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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.05.2019 3.615
 
(D/N) – Dein Name
(N/N) – Nachname
(S/N) – Spitzname
(B/N) – Bruder Name
(H/F) – Haarfarbe

Angestrengt wischte sich (D/N) den Schweiß von der Stirn. Mitten im Hochsommer die großen Flure des Gebäudes zu fegen war nun wirklich kein Zuckerschlecken. Sie fühlte sich schon fast als würde sie auslaufen. Ihr war elendig warm von der im Raum stehenden Hitze und ihre Hände taten weh vom tagtäglichen Schrubben der Böden. Mit einem Seufzen legte sie ihre Hände auf den Rücken, der ein leises Knacken von sich gab. „Ich bin vollkommen verspannt“, murrte sie. Manchmal fragte sie sich, was aus ihr geworden wäre, wenn sie die Schule noch abgeschlossen hätte. Eigentlich hatte sie immer ganz gute Noten. Leider musste sie frühzeitig abgehen, um sich um ihre schwerkranke Mutter zu kümmern. Ihr Vater hatte sie nach ihrer Geburt verlassen. Also kümmerte sich ihre Mutter um sie und ihren kleinen Bruder. Nur, dass sie das jetzt übernahm. Sie arbeitete tagsüber als Putzkraft im Hotel und kümmerte sich nachmittags um ihren Bruder. Es war wirklich anstrengend. Doch musste sie Geld eintreiben, damit sie die Arztrechnung irgendwie zahlen konnte. Seufzend schüttelte sie den Kopf. Wahrscheinlich war ihr Leben mehr oder weniger verwirkt. Sie brauchte sich keine großartigen Gedanken machen. „(N/N)! Kümmere dich um die Zimmer im Obergeschoss!“, klang die Stimme ihrer Chefin gereizt durch den Gang. Sie musste sich wirklich alle Mühe machen, um ein genervtes Stöhnen zu unterdrücken. Während ihre Chefin zu den meisten ausgesprochen nett war, scheuchte sie sie nur den ganzen Tag herum.

Ächzend zog sie den Putzwagen hinter sich her. Die ersten Räume waren bereits erledigt. Jetzt müsste sie sich nur noch um den Rest kümmern. „Meine Güte. Bah“, murmelte sie, als sie die Tür zum nächsten Zimmer öffnete. „Was riecht hier so grausig?“ Mit schnellen Schritten lief sie zum Fenster und zog zuerst die großen Vorhänge bei Seite, damit sie durchlüften könnte. Einen Moment lang musterte sie das Zimmer. Hatte jemand eine Privatparty gegeben, oder warum sah es hier drin so chaotisch aus? In den oberen Stockwerken befanden sich die Räume der etwas gehobenen Klasse, die deutlich mehr Platz baten. Überall flog irgendwelche Kleidung herum und aufgerissene Snacktüten lagen über den Boden verteilt da. Da hatte sie wohl einiges vor sich. Sie sammelte die einzelnen Kleidungsstücke ein, legte sie ordentlich zusammen und platzierte sie auf der Couch. „Wenn ich teure Sachen besitzen würde, würde ich nicht so achtlos mit ihnen umgehen.“ Am liebsten wollte sie die Falten aus den Hemden bügeln, sie ordentlich aufhängen, aber das war bestimmt nicht ihre Aufgabe. „Manche haben wohl zu viel Geld.“ Dabei musste sie mit jedem Cent rechnen. Sie war dankbar für jeden Monat, an dem etwas auf ihrem Konto übrig blieb, womit sie sich manchmal ein leckeres Essen oder neue Kleidung gönnte.

