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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
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Dieses Kapitel
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29.07.2019 3.214
 
Ein Request von Akagi. Ich hoffe es gefällt dir :D Und tschuldige, dass es so lange gedauert hat.

Nervös trat (D/N) auf der Stelle. Heute war der große Tag. Die Schauspieler für das nächste Stück würden ausgewählt werden. Neben ihnen standen ihre Mitstreiter. Manche hatten sich gleich um die Nebenrollen bemüht. Doch sie wollte die Chance ergreifen, ihr Talent zu zeigen. Also hatte sie sich ins Zeug gelegt und für eine der wichtigsten Rollen vorgespielt. Mina Murray aus dem Musical Dracula. Unsicher starrte sie zu der Person an ihrer Seite. Neben ihr stand ihre größte Konkurrentin. Sie hatte bisher jegliche weiblichen Hauptrollen abgestaubt, spielte selbst männliche Nebenrollen mit Bravur. Ihre Persönlichkeit strotzte nur vor Selbstbewusstsein. (D/N) wünschte sie könnte genauso sein. Manchmal holte sie jedoch ihre Unsicherheit ein, woran sie letztlich scheiterte. Sonst hätte sie möglicherweise ähnlichen Erfolg. No Yeonjoo… Dieses Mal würde sie nicht gewinnen! (D/N) hatte wirklich Herz und Seele in die dramatische Figur der Mina gegeben. Jetzt sollte ihr das Rampenlicht gelten.

Der Intendant des neuen Theaterstücks trat zu den Schauspielern auf die Bühne. Sofort hörte Totenstille zwischen den Anwesenden. Jeder wartete gespannt auf die Verkündung der Rollen. Es war etwas Besonderes in so einem bekannten Musical aufzutreten. Vor allem wollten sie endlich wissen, wer die Rolle des Dracula übernehmen würde. Diese war nämlich von Anfang an besetzt. Ein Überraschungsgast… Wer da wohl kommen mag? „Nun gut. Wir fangen mit den Nebenrollen an. Es soll ja spannend bis zum Schluss bleiben.“ Auf den Lippen des älteren Herren bildete sich ein kleines Grinsen. Er verlor nie seine spielerische Seite. Jedes Projekt an dem er Teil hatte, war jedes Mal ein riesiger Spaß. Leider würde er wohl früher oder später in den Ruhestand treten. Schon jetzt trauerte (D/N) um diesen Tag. Ihr Leiter richtete seine Brille und blickte auf seine Notizen. Nach und nach rief er die einzelnen Namen auf. Jedes Mal tönte ein Klatschen durch den Saal. Jeder Charakter spielte eine wichtige Rolle in dem Stück, egal wie unbedeutend sie erschien. Also wurde auch jedem Respekt gezollt.

Die Aufregung stieg. Es stand nur noch eine Hand voll Leute auf der Bühne. Vielleicht hatte sie wirklich eine Chance dazu an diesem Tag ihre erste große Rolle zu erwischen. Sie schielte zur Seite. Yeonjoo schien überzeugt davon zu sein, die Rolle der Mina zu ergattern. Allein ihr Gesichtsausdruck zeigte ihre Süffisanz und Selbstüberzeugung. So viel Charakterstärke würde (D/N) nur allzu gerne besitzen. Auch wenn sie sie im Leben dort draußen sehr eingebildet finden würde. Doch auf der großen Bühne da war es angebracht sich so zu benehmen. Meistens besaßen solche Leute tatsächlich das größte Talent. Ihre Charakterzüge kamen auch meistens in den gespielten Persönlichkeiten wieder zum Ausdruck und verliehen ihnen eine gewisse reale Wirkung. „Die Rolle der Lucy Westenra wird von No Yeonjoo besetzt.“

Herr im Himmel. Das war vielleicht ein düsterer Blick. Es wirkte so als wäre die Laune der Schwarzhaarigen schlagartig umgeschlagen. Die Aura, die sie umgab konnte einen wirklich einschüchtern. Ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich. Auf einmal richtete sich ihr Blick auf (D/N). Es war so, als würden Blitze aus ihren Augen sprühen. (D/N) schrumpfte unter dem bohrenden Blick zusammen. Sie hatte doch gar nichts gemacht. Außer…

