Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.07.2020 3.735
 
Der Job eines Models war definitiv alles andere als einfach. Stehe früh auf, halt dich fit, esse gesund. Dein Lächeln ist wichtig. Also brauchst du perfekte Zähne. Einen perfekten Körper. Ein perfektes Wesen. Schlechte Laune hinterlässt einen schlechten Eindruck. Du musst stets dein Bestes geben. Die jungen unerfahrenen Mädchen, die in diese Karriere starten wollen, bedenken oft nicht, was ihnen alles bevorsteht. Es ist gar nicht so einfach einen Job zu ergattern. Nein. Es ist alles andere als Zuckerschlecken. Man muss es immer und immer wieder versuchen. Sich bei verschiedenen Agenturen und Modeshootings bewerben, um in das Auge mancher Menschen zu stechen. Wenn man dann einen festen Kunden hat, steht man schon mitten im Beruf. Jedoch ist es sehr schwer einen Interessenten zu halten. Du musst dich stets bemühen, ihn zu beeindrucken. Findet er dich langweilig oder machst du Fehler, dann bist du schneller weg vom Fenster, als du "Cheese" sagen kannst. Der Beruf war ein ständiges auf und ab. Nur die wenigsten konnten ihn verkraften.

(D/N) arbeitete nun schon seit einigen Jahren mit diesem Kunden zusammen. Sie hatte sich ihren Namen als Curvy-Model gemacht. Manchmal wusste sie nicht, ob es ein Fluch oder Segen sein sollte, dass sie ihren bestimmten Kunden gefunden hat. Immerhin war sie an deren süßes-Mädchen-Schema gebunden. Dabei wollte sie auch die selbstbewusste Seite der etwas fülligeren Frauen porträtieren. Aber sie wollte sich nicht beschweren. Am Anfang konnte sie kaum von ihrem Einkommen als Model leben. Sie hatte primär in einem Café gejobbt. Zufälligerweise hatte sie dort den Fotografen ihrer Agentur getroffen. Sie hatte wohl wirklich Glück, denn somit hatte sie das erste Mal den großen Durchbruch.

"Wie findest du es?", fragte der junge Mann, während er von dem Model zurücktrat. "Einfach umwerfend! Ich sehe aus wie eine Prinzessin", gab sie zurück. Kichernd drehte sie sich einmal im Kreis und bewunderte sich dabei im Spiegel. Das sanft fallende Tüllkleid umwarb ihren Körper fabelhaft. Es versteckte sogar größtenteils, die meist ungewollten Fettpölsterchen. "Du bist eine Prinzessin, meine Liebe." Ihr Stylist legte beide Hände auf ihre Schultern und lächelte sie durch den Spiegel an. "Und das wirst du dort draußen wie immer bezeugen! Also shuu~" Er scheuchte sie mit einer Handbewegung aus der Umkleide. "Ab ans Set mit dir und gebe dein Bestes!"

"Dreh dich! Zeig deinen Körper!" Ihr Fotograf rief ihr die verschiedensten Anweisungen zu. Dabei zeigte er auch den vollsten Körpereinsatz. Mal stand er, dann kniete er und zwischendurch lag er sogar vollkommen auf dem Boden. Wenn sie diesen Job machen würde, dann hätte sie sehr wahrscheinlich Muskelkater danach. Ein letztes Mal warf sie ein umwerfendes Lächeln in die Kamera und zeigte sich von ihrer besten Seite, ehe der Fotograf rief: "Das war's fürs Erste. Gute Arbeit, (D/N)." Sie wandte sich schon zum Gehen, da fügte er noch hinzu: "Du kannst ruhig erst einmal eine Stunde Pause machen. Das hast du wirklich verdient. Sei aber pünktlich wieder da!"