Leise vor sich hin summend, wischte sie das Laminat. Wenn sie zu sehr in Gedanken versunken war, passierte ihr das immer. Sie konnte nicht anders. Musik war die zweite Leidenschaft in ihrem Leben. Egal wie es ihr ging, Lieder munterten sie immer wieder auf. Es faszinierte sie, was es alles für verschiedene Varianten gab. Jeder Künstler kreierte seine eigene Melodie, schuf sein eigenes Stück mit so viel Herzensblut. Wie gerne sie das Gleiche tun würde. Aber es war ihr nie erlaubt diese Karriere überhaupt in Betracht zu ziehen. Also beließ sie es einfach dabei, ihre Lieblingslieder vor sich hinzusingen. In letzter Zeit hatte es ihr besonders die Gruppe Exo angetan. Neben ihren Gesangskünsten konnten sie auch noch tanzen. Jedes ihrer Lieder besaß ihre eigene Einzigartigkeit. Auch wenn sie sich meistens nur auf ihr Talent bezog, konnte sie das gute Aussehen der Jungs nicht verneinen. Es war wie ein zusätzlicher Bonus oben drauf. „Sotonghaji anheulkka?“ Fröhlich grinsend drehte sie sich mit dem Wischmopp einmal im Kreis. Selbst das Arbeiten fiel ihr einfacher, wenn sie Spaß dabei haben konnte. „Apeun hyeonsire dasi nunmuri- AAAH!“ Erschrocken sprang sie einen Satz zurück. Im Türrahmen stand ein junger Mann, den sie vorher nicht bemerkt hatte. Er betrachte sie misstrauisch. „Was machen Sie hier?“, fragte er gefährlich zischend. Ein wenig verängstigt wich sie ein Stück zurück. „Ich … ähm… putze?“ Der Blondhaarige schien nicht sonderlich überzeugt zu sein. Eine unangenehme Stille breitete sich zwischen ihnen aus. Ihre Hand verkrampfte sich um den Stil des Wischmopps. Sie wich weiter seinem stechenden Blick aus. Eigentlich traf sie selten auf die Gäste, aber wenn es passierte, war es immer sehr unangenehm. Wie auch in diesem Moment. Jedoch hielt es sie nicht davon, ihn von oben bis unten zu mustern. Irgendwie kam ihr dieser Mann seltsam bekannt vor. „Ich glaube Ihnen kein Wort“, erwiderte er kalt und verschränkte seine Arme, „Als Sasaeng sind Sie nicht gerade unauffällig.“

Sasaeng? Seit wann war sie denn eine Psychopatin? Langsam sickerte zu ihr durch, wer da eigentlich vor ihr stand. Vor Scham röteten sich ihre Wangen. Da wurde sie wohl von einem ihrer Idole beim Singen erwischt. Sie verbeugte sich vor ihm und brachte ein: „Es tut mir wirklich leid, dass ich Ihnen so entgegen getreten bin. Aber ich bin tatsächlich Angestellte dieses Hotels.“ (D/N) stellet sich wieder aufrecht hin. Wenn sie sich nicht irrte, stand vor ihr kein anderer als Huang Zitao. Ex-Mitglied der Gruppe Exo. „Ich glaube Ihnen immer noch nicht.“ Noch immer sah er sie mit einem herabwürdigenden Blick an. „Ich kann nicht viel mehr tun, als um Verzeihung für diese Unannehmlichkeit zu bitten. Wenn Sie sich wohler damit fühlen, würde ich eine Kollegin darum bitten, sich ab sofort um diese Etage zu kümmern. Dann müssen Sie sich keine weiteren Gedanken mehr machen.“ Sie bemühte sich um ein freundliches Lächeln, schließlich wollte sie nun wirklich nicht auf seiner schlechten Seite landen. Wieder sahen sie sich schweigend an, ehe Tao nachgiebig seufzte. „Okay, gut. Ich schätze Sie können weiter Ihrer Arbeit nachgehen, wenn Sie sich anständig benehmen.“ Mit aller Kraft unterdrückte sich (D/N) ein Schnauben. Als hätte sie sich je unzivilisiert benommen! Sie wusste ja nicht einmal, wem dieses Zimmer gehörte! Nicht, dass es sie interessierten würde… Alles was sie bisher davon hielt, war, dass der Einwohner sehr unordentlich sein musste. „Ich danke Ihnen. Also… Ich werde Sie dann jetzt alleine lassen.“ Sie verbeugte sich erneut vor ihm und huschte an ihm vorbei, ohne ihn noch einmal eines Blickes zu würdigen. Das Herz schlug ihr bis zur Brust. Sie war so schrecklich aufgeregt. Wer wäre das auch nicht! Doch hätte die Situation noch peinlicher sein können? So wollte sie sicherlich nicht einem ihrer Lieblingsidole begegnen! Vor allem, wenn er so atemberaubend schön aussah. „Okay. Beruhig dich“, murmelte sie und klatschte sich mit den Händen auf die Wangen, „Wir werden uns bestimmt nicht noch einmal begegnen.“ Oh… wie sich doch irrte.