„(N/N) (D/N)…“ Ruckartig hob sie ihren Kopf und guckte in die Richtung des Mannes. „Du spielst Mina Murray. Mach was draus.“ Er sah sie erwartungsvoll an. Da war es. Diese eine Chance, die er ihr gewährte. Jetzt konnte sie sich beweisen. Ein glückliches Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Sie trat nach vorne und nahm das neue Skript entgegen. Mit einem fröhlichen Grinsen presste sie den Blätterstapel an ihre Brust. „Ich werde mein Bestes geben“, erwiderte sie entschlossen und neigte kurz den Kopf vor ihrem Leiter.

Am nächsten Tag begannen schon die ersten Vorbereitungen. Es war so als würde das Personal schon ganz aufgeregt den neuen Gast erwarten. Die Aufregung färbte auf (D/N) ab. Sie lief im Proberaum hin und her. Leise murmelte sie ihren Text vor sich her. Es war wichtig, dass sie die Bedeutung verinnerlichte, damit sie es gefühlvoll herüberbringen konnte. Auf einmal knallte die Tür zum Zimmer auf und Yeonjoo kam in den Raum stolziert. „Wie hast du es geschafft?“ Die Schwarzhaarige verschränkte ihre Arme und bedachte sie mit einem missachtenden Blick. „Wie habe ich was geschafft?“ Besser sie spielte einfach die Ahnungslose. Eigentlich wollte sie sich nicht mit dieser Frau anlegen. „Wie hast du die Rolle bekommen?!“, keifte Yeonjoo, „Du besitzt nicht einmal ansatzweise so viel Talent, wie ich. Wie sollst gerade du das Publikum in den Bann ziehen? Mr. Park hat einen großen Fehler gemacht!“ Genervt knirschte (D/N) mit den Zähnen. Auf der Bühne kein Problem… Im echten Leben würde sie ihr am liebsten den Kopf abreißen. Aber das musste sie ja nicht wissen. „Naja. Monotonie wird schnell langweilig. Vielleicht braucht er ja ein wenig Abwechslung von deiner giftigen Art und Weise. Du weißt ja schließlich immer alles besser“, erwiderte sie mit einem süßen Lächeln.

Yeonjoo sah tatsächlich so aus, als würde sie sie in jedem Moment anspringen. „Aber mit mir, weiß er, dass er Erfolg hat. Du … Du hast es bisher nie geschafft, auch nur einen in den Bann zu ziehen.“ Wie ein bockiges Kind stampfte sie auf den Boden auf. Ihr Stöckelschuh gab ein lautes Klacken von sich, als sie das Linoleum trafen. Schade, dass der Absatz nicht abgebrochen war. Das wäre auch zu schön gewesen. Bevor (D/N) etwas erwidern konnte, klopfte es an der Tür. Die beiden Damen wandten ihren missbilligenden Blick zur Tür. Ihr Streit war noch nicht beendet. „Herein“, riefen beide gleichzeitig und guckten sich gegenseitig wütend an. „Entschuldigt die Störung Ladies, aber ich muss euch jemanden vorstellen.“ Mr. Park kam mit einem breiten Lächeln in den Raum. Die Falten um seinen Mund verzogen sich, bildeten kleine Grübchen. Falls es süße ältere Herren gab, dann gehörte er jedenfalls dazu. So einen Mann hätte man doch gerne als Großvater. Hinter ihm trat ein schwarzhaariger Mann hinein. Seine Lippen zierte ein genauso schönes Lächeln. Ganz ehrlich. Es schien als würde es den ganzen Raum erhellen, so fröhlich wirkte es. Das blendete ja fast schon. Das Mädchen neben ihr versteifte sich augenblicklich. Es war so, als würden ihre Augen Funken sprühen. Wow. Der musste ja einen Eindruck bei ihr hinterlassen. (D/N) nutzte die Chance und musterte den Neuankömmling von oben bis unten. Also… schlecht sah er ja nicht aus. Sogar ziemlich attraktiv. Die dunklen Haare fielen ihm leicht ins Gesicht, verliehen ihm eine gewisse verspielte Art. Sein Outfit passte … perfekt. Es war eher cool-leger… und der Fedora stand ihm ausgezeichnet. Er war schon… ein echter Traummann.

