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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
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Dieses Kapitel
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30.09.2019 2.320
 
(D/N) versuchte ihr Unwohlsein herunterzuschlucken und steuerte auf einen Platz in der hintersten Reihe an. Normalerweise saß sie relativ weit vorne, um eine gute Sicht auf die Tafel zu haben. Doch dieses Mal wollte sie sich einem gewissen Jungen annähern. Eigentlich pflegte sie kein großes Maß an Selbstbewusstsein und hielt sich lieber in meilenweiter Entfernung zur männlichen Spezies auf, aber sie musste ihre Hemmungen wohl überstehen, um ihn besser kennenzulernen. Nur hatte sie ein klein wenig Angst davor. Dieser junge Mann war keiner der gewöhnlichen Idioten der Klasse, sondern ein Ausgeschlossener. Viele schienen sich in seiner Nähe unwohl zu fühlen und das schon von der ersten Sekunde an. Do Kyungsoo hieß der neue Schüler ihrer Klasse. Gerade er besaß den finstersten Blick, der ihr jemals untergekommen war. Die meiste Zeit hielt er seinen Kopf gesenkt. Wenn er jemanden jedoch ansah, linste er durch seine Haarsträhnen nach oben, neigte aber nicht sein Gesicht nie wirklich nach oben, was einen dunklen Schatten über seine Augen legte. Irgendwie erschien er manchmal so, als würde er sich für etwas Besseres halten. Da er immer noch nach oben schielte, fiel das Licht anders auf ihn ein und sein ganzer Ausdruck wirkte düster, sodass es einem einen Schauder über den Rücken laufen ließ. Dementsprechend vermieden ihn die meisten einfach, stempelten ihn als anders und gruselig ab. Als wäre er eine Art Monster. Meistens saß er auch alleine in den Pausen, weil es ihm schwer fiel Freunde zu finden. Manchmal nahm ihn Chanyeol - jemand aus der Parallelklasse - unter die Fittiche. Auch sie wollte es ihm gleich machen und Kyungsoo sogar vielleicht näher kommen. Sie wusste wie es war, ausgeschlossen zu werden. Nicht nur im Sportunterricht, sondern auch Allgemein. Jedoch hatte sie das Glück sich mit ein paar Mädchen aus der Oberstufe anzufreunden, weswegen sie nicht ganz alleine war. Niemand sollte wegen äußeren Eigenschaften ausgegrenzt werden. Und mal sehen… vielleicht war er ja ganz nett.

Nervös spielte sie mit ihren Fingern, als sie an den Tisch trat, an dem Kyungsoo saß. Zuerst traute sie sich nicht so recht etwas zu sagen und stand einfach nur dumm da bis er seinen Kopf zu ihr wandte. Sein Ausdruck zeigte nichts anderes als Desinteresse. Wahrscheinlich rechnete er mit irgendeinem blöden Spruch. Mittlerweile war er an die Vorurteile und jegliche Art von Bemerkungen schon gewöhnt, erwartete sogar nichts anderes mehr. Genau das wollte (D/N) ändern. Sie hatte bemerkt, dass sie sich ebenso unmöglich wie alle anderen benahm, obwohl sie es eigentlich besser wissen sollte. Also lehrte sie sich eines Besseren und wollte einen Schritt auf ihn zu machen. „Ist der Platz neben dir noch frei?“, fragte sie und schenkte ihm ein schüchternes Lächeln. Für einen Moment bildete sie sich ein, etwas wie Überraschung in seinen Augen blitzen zu sehen. Zumindest bis er nickte und den Kopf wieder abwandte. Schnell schlüpfte sie auf ihren Sitzplatz und versuchte keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es musste wohl lustig sein. Die beiden Witzfiguren der Klasse sitzen zusammen. Wenigstens hielt sich das Mobbing auf ihrer Schule in Grenzen. Sowas war einfach nur unnötig. Konnte man einen nicht in Ruhe lassen? In diesem Moment dachte sich wohl eine Person genau das Selbe…