Ihr Stylist half ihr aus dem Kleid, darauf bedacht das Makeup nicht allzu sehr zu verschmieren. Immerhin könnten sie Teile davon später noch gut verwenden. "Bist du ein Schatz und bringst mir einen Kaffee mit?", fragte er mit einem zuckersüßen Unterton. Die beiden kannten sich nun auch schon eine Weile. Man könnte sie sogar schon fast als Freunde bezeichnen. "Natürlich. Ein Caramel-Latte mit extra viel Sahne und Sirup oben drauf?" Er nickte begeistert. "Du kennst mich schon perfekt."

Bei Starbucks meldete sich dann auch ihr Magen. "Ich hab sowas von Kohldampf", murmelte sie, während sie die Auslage bei Starbucks musterte. Letztlich entschied sie sich für einen belegten Bagel und einen Brownie. Natürlich dachte sie daran den Kaffee für ihren Kollegen zu besorgen, wobei sie sich mit einem einfachen Eistee begnügte.

Zeitgleich mit ein paar jungen Männern kam sie bei der Agentur an. Einer von ihnen war sogar so nett, ihr die Tür aufzuhalten, nachdem er erkannt hatte, dass sie ihre Hände voll hatte. "Dankeschön." Mit einem warmen Lächeln und einer leichten Verneigung schlüpfte sie an ihnen vorbei ins Innere des Hauses.

Aus dem Augenwinkel bemerkte sie, dass ihr die Sieben zu den Fahrstühlen folgten. Ob sie neue männliche Models waren? Aber das wäre ein wenig ungewöhnlich. Ihre Modelinie war eigentlich ausschließlich für Männer und wenn sich ihre Kunden kein neues Konzept überlegt hätten, dann wäre das eigentlich auch unwahrscheinlich.

Möglicherweise gehörten sie auch zu einem anderen Fotografen. Das Haus hatte genug Räume. Ein paar von ihnen wurden schon öfter an andere Firmen vermietet, solange sie der Agentur nicht von Nutzen waren. So konnte man immerhin leicht Geld verdienen.

Sie quetschte sich so gut es ging in die Ecke des Fahrstuhls, um genug Platz für die anderen zu lassen. In diesem Moment verdammte sie die veraltete Infrastruktur dieses Hauses. "Du hättest auch draußen warten können", ertönte es auf einmal direkt neben ihr, "Du nimmst ja schon fast allein die Hälfte des Fahrstuhls ein. Dann hättest du uns ruhig Vortritt lassen können." Mit einem Mal färbten sich ihre Wangen rot vor Scham. Es war lange her, dass sie jemand wegen ihres Gewichtes aufgezogen hatte. Das letzte, wirklich schlimme Mal war in der Schule. "BamBam. Sei nicht so gemein!", schnauzte der Typ neben ihm. Schüchtern drückte sie die beiden Getränke und die Papiertüte mit dem Starbuckssymbol an ihre Brust. Irgendwie versuchte sie sich ein wenig kleiner zu machen. "Ignorier ihn einfach. Er hat wohl einen schlechten Tag", fügte der Mann hinzu, der sie schon verteidigt hatte. Mit einem dankbaren Lächeln nickte sie ihm zu. "Du bist viel zu herzlich, Jinyoung", erwiderte dieser BamBam. Muss wohl ein Spitzname sein. Denn sie würde ihr Kind wohl niemals auf so einen Namen taufen.

Hatte sie gehofft, dass sie diese Typen endlich loswerden würde? Ja. Aber hatte es das Schicksal mal wieder nicht gut mit ihr gemeint? Ebenfalls ja. Mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck tappte sie hinter der kleinen Gruppe her. Wenigstens musste sie diesen Stinkstiefel nach diesem Tag nicht mehr wiedersehen. Hoffentlich. Als die sieben plötzlich stehenblieben, wäre sie fast in sie reingelaufen. Glücklicherweise konnte sie gerade noch so stoppen. Mit einem irritierten Seufzen lief sie an dem Haufen vorbei. "Pass auf, dass du nicht hinfällst. Sonst siehst du aus wie ein Käfer, der nicht aufkommt", stichelte wieder der Selbe. Hinter sich hörte sie das irritierende Kichern einzelner.

