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K-Pop Various x Chubby!Reader OneShots

OneshotAllgemein / P12
Bangtan Boys EXO GOT7 Monsta X Seventeen Super Junior
07.08.2018
05.11.2020
26
75.761
5
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Dieses Kapitel
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25.02.2019 1.940
 
Dampf schlug ihr entgegen, als sie den Deckel des Kochtopfes etwas anhob. Das Gemüse dünstete in einer von ihr selbst gemachten Marinade, während das Hähnchen in der Pfanne vor sich hin Brutzelte. Alles sollte heute perfekt werden. Seit langem hatten sie und Yixing einen Abend für sich geplant. In den letzten Wochen fanden sie kaum die Möglichkeit dazu viel Zeit miteinander zu verbringen. Ihr Job spannte sie komplett ein, genauso wie sein alltäglicher Stress mit dem Leben als Idol. Sie konnte sich schon glücklich schätzen, dass ihre Beziehung bisher so viele Spannungen ausgehalten hatte. Manchmal schien der Druck stark auf ihnen zu lasten und sie stritten sich immer häufiger. Doch sie vertrugen sich immer recht schnell. Ein kleiner entspannender Abend nur für sie könnte wirklich nicht schaden. Mit einem zufriedenen Lächeln betrachte sie ihr bisheriges Werk. Das Essen war soweit fertig. Der Tisch war schön gedeckt und in der Mitte stand ein hübscher Kerzenständer. In einer Stunde sollte er kommen. Bis dahin hatte sie die Zeit sich ein wenig hübsch zu machen. Fast schon freudig hüpfte sie durch die Wohnung zu ihrem Zimmer. Sie machte sich in Ruhe zurecht, achtete darauf das Beste aus sich herauszuholen. Früher hatte sie Probleme damit, etwas Gutes in sich zu sehen. Dann traf sie auf ihn. Er verdrehte ihr den Kopf. Yixing war der Erste, der sie wirklich ansah. Am Anfang wehrte sie ihn ab, schenkte ihm nicht die Aufmerksamkeit, die er verdiente. Aber er gab nicht auf. Zum Glück… Sonst wäre sie nie so glücklich gewesen, wie sie es jetzt war. Auch wenn es manchmal Unstimmigkeiten gab. Er lehrte sie wieder Selbstbewusstsein zu entwickeln und dafür war sie dankbar.

„Es ist wohl bald soweit~“ Mit Vorfreude blickte sie auf die Uhr, sah dabei zu wie die letzten Minuten verstrichen. Das Essen stand nur noch auf niedriger Flamme, damit es warm blieb bis er kam. (V/N) konnte gar nicht ausdrücken, wie sehr sie sich auf diesen Abend freute. Vielleicht könnten sie wieder wie früher gemeinsam auf der Couch sitzen und kuscheln, einen Film zusammen gucken oder einfach nur reden. Oder sich einfach gegenseitig in die Augen zu starren. Das hatten sie früher häufig gemacht… Sich angesehen mit diesen verliebten Blicken. Sie benahmen sich wirklich wie frisch verliebte. Leider schien das nach und nach abzunehmen. Mittlerweile fand sie sich eher in der Situation wieder, dass sie ihn von hinten sehnsüchtig musterte, in der Hoffnung er würde sie genauso ansehen. Aber man konnte schließlich nicht alles haben. Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen strich sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, als sie sich an die guten alten Zeiten erinnerte. Trotzdem war Yixing immer ihr Prinz geblieben. Selbst jetzt noch war er ein Meister von Überraschungen, der ihr Herz immer wieder so fröhlich flattern ließ. Er schenkte ihr noch immer jeden Samstag ihre Lieblingsblumen. Jeden Sonntag sah er sich mit ihr spät in der Nacht die Sterne an… Genau das was sie bei ihren ersten Dates gemacht hatten. Ihr Blick fiel auf die Uhr. Es war schon mehr Zeit verstrichen und er war noch immer nicht da. „Vielleicht verspätet er sich etwas.“