Tao fand sich in einer ähnlichen Situation wieder. Er lehnte an dem Türrahmen und hielt seine Arme verschränkt, während er, dass pummelige Mädchen dabei betrachte, wie sie mit ihrem Wischmopp tanzend durch sein Zimmer lief und ihm bekannte Melodien vor sich hinträllerte. Irgendwie war sie ganz süß mit ihrem Hüftschwung, zerzaustem (H/F) Haar und rosigen Wangen. Ein kleines Grinsen bildete sich auf seinen Lippen. Im Gegensatz zum ersten Mal störte es ihn weniger, dass sie hier war. Nach ein paar Forschungen seinerseits, hatte er festgestellt, dass sie wirklich hier arbeitete. Abgesehen davon war bisher nichts Schlimmes passiert, also konnte sie gar nicht so übel sein. Das Summen stoppte. Da wurde er wohl bemerkt. Sein Grinsen wurde ein wenig weiter, als er ihren perplexen Gesichtsausdruck bemerkte. Ihre Augen waren leicht geweitet und ihr Mund stand offen. „W-wa… Es tut mir ja so schrecklich Leid!“, platzte es sogleich aus ihr heraus, „Ich wollte wirklich nicht, dass Sie mir wieder so begegnen müssen.“ Sie verbeugte sich tief vor ihm. Ein raues Lachen verließ seine Lippen. Er lief ein paar Schritte auf sie zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Alles gut. Dieses Mal weiß ich ja mit wem ich es zu tun habe.“ Mit vor Scham geröteten Wangen stellte sie sich wieder aufrecht hin. Wieso musste gerade ihr sowas passieren? „Darf ich Ihren Namen erfahren? Meinen werden Sie ja bereits kennen.“ Zum ersten Mal sah sie ein freundliches Lächeln auf seinen Lippen. Dafür, dass ein Fan direkt in seinem Zimmer stand und sich um sein Zimmer kümmerte, war er seltsam ruhig. Eigentlich hätte sie wieder mit einer ähnlichen Reaktion wie neulich gerechnet. „Ä-ähm… ich bin (N/N) (V/N)“, erwiderte sie schüchtern. Nervös strich sie sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr, wich dabei seinem Blick aus. Schließlich war er noch immer ihr Idol und sie wollte ihn nun wirklich nicht anspringen. „Ein schöner Name für eine schöne Frau“, murmelte er leise. Für einen Moment lächelte sie ihn unbewusst an, bevor sie seine Worte entzifferte. Moment mal… „Was?!“, quietschte sie erstaunt und sah ihn mit großen Augen an. Tao kicherte nur dunkel. „Es ist nichts.“