Mr. Park bedachte die beiden Damen mit einem wissenden Lächeln. „Das hier ist-“ Bevor er seinen Satz beenden konnte, unterbrach ihn Yeonjoo. „Kim Junsu…“, stellte sie fasziniert fest. Etwas verwirrt zog (D/N) die Stirn kraus. Sollte sie ihn auch kennen? Mit einem Schulterzucken warf sie dem Neuen ein warmes Lächeln zu. „Freut mich dich kennenzulernen.“ Er nickte ihr leicht zu. „Gleichfalls.“ Da Yeonjoo nicht aus ihrem Starren herauszukommen schien – sie war ziemlich hin und weg – ergriff der Leiter wieder das Wort. „Also gut. Ich wollte euch nur mitteilen, dass er die Rolle des Dracula spielen wird.“ (D/N) nickte leicht abwesend, beäugte dabei etwas misstrauisch den Schwarzhaarigen. Ohne Audition durfte er hier auftreten? Einfach so? Aber abgesehen davon konnte man dem alten Mann eigentlich vertrauen. Er ließ keinen auf die Bühne, ohne ihn nicht gründlich vorher geprüft zu haben. Deswegen grenzte es auch nahezu an ein Wunder, dass gerade sie Mina spielen durfte. „Unsere liebe (D/N) hier, spielt die Rolle deiner Geliebten. Yeonjoo spielt Lucy.“

„Er sieht so gut aus.“ Die drei Damen neben ihr tuschelten aufgeregt miteinander, während (D/N) versuchte sich ihren Text einzuprägen. Im Moment trainierten sie noch alle einzeln. Bisher hatte sie auch kein weiteres Wort mehr mit Graf Dracula gewechselt, seitdem sie einander vorgestellt wurden. „Und so talentiert. Kein Wunder, dass er hier ist. Mr. Park hat eine ausgezeichnete Wahl getroffen.“ Wieso konnte schon jeder sagen, dass er das Zeug für diese Rolle hatte? Keiner von ihnen konnte sich bis jetzt direkt von seinem Können auf der Bühne überzeugen. Eine Weile hörte sie die dem aufgeregten Schwärmen der drei Vampirbräute zu, bis sie schließlich doch die Nerven verlor. „Was ist so besonders an ihm? Bisher glänzt er nur mit seinem Aussehen.“ Und seiner auffällig guten Laune… „(D/N), lebst du hinter dem Mond? Du kennst ihn wirklich nicht?“, quietschte ihre Kollegin überrascht. „Sollte ich?“, murmelte sie etwas ratlos. Die drei drehten sich zu ihr. „Also meine Liebe. Du solltest dringend aufgeklärt werden. Er hier war ein Mitglied von TVXQ… Aber er ist eher bekannt unter dem Namen Xia. Abgesehen von seinen Auftritten in vielen populären Stücken.“ Die benahmen sich ja so, als wäre er ja etwas sehr Besonderes. Sie rollte leicht mit den Augen. „Tut mir ja Leid? Ich stand immer mehr auf Shinhwa und sonst höre ich auch nur Klassik.“ Einheitliche finstere Blicke. „Du bist ja auch langweilig.“

Gut. Womöglich hatte sie ihn ein wenig unterschätzt. Vielleicht auch ein bisschen sehr unterschätzt. Mit offenem Mund starrte sie auf die Bühne. Das nannte man doch mal Bühnenpräsenz. Da konnte sich selbst Yeonjoo hinten anstellen. Dieser Mann war ihnen um Längen voraus. Ihre drei Lieblingskolleginnen saßen mit einem dämlichen wissenden Grinsen neben ihr. „Er ist gut, oder?“ Das war ja eine glatte Untertreibung. Junsus dramatischer Auftritt endete mit einer Verbeugung. Die wenigen im Publikum klatschten. „(D/N)! Da du schon einmal hier bist, komme doch gleich auf die Bühne und übe mit ihm zusammen.“ Mr. Park, der vor der Bühne stand, damit er die beste Übersicht über das Geschehen bewahrte, winkte sie zu sich hinüber. Zuerst regte sie sich gar nicht, sondern guckte mit großen Augen in Richtung der beiden Männer, ehe sie ein rot anlief. Sie sollte da raus? Mit ihm? Sie konnte ja noch nicht einmal den Text vollständig und er war schon dabei die ganze Rolle neu zu interpretieren. „Hah… Ich werde so verlieren.“

