er ihr in einem kleinen, etwas abgelegeneren Bistro, das traditionelle koreanische Gerichte servierte. Sie saß alleine in einer Ecke und starrte verträumt an die nächste Wand.

Hoseok hatte ihn an diesem Tag begleitet. „Willst du der einsamen Seele Gesellschaft leisten?“, fragte er, als er seinen überraschten Blick bemerkte, „Oder kennst du sie?“ Jungkook überlegte kurz. Wollte er sich wirklich auf einen Fan einlassen? Sowas konnte jederzeit schiefgehen. „Ich bin mit ihr auf der Straße zusammengestoßen. Sie ist ein Fan von uns.“

Am liebsten hätte er protestiert, als Hoseok ihm am Handgelenk hinter sich herzog. „Dann haben wir wenigstens Gesellschaft mit gutem Geschmack.“ Vor ihrem Tisch blieben sie stehen. „Hey~“, begrüßte der Ältere sie enthusiastisch. Sie zuckte merklich zusammen und wachte aus ihrer Starre auf. „Hey?“

Hoseok zog Jungkook mit einem Ruck an seine Seite. „Kookie meinte, ihr seid euch begegnet?“ Erkenntnis zeigte sich in ihren Augen. Ihr Mund klappte auf. Schon wieder so sprachlos. „Wehe du schreist!“, warnte Hoseok und hob eine Hand, um sie notfalls zum Schweigen zu bringen. Sofort legte sich ein kleines Schmollen auf ihre Lippen. „Wieso denkt ihr beide gleich, dass ich losschreie?“

Letztlich setzten sie sich zu ihr. Ihre Bestellung hatte sie bereits aufgegeben, weswegen sie bereits vor ihnen anfing zu essen. „Lammspieß?“ (D/N) hielt Hoseok einen unter die Nase. Es war schließlich nicht unüblich, das Essen zu teilen. „Igitt. Das ist ja dann noch eher Jungkook.“ Der Jüngere grinste freudig. „Immer nur her damit. Er hier weiß Qualität nicht zu schätzen.“

Damit brach auch das letzte Eis zwischen ihnen. Während sie aßen, konnten sie problemlos miteinander reden, ohne dass eine unangenehme Stille entstand. Auch wenn die Gesprächslücken meist von Hoseok gefüllt wurden. Er und (D/N) hatten am wenigsten Probleme zu kommunizieren. Wahrscheinlich lag das an seiner offenen, lustigen Art. Zumindest konnte Jungkook das an (D/N)s freudigem Lächeln erkennen, sobald Hoseok etwas witziges erzählte.

Den halben Abend hatte er beleidigt auf seinem Kimchi rumgekaut. Dabei hatte er gedacht, er wäre ihr Bias. Sollte sie dann nicht lieber mit ihm reden wollen? Oder wenigstens schwärmen? Zumindest etwas? Ein klitzekleines bisschen? Aber er bekam nie, was er wollte. Weder damals noch heute. Als Hoseok zu ihrem Bias wurde, bekam er trotzdem mehr Aufmerksamkeit, als er es jemals bekommen würde – dabei ignorierte er eigentlich die Tatsache, dass (D/N) ungerne direkt vor ihm fangirlte.

Die erste Initiative an diesem Abend ging von Hoseok aus. Als sich ihre Wege hätten trennen müssen, da sie bis zum Schluss gesessen hatten, gab er ihr seine Nummer. Jungkook bekam dazu nicht einmal die Möglichkeit. Er konnte ihr noch geradeso eine gute Nacht wünschen, bevor er wieder von seinem Hyung mitgezogen wurde.

Zwischen den Zweien entstand eine wunderbare Freundschaft, die wohl zumeist durch ihr ständiges Schreiben aufblühte. Eine Weile durfte er Hoseok dabei beobachten wie er mit einem gruseligen, glücklichen Ausdruck sein Handy anstarrte, um ihr zu antworten. Außerdem hatte es Jungkook zwei weitere Wochen gekostet bis er ihn gefragt hatte, ob er auch ihre Nummer haben könnte.

Danach ergab sich, dass allmählich weitere Treffen zustande kamen. Meistens gegen späten Abend im selben Bistro. Irgendwann schlossen sich auch mehr Mitglieder an, die neugierig wurden, wer das mysteriöse Mädchen war, dass ihre Kollegen aufmunterte. Yoongi mochte sie von Anfang an. Schließlich hatte er einen Partner mit dem er zusammen Lammspieße essen konnte und sich heiter mit Soju zu betrinken.