Kyungsoo unterdrückte sich mit aller Mühe ein genervtes Aufseufzen. Warum musste sie sich ausgerechnet neben ihn setzen? Bisher kam er super damit zurecht alleine zu sitzen. Keine nervigen Tischnachbarn und unnötige Unterhaltungen. Niemand lenkte ihn ab. Zwar musste er damit leben, dass ihn die Leute nicht aus Höflichkeit alleine ließen, sondern aus einer Art Angst oder Verachtung, was er nebenbei erwähnt ziemlich lächerlich fand. Und (D/N) gehörte definitiv zu diesen Leuten. Schon von Anfang anhatte sie es nicht gewagt, ihn direkt anzusehen und hatte sich in seiner Nähe schnellstmöglich in eine andere Ecke verzogen. Selbst jetzt zitterte sie noch. Er konnte deutlich erkennen wie ihre Hände bebten, auch wenn sie es unter dem Tisch verstecken wollte. Also warum zur Hölle setzte sie sich jetzt direkt neben ihn? So konnte sie sicherlich nicht den Kontakt vermeiden. Außer sie wollte genau das erreichen aus welchem Grund auch immer. Vielleicht erhoffte sie sich ja mehr. Schließlich wurde sie fast auf die gleiche Art ausgeschlossen wie er. Wollte sie sich mit ihm anfreunden? Er schüttelte leicht den Kopf. Ja klar. Das würde eh nicht passieren. Vor allem auf dieser Schule nicht. Ob er das wollte war auch eine andere Frage. Sie hatte sich bisher keinen Deut besser als der Rest benommen. Bestimmt würde sie sich nicht ändern. Damit würde er sich in Zukunft schrecklich irren. Denn sie kamen sich näher, als er sich es zu diesem Zeitpunkt hätte erträumen können. „Und… wie findest du die Schule so bisher?“ Sie guckte ihn ein wenig unsicher an, hatte sie einfach keine Ahnung, ob er überhaupt etwas mit ihr zu tun haben wollte. Leicht drehte er seinen Kopf zu ihr. „Es ist okay hier“, gab er zurück. Damit war für ihn wohl das Gespräch beendet, da er sich nun komplett von ihr abwandte. Da lag wohl noch einige Arbeit vor ihr.

„Wie ist die Mathearbeit bei dir gelaufen?“ Kyungsoo unterdrückte ein genervtes Seufzen. Mittlerweile fragte er sich wie viele Versuche sie schon gestartet hatte, um ein Gespräch mit ihm anzufangen. Bemerkte sie nicht, dass er nicht mit ihr reden wollte? Schmollend rüttelte sie an seinem Arm. „Jetzt sei doch nicht so. Ich hab mich doch schon bei dir entschuldigt.“ Aber ob sie das ernst meinte, war wohl eine andere Frage. Wollte sie sich nur bei ihm einschmeicheln? Was auch immer sie damit bezwecken sollte. Mit einem Ruck entzog er ihr seinen Arm. „Es war ganz leicht, okay? Und jetzt lass mich in Ruhe!“, sprach er eisig. Wie oft er sie noch abblocken musste, damit sie endlich still war? Aber sein Wunsch blieb ihm weiterhin verwehrt. „Du bist so gemein“, murrte sie, lehnte sich dabei weiter zur Seite um ihn von vorne ansehen zu können. „Und wie kannst du so gut in Mathe sein? Gib mir was von deinem Talent ab.“ Ihre ohnehin schon volleren Wangen plusterten sich auf. Ein kleines Seufzen verließ seine Lippen. „Versuch es doch mal mit lernen.“ Zum ersten Mal machte er eine Geste, die selbst ihn überraschte. Er hob seine Hand und schnippte ihr gegen die Stirn. „Konzentrier dich lieber auf den Unterricht, anstatt mir auf die Nerven zu gehen.“ Immerhin hatte er überhaupt mit ihr interagiert. „Auu~“ (D/N) rieb sich über ihre schmerzende Stirn, ehe sie ihn böse anguckte. „Fiesling.“