„Das wird schon.“ Sie konnte ihrem Stottern nicht helfen. Yeonjoo musste schon eine Party feiern. Die rechnete ja schon lange mit einem Versagen. Aber wie sollte sie vor so jemanden mit so einer Ausstrahlung durchkommen? Vor allem war er nicht nur talentiert, fröhlich und besonnen, sondern auch nachsichtig. „Aber das sollte auf der Bühne nicht passieren“, erwiderte sie und rieb sich aufgebracht über das Gesicht. Mr. Park war entweder gnädig oder zu freundlich, als er hinzufügte: „(D/N). Wir haben noch drei Monate. Du spielst zum ersten Mal in so einer wichtigen Rolle. Nimm dir einfach noch genug Zeit zum Lernen.“ Wahrscheinlich hätte Yeonjoo das mit Bravur geschafft. Ob sie das überhaupt schaffen könnte? Nein. So schnell gab sie nicht auf. Dafür hatte sie nicht die ganzen Nächte durchgeübt. Jetzt war sie an der Reihe. „Weißt du, was ich immer gemacht habe, wenn ich zu nervös war, um irgendetwas auf die Reihe zu bekommen?“ Junsu grinste ihr frech entgegen. Er und nervös? Sehr witzig. Sie schüttelte leicht den Kopf. „Ich schreie. Ganz laut. Also lass es raus!“ Irritiert starrte (D/N) ihn an. Was? Hier? Vor allen Leuten?! „Ich weiß, was du denkst. Aber wenn du das hier überstehst, dann fällt es dir auch gleich viel einfacher ein bisschen Mut für deine Bühnenpräsenz aufzubauen.“ Er tätschelte ihr aufmunternd die Schulter und drehte ihren Körper zum Publikum. „Los geht’s!“

Ihre Wangen waren furchtbar rot, während der Rest im Raum lautstark lachte. Warum musste sie das auch machen? „War doch gar nicht so schwer oder? Du fühlst dich bestimmt viel besser!“ Dieser Mann… hatte vielleicht Probleme. Sie fühlte sich eher beschämt, als in irgendeiner Weise erleichtert. Doch sie wollte ihn nicht enttäuschen, also brachte sie ein gestottertes „J-ja. D-danke.“ hervor. Sein Grinsen verzog sich zu einem schadenfrohen Schmunzeln. „Okay. Scherz bei Seite. Ich mache immer das, was mich am meisten entspannt.“ Gekonnt wich er ihren Schlag aus, ehe er lachend vor ihr weglief. „Yah! Das ist überhaupt nicht lustig!“ Das hatte er doch mit voller Absicht getan. Was sollte diese Lektion überhaupt bringen? „Ich finde es urkomisch.“

Okay. Damit hatte sie sicherlich nicht gerechnet. Wütend knüllte sie ihr Textblatt in einer Hand. Da überwand sie sich einmal alleine auf der Bühne zu proben und was fand sie vor. Yeonjoon, die ihre Rolle der Mina übernahm. Dabei ließ sie sich anscheinend nicht die Chance nehmen, Junsu schöne Augen zu machen. Wieso klaute diese dumme Ziege ihr Rampenlicht? War sie nicht gut genug? Aber Mr. Park hatte doch gesagt, sie solle sich Zeit nehmen. „Ausgezeichnete Arbeit Junsu. Das gleiche gilt auch dir Yeonjoo“ Die schwarzhaarige Hexe warf den beiden Männern ein charmantes Lächeln zu. „Ich werde sie vernichten“, murrte (D/N) finster. So einfach würde sich sicherlich nicht geschlagen geben. Ihre Zeit war gekommen. Junsu, der sie von oben aus entdeckt hatte, winkte ihr leicht zu, während Yeonjoo mit einem schadenfrohen Lächeln näher an ihn herantrat. Das bedeutete Krieg. Mit einem entschlossenen Blick wandte sie sich ab. Dieses Stück gehörte ihr. Sie würde selbst diesen Graf Dracula schlagen.