Heute lag sie jedem von ihnen ein Stück weit am Herzen. Doch die Jungs, die ihr am nächsten standen, waren weiterhin Hoseok und Jungkook. „Du könntest ja auch Quality-Time mit mir verbringen!“, protestierte Jungkook „Aber du fragst mich ja nie.“ (D/N) schmunzelte leicht. „Hoseok hat auch mich gefragt.“ Sie legte beide Arme um ihn und grinste ihn keck an. „Ich wollte schließlich nicht deinen strengen Zeitplan durcheinanderbringen.“

Grummelnd stützte sein Kinn auf ihrem Kopf ab. „Für dich hätte ich immer Zeit“, murrte er. Wahrscheinlich würde er wirklich jeden Termin absagen, wenn er sie sehen könnte. Es hat eine Weile gebracht bis er sich das eingestanden hatte. Vielleicht lag sie ihm ein wenig mehr am Herzen, als er ursprünglich hätte vermuten können.

Normalerweise fühlte er sich etwas unwohl neben Mädchen, doch (D/N) hatte eine wirklich liebevolle Persönlichkeit. Ihr warmes Herz war ein ehrliches. Sie zwang sich ihm nicht auf und bewahrte Abstand, falls nötig. Außerdem hörte sie ihm aufmerksam zu, wenn er etwas zu beklagen hatte. Sie war eine echte Freundin. Manchmal würde er sie am liebsten nur für sich behalten. Leider musste er sie nur allzu oft mit Hoseok teilen. Die zwei klebten ja schon regelrecht aneinander. Sie waren schon Herz und eine Seele. Aber Jungkook kam nicht umhin zu denken, dass ihre Verbindung so viel tiefgründiger sein könnte.

Leider waren sie zwei sehr blinde Wesen und tappten umeinander herum. Jungkook war mehr damit beschäftigt auf Hoseok eifersüchtig zu sein, als das Offensichtliche zu sehen. Der Rest der Jungs wusste mehr oder weniger Bescheid. Vor allem Yoongi. Er musste ja mit den zwei hoffnungslosen Fällen herumhängen. Abgesehen davon vertraute (D/N) ihm Dinge an, die sie Hoseok nicht sagte. Manches verschweigt man dann doch seinem besten Freund.

Die Jungs hatten sich über die Wohnung verteilt. Einige von ihnen waren in ihre Zimmer verschwunden, um sich vom Tag auszuruhen. Jungkook lag gelangweilt auf der Couch und zappte durch das Fernsehen. „Uff.“ (D/N) hatte sich einfach auf ihn fallen gelassen und lag nun auf ihm drauf. „Beschäftige mich~“, jammerte sie, „Hoseok hat mich einfach sitzenlassen.“

Jungkook musste sich ein missbilligendes Schnauben unterdrücken. Natürlich war er mal wieder die Zweitwahl. „Pech. Du musst dir jetzt mit mir die Comebackshow von IU gucken.“ Er stoppte den Kanal und die Stimme eines sanften Engels klang durch den Raum. Ein zufriedenes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Genau das, was er brauchte. Sie schaffte es immer, ihn aufzumuntern.

Ohne, dass er es bemerkte, verformte sich (D/N)s Mund zu einem Schmollen. Sie warf dem Bildschirm finstere Blicke zu. Innerlich verfluchte sie das Idol. Warum musste sie auch gerade jetzt, Jungkooks Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Du kannst es doch noch auf YouTube gucken!“, beschwerte sie sich, „Ich bin nur jetzt da.“

„Tja. Du könntest mich auch öfter sehen, dann müsstest du deine wertvolle Zeit mit Hoseok ein wenig herunterkürzen“, gab er trocken zurück. Er wandte seinen Kopf zu ihr. Beide sahen sich böse an. „Aber ich kenne Hoseok wenigstens. Du bist ihr noch nicht persönlich begegnet“, konterte sie, „Also bin ich wichtiger.“

