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He’s Your First Love, I Intend to be Your Last

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Niklaus "Klaus" Mikaelson
06.08.2018
06.08.2018
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Author’s Note: Dieses kleine Kurzgeschichte ist nichts Besonderes, nicht sonderlich lang und aus einer Eingebung heraus entstanden, nachdem ich die letzte Folge und somit das Ende der Serie gesehen habe und absolut unzufrieden damit war. Vor allem, was das Ende von Klaus betrifft. Ich bin jetzt kein übertriebener Klaroline Shipper, aber diese Idee, die ich irgendwo in den Tiefen von Reddit Kommentaren gefunden habe, hat mich so gefesselt, dass ich sie umsetzen musste. Credit geht also an einen User von Reddit.
Wichtig: Wer das Finale noch nicht gesehen hat, sollte das hier vielleicht nicht lesen.




He’s Your First Love, I Intend to be Your Last



       „… und mein ganzes Leben habe ich nach dir ausgerichtet, mein Bruder. Es war mir eine große Ehre an deiner Seite leben zu dürfen. Es ist unglaublich erfüllend zu sehen, dass es wirklich geschehen ist, dass du erlöst wurdest. Nach so unglaublich langer Zeit, mein Bruder, hast du es geschafft deine Seele reinzuwaschen und das macht mich glücklich. Während ich die Lebenswege unserer Familie gesehen habe, glücklich und erfüllend, sah ich nichts in meinem. Nur Dunkelheit, Klaus.

        „Meine Aufgabe, für dich da zu sein, an deiner Seite zu stehen, für immer und ewig, sie wurde mit der Erlösung deiner Seele erfüllt, also ist es an der Zeit, dass auch meine Seele erlöst wird und ihren Frieden findet. Hope braucht dich. Sie braucht ihren Vater. Sie hat bereits ihre Mutter verloren. Ich lasse es nicht zu, dass sie auch noch ihren Vater verlieren wird! Ich danke dir, Klaus. Ich danke dir für alles. Es war eine glorreiche Reise. Es war mir eine Ehre, mein Bruder! Für immer und ewig!“

       Noch ein letztes Mal schauen sich die Brüder in die Augen. Noch ein letztes Mal treffen ihre Stirnen aufeinander. Noch ein letztes Mal sprechen sie ihn aus, diesen Schwur, der sie über tausend Jahre hinweg miteinander verbunden hat.

       Dann ist es auch schon zu Ende. Die Haut seines Bruders verfärbt sich langsam in lebloses Grau. Eine Träne rollt über Klaus‘ Wange.

        „Danke… Elijah. Für immer und ewig.“





       Er steht bereits seit einer Weile an den roten Sportwagen gelehnt, mit einer Sonnenbrille auf dem Nasenrücken sitzend, während er dieses unglaubliche Gebäude betrachtet, das so viel Geschichte beinhaltet, dass ein Menschenleben nicht ausreichen würde diese verbal wiederzugeben.

       Die Strahlen der Sonne scheinen unnachgiebig auf ihn herab, doch er genießt jede einzelne Sekunde von diesem warmen, prickelnden Gefühl auf seiner Haut. Er ist am Leben.

       Nach all diesen Jahren, nach einer Ewigkeit, fühlt er sich, als wäre er endlich erwacht, am Leben und könnte den Rest der Ewigkeit genießen.

       Natürlich hat dieses Gefühl auch einen bitteren Nachgeschmack. Er wird das große Opfer seines Bruders nie vergessen und es immer in Ehren halten. Er wird ihn immer lieben. Alles, was Klaus hoffen kann ist es, dass es seinem Bruder gelungen ist Frieden zu finden. Irgendwann, wenn die Zeit reif ist, wird er ihm vielleicht in diesen Frieden folgen.

       Doch jetzt muss er leben und das nicht nur für sich, sondern auch für sie.

       Er betrachtet Schüler, die das große, rustikale Gebäude verlassen und betreten. Vampire, Werwölfe, Hexen. Alles ist vertreten. Sogar eine ganz besondere Mischung aus unterschiedlichen, starken Wesen und Familien. Sie nicht nur das Beste, das ihm je passiert ist, sie hat auch das Beste von ihm und ihrer unglaublich starken Mutter in sich.

       Er könnte stolzer nicht sein.

       Als er sie erblickt, seine geliebte Tochter, umringt von einigen weiteren, jungen Menschen, gespickt mit dem Potential diese Welt vielleicht irgendwann zu einem besseren Ort zu machen, schleicht sich ein Lächeln auf seine Lippen.

       Sie ist wunderschön. Wie ihre Mutter es war.

       Sie strahlt. Sie ist glücklich und das wiederum macht ihn glücklich.

       Für einen kurzen Moment treffen sich ihre Blicke. Sie dreht sich etwas zur Seite, wirft einen Blick über ihre Schultern. Fast schon so, als hätte sie ihn gespürt. Und sie lächelt. Es ist ein wunderschönes Lächeln. Seine Brust schwillt vor Stolz an.

       Die Welt scheint für einige Sekunden still zu stehen. Die letzten Wochen und Monate waren eine Qual, die reinste Folter, doch sie haben alles überstanden, da sie alles überstehen. Sie sind Mikaelsons. Ihre Familie übersteht alles.