Mittlerweile würde sie am liebsten im Boden versinken. Jedes Mal traf er in den unpassendsten Situationen auf sie. Letztens hatte sie die Klobrille geputzt und sich an einen von Taos Rappassagen versucht. Das musste wohl ein wirklich lustiger Anblick gewesen sein, da sich der Blondhaarige kaum noch eingekriegt hatte. Vor zwei Tagen war ihr der Wischeimer vom Waschbecken auf den Kopf gefallen, gerade als er die Tür geöffnet hatte. Zuerst hatte er sie ziemlich perplex angesehen, bevor er sie nur kopfschüttelnd mit einem amüsierten Lächeln betrachtet hatte. Immerhin zeigte er ein wenig Abstand und half ihr dabei, sich zu trocknen. Und jetzt? Passierte es schon wieder. Sie hatte sich im Kabel der Lampe verfangen, während sie mit ihrem allseits bekannten Wischmopp-Tanzmove eine Drehung nach hinten vollführt hatte. In diesem Moment musste er natürlich wieder den Raum betreten. „Ich bezweifle, dass du so gut für den Job als Putzkraft geeignet bist“, meinte er mit verschränkten Armen, „So viele Unfälle wie du baust.“ (D/N) zog eine leichte Schnute und guckte ihn nur schmollend an. „Panda~ Hilf mir! Bitte!“ In den letzten Tagen hatten sie ihre anfängliche Distanz überwunden und fingen an sich zu befreunden. „Pff… Warum sollte ich? Du bist doch selber daran schuld.“ Trotzdem kam er auf sie zu und schenkte er ihr ein süßes Grinsen, bevor er sie aus dem Kabel befreite. „Dafür musst du mir aber einen Gefallen tun.“ Eingeschnappt wandte (D/N) ihr Gesicht ab und plusterte die Wangen auf. „Komm schon (S/N)~ Tue es für mich.“ Tao tippte ihr mit dem Zeigefinger gegen die Nase und sah sie abwartend an. „Na schön“, schnaubte sie, „Was willst du?“ Ein siegessicheres Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus. „Geh mit mir aus!“ Verblüfft starrte sie ihn an. Meinte er das ernst? „W-wirklich?“, brachte sie nur stotternd hervor. Hitze schoss in ihr Gesicht und ihre Wangen färbten sich hochrot. Was würde jemand wie er von ihr wollen? Sie war nicht sonderlich hübsch… und eine einfache Putzfrau. „Ich weiß, was du gerade denkst“, murrte er, als er gegen ihre Stirn schnippte, „Hör sofort auf damit. Ich mag dich und das ist alles, was zählt. Also begleite mich auf ein Date!“ Zögerlich nickte sie. Das würde schon irgendwie werden.

Sie strahlte ihm regelrecht entgegen, als er sie an der Hand den Strand entlang führte. Beide ließen ihre Füße von dem kalten Wasser streifen. Auch wenn bereits die Sonne unterging, war das Wetter noch gut genug, um draußen spazieren zu gehen. „Danke für den Tag. Es war wirklich wunderschön.“ (D/N) wandte sich ihm mit einem Lächeln zu. Beide kamen zum Stehen und sie sahen sich gegenseitig tief in die Augen. „Kein Grund zu danken. Ich würde es liebend gerne wiederholen“, entgegnete er und legte eine Hand an ihre Wange. Sein Blick funkelte sie mit solcher Sanftheit an, dass sie dachte sie würde zergehen. Ihr Herz schlug höher und ihre Beine fühlten sich so weich an. Sie war wohl auf dem besten Weg sich in ihn zu verlieben. „Ich ebenfalls.“ Eine Weile standen sie nebeneinander und blickten aufs große weite Meer hinaus. Am Horizont konnte man einige Schiffe erkennen, die ihre letzten Güter über den Ozean transportierten. Die Sonne stand tief und tauchte die Welt in ein rot-orangenes Leuchten. „Wie romantisch“, kicherte (D/N) und lief ein paar Schritte weiter ins Meer. Sie ging leicht in die Knie, tauchte ihre Fingerspitzen in das salzige Wasser. Tao betrachtete sie von hinten. Er war fasziniert von ihrer Unschuld und Wärme, ihrer liebevollen und lustigen Persönlichkeit.