Missgestimmt ließ sie sich auf dem Stuhl neben ihrem Stylisten fallen. "Hat dir jemand Salz statt Zucker ins Getränk gemischt?", fragte er, während er seinen Kaffee entgegennahm. "Nein. Nur ein paar nervige Bälger", grummelte sie. Eingeschnappt kaute sie auf ihrem Bagel herum. Da dachte sie, dass ältere Männer an Niveau gewinnen würden, wurde aber vom Gegenteil überzeugt. Kindische Seiten gibt es wohl in jeder Altersgruppe.

"Wusstest du, dass eine Boygroup heute im Gebäude ist? Sie sollen wohl ein Fotoshooting für ein neues Album machen." Ihr Stylist redete schon eine Weile vor sich hin. So genau hörte sie nicht zu. Sie versuchte noch über die Unsensibilität mancher Leute hinwegzukommen. "Ich würde ja so gerne ihre Outfits sehen. Es wäre echt schön, mal wieder Männer einkleiden zu können." Schon lauschte sie auf. "Bist du etwa unzufrieden mit mir?", gab sie mit einem leicht schmollenden Unterton zurück. "Nein. Nein." Beschwichtigend hob er die Hände. "Es ist nur so, dass ich für diese Modelinie eigentlich nur weibliche Models habe. Ich würde mich gerne in meiner Kreativität ausleben."

Ihre Mittagspause endete bald. Dementsprechend machte sich ihr Stylist wieder daran, ihr MakeUp zu richten. Dieses Mal wurde es sogar ein wenig dunkler und auffälliger. "Die Agentur will etwas Neues ausprobieren. Sie wollen etwas Präsenteres, als diese gedeckten, unauffälligen Farben. Vielleicht ist es dieses Mal weniger Mauerblümchen und mehr Diva." Es muss ja echt ein Wunder geschehen sein. Ihre Laune hob sich wieder ein wenig. Sie hatte schon so lange auf eine entsprechende Änderung gewartet und endlich bekam sie sie.

Anstatt eines Rockes, bekam sie eine enganliegende Jeans. Eine lockere Bluse mit V-Auschnitt an dem eine Schleife befestigt war, verlieh dem Outfit eine gewisse Leichtigkeit. Auf ihrem Kopf thronte ein dunkler Breitkrempenhut. Etwas passendes für den Frühling, wenn es noch nicht allzu warm war, aber trotzdem die Sonne eifrig vom Himmel strahlte. Mit einem zufriedenen Lächeln betrachtete sie sich im Spiegel. Damit würde sie auch selbst in ihrer Freizeit herumlaufen.

Als sie ans Set kam, staunte der Fotograf nicht schlecht. "Mei, mei. Was für eine bildhübsche junge Dame." Er zwinkerte ihr zu und wies ihr an, sich vor die Kamera zu stellen. In der Mitte stand eine Art Hocker, auf dem sie posieren sollte. Mit neuem Selbstbewusstsein zeigte sie sich von ihrer besten Seite. Manchmal konnte ein neues, etwas fremderes Aussehen zu einem wirklichen Kick führen. Sie hatte sich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt. Die Kunden schienen wohl sehr mit ihr zufrieden zu sein. Aus dem Augenwinkel konnte sie das breite Grinsen auf ihren Lippen erkennen und das Funkeln in ihren Augen.