„Mach aah~“ Irritiert starrte er das Mädchen vor sich an. Zum einen nervten ihn diese anständigen Annäherungsversuche, doch zum anderen war er erstaunt über ihre Hartnäckigkeit. „War-“ Ein Stück Sushi wurde ihm zwischen die Lippen geschoben, bevor er überhaupt etwas erwidern konnte. „Du hast es abgelehnt mit mir zu Mittag zu essen. Also musst du eben jetzt die Lunchbox mit mir teilen“, erwiderte sie unschuldig lächelnd. Mittlerweile gab er es auf sie zu verstehen. Zuerst behandelte sie ihn wie jeder andere auch und jetzt versuchte sie zwanghaft seine Aufmerksamkeit zu ergattern. Was auch immer sie von ihm wollte. Eigentlich hatte sie ja selber genug Freunde. Im Unterricht brauchte man nicht zwingend Klassenkameraden mit denen man sich verstand. Bisher kam er auch ohne sie zurecht. Ob sie sich wohl mehr von ihm erhoffte oder wollte sie ihn tatsächlich näher kennenlernen? Egal wie kalt er zu ihr war, sie kam trotzdem zurück, verlor dabei nie ihr Lächeln. Irgendwie bewundernswert. Etwas widerwillig schluckte er die Speise herunter. „Und schmeckt es?“ Grinsend beugte sie sich zu ihm nach vorne. „Es ist… okay.“ Er schielte zu ihr hinunter. Ob sie auch mal schlechte Laune hatte? In seiner Nähe ähnelte sie eher einem Honigkuchenpferd. „Nur okay?“ Dieses Mal schnippte sie ihm gegen die Stirn. „Ich bin eine ausgezeichnete Köchen.“ Kyungsoo schnalzte mit der Zunge. „Von mir aus. Denk was du willst.“ Schmollend wandte sie sich von ihm ab. „Frechheit.“

Na toll. Natürlich musste es so enden. „Kyungsoo, (D/N) ihr arbeitet zusammen an diesem Projekt.“ Ihre Geschichtslehrerin teilte die ganze Klasse in Zweiergruppen ein. Dabei landeten auch diejenigen zusammen, die sich eigentlich gar nicht ausstehen konnten. (D/N) lächelte ihm fröhlich entgegen. „Hey. Dann können wir uns noch besser kennenlernen.“ Sollte er sich jetzt darüber freuen. In den letzten Tagen hatte er sich tatsächlich an ihre Gesellschaft gewöhnt. Vielleicht mochte es ein Teil in ihm auch. Aber das musste er ihr ja nicht zeigen. „Hast du nach der Schule Zeit?“, fragte sie neugierig. Abwehrend verschränkte er die Arme. Jetzt musste er sie wohl nach der Schulzeit auch noch ertragen. „Gut möglich.“ Seufzend presste (D/N) ihre Lippen zu einem schmalen Strich. „Wow. Was für eine klare Antwort, du Tsundere.“ Sie verdrehte leicht ihre Augen. „Wie wäre es damit. Ich lade dich zum Essen ein und wir können in Ruhe die Aufgabenverteilung besprechen.“ Überrascht hob er die Augenbrauen. Sie wollte ihn einladen? „Also gut. Von mir aus. Was stellst du dir so vor?“ Sie rieb sich begeistert die Hände und leckte sich einmal über die Lippen. „Lammspieße!“ Zuerst reagierte er kaum. Stattdessen verfolgte er mit den Augen wie der kleine feuchte Muskel über die plumpe Unterlippe glitt. Ein leichter Glanz blieb dabei zurück. Unbewusst näherte er sich ihr ein Stück. „Kyungsoo! Yah! Hörst du mir überhaupt zu?“ Ihre (A/F) Augen funkelten ihm Böse entgegen. Sofort erwachte er wieder aus seiner Starre und nahm wieder Abstand. „Jaja. Hört sich gut an.“

„Dir klebt da was an der Nase.“ Lachend wischte sie ihm den kleinen Fleck Marinade von der Nasenspitze. Anstatt ein Wort über das Referat zu wechseln, genossen sie den Großteil der Zeit in Ruhe. Kyungsoo war so oder so nicht gesprächig. Dementsprechend war die Stille, welche zwischendurch entstand nicht sonderlich unangenehm. Vor allem da sie die meiste Zeit das Gespräch steuerte und er hin und wieder etwas einwarf. „Was ist eigentlich das Problem mit deinen Augen? Ich schätze daher… kommt dein manchmal etwas furchteinflößender Blick“, meinte sie kleinlaut und guckte ihn verlegen an. Er nickte leicht. „Ich hab eine schlimme Hornhautverkrümmung. Meine Augen vertragen auch keine Kontaktlinsen.“ Ein kleines Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. „Aber ich trag auch nicht allzu oft eine Brille.“ Erstaunt musterte sie sein Gesicht. „Ich bilde mir das gerade nicht ein, oder? Du lächelst gerade tatsächlich?“ Belustigt hob er seine sah er sie an, bevor er seine Hand hob und ihr gegen die Stirn tippte. „Nein. Du hast keine Hirngespinste.“  Er konnte nichts dagegen tun. Ihre Nähe heiterte ihn mehr auf, als dass sie ihn nervte. „Außerdem bist du süß.“ Ihre Wangen färbten sich von einer Sekunde auf die andere hochrot. Schüchtern senkte sie den Blick. „A-also… das mit deinen Augen ist schon z-ziemlich blöd… Oder eher g-gesagt sind es unsere Klassenkameraden.“ Er prustete leise. Sie war ja nicht sonderlich gut darin, das Thema zu wechseln.