„Yah! Was sollte das!“, empörte sich (D/N) und schüttelte sich das Wasser aus dem Gesicht. Da hatte er es doch wirklich gewagt sie nass zu spritzen. Ein freches Grinsen bildete sich auf seinen Lippen aus. „Tja. Du musst wohl vorsichtiger sein“, ärgerte er sie weiter. Das würde Rache geben. Keine zwei Sekunden später war sein schönes Hemd von einem neuen dunklen Fleck geprägt. „Ätsch!“ Mit einem Mal stellte sie sich wieder aufrecht hin und rannte weiter den Strand entlang. „Na warte!“, rief Tao, der ihr dicht auf den Fersen war. Nach einiger Zeit tropfte ihre Kleidung und sie waren vollkommen außer Atem. Tao hielt sie lachend in den Armen, während sie versuchten die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen, um ihre kühl werdenden Körper zu wärmen. „Das war echt lustig“, schnaufte (D/N) und sah den Blondhaarigen breit lächelnd an, „Wie wäre es mit einer Wiederholung in der kommenden Zeit?“ Allein diese Worte zauberten ein Lächeln in sein Gesicht. „Sehr gerne. Willst du wieder hierher kommen?“ Sie nickte leicht und drückte sich ein wenig näher an ihn. Eine frische Brise wehte über das Meer, kühlte die Luft ab. „Es wird spät. Wir sollten wohl besser zurückgehen“, meinte er. Sie liefen die Strandpromenade entlang zurück zu den Hotels. (D/N) war tief in ihre Gedanken versunken. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, jemanden wie ihn kennenzulernen. Ein Klingeln durchbrach die angenehme Stille zwischen ihnen. „Das muss wohl mein Handy sein“, murmelte sie tastete ihre Hosentaschen ab, ehe sie das Gerät herauszog. Die Nummer verriet ihr, dass ihr Bruder von zu Hause aus anrief. Sollte er nicht eigentlich schon im Bett liegen? „Hey, (B/N). Was gibt es denn?“

Fast wäre ihr das Handy aus der Hand gerutscht. Ihre Augen weiteten sich vor Schock. Angst durchfuhr sie wie eine kalte Welle, hinterließ ein dunkles hohles Gefühl in ihr. Ihr Körper zitterte. Ein klägliches Schluchzen verließ ihre Lippen, als sie betroffen zu Boden sank. Tao guckte sie besorgt an. „(D/N)?“ Er ging neben ihr in die Knie und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Tränen schimmerten in ihren Augen, als sie ihn vollkommen hilflos anblickte. „Meine Mutter… Sie ist im Krankenhaus.“ Sein Herz zog sich bei ihren Anblick regelrecht zusammen. Das sonst so fröhliche Mädchen wirkte auf einmal ganz zerbrechlich. Er schlang seine Arme eng um ihren Körper, drückte ihr Gesicht nah an seine Brust. „Sh~ Ich bin für dich da.“ Ihr Schluchzen klang nur noch gedämpft an seine Ohren, bis es letztlich ganz verstummte. Sie ließ von sich seiner Wärme beruhigen. „Soll ich dich hinfahren?“, fragte er vorsichtig. Zaghaft schüttelte sie ihren Kopf. „Schon gut“, nuschelte sie in sein Oberteil, „Ich nehme ein Taxi. Ich will dir nicht zu Last fallen.“ Tao ließ sanft seine Finger durch ihre Haare streichen. „Du machst dir zu viele Gedanken. Ich hab es dir doch vorgeschlagen.“ Letztlich ließ sie sich doch von ihm überzeugen. Sie rannten den Rest des steinigen Pfades entlang und schließlich zu den Parkplätzen.