Die nächsten Wochen hängte sie sich richtig ins Zeug. Jeden Satz studierte sie genau ein, untermalte ihn so viel Gefühl wie möglich, egal wie unbedeutend er erschien. Sie arbeitete so lange an sich, dass sie den Charakter überzeugend rüber bringen konnte. Niemand würde sie zum Aufgeben zwingen. Bei der nächsten Probe war es an ihr süffisant zu grinsen. „Das war einwandfrei. Wir haben unser Ziel fast erreicht.“ Mr. Park klatschte begeistert in die Hände. So einfach konnte mal wohl siegen. Yeonjoo…. Dieses Mal war sie die Verliererin. „Das war echt gut. Meine Lektion hat wohl geholfen“, meinte Yunsu und tätschelte ihre Schulter. (D/N) runzelte genervt die Stirn. „Das war ganz sicher nicht dein Verdienst!“, gab sie beleidigt zurück „Ach nein?“ Konnte sie ihm dieses wissende Grinsen aus seinem Gesicht wischen? Mit einem Schnauben wandte sie sich ab. „Denk was du willst.“ Bevor sie die Bühne verlassen konnte, war er schon wieder an ihrer Seite. „Die Probe mit Yeonjoo war meine Idee.“ Wieder wandte sie ihren Kopf ab. „Na eifersüchtig?“ Ihren Rotschimmer versuchte sie zu verbergen, indem sie ihren Blick auf den Boden konzentrierte. „In deinen Träumen!“

„Und wozu ist das notwendig?“ Da saß sie einem kleinen abgelegen Café und nippte an ihrer heißen Schokolade und ihr gegenüber saß kein anderer als Junsu. „Wir müssen uns als Schauspielkollegen doch ein wenig näher kommen.“ Zweifelnd hob sie ihre Augenbrauen. „Dann hättest du Yeonjoo doch auch gleich mitbringen können“, erwiderte sie trocken. Ein kleines Schmunzelnd bildete sich auf den Lippen des Schwarzhaarigen. „Was? Bist du mir noch immer böse? Ich dachte wir sind über diesen Streit in unserer Beziehung schon hinweg gekommen.“ Leicht genervt verdrehte sie die Augen. „Ha ha. Du bist ein echter Komiker.“ Als ob sie wegen ihm auf Yeonjoo eifersüchtig sein würde. So tief würde sie nicht sinken… „Aber Scherz bei Seite. Du hast dich echt verbessert. Außerdem ist sie… ehm… wie soll ich es nett formulieren? Etwas zu sehr von sich überzeugt.“ Dieses Mal konnte sie es nicht verhindern und auf ihre Lippen schlich sich ein kleines Grinsen. „Ja. Das war sehr nett formuliert.“ Ihr kleines Kaffeedate war spaßiger als erwartet. Bestimmt würde es ihnen auch viel einfacher fallen miteinander zu agieren. Letztes Mal hatte er sie so nervös gemacht, dass sie nicht aus dem Stottern herausgekommen war. Sein Talent wirkte nahezu erdrückend auf sie. Ein wenig einschüchternd… Aber jetzt war er ein einfacher Mann mit dem sie sich unterhalten konnte.

„Das Kostüm steht dir ausgezeichnet, Graf Dracula.“ Ihre Generalprobe hatte gerade geendet und jetzt konnte sie sich die Zeit nehmen, den Mann vor sich ausgiebig zu betrachten. Ein schicker schwarzer Anzug mit rotem Samt versehen. Mr. Park wollte eine moderne Neuinszenierung. Keine langweilige Wiederholung. „Das Kompliment gebe ich nur gerne zurück, meine Werteste.“ Sie schenkte ihm ein kleines Lächeln und machte einem kleinen Knicks, hielt dabei ihr Kleid fest. Eigentlich wollte sie sich abwenden und sich auf den Weg zu den Umkleiden machen. Die Probe war echt anstrengend. Sie fühlte sich schon so, als würde ihre die Perücke nahezu am Kopf kleben und sie roch schon streng nach Schweiß. Ekelhaft. Doch scheinbar hielt es einen bestimmten jungen Herrn namens Junsu nicht davon ab, von hinten die Arme um sie zu legen. „Ganz ehrlich… Du siehst atemberaubend aus“, flüsterte er in ihr Ohr. „Hmhmm… Ich weiß. Und jetzt lass mich los, ich brauche dringend eine Dusche.“ Aber anstatt sie gehen zu lassen, zog er sie ein Stück näher. „Du bist großartig.“ Ein Rotschimmer breitete sich auf ihren Wangen aus. „Ich hatte wirklich eine sehr lange Zeit keine Spaß mehr am Schauspielern. Aber Menschen wie du, die um ihre Zukunft hier kämpfen, zeigen mir welche Leidenschaft im Schauspielern steckt.“