Nach einer Stunde nagte ein unruhiges Gefühl an ihrer Brust. Er war noch immer nicht da. Es war gut möglich, dass er sich nur verspätete… Das tat er schließlich öfter. Jedes Mal sorgte sie sich jedoch aufs Neue. Sie war seine Freundin. Es war ihre Rolle sich um ihn zu sorgen. Schließlich könnte ja etwas passiert sein. Entschlossen griff sie nach ihrem Handy und schrieb eine Nachricht. (V/N) starrte auf ihr Handy und wartete geduldig auf eine Antwort. Doch nach zehn Minuten hatte sich immer noch nichts getan. Hoffentlich war es wirklich nichts Schlimmes und er hatte sich nur mit seinen Freunden verquatscht oder sich wieder zu sehr in sein Training reingehangen. Kurz schmunzelte sie. Yixing war immer so auf seine Arbeit fixiert, versuchte immer alles perfekt hinzubekommen. Sie war wirklich stolz auf ihn… Auch wenn sie manchmal gerne genau die gleiche Aufmerksamkeit hätte, die er seiner Arbeit schenkte. Ein paar weitere Minuten verstrichen, bevor sie es mit einem Anruf probierte. Es klingelte einige Male bis sie schließlich seine Stimme hörte. „(V/N)… Was ist denn?“ Warum klang er so genervt? Dabei hätte sie viel mehr Grund dazu… Oder hatte sie irgendetwas gemacht, dass ihn störte? „Hey. Ich wollte fragen, wann du kommst“, sagte sie mit ruhiger Stimme. Es würde sich bestimmt alles klären. „Du weißt doch, dass ich Training habe“, entgegnete er harsch, „Abgesehen davon habe ich seit einer Weile nichts mehr mit den Jungs gemacht.“ Verwirrt runzelte sie die Stirn. Hatte sie den Tag verwechselt? Dabei war sie sich so sicher, dass es heute war… Es war definitiv heute! Außerdem hatte sie auch seit einer Weile nichts mehr mit ihm gemacht. „Aber ich dachte…“ Bevor sie ihren Satz überhaupt beenden konnte, unterbrach er sie. „Denk einfach gar nicht!“ Sprachlos, mit geöffnetem Mund starrte sie in die Leere ihrer Wohnung. Seit wann hatte er den Job als Arschloch gepachtet?! Langsam verabschiedete sich auch ihre Geduld. „Aber du hast gesagt, dass-“ Jetzt reichte es aber wirklich! „Ich habe gar nichts gesagt! Und jetzt stör mich nicht weiter, dafür hab ich keine Zeit!“ Sie schnaubte genervt. Also heute war es nicht sie, die ihre Tage hatte. „Weißt du was? Verbringe Zeit mit deinen Freunden. Aber wage es ja nicht, heute nach Hause zu kommen, Zhang Yixing!“, gab sie kalt zurück. Ohne eine weitere Antwort abzuwarten, legte sie auf. Gereizt schmiss sie ihr Handy auf den Couchtisch. Alles umsonst! Wozu die Mühe, wenn es letztlich sowieso nichts wurde? Frustriert räumte sie die Teller zurück in die Schränke und das Essen stellte sie kalt. Wegschmeißen würde sie garantiert nicht, doch ihr Appetit war ihr im Moment vergangen. So viel zu einem schönen Abend. Es war zum Heulen…. Nicht, dass sie es ihm gönnte.

„Wenigstens hat sie es gut.“ (V/N) lag eingekuschelt in ihrer warmen Decke auf dem Bett und las ein paar Kapitel ihrer Liebesnovelle. Die Protagonistin schien ihr Glück gefunden zu haben. Nur für sie ging es heute wohl nicht so gut aus… Immerhin lenkte sie das Lesen ein wenig ab. An sich wäre sie nicht wütend auf ihn gewesen, wenn er ihr gesagt hätte, dass es heute leider doch nichts mit ihrem Date werden würde. Sie wäre lediglich enttäuscht… und jetzt war sie beides. Seine Worte hätte er sich echt sparen können. Er benahm sich eigentlich selten so daneben. Wahrscheinlich hatte er einen schlechten Tag. Seufzend legte sie ihr Buch bei Seite. „Jetzt suche ich auch noch Ausreden für diesen Idioten“, murrte sie. Mit einer Hand griff sie nach der Nachttischlampe und schaltete sie aus. Sofort war der Raum in komplette Dunkelheit getaucht. Schlaf wäre jetzt wohl das Einzige, was sie noch beruhigen könnte.

Erst am sehr späten Abend öffnete sich die Tür zu der Wohnung. Draußen war es bereits dunkel, nur die Straßenlaternen beleuchteten noch die Umgebung. Die Zeit, in der die meisten bereits schlafen gingen. Yixing strich sich ein paar feuchte Haarsträhnen aus dem Gesicht. Das Training hatte viel länger gedauert als erwartet und letztlich konnte er doch keine Zeit mehr mit den anderen verbringen. Einerseits lag es daran, dass es bereits so spät war und andererseits an dem Anruf seiner Freundin, die ihm ein wenig die Lust dazu genommen hatte. Seufzend warf er den Wohnungsschlüssel auf die Kommode und streifte seine Schuhe ab. Wie es aussah, lag sie schon im Bett. Aber was hatte er anderes erwartet? Sie würde bestimmt nicht auf ihn warten. Das tat sie in letzter Zeit immer weniger. Früher war sie immer wach geblieben, bis er zurückgekommen war, nur um ihn ein letztes Mal am Abend zu sehen. Die Zeiten waren noch so süß. Er steuerte den Kühlschrank an. Ein Bier könnte seine Nerven bestimmt beruhigen. Als er jedoch hineinblickte, stockte sein Atem. Eingewickelt in Folien lag eine lecker zubereitete Mahlzeit. Verwirrt blinzelte er, bevor sich seine Augen weiteten. Welcher Tag war heute eigentlich? Sein Blick glitt zum Kalender über der Küchenzeile. „Mist!“, fluchte er leise, „Ich bin so ein Idiot!“ Er hatte ihr verdammtes Date vergessen! Kein Wunder, dass sie angerufen hatte und ihn letztlich so angefahren hatte. Aber er hatte ja nichts Besseres zu tun, als ihr irgendwelche Dinge an den Kopf zu werfen, obendrein sie auch noch mit seinen Worten verletzt. Mit schnellen Schritten steuerte auf ihr Schlafzimmer zu.