Eilig hetzte (D/N) quer durch das Krankenhaus. Tränen brannten in ihren Augen. Sie hasste es ihr. Seit ihrer Kindheit musste sie schon viel zu oft hier her. Der beißende Geruch nach Reinigungsmitteln, diese trostlosen weißen Wände, der graue Linoleumboden… Einfach alles hasste sie hier. Wäre ihr Vater nicht so eine große Enttäuschung gewesen, dann würde es ihnen viel besser gehen. Doch jetzt musste sie wieder um ihre Mutter bangen. „(B/N)!“ Ein kleiner Junge saß ganz alleine auf einer Bank vor den Operationssälen. Er wirkte so winzig und zerbrechlich. Ihr Bruder sprang sofort auf, als er sie sah und sprintete in ihre Arme. „Wird es Eomma bald wieder besser gehen?“, fragte er mit weinerlicher Stimme, die drohte bald zu brechen. „Ich weiß es nicht, mein Schatz.“ Sie wusste es wirklich nicht. Jedes Mal wurde die Lage immer unvorhersehbarer. Die Krankheit besserte sich nicht. Alles was ihr blieb, war zu hoffen. Ein atemloser Tao kam ein wenig später neben ihr zum Stehen. In ihrer Panik hatte sie ihn in den Fluren abgehängt. Der kleine Junge in ihren Armen schniefte leise und sah mit tränenden Augen zu dem Mann hinauf. „Seit wann hast du denn einen Freund?“ (B/N) tappte zu Tao und zupfte leicht an seinem Hosenbein. „Wenn du ihr wehtust, bekommst du es mit mir zu tun!“, drohte er. Er wirkte ziemlich süß dabei. Seine Stimme klang vollkommen verweint, jedoch versuchte er weiter für seine Schwester zu kämpfen. „Keine Sorge, kleiner Mann. Ich werde gut auf sie aufpassen.“ Sie sah zu ihm auf und erwiderte schwach das süße Lächeln, was er ihr schenkte.

Nach einer Stunde voller Verzweiflung und Angst trat der Doktor aus den zwei Doppeltüren. Die ganze Zeit über war Tao an ihrer Seite geblieben, hatte ihr den Arm um die Hüfte gelegt und beruhigende Worte in ihr Ohr geflüstert. Sie kam nicht umhin, einfach nur dankbar zu sein und ihn noch viel attraktiver zu finden, als sowieso schon. „Frau (N/N) ist wieder stabil. Sie braucht jetzt viel Ruhe, also solltet ihr nicht zu lange bleiben.“ (D/N) nickte verstehend, in ihren Augen glänzte die Sorge. „Können wir zu ihr?“ Der Doktor wies an, ihm zu folgen. Am liebsten wäre sie wieder in Tränen ausgebrochen, sobald sie ihre Mutter erblickte. Sie war furchtbar blass und mager. Augenringe verdüsterten ihre sonst ansehnlichen Gesichtszüge. Mit gesenktem Kopf trat sie neben das Bett ihrer Mutter und nahm ihre kalte Hand in ihre eigene. „Warum kann es nicht endlich aufhören?“, schluchzte sie. Ehe sie sich versah, kullerten warme Tränen ihre Wangen hinab, tropften von ihrem Kinn auf das weiße Bettlaken. Ihre Mutter hatte dieses Leben nicht verdient. Schon als junge Frau hatte sie ihre Karriere für einen Mann aufgegeben, der sie letztlich sitzen ließ. Sie wünschte, sie könnte ihr die Welt geben, aber dazu war sie nicht in der Lage. Dünne Ärmchen schlangen sich um ihr Bein. Ihr Bruder klammerte sich an sie, suchte den Halt, auf den er angewiesen war. Er war zu jung um das Ausmaß der Probleme zu verstehen. Tao hielt sie wieder in seinen Armen, versuchte ihr zu vermitteln, dass er für sie da sein würde. Er verlor kein einziges Wort. Letztlich würde keines seiner Worte ihr weiterhelfen können. Ihr Schmerz saß tief und selbst er konnte diese Situation nicht ändern.