„Das ist ein echt komisches Date. Wie bist du auf die Idee gekommen?“ Picknicken auf der Bühne… Auf solche Hirngespinste konnte auch nur Junsu kommen, oder? Sie saßen zusammen auf der Decke und er hatte ihr bestimmt die ganzen Erdbeeren mit Schokoladensoße an sie gefüttert. Kein Wunder, wenn sie also morgen noch gleich zwei Kilo mehr auf der Waage vorfinden würde. „Ich habe meine kreative Seite angestrengt“, murmelte er. Junsu saß hinter ihr, seine Brust an ihren Rücken gedrückt. Nach ihrem ausreichlichen Essen, faulenzten sie und kuschelten einfach. Obwohl er wohl meinte, lieber ihren Hals zu malträtieren. „Hey! Das kitzelt.“ Seine Lippen strichen über die weiche Haut, hinterließen ein kribbelndes Gefühl. Ein Kichern sprudelte aus ihren Lippen, bis sie leise schmerzhaft zischte. „Au. Au! Yah! Hörst du auf!“ Mit einer Hand versuchte sie seinen Kopf wegzuschieben. Aber er hatte sich festgesaugt wie ein Oktopus…. Wortwörtlich. Wie konnten Menschen sowas als etwas Lustvolles ansehen? Als er sich von ihrem Hals löste, grinste er ihr dämlich über ihre Schulter hinzu. „Du kannst nicht meine Braut werden, ohne einen Vampirbiss“, entgegnete er witzelnd. Mit einem Schnauben und Augenverdrehen wandte sie ihren Kopf ab. „Wir sind keine Kinder mehr!“, gab sie zurück. Junsu verstärkte seine Umarmung ein wenig. „Aber mit dir fühle ich mich wie in meinen besten Jahren~“, säuselte er. Noch kitschiger konnte er nun wirklich nicht mehr werden. „Beginnen die nicht erst mit 30?“, fragte sie irritiert. „Ab diesem Alter habe ich eher Rückenschmerzen bekommen.“ (D/N) drehte sich wieder zu ihm und schnippte ihm gegen die Stirn. „Alles klar, du Opa. Dracula passt wohl doch zu dir. Er ist auch steinalt.“

Eigentlich wollte er etwas erwidern, nur zuckten beide von ihnen erschrocken zusammen, als hinter ihnen eine Stimme erklang: „Meine Tochter und mein Schwiegersohn streiten sich. So eine rührende Szene.“ Kein anderer als Mr. Park stand vor ihnen. Nein… nein. Damit würde sich jetzt nicht auseinander setzen. Mit einem Mal löste sich aus der Umarmung und stand auf. Diese beiden Männer hatten ihr ein paar Schrauben zu viel locker. „Hey! Wo bleibt mein Abschiedskuss?“ Junsu sah lachend zu ihr hinauf. „Träum weiter!“ Sie machte auf dem Absatz kehrt und stolzierte von der Bühne. „Ich weiß, dass du es willst“, schrie er Junsu hinterher, weswegen sie einfach nur genervt Aufschrie. Was sollte sie nur mit ihm anfangen? „Du hast sie echt verändert.“ Mr. Park blieb alleine mit dem Idol auf der Bühne zurück, welches mit einem wissenden Grinsen zu ihm hinaufsah. „Man musste nur ihre Schale brechen. Ich habe nur das aus ihr herausgeholt, was schon da war.“
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