Seine Augen glitten über die schlafende Gestalt. Er könnte sie jetzt nicht wecken. Also musste er wohl oder übel bis morgen warten. Yixing ging leise zu ihr hinüber und kletterte über sie. Sanft presste er seine Lippen gegen ihre Wange. „Es tut mir so leid, Baby“, wisperte er, „Ich werde es wieder gut machen.“ Zu seiner Überraschung blitzen ihm zwei müde Iriden entgegen. „Dann fang damit an zu mir ins Bett zu kommen“, murmelte sie, „Ich will wenigstens noch mit meinem Freund kuscheln.“ Sein Herz zog ein wenig. Wie konnte er ihr das nur antun. Er küsste erneut ihre weiche Haut, bevor er sich leicht aufsetzte. „Okay. Ich bin gleich wieder zurück.“ Als er sich abwandte, um sich etwas anderes anzuziehen, hörte er hinter sich noch ihre Stimme sagen: „Übrigens… Du bist ein Idiot.“ Ein schwaches Lächeln zierte seine Lippen. Wahrscheinlich hatte er das verdient. Das und viel mehr. Erst nach ein paar Minuten kroch er zu ihr unter die Bettdecke. Ohne jegliche Worte seinerseits rutschte sie sofort an ihn und kuschelte sich an seine Brust.

Für eine ganze Weile lag er noch wach, lauschte ihren gleichmäßigen Atemzügen. Normalerweise hätte ihn allein das eingeschläfert… Doch jetzt? Er bekam kein Auge zu. Schuldgefühle kochten noch in seiner Brust, ließen ihm keine Ruhe. Sie hatte sich so sehr auf diesen Abend gefreut. Allein das Funkeln in ihren Augen hatte es ihm verraten. Selbst dieses überglückliche Lächeln ließ daran keinen Zweifel. Manchmal fragte er sich, womit er sie verdient hatte. Sie schien eine unendliche Geduld mit ihm zu haben und obendrein ein Übermaß an Verständnis. Letztlich ließ es sich jedoch nicht vermeiden… Sie drifteten immer weiter voneinander weg. Sicher… Die Liebe zueinander konnten sie definitiv noch spüren. Aber mittlerweile stieg die Gefahr, dass sie sich immer öfter gegenseitig verletzten. War das noch normal? Vielleicht… Wahrscheinlich eher nicht. Aber er war noch nicht bereit loszulassen. Nur wenn sie es ihm sagen würde, dann würde er sie eventuell gehen lassen. Nur hätte er einen wichtigen Teil in seinem Leben verloren.

„Du siehst schrecklich aus.“ Das war das Erste was er an diesem Morgen zu hören bekam. „Hast du überhaupt geschlafen, du Zombie?“ Sie lagen noch immer im Bett, eng aneinander gekuschelt. „Du hast Augenringe“, stellte (V/N) fest. Ihr vorher noch piesackender Blick wandelte sich in einen voller Sorge. „Du solltest dir vielleicht einmal eine Auszeit nehmen.“ Wieder schenkte sie ihm ein warmes Lächeln. „Du arbeitest zu hart.“ Ihre Fingerspitzen glitten zärtlich über seine Wange. Er liebte dieses sanfte Glänzen in ihren Augen. Nach all dem sah sie ihn noch immer so voller Liebe an, sorgte sich um ihn. „Ich liebe dich“, sagte er leise. Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen. Nach allem… war sie noch immer seines. „Ich dich auch“, erwiderte sie mit dem schönsten Grinsen auf dieser Welt. Yixing beugte sich leicht zu ihr nach vorne. Sein Atem streifte schon ihre Lippen. Ein warmes Gefühl machte sich in seinem Bauch breit… Mit einem Mal spürte er ihre Handfläche auf seinem Gesicht und sie drückte ein wenig unsanft seinen Kopf von sich weg. „Bah! Du weißt schon, dass du Mundgeruch hast, oder?“, beschwerte sie sich. Wahrscheinlich guckte sie gerade ziemlich angewidert. Aber auch das liebte er. „Geh erstmal Zähne putzen! Dann hast du überhaupt er meine Lippen verdient!“ Und damit lag er alleine im Bett.
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