Mit der Zeit kamen sie sich näher. Auch wenn sein Aufenthalt in ihrer Stadt endete, telefonierten sie noch oft miteinander. Keiner von ihnen sprach jemals über die Gefühle, die sie tief in sich versteckten. Sie waren noch nicht bereit dafür. Tao konzentrierte sich mehr auf sein Leben und sie sich auf ihres. Doch immer wenn er sie so erschöpft am Telefon hörte oder mitbekam wie gebrochen ihre Stimme klang, wenn sie abends mit ihm sprach, da wusste er, dass er was ändern sollte. Also machte er ihr das größte Geschenk, was er ihr hätte geben können. Er übernahm die Arztkosten für die Behandlung ihrer Mutter. Nach und nach schien es zu helfen. Bei ihrem nächsten Treffen stand er einer gesunden, munteren Frau gegenüber, die noch immer nicht ihre große Klappe verloren hatte. An ihrer Hand hielt sie den Jungen, den er das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen hatte. „Kommst du? Meine Mutter will dich unbedingt kennenlernen!“, lachte sie und zog Tao hinter sich her, „Die ganze Zeit konnte sie nicht aufhören über dich zu schwärmen, als ich ihr ein Bild von dir gezeigt habe. Sie hat sogar dein Lieblingsessen gemacht.“ Er konnte gar nicht beschreiben, wie warm es ihm ums Herz wurde, als er ihr glückliches Lächeln wieder sehen konnte. Dieses Mal würde er nicht mehr gehen. Er musste schon viel zu lange auf sie verzichten. Wäre er doch nur früher zurückgekommen und hätte seinem inneren Wunsch nachgegeben, dann wären sie vielleicht schon längst zusammen. Bis jetzt konnte er jedoch nie den Mut dazu aufbringen. Aber er wollte es so bald wie möglich hinter sich bringen.

Tao lächelte stumm vor sich hin. Die warme Atmosphäre, die in diesem Haushalt herrschte, lullte auch ihn ein und er konnte nicht anders, als den beiden wunderschönen Damen dabei zuzugucken, wie sie das Essen zubereiteten. „Hyung! Du guckst wie ein verliebter Esel“, meinte der kleine Junge neben ihm, der aufmüpfig zu ihm hochguckte. „Seit wann bist du so schrecklich vorlaut geworden?“, murrte der Blondhaarige. „Das nennt man Pubertät!“, gab er zurück und grinste frech, „Aber wann wirst du ihr sagen, dass du sie liebst und sie heiraten willst, um gaaaanz viele Kinder mit ihr zu bekommen?“ Schlagartig wurde es still im Raum und ihm schoss die Röte ins Gesicht. Die beiden Frauen hatten sich ihnen zugewandt. (D/N) guckte ihn leicht verwirrt an, während ihre Mutter zufrieden schmunzelte. „Ich will mindestens zwei Enkelkinder, wenn nicht sogar drei!“ Jetzt wurde auch (D/N) hochrot. „Eomma! Sag sowas nicht!“ Die zwei zankten etwas miteinander. Derweil guckten sich die beiden Jungs nur an und schüttelten hoffnungslos den Kopf, murmelten dabei „Frauen“. „Also Hyung. Wann sagst du es ihr?“, hackte (B/N) noch einmal nach und guckte ihn aus neugierigen Welpenaugen an. Tao seufzte leicht und rieb sich übers brennende Gesicht. „Schon bald.“

Jaaa. Ratet mal, wer endlich weiter geschrieben hat xD Sorry. Aber ich bin gerade in Love mit meiner anderen Geschichte, auch wenn ich eine weitere angefangen habe (Jin x Jimin - Take me or Leave me - falls es jemanden interessiert) Ich versuche nicht einen weiteren Monat verstreichen zu lassen für das nächste Kapitel, kann aber nichts versprechen. Bye~
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