       Das strahlende Lächeln weicht nicht, als sie ihm kaum merklich zunickt. Er nimmt ihre Geste mit einer ähnlichen zur Kenntnis, ein ähnlich strahlendes Lächeln auf den Lippen tragend. Sie dreht sich um, widmet sich ihren Freunden und er drückt sich vom Wagen weg, nur um auf die Fahrerseite zuzugehen, einzusteigen und loszufahren.

       Nach allem, was sie in den letzten Jahren miteinander oder voneinander getrennt durchmachen mussten ist es genau das, was sie beide brauchen. Stabilität. Normalität. Glück.

       Hope braucht dieses relativ normale Leben in dieser wunderbaren Schule, die ihr helfen wird ein wesentlich besseres Leben zu führen, als er es eine sehr lange Zeit lang getan hat. Sie wird lernen mit ihren Kräften umzugehen und nie die Leidenschaft für das Leben zu verlieren, ohne zu dem Monster zu werden, das er eine sehr lange Zeit lang war.

       Klaus hingegen muss da noch ein Versprechen erfüllen. Ein Versprechen, das er vor sehr langer Zeit gegeben hat. Jetzt kommt er endlich dazu, es in Erfüllung gehen zu lassen.





       Fast schon ein wenig ungeduldig wartet er vor der Tür und drückt erneut auf den Knopf der Klingel, weil er es kaum erwarten kann die Dame des Hauses endlich zu Gesicht zu bekommen, denn seit einiger Zeit bereits malt er sich ihre Reaktion aus, auch wenn er weiß, dass seine Fantasie nie an die Realität herankommen wird.

       Klaus weiß, dass sie nicht in der Schule ist. Sie ist hier. Er hört sie. Er riecht sie.

       Das ist auch der Grund für seine Ungeduld.

       Nach etwas, das sich wie eine Ewigkeit anfühlt, macht sie ihm endlich auf. Überraschung spiegelt sich auf ihrem lieblichen Gesicht wieder. Ihr blondes Haar fällt ihr in Wellen über die Schultern. Sie ist so wunderschön wie er sie in Erinnerung hatte. Die Frau, für die er vielleicht nicht die erste große Liebe ist, aber der er versprochen hat, ihre letzte zu sein.

       Die Frau, die ganz bestimmt seine große Liebe ist.

       Er fängt an zu lächeln und kommt ihr Näher. Ohne auch nur ein Wort zu sagen legt er einfach seine Hand an ihre Wange, streicht sanft über diese. Er überbrückt den letzten Abstand und küsst sie. Sanft und fast schon vorsichtig. Zaghaft, so wie man ihn gar nicht kennt –so wie nur sie ihn kennt.

       Auch wenn sie eine starke, schlagfertige und sehr leidenschaftliche Frau ist, hat er im Moment das Gefühl dass er etwas sehr Zerbrechliches in seinen Händen halten würde. Ein wunderschönes Wesen, das er beschützen muss, das ihm nicht noch einmal genommen werden darf.

        „Klaus? Was machst du hier?“, möchte Caroline von ihm wissen. Ihre süße Stimme klingt sehr überrascht, aber nicht abgeneigt. Er weiß, dass sie tiefe Gefühle für ihn hegt. Er weiß es seit er ihre Lippen das erste Mal mit den seinen berührt hat. Sie braucht das Feuer und die Leidenschaft. Sie braucht das Abenteuer. Sie braucht ihn so sehr, wie er sie braucht.

        „Ich habe da noch ein Versprechen, das ich erfüllen muss, my dear Caroline. Das Versprechen dir die Welt zu zeigen.“ Er legt seine Hände wieder an ihre Wangen und küsst sie. Immer wieder. Es sind sanfte Berührungen. Hauchzart. Kaum zu spüren.

        „Und ein weiteres Versprechen, das ich dir gegeben habe, my love. Tyler war deine erste Liebe. Ich gedenke deine letzte zu sein. Egal, wie lange ich warten muss und ich denke, dass wir mittlerweile lange genug gewartet haben.“

       Sie ist sprachlos. Er sieht und er spürt es. Die sonst so energische und schlagfertige Caroline Forbes ist sprachlos. Doch da ist auch etwas Anderes, das ihn Lächeln lässt: Ihr wunderschönes Lächeln.

       Sie will, dass er dieses Versprechen erfüllt, denn sie will ihn so sehr, wie er sie will.

       Was er hier machen möchte ist überstürzt, das steht fest, doch er ist sich sicher, dass es das Richtige ist. Sie haben lange genug für andere zurückgesteckt.

       Klaus weiß, dass es Hope gut geht. Sollte sie ihn brauchen, wird er alles daran setzen um so schnell wie möglich bei ihr sein zu können. Er weiß, dass es Caroline mit ihren Zwillingen genauso gehen wird. Die beiden sind alt genug. Sie muss nicht rund um die Uhr bei ihnen sein, zumal diese auch noch ihren Vater haben, der mit dem hier alles andere als glücklich sein wird, was für Klaus von wenig Bedeutung ist.

       Was wichtig ist, ist die Tatsache, dass sowohl er, als auch Caroline immer für ihre Kinder da sein werden, egal in welchen versteckten Winkeln dieser Welt sie sich gerade aufhalten.

       Wichtig ist aber auch, dass er Caroline nun endlich zeigt, was diese Welt zu bieten hat. Sie hat nur das Beste vom Besten verdient und das wird er ihr nun bieten, wie er es versprochen hat, was er natürlich mit einem weiteren, süßen Kuss versiegelt.
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