„Das hast du jetzt behauptet. Außerdem darf man die Hoffnung nie aufgeben.“ Der Ausdruck auf beider Gesichter wurde dunkler. Sie warfen sich gegenseitig giftige Blicke zu, in der Hoffnung der andere würde aufgeben und seinen Fehler eingestehen. „Warum küsst ihr euch nicht einfach?“, seufzte Yoongi genervt im Hintergrund, der sich gerade eine Tasse Kaffee aus der Küche geholt hatte, „Das würde uns so viele Probleme ersparen.“

Die zwei Angesprochenen erstarrten und sahen Yoongi mit großen Augen an. „Was?! Ist doch nur die Wahrheit. Diese ganze sexuelle Anspannung bereitet mir schon Kopfschmerzen.“ Damit ließ er sie alleine und verschwand in Richtung seines Zimmers. Wie meinte er das? (D/N) lief hochrot an.

Schüchtern sah sie zu Jungkook, der sie eingängig musterte. Sie schluckte leicht. An sich lag Yoongi ja nicht falsch. Sie hatte Interesse an ihm, doch musste es bisher unterdrücken. Alles fing schon an, als sie noch ein Fan von ihnen war. Als er noch ihr Bias war… Sein Lächeln war wirklich anziehend. Sein Lachen… seine mysteriöse Persönlichkeit.

Und dann durfte sie ihn kennenlernen. Auf einer Seite war er ein kecker, frecher Junge und auf der anderen Seite einfach nur cool und liebenswert. Sie spürte, dass sie noch viel nervöser in seiner Nähe wurde, als ohnehin schon. Dann änderte sie ihren Bias. Es war komisch einen Crush auf Jungkook zu haben, den sie nun persönlich kannte. Außerdem wollte sie nicht als bloßer Fan wahrgenommen werden. Wer wollte schon was von seinem persönlichen Fangirl wissen?

Dementsprechend kam sie Hoseok näher. Er wurde ihr bester Freund, doch ihr Interesse gegenüber Jungkook verschwand natürlich nicht. Es wurde mit der Zeit nur immer intensiver. Irgendwann konnte sie nicht mehr innehalten und erzählte Yoongi von ihren Gefühlen. Sie wollte es nicht verstecken, doch hatte sie Angst niemals ernst genommen zu werden. Immerhin war sie nur ein bloßer Fan, oder nicht? Sie wollte mehr in Jungkooks Augen sein, als das. Dafür musste er nur mehr in ihr sehen.

Eine gewisse Distanz entstand zwischen ihnen und doch gab es da dieses Band, das ein heiteres Kribbeln in ihr auslöste, wenn sie ihn sah. Insgeheim würde er wohl immer ihr Favorit bleiben. Aber irgendwann hatte sie ihre Hoffnung kleingehalten. Als Freund wäre er ihr schon genug. Dementsprechend hatte sie weiter aus der Ferne für ihn geschwärmt.

Vor ihm redete sie nur allzu gerne über Hoseok. Sie redete ununterbrochen über sein Tanztalent oder wie cool er rappt. Seine selbstgeschriebenen Texte oder einen Beat, welchen er ihr gezeigt hatte. Natürlich hatte sie nie die eifersüchtigen Blicke bemerkt, die Jungkook ihr zuwarf. Warum konnte sie ihn nie so loben?

Andersherum war es aber genauso. Jungkook fing an sie zu ärgern, indem er über sein Lieblingsidol schwärmte. Wie perfekt IU doch war. Ihre Figur, ihr Aussehen, ihr Lächeln, ihre Stimme, ihr Herz. Der perfekte Typ für ihn. Oder nicht? So stellte er sich seine Freundin vor… Zumindest ließ er das nach Außen durchkommen.

Dadurch erstickte das kleine Fünkchen der Hoffnung in (D/N). Wie sollte sie jemals genug für ihn sein? Doch wie es sich langsam herausstellte, wollten sie sich gegenseitig nur eifersüchtig machen. Irgendwann würde einer einbrechen und den ersten Schritt wagen. Aber wer zeigte seine wahren Gefühle zuerst?

Gar keiner. Zumindest nicht so richtig. Ehe sie sich versahen, hangen sie regelrecht aneinander. Jungkook hielt ihre Hüfte fest mit beiden Händen. Ein Blick hatte genügt und ihre Lippen hatten zueinander gefunden. Quietschend schlang sie ihre Arme um seinen Hals, als er sich mit einem Mal aufsetzte.