„Kyungsoo~“, quengelte (D/N) und rüttelte an seinem Arm, „Ich wollte doch bezahlen!“ In dem Moment als die Bedienung kam, hatte er ihr die Rechnung direkt vor der Nase weggeschnappt. Dabei wollte sie ihn doch einladen… „Pff. Ich lass doch nicht das Mädchen bezahlen“, erwiderte er nur stumpf. Sie boxte ihm leicht gegen die Schulter. „Solange du selber kein Geld verdienst, zählt der Satz nicht! Also komm. Ich spendiere dir jetzt dafür ein Eis.“ Warnend hob sie einen Finger. „Keine Widerworte.“ Zusammen machten sie sich auf den Weg zu einer Eisdiele. Da die Temperaturen momentan stetig in die Höhe stiegen, war diese auch dementsprechend gut besucht. Also war es auch kein Wunder, dass sie ein paar ihrer Klassenkameraden vorfanden, deren Blicke ihnen weiter folgten. Das musste wohl wirklich das achte Weltwunder für sie sein. Ein lächelnder Kyungsoo in Begleitung des Nerds. Beide mit einer Waffel Eis in der Hand. „Seht mal einer an. Die beiden Loser zusammen. Warum überrascht mich das nicht?“ Vor ihnen standen zwei ihrer Klassenkameraden. Ziemliche Tunichtgute, die nichts auf die Reihe bekamen. Unbeteiligt leckte sich (D/N) die Creme von den Lippen, während Kyungsoo die beiden nur abwertend musterte. „Sollte es nicht. Nur Leute mit einem höheren IQ als ein Butterbrot, ist es erlaubt in meiner Nähe zu sein. Deswegen solltet ihr auch den Weg frei machen. Die Gefahr von eurer Dämlichkeit angesteckt zu werden, ist zu hoch.“

Tatsächlich verbrachten sie auch noch den ganzen restlichen Tag miteinander bis sich ihre Wege wieder trennen mussten. „Es war echt spaßig mit dir. Du bist weniger griesgrämig außerhalb der Schule“, meinte (D/N) breit grinsend. Er zuckte mit den Schultern und lächelte schräg. „Wen macht die Schule auch glücklich?“, gab er zurück, „Und du bist weniger nervig im Privatumfeld.“ Bevor sie ihn dieses Mal hauen konnte, wich Kyungsoo vor ihr zurück und lachte etwas. „Jetzt bist du wieder so gemein“, murrte sie und verschränkte grummelnd die Arme. Tröstend tätschelte er ihr den Kopf. „So bin ich eben.“ Ein warmes Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Ehm… (D/N)… Würdest du mit mir auf ein richtiges Date gehen?“ Beschämt kratzte sich den Nacken. Überrascht hob sie den Kopf und musterte ihn. Er meinte das ernst. Die Wärme kroch zurück in ihre Wangen und sie schielte schüchtern zur Seite. Mit einem zögerlichen nicken stimmte sie seiner Frage zu. Sie bekam kein Wort heraus. Es war, als würden sie ihr im Hals stecken bleiben. Die Nervosität hatte innerhalb von einer auf die andere Sekunde überhand gewonnen. Damit hatte sie am Ende dieses Tages überhaupt nicht gerechnet. Bisher schien er ja nicht allzu viel von ihrer Gesellschaft zu halten. Was hatte sich denn auf einmal geändert? „Du denkst zu viel nach.“ Mit einem Finger tippte er gegen ihre gerunzelte Stirn.  „Ich hätte dich nicht gefragt, wenn ich nicht in deiner Nähe sein wollte.“ Kyungsoo hatte heute wirklich seltsam gute Laune. „Möglicherweise haben deine Annäherungsversuche funktioniert.“ Vielleicht gab es ja doch Aliens… „Hörst du mir überhaupt zu?“ Das musste es sein. Er war ein Klon. „(D/N)?“

Ja. Ich weiß. Es kommt viel zu selten was. Aber ich kann mich nie hundertprozentig aufs Schreiben konzentrieren, weswegen ich gefühlte hundert Jahre für ein Kapitel brauche.
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