"Du bekommst heute übrigens ein wenig Gesellschaft", ließ die Leiterin der Agentur verlauten. "Kommt noch ein weiteres Mädchen ans Set?", hakte (D/N) neugierig nach. Es kam selten vor, dass die Models tatsächlich miteinander shooteten. Außer es wurden irgendwelche Konzepte draußen aufgenommen. Dann spielten die Models immer Freundinnen. "Eher das Gegenteil", schmunzelte die Dame. (D/N)s Augen weiteten sich. Gegenteil? "S-soll ein Mann dazu kommen?" Der Gedanke überraschte und verunsicherte sie zugleich. Sie kann sich kaum noch daran erinnern, wann sie das letzte Mal mit einem Male-Model posiert hatte. Das war bestimmt in ihren Anfangsjahren, in denen sie primär noch auf Jobsuche war. "Ganz richtig." Was war auf einmal passiert, dass sie jegliche Normen brachen. "Aber betrachte ihn einfach als Schmuckstück. Der Fokus liegt noch immer auf dir. Er unterstützt nur das Konzept."

Das Einzelshooting war nach ein paar Schüssen bereits beendet. Jetzt mussten sie nur noch auf ihren Partner warten. Nervös spielte (D/N) mit ihren Fingern. Als sie das Geräusch einer Tür hörte, hob sie mit einem Mal den Kopf. Sie staunte nicht schlecht, als sie erkannte, wer da eintrat. Das war die Gruppe, der sie eben begegnet war. Anscheinend waren sie in Begleitung ihres Fotografen. Zumindest konnte man das an der Kamera erkennen, die dem Mann um den Hals hing. Etwas widerwillig erhob sie sich von ihrem Platz auf dem Hocker und trat auf sie zu.

Sie hatte das Gefühl das der eine schöner als der andere war. Wie sie erfahren durfte, handelte es sich hier um eine Gruppe Idols. Vielleicht hätte sie ihrem Stylisten doch zuhören sollen. Natürlich kannte sie auch ein paar der großen Popidole, doch ihr Musikgeschmack lag ein wenig in der Vergangenheit. Zwar liebte sie Musik über alles, doch durch ihren Job war sie sehr eingebunden und fand nicht schnell Anklang an die neusten Trends.

Ihr Fotograf deutete auf zwei von ihnen. "Jinyoung und Bhuwakul werden dir aushelfen." Ihr Blick fiel auf ihr bereits zwei bekannte Gestalten. Während der eine sie freundlich anlächelte, guckte der andere ein wenig bedröppelt. Ein kleines gehässiges Grinsen bildete sich auf ihren Lippen. So konnte sich das Schicksal wohl ändern. Jetzt musste er nach ihrer Pfeife tanzen. "Fangen wir doch mit ihm an", meinte sie und deutete begeistert auf Jinyoung. "Er scheint mir sehr sympathisch zu sein."

Mit ihrer Vermutung behielt sie auch recht. Es war sehr angenehm mit ihm zu shooten. Durch seine lockere Haltung fühlte sie sich nicht unter Druck gesetzt. Er folgte auch problemlos den Anweisungen des Fotografen, als auch ihren. Dementsprechend kamen sie zügig voran. Zuletzt sollte sie sich gegen ihn lehnen, damit er sie von hinten umarmen konnte. Ihr Blick schweifte für einen Moment von der Kamera ab, hinüber zu dem Rest der Gruppe. Manche schienen ein wenig desinteressiert, wobei der Rest neugierig zusah. Dazu gehörte auch ihr persönlich auserkorener Stinkstiefel. Möglicherweise konnte er sich ja bei Jinyoung etwas abgucken. Er war nicht nur ein Gentleman, sondern auch talentiert. "Perfekt. Wir sollten es haben." Vorher hätte sie nicht gedacht, dass ihr so ein "Boyfriend-Shooting" Spaß machen würde. Eigentlich hatte sie sogar damit gerechnet, dass es ziemlich unangenehm werden würde. Immerhin hatte sie nicht unbedingt viel Kontakt zu den männlichen Models. Aber nach dieser Erfahrung hätte sie nichts gegen eine Wiederholung. Möglicherweise ließen sich die Kunden darauf ein. Immerhin hatten sie heute zum ersten Mal dieses neue Konzept ausprobiert. Hoffentlich würde dieses auch gut ankommen. Dann wäre die Wahrscheinlichkeit höher für sie aus ihren gewöhnlichen Grenzen auszubrechen.