Tatsächlich hatte sie seine Aufmerksamkeit erhalten, auch wenn IUs sanfte Stimme im Hintergrund dudelte. „Schlag dir Hoseok schnell aus dem Kopf meine Liebe“, knurrte er gegen ihre leicht geöffneten Lippen, „Der kriegt dich nicht so einfach zu fassen, solange ich noch existiere.“  Grinsend gab sie ihm einen leichten Kuss. „Das will ich doch gar nicht.“

Zufrieden versenkte er seine Finger in ihrem weichen Haar, hielt sie fest an sich gedrückt. Der Geruch ihres Shampoos stieg in seine Nase. Es war ein angenehmer Duft. Wie lange er sich das vorgestellt hatte? Die Form ihrer Lippen… wie sie sich anfühlten… wie sie schmeckten. Jetzt konnte er das alles erleben. Ihm war heiß und kalt gleichzeitig. So viele neue Erfahrungen prasselten gleichzeitig auf ihn ein. Es machte ihn ganz hibbelig.

Etwas grob zog er ihre Haare zurück, sodass ihr Kopf leicht zurückfiel. Gierig ließ er seine Zunge hervorschnellen. Der Drang von ihr zu probieren war immens. Nur allzu gerne ließ er sich von ihrem feuchten Mundraum verführen. Der Geschmack ihrer Lieblingsüßigkeit verbreitete sich auf seiner Zunge. Ob sie immer so schmeckte?

Er drückte sie leicht auf die Couch zurück und kletterte über sie. Seine Fingerspitzen tanzten feinfühlig über die weiche Haut ihrer Arme. Er würde gerne noch so viel mehr spüren, aber er musste sich zurückhalten. Aber es war so schwer… Vor allem wenn sie so willig die Beine um seine Hüftes schlang.

Ihr Kuss war atemlos, doch genauso leidenschaftlich. Sie wollten gar nicht voneinander ablassen. Schon so lange verlangten sie nacheinander. Waren sie so dämlich, ihre gegenseitige Anziehung nie zu bemerken? Stattdessen hatten sie sich blenden lassen. Dumme Eifersucht! Das Reale fühlte sich viel besser an. IU und Hoseok waren nur Teil eines unwichtigen Spiels.

„Nehmt euch ein Zimmer!“, klang eine heitere Stimme über ihnen. Sie schreckten auseinander und starrten mit großen Augen zu der Person, welche so plötzlich aufgetaucht war. Hoseok stand grinsend über ihnen. „Hat lange genug gedauert, was? Ich dachte schon, wir müssen euch in einen Raum sperren, damit ihr euch eurer Gefühle bewusst werdet.“

(D/N) zog eine Schnute. Dabei wollte sie es doch gerade vor ihm Geheim halten. Jetzt machte sich selbst ihr bester Freund über sie lustig. „Verzieh dich! Sofort!“, giftete Jungkook. Der Ältere hob abwehrend die Hände. „Keine Angst, Bunnyboy. Ich rühr sie schon nicht an.“ Lachend verzog er sich aus dem Zimmer. „Idiot“, knirschte Jungkook mit den Zähnen.

Ein wenig später saß sie ruhig auf seinem Schoß. Verträumt streichelte er über ihren Rücken. „Also… bist du auch in mich verliebt?“, fragte sie schüchtern. Er summte zustimmend und setzte einen sanften Kuss auf ihre Halsbeuge. „Schon für eine Weile. Ja.“ Sie lächelte glücklich. „Also keine IU, die dich mir abspenstig machen könnte?“ Überlegend sah er in die Luft. „Also wenn sie wollen würde, dann- aua!“

(D/N) hatte ihm auf die Schulter geschlagen. „Wehe!“, zickte sie. Jungkook grinste frech. „Keine Sorge. Du bist mein ein und alles.“ Er hob eine Hand und streichelte ihr sanft über die Wange. „Ich hoffe, das gleich gilt auch für mich.“ Dieses Mal war es an ihr, ihm einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze zu drücken. „Keine Sorge. Hoseok ist zwar mein Bias, aber nicht mein Idealtyp. Der sitzt hier gerade nämlich vor mir.“ Gut zu wissen…

Ein Request~ Alles Gute zum Geburtstag ^-^ Wann auch immer er jetzt sein mag xD
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