Ein paar Minuten später wurde Jinyoung von seinem Freund abgelöst, der etwas missmutig auf sie zutrat. Ihr Gesichtsausdruck passte sich dem seinen an. Sie nahm ihren Hut ab und wuschelte sich einmal durchs Haar, um die mögliche Unordnung wieder zu richten. Vor ihr kam er zum Stehen. "Du hast da noch..." Er deutete auf ihr Gesicht. "Was? Schokolade kleben? Rede Klartext. Oder stört dich nun auch mein Ausdruck? Seh‘ ich aus wie ein Panda?", fragte sie mit zickigem Unterton. "Nein... Ich meinte-" Er unterbrach sich selbst mit einem Seufzen, ehe er eine Hand nach ihr austreckte, um eine Haarsträhne von ihrer Stirn zu streichen. "Jetzt passt es." Das Lächeln, welches sich auf seinen Lippen bildete, sah ein wenig verkrampft aus. Muss ihm wohl unangenehm sein, dass er sie die ganze Zeit geärgert hat. Das hatte er jetzt davon. Wenn er ein wenig menschlichen Anstand besitzen würde, dann hätte sie auch kein Problem mit ihm. Er muss sie ja nicht lieben, aber er könnte wenigstens die Klappe halten. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, wandte sie sich ab.

Wie bereits von ihr vermutet, verlief das Shooting nicht ansatzweise so entspannt wie das davor. Ihre jeweiligen Fotografen guckten schon seltsam drein. Anscheinend waren sie diesen Anblick auch noch nicht gewohnt. Bhuwakul war ein wenig zurückhaltend. Er stand fast schon ein wenig still hinter ihr. Irgendwann hatte (D/N) genug und drehte sie sich zu ihm. "Weißt du, ich beiße nicht. Du kannst mich ruhig anfassen", zischte sie. Sie verschränkte die Arme. "Oder ist das schon zu viel für dich? Hast du Angst, dass ich dich mit meinem Übergewicht anstecke?" Eventuell war sie ein wenig nachtragend. Doch solange sie keine Entschuldigung aus seinem Mund hörte, würde sie weiter auf ihm herumhacken. Für einen Moment verzog sich sein Gesicht. "Leg mir keine Worte in den Mund", murrte er, "Daran liegt es doch gar nicht." Zweifelnd hob sie die Augenbrauen. "Eben hat sich das noch ganz anders angehört." Überraschenderweise zog er sie mit einem Ruck zu sich. "Ich weiß, okay? Manchmal funktioniert mein Mund schneller, als mein Gehirn." Ein belustigtes Schnauben verließ ihre Lippen. "Ich habe ja eher das Gefühl, es hatte einen kompletten Aussetzer." Bevor er etwas erwidern konnte, wurden sie von dem Fotografen unterbrochen. "Es wäre nett, wenn ihr euren Ehestreit auf später verschieben könntet."

Tatsächlich schafften sie es irgendwie, sich zusammenzureißen. Bhuwakul wollte ihr auch anscheinend beweisen, dass er ganz anders kann. Dementsprechend fand sich seine Hand besitzergreifend auf ihrer Hüfte wieder mit der er sie stets nah an sich heran zog. Wahlweise legte er auch die Finger unter ihr Kinn, um ihren Kopf zu sich zu drehen. Dabei warf er ihr immer ein süffisantes Grinsen zu. Da sie ihn dabei aus feurigen Augen betrachtete, erfüllten sie wohl das Konzept einer Powerfrau. Wahrscheinlich wirkten sie sogar ein wenig mehr wie ein Pärchen. Immerhin versuchten sie sich gegenseitig aufzuziehen. "Anscheinend kannst du ja doch etwas leisten", meinte sie leicht gelangweilt. Beleidigt zwickte er ihr in die Hüfte. "Wenn ich dich mit einer Nadel pikse, entweicht dann bei dir auch die Luft, wie bei einem Ballon?", feuerte er zurück. Fing er schon wieder damit an? Dadurch würde nur noch mehr böses Blut entstehen. Als sie zu ihm sah, konnte sie ein verspieltes Grinsen erkennen. Meinte er das nicht ernst? Wollte er sie nur ärgern? Sonderlich lustig fand sie es trotzdem nicht. "Vorsicht. Dein Hirn läuft schon wieder auf Sparflamme."

Ehe sie sich versahen, endete auch das Shooting. "Na endlich." Erleichtert nahm (D/N) Abstand von ihm. "Ich schicke dir die Bilder später zu", meinte der Fotograf, während er selbst durch die Auswahl klickte. Sie nickte ihm zu und verabschiedete sich von allen mit einem freundlichen Lächeln. Jinyoung gab sie noch einmal die Hand, bevor sie sich bei ihm für seine Hilfe bedankte.

Erleichtert ließ sie sich auf einem Stuhl fallen. Endlich konnte sie wieder ihre eigene Kleidung tragen. "Entferne mir bitte diese Tonnen von Schminke aus dem Gesicht." Ihr Stylist hörte auf ihre Worte und kam mit einer Packung Abschminktücher. Vorsichtig begann er die Schichten zu entfernen. "Wie war das Shooting? Waren die Idole heiß?" Sie konnte sein Grinsen schon vor ihrem inneren Auge sehen. "Ja... schon", murmelte sie. Auch wenn sie es ungerne zugeben würde, mochte sie selbst Bhuwakuls Gestalt. Sein Aussehen hatte etwas Einzigartiges. Und diese langen Beine... "Jackson hat ein sehr einzigartiges Gesicht." Pff. Als ob sie jemals positive Worte über Bhuwakul über ihre Lippen lassen würde. "Er ist wirklich ein gutaussehender Mann."

"Von uns allen, musstest du natürlich ihn wählen", hörte sie auf einmal eine Stimme hinter sich. Ein wenig erschrocken, wandte sie sich zu der Person, während ihr Stylist neben ihr leise quietschte. "Hast du mich für heute nicht schon genug gepiesackt?", fragte sie mürrisch, als sie wieder das lästige Grinsen auf seinen Lippen sah. "Möglich, möglich." Er trat näher auf sie zu und legte beide Hände auf ihre Schulter. "Aber deswegen bin ich nicht hier", erwiderte er. Doch er zögerte bevor er weitersprach. "Kommt da noch was?", fragte (D/N) ungeduldig. "Ich wollte mich... bei dir entschuldigen. Was ich zu dir gesagt habe, war nicht nett und ausgesprochen unangemessen", fuhr er fort. Überrascht sah sie zu ihm auf. Mit einer Entschuldigung hatte sie nicht gerechnet. "Du bist ein äußerst liebreizendes Mädchen und auch dein Gewicht ändert nichts daran. Ganz im Gegenteil. Es macht dich und deine Schönheit aus." Meinte er das Ernst? Oder wollte er nur Anstand zeigen? Aber sie wollte mal nicht so sein. "Gut. Ich verzeihe dir." Er atmete erleichtert aus, stockte dennoch. "Aber! Bewerte niemals wieder Leute nach ihrem Aussehen. Jeder kann so aussehen wie er es gerne möchte. Also hast du dich da nicht einzumischen. Es spricht ja nichts dagegen, dass du meinen Körperbau nicht attraktiv findest oder gar als abstoßend empfindest. Du musst ja nicht mit mir zusammen sein. Doch du kannst mir mit einfacher Menschlichkeit begegnen."

Wie ein kleines Kind nickte er gehorsam. "Es tut mir wirklich leid. Und nein. Ich finde dich nicht abstoßend. Ich schätze... Ich lasse meine Missgunst nur zu gerne an anderen aus." Ergeben aufseufzend ließ er den Kopf hängen. "Als Idol muss man sich ständig an strikte Diäten halten und irgendwie hat es mich wohl in dem Moment geärgert, das ich nicht die Freiheit besitze, die ich gerne hätte." Bis zu einem bestimmten Punkt konnte sie ihn verstehen, nur hatte er sich unmöglich benommen. "Schon gut. Solange es nicht noch einmal vorkommt. Ich trage es dir nicht nach, jetzt da du dich bei mir entschuldigt hast." Beide schenkten sich einander ein warmes Lächeln. "Also dann... Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen."

Nach ihrem Abschied schien sich wohl auf lange Sicht Bhuwakuls Hoffnung zu erfüllen. Zwei Monate später trafen sie wieder aufeinander. Dieses Mal auf einer Fashiongala. Ein paar bekannte Gesichter wurden eingeladen. Darunter sowohl seine Gruppe als auch sie, ein aufsteigendes Plus-Size-Model. An diesem Tag trafen sie eher aufeinander wie alte Freunde. Alte Verbitterung hatten sie schließlich schon lange hinter sich gelassen. Mit einem Sektglas in der Hand nahmen sie Abstand von der großen Menschenmasse. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wiedersehen“, ließ (D/N) verlauten und nippte an ihrem Glas. Sie hatte zwar mitbekommen, dass BamBam ihrem Account auf Instagram folgte, aber so direkt angeschrieben hatte er sie noch nicht. Außerdem hatten sie meist komplett überfüllte Terminpläne und die Chance sich auf einem Event zu treffen war ziemlich gering. Immerhin waren sie dann doch in unterschiedlichen Branchen tätig. Naja. Man konnte wohl von Glück sprechen, dass die Idole oftmals als Fashion-Models verwendet wurden.

„Ich mochte dein letztes Shooting. Du hast sehr niedlich ausgesehen mit den Schleifchen.“ Bhuwakul grinste ein wenig perfide, weswegen sie ihm ein wenig gegen den Arm knuffte. „Ich hatte ja die Hoffnung, dass sie wieder etwas Damenhafteres probieren würden, aber wir sind trotzdem wieder bei dem Look ‚Unschuldslamm‘ gelandet“, seufzte sie. „Dir stehen eh beide Looks. Also ist es mir egal, was gerade kommt“, erwiderte er. Sie schüttelte leicht den Kopf. „Du bist ein kleiner Schleimer geworden. Das ist ja wirklich eine Kehrtwende zu damals.“ Ein leichtes fieses Lächeln zierte ihre Lippen. „Komm nicht darauf zurück“, schmollte er, „Ich finde dich eigentlich hübsch!“, protestierte er. (D/N) hob leicht die Augenbrauen. „Eigentlich?“ Abwehrend hob er die Hände. „Wirklich! Zu hundert Prozent! Du bist wunderschön!“ Lachend trank sie den Rest ihres Sektglases aus. „Schon besser.“ Mit einem Schmunzeln stützte sie sich auf der Tischplatte ab und sah abwartend zu ihm hinüber. „Und weiter? Da geht bestimmt noch was.“

So verbrachten sie den ganzen Abend. (D/N) zog Bhuwakul auf und er versuchte sich aus den Situationen zu retten. Letztlich hatten aber beide ihren Spaß. Trotzdem würde sich ihre Wege auch an diesem Abend trennen. Es würde noch zwei weitere Aufeinandertreffen brauchen, bis sie endlich ihre Nummern ausgetauscht haben. Denn vielleicht waren beide von Anfang an ein wenig zu schüchtern, um dem anderen näherzukommen. Doch möglicherweise konnte sich daraus noch viel mehr entwickeln, als sie zuerst hätten vermuten können.

Yaaay~ Ich hab es auch mal wieder geschafft etwas hochzuladen. Mein Abitur habe ich hinter mir... Und ich hab auch einen neuen Laptop. Da mein alter kaputt gegangen ist, hat sich das Update noch um einen Monat verschoben, weil ich den OneShot von vorne anfangen musste >.>
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast